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Leben des Galilei - Referat



Das Leben des Galilei von Bertolt Brecht

Bertold Brecht:

• 10.2.1898 Geburt in Augsburg
• 1917: Notabitur im Ersten Weltkrieg, Studium an der LMU
(Medizin, Naturwissenschaften)
• 1918: Militär (Lazarettsoldat)
• Ab 1926: Nationalökonomische Studien und Beschäftigung
mit der marxistischen Theorie
• 1928: Gemeinsame Umsetzung mit Kurt Weill der
„Dreigroschenoper“ in Berlin
• 1933: Flucht nach Dänemark
• 1935: Aberkennung der deutschen Staatsbürgerschaft
• 1941: Nach dem Einmarsch der Deutschen in Dänemark 
Flucht nach Amerika
• 1949: Übersiedlung nach Ost-Berlin
• 1953: Wahl zum Präsidenten des PEN-Zentrums
• 1956: Tod durch einen Herzinfarkt

Das Leben des Galilei:

Inhalt

Galileo Galilei ist Gelehrter aus Padua und will das neue kopernikanische Weltbild beweisen. Da ihm seine Forschungen nicht den verdienten Ruhm bescheren, gibt Galilei auch Privatunterricht um sich über Wasser zu halten. So geschieht es, dass er eines Tages Bekanntschaft mit einem reichen, jungen Mann, der bei ihm Unterricht nehmen will, macht. Dieser erzählt ihm ganz beiläufig von einem Fernrohr, das in Holland entwickelt wurde. Galilei sieht darin seine Chance, er „verbessert“ das Fernrohr und gibt es als seine Erfindung aus. Als er das Fernrohr in Venedig publik macht bringt es ihm die verhofften 500 Skudi ein und er kann seinen Forschungen weiter nachgehen. So erlangt er zusammen mit einem Freund weitere Erkenntnisse über das neue Weltbild, welche beweisen, dass das egozentrische Weltbild nicht stimmen kann. Gleichzeitig fliegt aber auch der Schwindel um „Galileis“ Fernrohr auf und Galilei entschließt sich nach Florenz zu ziehen, wo er mehr Zeit mit seiner Forschung verbringen kann. Seine Theorien werden jedoch nicht für glaubhaft empfunden und deswegen dem Collegium Romanum zur Prüfung übergeben. Dort muss man sie aber widerwillig für richtig erklären. Man legt Galilei zwar nahe weiter zu forschen, aber nicht gegen die Kirche zu richten und seine Ergebnisse nicht zu veröffentlichen. Nach acht Jahren des Schweigens schöpft Galilei endlich wieder Hoffnung, denn der alte Papst stirbt und an seine Stelle tritt ein Mathematiker. Daher nimmt Galilei seine Forschungen im „verbotenen Feld“ wieder auf. Er erforscht die Sonnenflecken und gibt seine Ergebnisse der Öffentlichkeit preis. Daraufhin wird er zur Inquisition nach Rom bestellt, wo er zunächst vom Papst verteidigt wird, dann aber auf Grund eventueller Unruhen im Volkes Galileis Lehren verbietet. So widerruft Galilei unter Folterandrohungen seine Theorien. Doch trotz strenger Überwachung gelingt es ihm die „Discorsi“ niederzuschreiben, welche sein ehemaliger, eng vertrauter Schüler, Andrea, an sich nimmt und nach Amsterdam bringt.

Der historische Galileo Galilei

Brechts Galilei und der historische sind fast identisch, denn Brecht hält sich an den Lebenslauf Galileis. Alle
Personen in dem Stück sind an historische Vorbilder angelehnt. Lediglich Andrea (Schüler Galileis) und dessen Mutter sind frei erfunden. Sie wurden eingesetzt um den Leser selbst darzustellen, damit dieser auch versteht, was es mit dem kopernikanischen Weltbild auf sich hat. Am Ende ist es auch der Leser, verkörpert durch Andrea, welcher das Wissen mit in die Welt hinaus nimmt. Der Legende nach ist Galilei ein positiver Held, der aus List vor der Inquisition abschwört um heimlich seine Lehren zu einem Buch zusammen zu fassen. Brecht sieht ihn hingegen als einen Verbrecher, der sich nicht traut für seine Erkenntnisse einzustehen.

Interpretationsansätze

Die Problematik, die in Brechts Stück dargestellt wird, ist immer noch aktuell. Ein Freigeist versucht gegen die Obrigkeit aufzubegehren, scheitert jedoch an seinem Vorhaben, den Menschen die Augen für die Wirklichkeit zu öffnen. Daher ist Galilei ein Beispiel für die Ohnmacht des Einzelnen in unfreien gesellschaftlichen Verhältnissen. Es war Brechts Anliegen zu zeigen, dass die herrschende Macht zwar den Einzelnen besiegen kann, nie aber die Wahrheit. Denn Galileis Ansichten gelangen letztendlich doch an die Öffentlichkeit. Dass neue wissenschaftliche Erkenntnisse auch die Gesellschaft in Schwung bringen zeigt sich an den Befürchtungen des Papstes. Die Veränderbarkeit der Gesellschaft wird zur Hoffnung und Befürchtung. Brecht will, dass die Menschen Mut zur Veränderung haben und unvoreingenommen an neue Innovationen herantreten.

Quellen:

http://www.cdrnet.net/kb/data/de_brecht.asp http://leben-des-galilei.de/index.php/Brechts-Galilei/
http://www.dhm.de/lemo/html/biografien/BrechtBertolt/ http://www.horizonte.com/deutsch/community/language_corner/brecht.shtml

Dieses Referat wurde eingesandt vom User: gclmaus



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