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Konfliktsituationen und ihre Lösungen - Referat



im Beruf kommt es wie in jedem Bereich des Lebens immer wieder zu Konflikten. Sie zu lösen, ist nicht einfach, da ihr Ursprung im Menschen selbst begründet liegt. Menschen sind unterschiedlich, haben verschiedene Interessen und deshalb auch verschiedene Ziele, beurteilen Lebenslagen differenziert und sind auf Ressourcen angewiesen, die oft knapp sind. Deshalb kommt es immer wieder zu Konflikten, für dessen Lösungen es aber Methoden gibt, von denen ich einige vorstellen möchte.

Zielkonflikt: Ist dann gegeben, wenn zwei Abteilungen unterschiedliche Absichten haben oder unterschiedliche Ziele verfolgen, die das Produkt mangelnder Absprache und mangelnder Zusammenarbeit sind. Zielkonflikte entstehen immer dann, wenn verschiedene Denkrichtungen aufeinander treffen. Z.B. möchte die Belegschaft ein besseres Arbeitsklima, während der Vorstand eine Steigerung des Umsatzes anstrebt.

Beurteilungskonflikt: Entsteht, wenn zwei Parteien über den Weg zu einem gemeinsamen Ziel streiten. Das ist, dann gegeben wenn zu wenig Information vorhanden ist oder man unterschiedliche Ansichten auf die Dinge hat. Z. B. sind sich die Belegschaft und die Führung des Unternehmens über einen Sparplan einig, doch wo gespart werden soll, darüber herrschen rege Diskussionen.

Verteilungskonflikt: Ist dann gegeben, wenn die Knappheit der Ressourcen zutage tritt und Verteilungskämpfe verursacht. Diese Konfliktart ist die gefährlichste. Da wir unter anderem die Wirtschaft nur deswegen brauchen, weil die Ressourcen auf unserer Welt nicht unendlich sind, sondern begrenzt. Bei diesem Konflikt eine Lösung zu finden ist überaus schwer und dieser Typ der Auseinandersetzung wird die Zukunft bestimmen, weil der Energiehunger der Welt ständig steigt.

Beziehungskonflikte: Sind dann gegeben, wenn es Antipathien gibt oder verschiedene Werteeinstellungen Gruppen spalten. Diese Konfliktart sollte man nicht unterschätzen, obwohl sie als die einfachste erscheint. Menschen mögen sich nicht nur wegen ihrer Ausstrahlung nicht, sondern es liegen oft viel tiefer gehende Ursachen zugrunde, über die man nur schwer oder gar nicht sprechen kann.

Die Lösung all dieser Konflikte gestaltet sich oft schwerer als gedacht. Es ist ein langwieriger Prozess erforderlich während dem beide Parteien einsehen müssen, dass ihr Verhalten einer Änderung bedarf und nur ein Kompromiss zur Bewältigung des Zerwürfnisses führen kann.

Der Prozess der Konfliktbewältigung, kann wie folgt ablaufen: Zunächst gilt es die Ursachen des Konflikts aufzudecken. Was ist der Kern des Disputs. Was ist die Logik beider Kontrahenten und bei wem liegt ein Fehler im Denken. Wenn
der Fehler nicht zu finden ist oder es gar keinen gibt, dann muss man sich über die Konfliktparteien genau erkundigen. Welche Ansichten und Motive teilen sie. Was genau verbindet-trennt sie. Was haben sie bisher unternommen um zu einer Lösung zu gelangen.

Als Erstes sollten sich beide Parteien zusammensetzen und eine Konfliktanalyse abhalten. In dieser sollten die wichtigsten Punkte der Meinungsverschiedenheit zusammengefasst sein.

Anschließend sollte man das Konfliktproblem formulieren. Hier sollte man versuchen die Quintessenz des ganzen Zerwürfnisses kognitiv zu erfassen und mögliche Logikfehler des Anderen aufzudecken.

Dann folgt die gemeinsame Suche nach einer Lösung. Hier ist es wichtig auf den anderen zuzugehen. Wobei alle Parteien ihr Gesicht wahren sollten, auch wenn man einen Denkfehler des Anderen aufgedeckt hat (nicht einfach, aber erfordert wie alles im Berufsleben, psychologische Kenntnis und Fingerspitzengefühl bei Verhandeln mit Menschen).

Hat man mehrere Lösungswege gefunden, sollte man sie bewerten und den für alle Parteien besten auswählen.

Das Wichtigste ist aber die Formulierung der Vereinbarung, an die sich dann alle Beteiligten halten müssen. Diese sollte schriftlich zusammengefasst werden. Kommt man jedoch zu keiner Einigung, sollte man erwägen einen Schlichter zurate zu ziehen oder auch das Arbeitsgericht einzuschalten.





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