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Hochsprung - Referat



I Allgemeines zum Hochsprung und die Effektivität des Fosbury-Flops

Der Hochsprung ist seit den ersten Olympischen Spielen 1896 in Athen eine olympische Disziplin , bei der eine Latte nach unterschiedlich langem Anlauf übersprungen wird. Die Latte darf berührt werden, aber der Versuch ist nur gültig , wenn die Latte nicht herunter fällt. Die Wahl der Sprungart ist frei.
Einzige Vorschrift ist , dass der Athlet mit einem Bein abspringt.
Es hat sich jedoch als Sprungart der Fosbury-Flop durchgesetzt. Dick Fosbury, der Erfinder , hat diese Technik erstmals bei den Olympischen Spielen 1968 in Mexiko City angewandt. Er nahm einen normalen Anlauf und drehte beim Absprung den Körper so , dass er – und das war das völlig neue – mit dem Rücken zuerst über die Latte flog und die Beine nachzog.
Der entscheidende Vorteil des Flops gegenüber den anderen Sprungarten liegt daran , dass der Körperschwerpunkt meist auf der Höhe der Latte liegt, manchmal sogar darunter. Die Straddle-Technik ist der Flop-Technik in der Lattenpassage zwar fast gleichwertig, jedoch kann man beim Flop einen schnelleren Anlauf ausführen. Die Flop-Technik ist außerdem im Vergleich zur Straddle-Technik um einiges leichter zu erlernen und ist daher auch für die Schule geeignet.



II Die Technik des Hochsprungs

Die Hochsprungtechnik des Fosbury-Flops lässt sich in 4 Phasen unterteilen :

1. Anlauf

2. Absprungvorbereitung

3. Absprung

4. Lattenüberquerung



1. Der Anlauf
Es gibt zwei Möglichkeiten, den Anlauf zu beginnen. Entweder aus dem Stand oder nach kurzem Antrippeln. Der Anlaufbeginn aus dem Antrippeln ist für Jugendliche und Schüler aufgrund mangelnder Erfahrung nicht zu empfehlen.
Die Anlauflänge für den Anlauf aus dem Stand sollte ca. 7-10 Schritte betragen (Abb. 13).



Der erste Teil des Anlaufs wird geradlinig ausgeführt und dient hauptsächlich der Geschwindigkeitsentwicklung. Dieser sogenannte Beschleunigungsabschnitt wird als Steigerungslauf absolviert . Nach ca. 3 bis 5 Schritten ist die Höchstgeschwindigkeit annähernd erreicht und der Kurvenlauf beginnt.
Der Übergang in den Kurvenlauf sollte möglichst gleichmäßig gestaltet werden. Anzustreben ist eine gleichmäßige Kurvengestaltung, wobei der Springer bei jedem Schritt eine in etwa gleich große Richtungsänderung vornimmt.
Der Springer hat spätestens nach dem geradlinigen Anlaufteil und 2 oder 3 Kurvenschritten die größte Geschwindigkeit erreicht und sollte mit der Absprungvorbereitung beginnen. Zusätzliche Anlaufschritte wären unproduktiv und böten weitere Fehlermöglichkeiten.




2. Die Absprungvorbereitung
Der letzte Teil des Anlaufs wird aufgrund erheblicher Veränderungen der Laufstruktur als Absprungvorbereitung bezeichnet.
Die Veränderungen des Anlaufs in dieser Phase sollten den Körper in eine gute Ausgangslage für den Absprung bringen (Rücklage bzw. Sprungauslage). Während die vorhergehenden Anlaufteile (Beschleunigung, Kurvenlauf) Bewegungen sind, die in gleicher Ausführung aneinander gereiht werden sind die Bewegungsänderungen in der Absprungvorbereitung einmalig vorkommende Bewegungen.
Weil es in der Absprungvorbereitung um das Aufrichten aus der Sprintvorlage geht, müssen die Sprungelemente nach hinten geführt werden und der Athlet muss erhebliche Änderungen vornehmen. Diese Änderungen erschweren es, die Anlaufgeschwindigkeit zu halten.
Obwohl der Springer langsamer wird, muss er, um die vielfältigen Anforderungen der Absprungvorbereitung zu bewältigen, seine Bewegungsaktivität erhöhen.
Üblicherweise beginnt die Absprungvorbereitung mit dem Aufrichten des Oberkörpers aus der Sprintvorlage im vorletzten Schritt. Durch die Aufrichtbewegung kommt es zudem erwähnten Geschwindigkeitsverlust, der dadurch sichtbar wird ,dass nicht mehr nur der Vorderfuß, sondern der ganze Fuß aufsetzt (Bild 33) . Anschließend drückt sich der Springer mit dem Schwungbein energisch in Richtung Absprungstelle ab (Bild 34).





