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Hygiene im Tierreich - Referat



Hygiene im Tierreich


Wenn es uns am ganzen Körper juckt und ziept, können wir uns an jeder Stelle kratzen. Nicht so die meisten Tiere. Sie haben daher besondere Reinigungsmethoden entwickelt, durch die sie von Parasiten verschont bleiben. So halten sich einige Tiere eine eigene Putzhilfe, andere springen sich einfach sauber. Ferkel und Elefanten wiederum setzen auf Schweinereien, Affen auf gegenseitiges Entlausen. Doch nicht immer dient die Reinigung nur der Hygiene. Manchmal ist es vielmehr ein Zeichen der Zuneigung oder ein ungewöhnliches Balzritual.


Hygiene im Tierreich - Oft ein Zeichen der Zuneigung

Während wir Menschen erst mühsam erlernen müssen, wie wir unseren Körper sauber halten, putzen sich Tiere dagegen von Geburt an instinktiv richtig. Ob Katze, Kaninchen oder Maus, Vierbeiner reinigen von klein auf ihr Fell nach einem angeborenen Programm. Ausscheidungen machen viele Jungtiere, wie etwa die Hamster, nur außerhalb des Nestes.

Das Putzen dient jedoch nicht nur der Hygiene, sondern auch, um Zuneigung zu zeigen. Gerade bei den Affen stärkt das Entlausen die soziale Bindung unter den Tieren und hilft ihnen, Streitigkeiten zu schlichten. Doch nicht jeder Affe darf dem anderen den Rücken entlausen. Ranghöher gestellte Männchen haben klare Vorrechte, machen sich kaum die Hände schmutzig und genießen die Pflege der unterlegeneren Artgenossen. Auch bei vielen Vogelarten bindet das gegenseitige Gefiederputzen. Für Tölpel gehört es sogar zur Balz. Erst wenn das Männchen hartnäckig genug um das Weibchen geworben hat, darf er es putzen.


Putzhilfen im Tierreich

Viele Tiere werden nie geputzt, sondern übernehmen ihr Leben lang die Reinigung anderer Artgenossen. Beispiel: die sogenannten Putzerfische. Sie kommen in Riffen vor und suchen Besucher nach Parasiten und Pilzen ab. Derart nützlich, lassen sie sogar Raubfischen in Ruhe.

Reinigungshilfen gibt es auch bei Landtieren. Beispiel: die sogenannten Madenhacker. Die kleinen Vögel sind ständige Begleiter der Giraffen und durchforsten unablässig ihr Fell.

Andere Vögel, wie die Eichelhäher, sind auf die Hilfe von Ameisen angewiesen. Sie setzen sich absichtlich auf deren Hügel, um von der beißenden Ameisensäure bespritzt zu werden. Die aggressive Flüssigkeit tötet alle Läuse und Milben, die sich im Gefieder festgesetzt haben.


Hygiene im Tierreich - Fische springen sich sauber

Auch im Wasser wimmelt es von unzähligen Mikroorganismen, die häufig an Fischen kleben bleiben. Um die Parasiten loszuwerden, springen die Fische in die Luft und
prallen auf der Wasseroberfläche auf. Dabei werden die Schmarotzer automatisch weggeschleudert. Wassertiere, die nicht so beweglich sind, haben andere Reinigungsmethoden entwickelt. Beispiel: die Seeschlangen. Sie winden sich zu einem Knäuel, reiben dadurch ihre Hautflächen aneinander und schütteln so hartnäckige Parasiten ab.

Auch Delfine lieben die reinigenden Luftsprünge, brauchen die Hautpflege aber nicht. Der Grund: Ihre Haut bleibt unter Wasser immer sauber. Wissenschaftler des Alfred-Wegener-Instituts haben jetzt herausgefunden warum. Sie konservierten Hautproben von Delfinen in flüssigem Stickstoff bei minus 196 Grad Celsius. Dabei fanden sie auf der obersten Hautschicht eine gelartige Substanz. An ihr bleiben Mikroorganismen und Schmutzpartikel haften. Beim Schwimmen wird das Gel zusammen mit den Parasiten wieder abgewaschen. Wie es sich bildet, können Forscher nur vermuten. Sie nehmen an, dass Enzyme abgestorbene Hautzellen in dieses Gel umwandeln und das Fluid daher unbegrenzt vorhanden ist.


Von Schweinereien und Staubschleuderern

Es klingt paradox: Viele Tiere machen sich schmutzig, um sauber zu bleiben. Beispiel: die Schweine. Sie genießen kühlende Schlammbäder und schließen dabei Ungeziefer, wie beispielsweise Zecken, ein. Sobald die Erde eingetrocknet ist, reiben sich die Borstentiere die Dreckmaske zusammen mit den Parasiten wieder ab.

Ähnlich helfen sich die Elefanten bei ihrer Tageshygiene. Sie bewerfen sich mit Staub, der als idealer Sonneschutz die empfindliche Haut der grauen Riesen vor dem Austrocknen bewahrt. Ein weiterer Vorteil des Staubs: Er erstickt die hartnäckigen Parasiten, die sich in den Hautfalten verbergen.

Quelle(n) für dieses Referat: -Internet




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