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Kreta - Referat




Kreta

Eine Insel zum Verlieben

genauso wie seine Städte

(Originaldokument enthält an dieser stelle bilder)



Ierapetra ist die größte Stadt im Süden Kretas. Sie hat ca. 12000 Einwohner und liegt direkt am Lybischem Meer.
Die Wasserqualität, an den Stränden in Ierapetra und Umgebung, wird jedes Jahr von einer unabhängigen europäischen Kommission geprüft und mit der BLAUEN FLAGGE für besonders sauberes Meerwasser, ausgezeichnet.
Außerdem bietet Ierapetra über 340 Sonnentage im Jahresdurchschnitt, saubere Meeres- und Bergluft (keine Industriebetriebe) und eine sehr aufgeschlossene, kinderliebe und gastfreundliche Bevölkerung. Das milde Klima der südlichsten Stadt Europas, lädt Sie das ganze Jahr über ein, hier Ihren Urlaub zu genießen.
Im November / Dezember / Januar / Februar können auch Temperaturen bis 25 Grad Celsius herrschen.


Massentourismus, überfüllte Strände mit mehreren Liegestuhlreihen und verschmutztes Badewasser werden Sie in Ierapetra nicht finden.




Am südlichen Rand der Ägäis taucht sie auf, die größte Insel Griechenlands und zugleich die fünftgrößte Europas, Kreta. Eine Insel der Superlative, zu mehr als drei vierteln bestehend aus Gebirge. Von der geographischen Lage her ist man schon fast in Afrika, von hier sind es nur noch knapp 200 Kilometer bis Libyen und die Insel driftet ständig weiter Richtung Süden. In schätzungsweise 10 Millionen Jahren wird sie dann an den Küsten Afrikas angekommen sein.

Wer nach Kreta reist, bekommt zuerst nur einen kleinen Eindruck von den gewaltigen Gebirgszügen und der Insel. Fast hat man den Eindruck, dass man eigentlich nur zu einem Gebirge gereist ist. Und dies ist zweifellos auch so. Vier Hochgebirgsgruppen lassen sich auf Kreta entdecken, im Westen die Lefka Ori (weißen Berge) mit ihrem 2452 Meter hohen Pachnes, daran schließt sich das Ida-Massiv mit seinem 2456 Meter hohem, zugleich der höchste Berg Kretas, Timios Stavros an. Weiter Richtung Osten kommt dann das Dikti-Gebirge mit seinem 2148 Meter hohen Dikti und ganz im Osten schließt das mit dem "nur" 1476 Meter hohem "Thriptis"; ein Berg, der die weiteren Namen "Aféndis Kavoúsi", "Aféndis Stavroménos" trägt; die Gebirgswelt ab. Im Norden Kretas gleiten die Berge alle sanft ins Meer ab und bilden dadurch große Küstenebenen, fast alle wichtigen Städte und Touristenzentren sind hier an der Nordküste zu finden. Anders die Südküste und hier vor allen Dingen der Südwesten. Die 2000 Meter hohen Berge reißen hier einfach ab und beenden die Insel, Kreta ist hier fast durchgehend eine Steilküste, hier und da findet sich zwischen den hohen Klippen ein kleiner, einsamer Sand- oder Kiesstrand, und auch das eine oder andere Dorf ist hier zu finden. Zu erreichen sind diese Buchten und Dörfer überwiegend per Boot oder zu Fuß, hin und wieder geht es inzwischen auch schon über Sandpisten per Fahrzeug. Die Menschen hier sind vor allen Dingen durch die rauhe Natur geprägt, aber nur noch ein geringer Prozentteil der kretischen Bevölkerung lebt überhaupt noch hier in den Dörfern, die Meisten hat es mittlerweile an die finanziell einträglichere Nordküste und in die großen Städte gezogen.

Auf Kreta findet jeder Besucher eigentlich den Strand, den er möchte. Ob feinen Sandstrand, Kiesstrand oder Felsplateau, alles ist hier zu haben. Dadurch und durch die durchschnittlich 300 Sonnentage pro Jahr ist Kreta zur beliebtesten Urlaubsinsel Griechenlands geworden. Leider hat das auch dazu geführt, daß an vielen Stränden, vor allen Dingen an der Nordküste, planlos Hotelneubauten und Bettenburgen entstanden sind, die ihren Höhepunkt in der Gegend zwischen Chersónissos und Malia haben. Fast hat man hier den Eindruck, daß der "Ausverkauf" der Insel längst begonnen hat und daß auf Kreta ein ähnlicher Zustand wie auf Mallorca eintreten könnte. Doch dem ist nicht so, schon wenn man wenige Kilometer ins Hinterland gefahren ist, scheint sich dem Touristen eine andere Welt zu öffnen.

Größe: Kreta ist nach Sizilien, Sardinien, Zypern und Korsika die fünftgrößte Insel im Mittelmeer und zugleich die größte Griechenlands. Sie ist 260 Km lang und zwischen 13 und 60 Kilometer breit. Ihre Größe beträgt 8259 Km².