Bild 33 Bild 34
Im letzten Schritt wird diese Aufrichtbewegung fortgesetzt (Abb. 15), sodass der Athlet, eine Rücklage annimmt.
Ein zweiter wichtiger Faktor der Absprungvorbereitung ist die Fixierung der Schwungelemente hinter dem Körper, damit sie im Absprung durch ihr Vor- und Hochschwingen die Aufricht- und Streckbewegung unterstützen können. Das Schwungbein wird durch einen längeren Bodenkontakt im vorletzten Schritt hinten gehalten und bei der Armführung wird der lattennahe Arm in der vorderen Position fixiert und zur Latte hochgeführt. Im Sprung dient der Arm der Orientierung und der Führung der Flugbewegung. Der lattenferne Arm wird normal nach vorn- oben geschwungen.






3. Der Absprung
Der Absprung wird als Kernbewegung des Hochsprungs bezeichnet.
Im Absprung werden 3 Komponenten verbunden :
• Der Aufrichtvorgang aus der Rücklage
Der Springer richtet sich aufgrund der Anlaufsgeschwindigkeit aus der Sprungrücklage auf. Sprungbein und Oberkörper wirken hier als Hebel ,der einen Teil der Anlaufgeschwindigkeit in Abfluggeschwindigkeit umlenkt .
• Der Streckvorgang
Die Streckung des Sprungbeins während dieses Aufrichtvorgangs, erzeugt den größten Teil der Absprungskraft.
• Der Einsatz der Schwungelemente
Das Vor-Hoch-Schwingen von Schwungbein und Armen unterstützt diese Aufrichtbewegung noch .
Alle drei Elemente erzeugen die Vertikalgeschwindigkeit und beeinflussen die Hochsprungleistung unmittelbar. Der Absprung beginnt mit dem Fußaufsatz des Sprungbeins. Durch die Anlaufwucht , kommt es zu einer Beugung in den beteiligten Gelenken (Sprunggelenk, Knie, Hüfte). Die vor- schwingenden Arme und das Schwungbein verstärken den Druck auf das Sprungbein noch und verlängern die Beugung. Das Schwungbein wird erst nach vorn, dann von der Latte weg nach innen geführt. Typischerweise zeigt das Knie am Ende des Absprungs von der Latte weg, unterschenkel und Fuß jedoch zur Latte hin. Wenn das vorschwingende Schwungknie das Sprungbeinknie erreicht hat wird die Beugung der Gelenke beendet und die völlige Streckung wird eingeleitet. Die Schwungelemente arbeiten nun eher auf- als vorwärts. Am Ende des Absprungs wird der Oberkörper und der Kopf zur Latte geneigt (← ).
Die Umlenkung der horizontalen Geschwindigkeit in die vertikale Geschwindigkeit wirkt wie ein Bremsstoß. Eine vollständige Umsetzung der horizontalen in vertikale Geschwindigkeit wäre nicht nur unmöglich, sondern würde dazu führen, dass der Springer da landen würde, wo er abgesprungen ist, die Latte also gar nicht überqueren könnte.


4.Das Überqueren der Latte
In der Steigephase versucht der Springer, die Absprungfigur mit gestrecktem Sprungbein und Oberkörper sowie den in oberer Position fixierten Schwungelementen kurz beizubehalten. Nur wenige Jugendliche haben eine so ausgeprägte Steigephase, dass sie die Absprungfigur längere Zeit fixieren könnten.
Damit während der Lattenüberquerung das Schwung- und Sprungbein parallel liegen wird das Schwungbein fallengelassen und die Beugung im Hüft- und Kniegelenk geöffnet . Gleichzeitig wird das Sprungbein im Knie leicht gebeugt (Bilder 42 und 43)

Einzelne Springer fixieren das Schwungbein über den Absprung hinaus oben ,
wohingegen es andere Springer nach unten fallen lassen.

