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Lenin und Stalin - Referat



1. Einführung ins Thema
Lenin, eigentlich Wladimir Iljitsch Uljanow, gelebt vom 22.April 1870 bis zum 21.Januar 1924, war der Gründer der Sowjetunion. Lenin war der politische Anführer der Oktoberrevolution in Russland. Von Beruf war er Theoretiker und Autor politischer Schriften wie zum Beispiel „Anarchismus und Sozialismus“, „Die Aufgabe der Revolutionären Jugend“ und „Der Partisanenkrieg“. Als Mensch mit marxistischer Denkweise, war sein Ziel die „Diktatur des Proletariats“, was so viel heißt wie, dass speziell die Arbeiterklasse die politische Herrschaft in einem Staat bekommt.
1912 grenzte er seine Partei, die Bolschewiki von der Partei Menschewikin ab. Nachdem er 1922 und 1923 drei Schlaganfälle hatte, konnte er seine Partei kaum noch führen, und warnte sie, kurz vor seinem Tod in einem Brief vor Stalin.


Stalin, eigentlich Josif Wissarionowitsch Dschugaschwili, gelebt vom 21.Dezember 1879 bis zum 05. März 1953, war ein diktatorischer Politiker, welcher von 1928 bis zu seinem Tod im Jahre 1953 Führer der Sowjetunion war. Stalin war ein sehr intelligenter Mann, und ein Genie wenn es um Planung und Organisation ging. Er war Chefredakteur der Bolschewikischen Parteizeitung „Prawda“. Kurz von Lenins Tod hatte Stalin schon einen hohen Posten bei den Bolschewiken und nahm nach Lenins Tod den Führungsposten ein. Stalin nutzte seine Macht um seine politischen Gegner auszuschalten. Am Ende der 20. Jahre war er uneingeschränkter Diktator von der Partei und dem Staat, weil er seine politischen Ansichten mit Brutalität durchsetzte und seine Gegner töten oder in Konzentrationslager einweisen ließ. Unter ihm sollen über eine Millionen Menschen getötet worden sein. Er hatte kein Problem damit, über Leichen zu gehen.
Durch seine fast unendliche Macht, nahm er alle wichtigen Funktionen im Staat ein.

2. Fachlicher Teil

Lenin wurde am 22. April 1870 in Simbirsk, Russland als Wladimir Iljitsch Uljanow, Sohn eines Adligen, geboren. Am Gymnasium in Simbirsk beschäftigte sich Lenin mit marxistischen Schriften. Dies sind Wirtschafts- und Gesellschaftstheorien von Karl Marx und Friedrich Engels. Nachdem sein Bruder gehängt wird, schließt sich Lenin der revolutionären Bewegung an. Revolutionär aktiv ist er auch während seines Jura- Studiums in Samara, Russland. Er geht später nach St. Petersburg wo er Kontakt zu Sozialdemokraten aufnimmt. Zusammen mit Julij Martow gründet er 1895 den „Kampfbund zur Befreiung der Arbeiterklasse“ (erhielt anschließend den Namen Sozialdemokratische Arbeiterpartei Russlands (SDAPR). Er benutzt ab da seinen Decknamen „Lenin“. Die Partei spaltet sich in zwei Teile auf, die Menschewikin, unter der Führung von Martow und die Bolschewiken (=Mehrheit), unter Führung von ihm. 1912 grenzt er seine Partei als eigenständige Partei ab, und leitet die Parteizeitung „Prawda“ (=Wahrheit), wobei er Stalin als Chefredakteur ernannte. Als Lenin von der Schweiz, wo er im Exil gelebt hat, wieder nach Russland zurück kehrt, unterstützte Deutschland ihn mit Geld, da sie auf eine innere Schwäche des Kriegsgegners Russland hofften. 1917 schrieb Lenin die „Aprilthesen“, in denen er sofortigen Frieden und eine Räterepublik an Russland forderte. Nachdem die Bolschewiken an die Macht kamen, da Leo Trotzki einen Putsch (= überraschende Aktion, mit dem Ziel die Macht im Staat zu übernehmen) organisierte rief Lenin die Räterepublik aus, was so viel heißt wie, dass die Herrschaft einer Bevölkerung über direkt gewählte Räte ausgeübt wird. Ein Jahr später baute er ein diktatorisches Regierungssystem auf, unter der Führung der Bolschewiken. Lenin schließt den Friedensvertrag mit dem Deutschen Reich. 1922 hat er zwei Schlaganfälle und warnt in einem Brief seine Partei vor parteilichen Nachfolgekämpfen Stalins. Nach einem weiteren Schlaganfall kann er seine Partei kaum noch regieren. Stalin regiert mittlerweile zentral bei den Bolschewiken, sodass Lenin keine Chance mehr hat, ihn Abzusetzen. Am 21. Januar 1924 stirbt Lenin in Gorki, Moskau.

