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Ich knall euch ab! Autor: Morton Rhue - Referat



(1) Der Autor und sein literarisches Schaffen

(1a) Morton Rhue: (Biografie)
 Morton Rhue wurde am 5. Mai 1950 als Todd Strasser in New York City geboren.
 Er wuchs auf Long Island auf.
 Sein Künstlername entstand aus einem deutsch-französischen Wortspiel mit seinem eigentlichen Namen.
 Nach dem High School Abschluss brach er ein Studium an einem College an der New Yorker Universität ab.
 Gleich darauf reiste er nach Europa, um als Straßenmusiker etwas Geld zu verdienen.
 Nach seiner Rückkehr in die USA studierte er am Beloit College Literatur.
 1978-1989 betrieb er eine Glückskeksfabrik, da er mit dem Verkauf von Glückskeksen mehr Erfolg hatte als mit seinem Debütroman „Angel Dust Blues“
 Nach seinem Umzug nach Westchester County, New York, im Jahr 1990 konzentrierte er sich wieder aufs Schreiben und veröffentlichte zahlreiche Filmbücher wie z. B.: die Welle.

Vorbemerkung des Autors:
Morton erklärt, dass er schon immer Jugendbücher schreiben wollte. Die kriminellen, unmoralischen Dinge schrecken ihn ab, solche Bücher für Erwachsene zu schreiben. Doch keiner denkt sich, dass die Kriminalitätsrate unter Jugendlichen so drastisch gestiegen ist. Er findet es traurig, aber auch sehr beängstigend, wie sich die Situation jährlich verschlimmert. Die vereinigten Staaten sind, laut Morton, Spitzenreiter der Jugendkriminalität. Die Anschaffung einer Waffe ist in den USA verblüffend einfach, außerdem auch noch sehr billig. Obwohl die Todesrate an Schulen durch Schusswaffen ziemlich niedrig ist, ist Amerika in dieser Kategorie trotzdem die Nummer eins. Er belegt seine Argumente mit Beispielen einiger Amoktaten in den USA. Aber diese Ausnahmesituationen an Schulen gibt es nicht nur in den USA, sondern auch in Japan, Großbritannien und Deutschland. Er selbst kann sich nicht genau erklären, was Jugendliche zu solchen Taten drängt, aber es ist, seiner Meinung nach, zu einer weltweiten Geißel geworden.

(1b) Werkauswahlliste:
 Die Welle:
Bericht
 Asphalt Tribe:
Erzählung
 Ghetto Kidz:
Erzählung
 Ich knall euch ab!
Binnenhandlung

(1c) Interview mit Morton Rhue:
 Todd Strasser bekam von seinem Verleger den Auftrag, ein zweites Buch zu „Angel Dust Blues“ zu schreiben, um diese gleichzeitig zu veröffentlichen. Der Verleger von Todd befürchtete aber, dass die Käufer dieser Bücher nur jeweils ein Buch kaufen würden. So beschloss er ein Pseudonym (Künstlername) anzunehmen. Sein Vorname Todd ähnelt dem Wort Tod und sein Nachnahme Strasser klingt ähnlich wie Straße. Diese zwei Worte übersetzte er in die französische Sprache und daraus ergab sich Morton Rhue.
 Todd bzw. Morton war nie bewusst, dass er aus der Perspektive des Außenseiters schrieb. Als Kind war Rhue nie einer der Coolen, nie ein Insider. Er war wie viele andere auch, ein Außenseiter. Es fällt ihn leichter, sich beim Schreiben, in die Rolle des Außenseiters zu versetzen. Nachdem er Obdachlosen und auch jugendlichen Straßenkindern geholfen hat, kam ihm die Inspiration für „Asphalt Tribe“ und „Ghetto Kidz“.
 Er sagt, dass das Bildungssystem der USA langsam zerfällt. Jugendliche haben fast gar keine Chance, eine gute Schule zu besuchen oder einen guten Arbeitsplatz zu ergattern. Eine heruntergekommene Schule wirkt sich nicht gerade positiv auf die Motivation der Jugendlichen aus. Jugendliche ohne Schulausbildung treten oft einer Gang bei. Sie wird eine Ersatzfamilie und gibt den jungen Erwachsenen ein Zuhause. Die Jugendlichen geraten schnell auf die schiefe Bahn und begehen kriminelle Taten.
 Er schreibt in erster Linie für Jugendliche, weil sie unsere Zukunft sind. Sie sind die nächste Generation dieser Welt. Die heute Jugend hat nicht sehr viel Ahnung vom späteren Leben, von der Wirklichkeit. Morton möchte solche Schwächen der Jugendlichen unterstützen und ihnen einen Einblick in die Wirklichkeit geben.

(2) Ich knall euch ab!