Während dieser Angleichbewegung der Beine führt der Springer den lattennahen Arm erst zur, dann über die Latte. Bevorzugt er die Technik mit angelegten Armen, leitet er die Lattenpassage mit dem Kopf ein.
So hat er zu Beginn der Lattenüberquerung eine gestreckte, beinahe entspannte Körperposition. Durch eine Überstreckung des Hüftgelenks, zum Teil auch der Wirbelsäule (Anspannung der Rückenmuskulatur), ergibt sich eine physikalisch günstige Position über der Latte. Ein leichtes Anfersen beider Beine ermöglicht eine noch größere Überstreckung der Hüfte. So passieren nacheinander Kopf Schultern, Wirbelsäule und Hüfte die Latte (Bilder 44 und 45).

Während einzelne Athleten eine akrobatische Lattenüberquerung mit starkem abtauchen des Oberkörpers beherrschen , liegen die meisten Springer, wie auch Sprungerfinder Fosbury selbst , eher flach darüber.

Hat auch die Hüfte die Latte passiert, wird durch Anspannung der Bauchmuskulatur bzw. Einknicken/Absenken der Hüfte das Lösen der Beine von der Latte eingeleitet (Bilder 46 und 47).

← ←
Diese Beugebewegung kann durch das Einrollen der Wirbelsäule und das Vor-Hochbringen der Arme verstärkt werden. Nach dem Anheben der Beine bzw. Oberschenkel vollendet das Auskicken der Unterschenkel die Lösung von der Latte. Durch die Hüftbeugung und die Kniestreckung kommt es jenseits der Latte zur sogenannten L-Position.
Die Landung : Der Springer landet auf dem Rücken und rollt sich nach hinten ab.
























III Stretchingprogramm für den Hochspringer


















IV Methodik für das Erlernen des Flops

Der Steigesprung, also der Absprung aus der Laufbewegung, ist in allen Hochsprungtechniken gemeinsam. Er wird daher zurecht als Kern des Hochspringens bezeichnet und muss in der Anfängerschulung zuerst erarbeitet werden. Darauf baut die folgende methodische Reihe auf. In vier weiteren methodischen Schritten werden die floptypischen Elemente hinzugefügt.

Der erste Schritt
In diesem einleitenden Schritt geht es darum, den Steigesprung aus dem geraden Anlauf zu erarbeiten. Der Schüler macht aus einem geradlinigen 5-Schritte-Anlauf (Linksspringer von der rechten Seite) einen Steigesprung auf die Hoch sprungmatte und landet dort auf dem Schwungbein (Linksspringer auf dem rechten Bein).Der Anlaufwinkel sollte ähnlich dem beim Schersprung sein (also 30 bis 40 Grad) (Abb. 11).Der Ablaufpunkt liegt ca. 5 bis 7 m vom gedachten Absprungpunk entfernt und kann durch Abschreiten oder mit Bandmaß bestimmt werden. Er wird für den Übungsleiter/Sportlehrer gut sichtbar markiert. Alle Schüler der Gruppe laufen fünf Schritte an und stehen dann mit dem rechten Bein vorn an der Ablaufmarke . Der Sportlehrer sollte eine mittlere Ausgangsmarkierung verwenden. von der aus die kleineren und langsameren Springer dann ihren individuellen Ablauf- punkt nach vorn und die größeren bzw.
schnelleren Springer nach hinten verlegen können (Bildreihe 1).

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Der Anlauf ist in gleichmäßiger Steigerung durchzuführen. Rhythmus-, Schrittlängen- oder Tempowechsel sind zu vermeiden.
Die Absprungstelle liegt 30 bis 60 cm von der Matte entfernt und im günstigen Fall im ersten Drittel des Lattenraums (nahe am rechten Ständer), damit der Springer bei diesem und den folgenden methodischen Schritten nicht über die Matte hinaus springt. (Abb. 11).
Im Absprung streckt der Übende das Sprungbein energisch und bewegt zu gleich das Schwungbein geradlinig, im Knie gebeugt nach vorn oben, bis der Oberschenkel eine an nähernd waagerechte Position einnimmt. Dort sollte das Schwungbein bis zum höchsten Punkt der Flugbahn gehalten werden. Zur Landung lässt der Springer den Oberschenkel des Schwungbeins fallen und streckt dabei das Knie, sodass er sicher auf dem beinahe gestreckten rechten Bein landen kann. Nach der Landung sollte er nach vorne weiterlaufen oder zumindest gehen, um ein Umknicken des Landebeins zu vermeiden.
Der Trainer achtet darauf. dass die Übenden den Steigesprung als Hoch-Weitsprung ausführen. d.h. ein zu flacher oder ein zu steiler Sprung (ohne Raumgewinn) muss korrigiert werden. Hat der Übende die Aufgabe verstanden und den angestrebten Bewegungsablauf einige Male richtig ausgeführt (nach etwa 2 bis 3 Sprüngen). kann zum nächsten methodischen Schritt übergegangen werden.