Höchste Berge: Der höchste Berg Kretas ist der Timios Stavros im Ida-Gebirge. Er ist 2456 Meter hoch. Nur 4 Meter niedriger ist der zweithöchste Berg Kretas, der Pachnes in den Lefka Ori

Bevölkerung: Mit ca. 600.000 Einwohnern ist die Insel relativ dünn besiedelt, pro km² sind das nur 72 Einwohner. Die Masse der Kreter wohnt zweifellos in den großen Städten; Iraklion ca. 130.000 Einwohner, Chania knapp 70.000, Rethimnon 25.000, Ierapetra 9000, Sitia und Agios Nikolaos jeweils 8000. An diesen Zahlen wird deutlich, daß Kreta über weite Bereiche ziemlich menschenleer ist, denn mehr als 41 % der Bevölkerung leben in den Städten, die mit Ausnahme von Ierapetra alle an der Nordküste liegen.
Hauptstadt von Kreta ist seit 1972 wieder Iraklion, nachdem es vorher jahrhundertelang Chania war.
Religion: Die Kreter sind zu fast 100% griechisch-orthodox

Wirtschaft: Industrie gibt es auf Kreta nur im kleinen Maßstab und diese fast ausschließlich um Iraklion herum. Dort sind knapp 20 % der Kreter beschäftigt. Etwa die Hälfte aller Kreter arbeitet in der Landwirtschaft, hier sind die wichtigsten Produkte Oliven Trauben und Zitrusfrüchte. Im Dienstleistungssektor, zu dem auch der Tourismus gehört, sind knapp 30% beschäftigt. Es kommen pro Jahr ca. 2 Mio. Touristen nach Kreta.

Verwaltung: Kreta ist einer der zehn griechischen Verwaltungsbezirke und ist mit 13 Abgeordneten im griechischen Parlament vertreten. Die Insel selbst ist in vier Verwaltungsbezirke unterteilt, die jeweils eine eigenständige Bezirksverwaltung haben.

Kaum hat man sich von der Nordküste entfernt, landet man in einer anderen Welt. Hier gehen die Uhren anders, man hat Zeit, der Tourismus spielt hier meistens eine untergeordnete Rolle. Wer sich darauf einlässt, das "ursprüngliche" Kreta ein wenig kennen zu lernen, soweit es heute das ursprüngliche noch gibt, der braucht Zeit. Viel Zeit!!


Das erste Kafeníon lockt bereits mit einem Frappé, eine kleine, gemütliche Pause tut immer gut. Kaum hat man sich hingesetzt, bringt einem die Wirtin den georderten Frappé, dazu ein bisschen Obst aus dem Garten sowie "Vogelfutter" oder Erdnüsse. Und schnell kommt man ins Gespräch, es fliegen griechische und deutsche Wortbrocken durch die Luft, die Hände gestikulieren wild. Aus der eigentlich geplanten kurzen Pause wird eine recht lange und manchmal, ja manchmal
wird es eine Pause bis in den Abend. Denn manchmal kommen auch noch andere hinzu, es wird Raki gereicht, dazu Brot und Ziegenkäse und man lernt etwas über die Insel, über das Leben und die Arbeit in den Dörfern und über die Menschen, die einst von den Deutschen überfallen wurden. Und manchmal, ja manchmal entwickeln sich über die Jahre Freundschaften mit diesen Kretern und man bekommt das Gefühl, nicht in den Urlaub sondern nach Hause zu fahren. Für manchen ist das sicherlich auch der Zeitpunkt, an dem er sich überlegt, ob er sich nicht ein Häuschen in einem der Dörfer zulegen will.

Wer die Geschichte Kretas kennen lernen will, der hat es nicht leicht. Ein Urlaub von drei Wochen reicht dafür bei weitem nicht aus, zu weit verstreut sind die geschichtlichen Relikte auf Kreta, zu viele Dörfer kreuzen den Weg... Und zu lang ist die Geschichte der Insel. Schließlich blühte hier bereits vor 4000 Jahren die erste Hochkultur Europas, die minoische. Und besiedelt wurde die Insel bereits vor 8000 Jahren. Und es war nicht die einzige Kultur, die hier ihre Spuren hinterlassen hat. Die Mykener waren hier, ebenso die Dorer, die Römer, die Araber, die Venezianer, Türken und auch die Deutschen. Sie alle hinterließen hier ihre Spuren. Spuren, die es zu entdecken gibt. Selbst, wer sich nur wenig für Archäologie und Historik interessiert, wird die Besuche der vielen Museen und Grabungsstellen genießen. Und die Besuche der vielen Klöster und Kapellen, die überall auf der Insel verstreut sind. Zeugnisse längst vergangener Zeiten.

Knossos, fast schon Pflichtprogramm eines jeden Kreta-Urlaubers.
Wer im Sommer nach Kreta kommt und über den Flughafen Iraklion anreist, der sieht zuerst nur eine karge, vertrocknete Landschaft. Doch Kreta ist im weiten Teilen im Gegensatz zu vielen anderen griechischen Insel eine sehr grüne, wasserreiche Insel.