(2a) Prolog: (Vorwort)
Der Rahmen wird aus der Sicht von Garys Stiefschwester Denise zusammengehalten. Sie beschreibt, wie der Tod von Gary abgelaufen sein müsste. Sie kommt mir vor wie eine Kriminalpolizistin bzw. eine Gerichtsmedizinerin. Sie sagt, dass viele mit ihr sprechen wollen um sich zu befreien, um sich etwas von der Seele zu reden. Andere sind verschlossener, sie versinken im Selbstmitleid. In diesem Buch steht alles, was sie erfahren hat, was an diesem Abend ablief. Viele verschiedene Leute hat sie befragt und alles niedergeschrieben, niedergeschrieben in ihr eigenes Buch. Mit dieser Binnenhandlung möchte sie und vermitteln, manche Dinge als Warnung zu betrachten. Es soll für uns als persönliche Hilfe leisten.

Epilog: (Nachbemerkung)
Morton schreibt wieder aus der Sicht von Denise Shipley. Sie sagt, dass sie nicht versteht, warum Gary keinen anderen Ausweg außer zu töten suchte. Er hätte die Schule wechseln oder auch ganz verlassen können. Drei Jahre nach dem Gewaltakt, ist sie ein ganz anderer Mensch geworden. Sie ist verständnisvoller, toleranter und kluger aus dieser Situation geworden. Kluger in Bezug auf die Wortwahl und Bedeutungen der Wörter zu achten. Vor allem achtet sie auf die Ausgangsperson, die merkwürdig-verdächtige Worte sagt. Falls sie jemals Kinder haben wird, sagt sie, wird sie sie auf eine höfliche Schule schicken. Auf eine Schule, wo die Lehrer sich für die Probleme ihrer Schüler interessieren. Sie wird die Kinder so aufziehen, dass sie so werden wie sie, verständnisvoll und klug. Gary war ihr Stiefbruder und trotz des tragischen Amoklaufes, versteht sie ihn. Er wusste einfach keinen anderen Ausweg. Sie hat ihn geliebt und sie liebt ihn noch immer. Sie weiß, für ihn ist es zu spät, aber dafür möchte sie anderen in der gleichen Situation helfen.

(2b) Binnenhandlung Charaktere:
+Positiv:
(S.103/Sam Flach) Es ist mir sehr nahegegangen, wie Sam Flach den Lauf des Gewehres von Brendan an den Hinterkopf gedrückt bekommen hat. Er war so hilflos am Boden gefesselt. Es kommt mir vor wie ein Tier vor einer Schlachtung. Sam dachte er stirbt jeden Moment, aber er kann nichts tun, rein gar nichts. Ich denke es ist ihm ein Stein vom Herzen gefallen, wie Brendan ihn „nur“ zwei Rippen brach.
(S.110/Paul Burns)
Ich bekomme jedes Mal Gänsehaut, wenn ich diesen Absatz lese. Es ist einfach widerlich, wie sie diskutieren, wie er am besten zum Krüppel wird. Letztendlich haben sie ihn in beide Knie geschossen und er hat furchtbar gelitten.

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(2c) Bester Charakter:
Mir gefiel Allison Findley am besten. Sie verstand Gary und Brendan sehr gut. Sie konnte sich in ihre Lage versetzen, natürlich auch weil sie ein Außenseiter wie sie war. Sie hat ihnen immer geholfen, war einfühlsam und hat immer versucht, idiotische und impulsive Vorhaben zu bremsen, obwohl sie nicht immer nett zu Alison waren. Deshalb finde ich sie von allen Charakteren am sympathischsten.

(2d) John Brown:
John Brown war ein Amerikaner, der mit gewalttätigen Mitteln die Sklaverei abschaffen wollte. John Brown wurde in einer neuenglischen Familie geboren und mit 16 Jahren schloss er sich einer Gruppe an, die die gleichen Bedürfnisse, bezüglich Sklaverei Abschaffung hatte, wie er. Seit 1834 kämpfte er unerbittlich gegen die Sklaverei. 1855 schloss er sich mit sechs seiner Söhne und seinem Schwiegersohn zusammen und wurde bald zu einem der Anführer der Anti-Sklaverei-Guerilla. In der Nacht vom 24. auf den 25. Mai 1856 wurden beim sogenannten Pottawatomie-Massaker, fünf Sklaven getötet, regelrecht abgeschlachtet.
Brendan wollte, wie John Brown die Gerechtigkeit. Gleich wie John Brown kämpfte Brendan auch nur mit einem Mittel: Gewalt. Zwar wollten sie verschiedene Dinge, aber mit dem gleichen Ziel: Gerechtigkeit und Rache durch Vergeltung.

