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Kants Dualismus zwischen Naturwissenschaft und Religion - Referat



Wie schon erwähnt vertritt Kant die Idee des Dualismus zwischen Naturwissenschaften und Religion. Und legitimiert so eine gleichzeitige Existenz beider. Ein Beispiel dafür ist für Kant die Entstehung der Erde. Hierbei beruft sich Kant bei Themen, wie der Bewegung von Planeten und der Gravitation auf die Physik Newtons, wobei er als Begründung für die Entstehung der Materie einen Schöpfer als Grund ansieht.
Dass Immanuel Kant sich mit der Religion beschäftigt zeigt sich, indem er die Frage nach der Religion, welche lautet: „Was darf ich hoffen?“ in seine Definition der Philosophie einbaut und somit diese Frage als eine der grundlegenden Fragen des Menschen darstellt.
Seine Einstellung zur Religion zeigt, dass er sie nicht verneint aber auch nicht bestätigen will. Laut Kant seien Gott, Freiheit und Unsterblichkeit weder beweisbar noch widerlegbar. Daraus ergibt sich, dass es nicht möglich sei eine Religion auf purem Wissen aufzubauen, durch gewisses Handeln, der Religion angepasst, sei Religion aber möglich. Die oben aufgeführten Begriffe Gott, Freiheit und Unsterblichkeit sind für Kant die Voraussetzungen für Vernunft und sittliches Handeln, was zur Folge hat, dass sittliches Verhalten Gottes Dasein voraussetzt. Denn laut Kant geben Gott und die Religion dem Menschen den Maßstab für ein sittliches Verhalten und bestimmen deren Rechte und Pflichten. Außerdem sorgt Gott laut Kant dafür, dass moralisches Gesetz und Glücksstreben beim Menschen zu einer Einheit führen, was bedeutet, dass die Begierde des Menschen sich trotzdem mit dem moralischen Gesetz, welches durch Gott gegeben ist, vereinbart. Einen anderen Aspekt den Kant hinsichtlich der Religion betrachtet ist die Frage, ob alles im Leben vorherbestimmt ist. Hierbei kommt Kant zu dem Schluss, dass alles eine Ursache hat und jede Ursache demnach wieder eine eigene Ursache. Den Anfang dieser Ursachen kann sich Kant aber nicht erschließen.
Auch in Bezug auf Naturwissenschaften beruft sich Kant auf eine größere Einheit, die alle naturwissenschaftlichen Gesetze vorherbestimmt. So fasste Kant sogar die sehr vorausschauende Idee, dass alle Naturkräfte nur unterschiedliche Erscheinungsweisen der Materie seien.
Weiterhin sagt Kant aber, dass der Mensch der Gesetzgeber der Natur sei und die Natur nur durch unser Denken entsteht. So sind alle Gesetze der Natur
nur Produkte unseres Verstandes. Außerdem unterscheidet Kant in seinem Denken hinsichtlich Naturwissenschaften zwischen dem „Ding an sich“ und Dingen die durch unseren Verstand und unsere Wahrnehmung beeinflusst werden. Hierzu sagt Kant: „allein von dem, was sie an sich selbst sein mögen, wissen wir nichts, sondern kennen nur ihre Erscheinungen“. Hierbei kann man die „Apfeldiskussion“ aufgreifen, die wir zu Beginn des Themas geführt haben, da wir uns ja nicht sicher sein können, ob ein Apfel wirklich so aussieht wie wir ihn uns vorstellen oder das Ganze, wie Kant behauptet nur ein Produkt unseres Verstandes ist. Aber auch die von Kant genannten Dinge an sich kann der Mensch nie so wahrnehmen, wie sie wirklich sind.
Für Kant gibt es dann aber doch drei Themengebiete, welche nicht Produkt unseres Verstandes sind: Raum, Zeit und Kausalität (Beziehung zwischen Aktion und Reaktion) sind laut Kant nämlich keine Produkte der Wahrnehmung, sondern Voraussetzungen der Wahrnehmung.




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