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Kultur in der DDR - Referat



Wie war die Kultur in der DDR und wie war es für die Künstler?

In der Deutschen Demokratischen Republik sollte die Kunst offiziell den Sozialismus fördern. Doch sie stand unter der Kontrolle und Sicherheit der Sozialistischen Einheitspartei Deutschlands (SED) und es gab keine Kunstfreiheit. Kunst die der DDR kritisch gegenüber stand wurde zensiert und verboten. Dies sollte möglich gemacht werden, durch ein Gesetz, welches besagt, dass die selbstständige Existenz eines Künstlers nur möglich ist, wenn dieser Mitglied in einem Berufsverband, zum Beispiel dem „Verband Bildender Künstler“ ist. Dies ist ein Grund, warum viele Künstler versuchten aus der DDR zu flüchten.

Doch es gab auch positive Seiten der DDR für die Kultur. Es gab ein großes und vielfältiges Kulturangebot, wie zum Beispiel Bibliotheken, Theater, Museen und vielen anderen Einrichtungen. Diese Einrichtungen und Veranstaltungen waren für die breite Maße zugänglich, da der Staat sie förderte und sie so sehr billig oder sogar kostenlos waren. Ein weiterer Vorteil war, dass ausgebildet Künstler, Maler, Schauspieler, Musiker und andere kreative Berufe ein sicheres Einkommen vom Staat erhielten und so kein so großes Risiko trugen, wie Künstler z.B heute. Ein Grund warum der Staat das machte war, dass er so Druck auf die Menschen ausüben wollte, da kritischen, abstrakten und kirchlichen Künstlern das Geld gestrichen wurde und sie keine Förderungen erhielten. Deshalb überlegten Künstler lieber zwei mal bevor sie etwas gegen den Staat unternahmen.

Eine Besonderheit der DDR-Kultur waren die Kulturhäuser, Pionierhäuser, die Jugendweihe und die Arbeiterfestspiele.
Die verbreitetsten Architekturen waren die stalinistische und der Klassizismus

Was gab es an Jugendkulturen in der DDR?

Auch außerhalb der staatlichen Kontrolle entwickelte sich eine Jugendkultur. Anfangs der 80er Jahre entwickelten sich die ersten Punks in der DDR. Sie waren nicht mit den Lebensentwürfen und Vorschriften der DDR einverstanden und wollten einfach frei sein. Das war ein Grund, warum sie bis 1986 vom Staat verfolgt wurden. Dann entspannte sich die Lage und die Punks wurden weitgehend in Ruhe gelassen.

Weitere Gruppierungen waren Gruftis und rechtsextreme Jugendliche, welche vor allem im Umfeld einiger Fußballclubs vorkamen.

Versorgung

Musste man in der DDR wirklich bis zu 10 Jahren auf ein Auto warten?

Ja, Luxusgüter waren in der DDR oft Mangelware. Alltägliche Dinge wie Zahnpasta waren zwar günstig, Luxusgüter wie Autos und Farbfernseher hingegen waren sehr teuer und schwer zu bekommen. Das lag vor allem an der mangelnden Flexibilität der Planwirtschaft. Auch für uns heute normale alltägliche Dinge, wie Bananen und Schokolade waren schwer zu bekommen und überteuert, da sie importiert werden mussten. Wenn es mal solche ausgefallenen Güter gab, standen ganze Menschenschlangen an um sie zu bekommen und so waren sie dann auch sehr schnell wieder vergriffen Viele kauften auch unverderbliche Güter auf Reserve und obwohl sie sie gar nicht brauchten. Durch die Güterknappheit entstand ein regelrechter Tauschhandel in
der DDR. Seltene Güter wurden gegen andere Güter getauscht um so zumindest die Engpässe etwas zu umgehen. Auch bauten viele DDRler in ihrem Garten eigenes Obst und Gemüse an um nicht auf die Planwirtschaft angewiesen zu sein.

Freizeit und Sport

Welchen Stellenwert hatte der Sport in der DDR?

Der Sport hatte in der DDR einen hohen Stellenwert. Er wurde staatlich gefördert und die Mitgliedschaft in Sportvereinen war kostenlos bis sehr billig. Für Vereine war die Nutzung von Sportstätten wie Fußballplätzen kostenlos. Dies war durch die staatliche Förderung möglich. Doch durch die finanziellen Probleme der DDR waren die Sportstätten oft in schlechtem Zustand. Später baute die DDR ein in seiner Größe einmaliges Sport- und Erholungszentrum, mit sieben Schwimmbecken, Wellenbecken, Fitnessstudios und Sport- und Veranstaltungshallen. Für Kinder und Jugendliche gab es die Jugendspartakiaden, wobei sie in unterschiedlichen Sportarten gegeneinander antraten und bei guten Leistungen sogar für den Leistungssport entdeckt werden konnten. Außerdem veranstalteten größere Unternehmen Sportfeste für seine Mitarbeiter.

Welche Freizeitangebote gab es außer Sport?

Für Jugendliche gab es ein großes Angebot an Freizeitangeboten. Es gab Jugendklubs, Diskotheken, viele außerschulische Veranstaltungen, Volkshochschule, Arbeitsgemeinschaften und unterschiedliche Sportgruppen. Es gab Jugendklubs, Diskotheken, viele außerschulische Veranstaltungen, Volkshochschule, Arbeitsgemeinschaften und unterschiedliche Sportgruppen. Diese wurden auch staatlich gefördert und waren dadurch sehr billig bis kostenlos. Für ältere gab es ein breites kulturelles Angebot, wie schon im Kulturteil beschrieben. Die Angebote der DDR sollten vor allem zur sozialistischen Bildung dienen, alles andere erhielt keine Förderung.
Auch Urlaub war in der DDR möglich. Meist aber nur im Inland und es dauerte oft viele Jahre, bis einem ein Urlaubsplatz zugeteilt wurde. Außerdem war dies willkürlich, man konnte sich also nicht aussuchen wo man seinen Urlaub verbringen wollte. Die Vergabe erfolgte durch Gewerkschaften, deshalb war es von Vorteil, wenn man in einer Mitglied war.





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