Der zweite Schritt
Im folgenden werden die Schüler mit den floptypischen Dreh- und Kippbewegungen (Rotationen), vertraut gemacht. Sitzt der geradlinige Steigesprung, gibt der Trainer die Anweisung, das Schwungbein im Absprung nicht mehr nach vorn, sondern seitlich nach innen, also von der Sprungmatte weg zu führen.
Gleichzeitig soll der Übende den Oberkörper am Ende des Absprungs leicht zur Matte kippen lassen, so dass er nicht mehr aufrecht auf dem Schwungbein sondern auf der Seite bzw. der Rückseite des Oberkörpers liegend landet.
Die gleiche Übung lässt sich mit einer Vierteldrehung und einem leichten Absprung noch verbessern.
Über die Korrektur der beiden Steuergrößen, Schwungbein und Oberkörperverlagerung im Absprung kann der Trainer versuchen, den Übenden in Richtung des angestrebten Bewegungsablaufs zu korrigieren. Ein Zuwenig an Drehung, erkennbar an der Landung auf der Seite muss durch die Anweisung ‚Schwungbein weiter von der Latte weg nach innen führen korrigiert werden, ein Zuwenig an Drehung muss folglich durch eine geringere
Schwungbeindrehung korrigiert werden (Bildreihen 4 und 5).

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Die Bildreihe zeigt die ersten Versuche in der Floptechnik : Der Kopf Steuert noch nach oben,
die Hüfte hängt und die Landung erfolgt auf unterem Rücken und Gesäß.


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Hier ist die Weiterentwicklung des Springers deutlich zu erkennen: im Steigen steuert der Kopf die Kippbewegung zur Matte. Die Hüfte arbeitet schon nach oben. Die Landung erfolgt auf den Schultern und dem oberen Rücken.

Es stört nun die Kopfhaltung die Drehung des Körpers, etwa wenn der Springer entgegen der Drehrichtung zur Matte schaut. Dann sollte den Übenden empfohlen werden, von der Matte weg. z.B. zum Übungsleiter zu schauen.
Ein zu starkes Legen im Sprung - erkennbar am Abknicken des Oberkörpers ,am fehlenden Höhengewinn und an der Landung seitlich von der Absprungstelle - kann durch die Anweisung „lattennahe Schulter länger nach oben bzw. nach vorn - oben führen“ korrigiert werden ,ein zu betontes Strecken in die Höhe durch die zielorientierte Anweisung „Landung auf der Seite bzw. auf dem Rücken“. Es ist eine sorgfältige Beobachtung und Korrektur der Übenden erforderlich. Nach einigen gelungenen Versuchen in Folge kann zum dritten methodischen Schritt übergegangen werden.




Der dritte Schritt
Er dient dem Erlernen des bogenförmigen Anlaufs. Ist der Absprung-Dreh Kippvorgang einigermaßen gefestigt, kann man daran gehen, den bisher geradlinigen Anlauf zu einem Kurvenlauf (Viertelkreis) umzuformen. Dabei bleibt es bei den fünf Anlaufschritten und bei der Anlauflänge von 5 bis 7 m.
Dem Anfänger erleichtern optische Hilfen wie eine Hütchenreihe oder andere gut wahrnehmbare Markierungen die Orientierung. So kann er von Anfang an eine Vorstellung vom richtigen Bogenlauf entwickeln.
Der Ablaufpunkt liegt ca. 2m außerhalb der Ständerprojektion (siehe Abb. 12).
Der Kurvenlauf wird gleichmäßig gestaltet, d.h. dass bei jedem Schritt eine etwa gleichgroße Richtungsänderung erfolgen muss. Der Schüler sollte in einem Abstand von vielleicht 50 cm parallel zu den Hütchen laufen. Ein geringerer Abstand kann zu Berührungen und damit zu Irritationen führen. Ein zu großer Abstand bewirkt, dass die ideale Kurvenbahn verlassen wird. Auf die Einhaltung des richtigen Abstands sollte der Übungsleiter achten.
Auch beim Anlauf im Bogen muss die Anlauflänge individuell abgestimmt werden. Ist der Ablaufpunkt zu weit vorn, wird der Schüler die Schritte verkürzen bzw. den idealen Absprungpunkt im ersten Lattendrittel verpassen.
Ist der Ablautpunkt zu weit hinten, muss der Übende zu große Schritte machen oder er vertrippelt den Anlauf, indem er zwei Schritte mehr macht.
Im günstigen Fall beherrscht der Schüler auch diese Aufgabe nach einigen Versuchen. Ideal wäre es, wenn er selber bemerkte, dass die Aufricht- und Kippbewegung durch den Bogenlauf
erleichtert wird.