(2e) Schuldfrage:
 Die Sportler sind in diesem Fall die „Miesepeter“. Sie haben sie gehänselt, geschlagen und geärgert, kurz – gemobbt. In einer gewissen Weise verstehe ich die beiden, dass sie sich durch diese Provokation von den Sportlern angegriffen gefühlt haben. Aber das ist noch lange kein Grund, jemanden zu töten. Aber ich glaube es gab noch einen anderen Hintergrund bei dieser Geschichte. Sie fühlten sich auf jeden Fall ausgegrenzt. Sie waren wie Luft für alle. Ich kann verstehen, dass sie keinen Spaß mehr am Leben gehabt haben. Deswegen sind für mich diese Sportler auf jeden Fall schuldig, aber man darf sie nicht verurteilen, denn in Wirklichkeit steckt in jedem von uns, ein solcher „Sportler“.
 Jack Phillips war ein Jäger und hat seine Waffen offensichtlich nicht sicher genug verstaut. Er hätte sie besser verstauen bzw. in einem Waffenschrank wegsperren sollen. Jack spielt in Schuldfrage eine große Rolle, aber trotzdem ist er für mich unschuldig. Wenn die Jungs sie nicht von Jack geklaut hätten, würden sie einen Weg finden, an andere Waffen ranzukommen.
 Es hat in vieler Hinsicht einen großen Einfluss auf Jugendliche. Sie lernen zum Beispiel verschiedene Wörter, die provokant für andere wirken können. Aber auch verschiedene Handgreiflichkeiten führen zu Gewalt im Alltag. Wenn Jugendliche Eltern haben, die sich sehr mangelhaft um ihre Kinder kümmern, wird dieser Jugendliche höchstwahrscheinlich sein Vorbild in einem Videospiel bzw. im Fernsehen suchen.
 In der heutigen Zeit, fangen Jugendliche oft sehr früh an zu Rauchen oder Alkohol zu trinken. Mit einem erwachsenen Vorbild würden sie sich vielleicht ein wenig zurückhalten, aber wenn ihr Verhalten freien Lauf nehmen kann, wird es schwer einen Teenager davon abzuhalten. Sie werden, wie schon im Absatz darüber gesagt, sich die Vorbilder woanders suchen und meist sind es schlechte Vorbilder. Denn die Jugend von heute wird von vielen schlechten Persönlichkeiten geprägt.

(3) Die Aufgabe zum Aussuchen:
(3a) Rezension:
Todd Strasser ist ein US-amerikanischer Schriftsteller, von dem auch der bekannte Roman „die Welle“, stammt. Er trägt den Pseudonym Morton Rhue. „Ich knall euch ab!“ heißt im englischen Original „Give a Boy a Gun“. Es handelt sich dabei um einen Roman, genauer gesagt um eine Binnenhandlung. Im Jahr 1999 erschien der Roman in den Vereinigten Staaten, 2002 erschien er erstmals in deutscher Sprache. In diesem Roman geht es um einen Schüler-Amoklauf, der von zwei Jugendlichen, aus einer amerikanischen Schule, ausgetragen wird. Brendan Lawlor und Gary Searle sind Teenager, die in der Schule gemobbt werden. Sie sind richtige Loser und werden immer von den Sportlern, den Stars der Schule, aufgezogen und verhauen. Die Lehrer an dieser Schule sind nutzlos. Sie denken nach dem Motto: Er ist schlecht im Sport, also ist er auch nicht wichtig! Aber so denkt fast die ganze Schule. Die Jugendlichen spielen schon länger mit dem Gedanken, alles hinzuwerfen. Mit Gewalt möchten sie Rache auf diese Sportler und Lehrer ausüben. Gesagt, Getan. Nach einer langen Planung und einem ausführlich gesammelten Equipment an Waffen, schlagen sie am Ende des Jahres am Schulball dieser Schule zu. Ich finde das Besondere an diesem Buch ist, dass es von einen Art Rahmen zusammengehalten wird, dass aus der Sicht von Garys Stiefschwester, Denise Shipley, erzählt wird. Eigentlich beruht das ganze Buch auf gesammelte und niedergeschriebene Gespräche von Denise mit verschiedenen Personen, die von vielen Perspektiven dargestellt werden. Solch eine Textsorte eines Buches ist mir sehr unbekannt, deswegen finde ich es sehr faszinierend. Aber Morton Rhue möchte mit diesem Buch nur die Gewalttätigkeit und Gefährlichkeit von Jugendlichen zeigen. Die Kriminalitätsrate nimmt immer mehr zu und sie wird auch in Zukunft nicht zurückgehen. Ich denke, er möchte uns diese schreckliche Botschaft deutlich machen, die das 21. Jahrhundert prägt. Die USA hat die höchste Kriminalitätsrate unter der Jugendkriminalität. Man bekommt überall, einfach und billig, Waffen verkauft. Die Todesrate an Schulen durch Schusswaffen ist sowieso ziemlich niedrig, trotzdem ist Amerika in dieser Kategorie wieder ganz vorn.




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