Die Landschaft Kretas kann auch im Sommer noch grüner sein, als viele Besucher vor ihrem ersten Besuch der Insel vermuten.
Die Landschaft Kretas wird, wie auf anderen griechischen Inseln auch, von Olivenbäumen dominiert. Fast 30 Millionen soll es hier derzeit geben und es kommen immer wieder neue hinzu. Fast jeder Kreter besitzt welche, ob er nun Landwirt ist, oder nicht. (siehe hierzu auch den Artikel "Insel der Oliven" auf unserer Seite!) Olivenbäume sind für die Kreter auch die idealen Pflanzen: Sie werden geerntet, wenn die Massen von Touristen die Insel längst verlassen haben, von November bis März. Fast genau so bedeutend sind wie die Olivenbäume ist der Weinbau auf Kreta. Die größten und bedeutendsten Weinbaugebiete der Insel sind südlich von Iraklion und bei Sitia zu finden. Die Trauben kommen in ganz unterschiedlichen Formen auf den Markt, einige Sorten sind in den Geschäften als Tafeltrauben zu finden, andere trocknen im Spätsommer auf Gestellen zu Rosinen (vor allen Dingen in der Gegend um Chandras) und wieder andere Sorten werden zu den unterschiedlichsten Weinen gekeltert. Hier sollte eigentlich jeder den richtigen Wein finden, ob Fan von Landwein oder geharztem, die Vielfalt der kretischen Weine ist fast unerschöpflich. Und auch die Rückstände der gekelterten Weintrauben werden noch verwendet, aus ihnen wird meist während der Olivenernte das kretische Nationalgetränk, Tsigoudhia, gebrannt. Manchmal wird er auch, den Touristen gegenüber, der einfacheren Aussprache wegen Raki genannt. Und auch hier gibt es wieder Unterschiede, fast in jedem Dorf schmeckt er anders. Mal brennend und scharf, mal sehr mild.



Doch Kretas Flora hat weit mehr zu bieten als nur diese zwei kultivierten Pflanzensorten. Auf Kreta werden außer Oliven und Weintrauben auch Früchte jeder Art, Getreide, Nüsse und Gemüse angebaut. Aber die Natur gibt den Menschen noch mehr, denn nicht überall lässt der Boden den Anbau von Kulturpflanzen zu. Und hier gedeihen Thymian, Oregano, Bohnenkraut und viele andere Kräuter.

Außer den Nutzpflanzen gibt es auf Kreta vor allen Dingen in den zerklüfteten und unzugänglichen Schluchten eine sehr große Wildpflanzenvielfalt. Vor allen Dingen Platanen, Zypressen, Johannesbrotbäume und Kastanien sind hier zu finden. Im Altertum war Kreta für seine ausgedehnten Wälder bekannt, es dauerte aber nur bis zur Zeit der Türken, bis diese Wälder verschwanden. Viele Kreter zogen damals aus den wirtschaftlich brachliegenden Städten auf das Land, Wälder wurden abgeholzt, denn die Menschen brauchten Baumaterial, Acker- und Weideflächen sowie Platz für ihre Siedlungen. Heute werden an einigen Stellen, auch mit ausländischer Hilfe, Wiederaufforstungsmaßnahmen durchgeführt.

Neben den Baumbeständen sind auf Kreta auch zahlreiche Sträucher, Distelsorten und im Frühling auch Blumen zu finden. Und an einigen Stränden Kretas natürlich Palmen, hier vor allen Dingen die "Phoenix Theophrasti Greuter", einer kretischen Dattelpalme, deren Früchte jedoch ungenießbar sind. Der Legende nach sollen sie aus Dattelkernen entstanden sein, die die Sarazenen hier achtlos liegen ließen (so steht es in vielen Reiseführern). Doch diese These wird heute von Wissenschaftlern verneint, diese Palmensorte war hier schon lange vor Ankunft der Sarazenen heimisch und sie wächst an vielen Stränden auf Kreta. Sie ist zudem die einzige Palme, die ihre Nährstoffe aus Salzwasser bezieht und es gibt diese Palmensorte nur auf Kreta!

Auch die kretische Tierwelt hat einiges zu bieten. Die berühmteste kretische Tierart ist sicherlich die kretische Wildziege Agrími, die oft auch "Kri-Kri" genannt wird. Diese sehr scheuen Tieren waren lange Zeit vom Aussterben bedroht, auch heute sind diese Bestände noch nicht allzu groß, es gibt nach Schätzungen nur 2000 von ihnen. Die Tiere leben in freier Wildbahn vor allen Dingen in den unzugänglichen Felshängen um die Samaria-Schlucht, es gibt aber heute drei Reservate auf unbewohnten, Kreta vorgelagerten Inseln. Das bekannteste Reservat ist hier sicherlich die kleine Insel Día vor Iraklion. Von den normalen Hausziegen, die es auf Kreta zu hundert tausenden gibt, kann man sie relativ leicht an ihrem mächtigen, weit geschwungenen Gehörn unterscheiden.







Tja, das war die Grundinformation über Kreta, ich hoffe ich habe euch Lust gemacht mal dort vorbeizuschauen!


© Anja Buchinger

Dieses Referat wurde eingesandt vom User: civicgirl



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