Der vierte Schritt
Die bisherigen Schritte können als „Trockenübungen“ bezeichnet werden, bei denen sich der Anfänger auf die Bewegungsaufgaben konzentrieren sollte. Zwar gibt ihm dabei die Matte schon eine gewisse Höhenorientierung, doch ist das nur ein schlechter Ersatz für die Latte (Bildreihe 6).
Diese wird bei niedriger Höhe aufgelegt. über welches die Schüler in der erlernten Technik auf die Matte springen müssen. Denn nur mit diesem „echten“ Hindernis kann die räumliche Orientierung an/über der Latte und damit die Leistung optimiert werden.
Da jetzt die Anlauf-Absprungbewegung durch das Hindernis Latte erschwert wird, können Fehler das Gelernte gefährden. Daher sollte die Lattenhöhe zu Anfang gering sein (ca. 100cm). Erst nachdem die Schüler bei dieser geringen Anforderung Erfolgserlebnisse gehabt haben und ihren jetzt schon als Flop zu bezeichnenden Bewegungsablauf festigen konnten, steigert der Übungsleiter die Lattenhöhe.
Mit diesen vier Schritten gelangen die Schüler zu einer ersten Grobform der Floptechnik und können zum fünften Schritt übergehen.






Der fünfte Schritt
Nachdem in den ersten vier Schritten die quasi leichtathletischen Elemente des Hochsprungs, also Anlauf und Absprung, vermittelt wurden, ist nun die Lattenpassage, also das mehr turnerische Bewegungselement, herauszuarbeiten (Bildreihe 7).
Durch die richtige Abfolge der Körperbewegungen während der Lattenpassage kann die Sprungleistung erheblich verbessert werden. Dazu gibt der Trainer die Anweisung, nach dem Absprung die Beine nicht gleich anzuheben sondern sie in der Steigephase hängen zu lassen, so dass die Hüfte über der Latte gestreckt und da durch mehr Höhe gewonnen werden kann. Erst wenn die Hüfte die Latte überquert hat, werden die Beine hoch geklappt. Beherrscht der Schüler dieses Timing, ist er schon über die Grobform des Flops hinaus und kann sich ohne Bedenken an größere Höhen herantasten. Mit „Timing“ wird der Raum-Zeit-Zusammenhang, also das zeitlich richtige Nacheinander sportlicher Bewegungen bezeichnet. Wird z.B. die Hüfte noch über der Latte gesenkt, reißt der Springer diese mit diese Gesäß.
Senkt er die Hüfte erst jenseits der Latte, hebt er dadurch die Beine an und meistert die Höhe. Der zweite Fall ist ein Beispiel für richtiges Timing. Beobachtet der Trainer einzelne technische Fehler, empfiehlt es sich, in der Methodik zu der entsprechenden Stufe zurückzukehren, Denn dann kann der Athlet sein Problem losgelöst von zusätzlichen, die Wahrnehmung erschwerenden, Bewegungen angehen, erkennen und überwinden. Ist das geschafft. arbeitet man sich mittels der methodischen Reihe wieder in Richtung Zielbewegung. Dabei achtet der Übungsleiter darauf, dass der Fehler tatsächlich nicht mehr auf taucht.
So gerüstet kann der nun nicht mehr ganz unbedarfte Anfänger darangehen, seine Technik weiterzuentwickeln. Ein erster Schritt wird die Verlängerung des Anlaufs auf sieben Schritte sein.




Quellen: Wolfgang Killing : Gekonnt nach oben

Ps : Eigentlich gehören zu diesem Referat noch Bilder die extrem wichtig für das Verständnis des Referats sind.Wer Interesse an den bilder hat kann mir gerne eine E-Mail schreiben (dennisk89@go4more.de)




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