Stalin wurde am 21. Dezember 1897 in Gori, Georgien als Josef Wissarionowitsch Dschugaschwilli geboren. Er wuchs in sehr armen Verhältnissen auf. Mit 14 Jahren ging er auf das Tifliser Priester Seminar, um dort Theologe zu werden. Mit 21 Jahren trat er in die Sozialdemokratische Arbeiterpartei Russlands ein, und wurde deshalb aus dem Seminar ausgeschlossen. Stalin war ein sehr intelligenter Mann. Als sich die SDAPR in zwei Aufteilte, schloss sich Stalin den Bolschewiken (unter Führung von Lenin an). Kurz darauf heiratete er Jekaterina Swanidse, dessen gemeinsamer Sohn er im 2. Weltkrieg hinrichten ließ. Er bekam ein immer höres Ansehen bei den Bolschewiken, und war 1913 der „Organisator“ der Partei. Ihm war die
Partei so viel wert, dass er sogar einige Raubüberfälle beging, um mehr Geld für die Bolschewiken zu bekommen. 1907 stirbt seine Ehefrau. 5 Jahre später wird er dann von Lenin in das Zentralkomitee der Bolschewiken einberufen. Später wurde er sogar Chefredakteur der Parteizeitung „Prawda“. Er nahm daraufhin den Namen „Stalin“ an, was so viel wie der „Mann aus Stahl“ bedeutet. Stalin hatte eine immer größer werdende Macht bei den Bolschewiken, denn er was 1919 Mitglied des Organisationsbüros. Trotz dass die Bolschewiken von Lenin kurz vor seinem Tod in einem Brief vor Stalin gewarnt wurden, wurde Stalin der Nachfolger von Lenin in der Partei. Im Kampf darum, wer der neue Nachfolge wird, war Trotzkij Stalins größter Feind. Doch er schaffte es nach und nach ihn auszuschalten, und auch andere Parteimitglieder der Bolschewiki wurden von Stalin ausgeschaltet. Ende des 20. Jahrhunderts war Stalin der alleinige Diktator der Partei und des Staates. 8 Jahre später hat begann Stalin arme Bauern zu enteignen, um die Ernte im Ausland zu verkaufen. Das eingenommene Geld wurde für die Industrie in Russland benutzt. Stalins Ziel war die Industrialisierung Russlands, und er nahm für dieses Ziel sogar Hungersnöte im ganzen Land in Kauf. Dieses Ziel hatte er 15 Jahre später endlich geschafft. Er hat Russland aus einem Land, das Ackerland und sehr fruchtbar war, zu einem Industriestaat gemacht. 1934 bis 1938 ließ Stalin unzählige ehemalige Parteimitglieder und Menschen, von denen er glaubte, sie zweifeln an seiner stärke und Weisheit, verhaften und teilweise ermorden. Die Zahl der Toten stieg in Millionen. Gebaut und gemacht, wird ab dieser Zeit nur noch dass, was Stalin sagt und möchte. Stalin vertrat somit alle drei Mächte eines Staates, nämlich die legislative, exekutive und Judikative. Er hatte eine unendliche macht, und lies niemand daran teil haben. Stalin gelang es, den Kommunismus auf der ganzen Welt unter die Führung Moskaus und ihm zu bekommen. Während des zweiten Weltkrieges, ernennt sich Stalin als der Oberbefehlshaber aller Streitmächte Russlands. Er ließ die Wirtschaft Russlands komplett auf Waffenproduktion umstellen, und erklärte nachdem deutschen Überfall auf Russland den „vaterländischen Krieg“ gegen Adolf Hitler. Nach dem zweiten Weltkrieg war Stalin am Höhepunkt seiner Macht angekommen, und wurde in Russland als „Retter der Bevölkerung“ angesehen. Bis zu seinem Tod ließ Stalin noch viele Kriegsgefangene in Konzentrationslager deponieren, und machte Bauern zu Sklaven. Am 5. März 1953 starb er überraschend.


3. Gemeinsamkeiten und Unterschiede


Gemeinsamkeiten:
• Beide traten für die gleiche Partei (Bolschewiken) auf
• Waren beide an der Führung der Sowjetunion beteiligt
• Interessierten sich schon im Kindesalter für Politik

Unterschiede:
• Lenin zeigte sich in der Öffentlichkeit; Stalin zeigte sich
kaum der Bevölkerung
• Lenin war lange nicht so radikal wie Stalin
• Stalin hatte kein Problem damit, über Leichen zu gehen; Lenins
Umsetzung der Politik forderte nicht sehr viele Opfer
• Stalin verfolgte seine Ziele mit Gewalt; Lenin eher Friedlich
• Lenin hielt sich eher an die marxistische Ansichtsweise und
versuchte diese weiter zu entwickeln; Stalin hingegen ist
weniger den marxistischen Schriften gefolgt
• Lenin wollte einen kommunistischen Staat; Stalin wollte die
Macht





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