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Hinduismus - 3.Version - Referat



Hinduismus

Eine Religion vermittelt dem Menschen ein Weltbild, vor dessen Hintergrund er sein Selbstverständnis gewinnt und seine Rolle im Leben definiert.
Das Weltbild des Hinduismus ist ein zyklisches, d.h. alle belebten Dinge sind dem Rhythmus von Werden und Vergehen unterworfen. Am einfachsten ist dies nachvollziehbar in der Natur: Der Baum bringt Knospen hervor, später Früchte und schließlich welkt sein Laub und vergeht, bis der Prozess im Frühjahr wieder von neuem beginnt. Diesen Kreislauf bezeichnet man als samsara.
So wie der gesamte Kosmos dem Gesetz des samsara gehorcht, ist auch das Leben von neuem. Im Hinduismus glaubt man, dass jedes Lebewesen einen unsterblichen Kern hat, atman genannt, was häufig mit ,,Seele“ übersetzt wird. Nach dem Tod verlässt atman den Körper und lebt in einem neuen Wesen weiter; daher spricht man auch von ,,Seelenwanderung“ und ,,Wiedergeburt“. Die Hindus glauben, dass sie die Art der Wiedergeburt durch ihre Taten im gegenwärtigen Leben beeinflussen können: Durch gute Taten werden sie in der Hierarchie der Lebewesen aufsteigen. Dieser Glaube bestimmt die Einstellung zu den Mitmenschen und der übrigen belebten Welt. Jedes Lebewesen ist zu achten aufgrund des ihm innewohnenden atman.
Ein Gefühl für soziale Ungerechtigkeit kann indessen nicht aufkommen, denn derjenige, der unter schlechten Bedingungen leben muss, hat sich diesen Platz durch sein Verhalten in einem früheren Leben erworben. Die Summe aller Handlungen, die wiederum den Standort im nächsten Leben bestimmen, bezeichnet man als karma.
Auf diese Weise sind die Gläubigen bestrebt, durch Ansammlung von gutem karma im nächsten Leben eine bessere Position zu erringen. Letztendliche Zielvorstellungen ist es dabei, den beständigen Kreislauf des Lebens verlassen zu könne (mokscha) und eins zu werden mit dem brahman, worunter man sich das Absolute, das Urprinzip der Welt, vorstellt.

Das Leben eines Hindu ist auf diese Zielvorstellung hin ausgerichtet und im Idealfall in vier Stadien zu realisieren:
- Die erste Stufe dient dem Erwerb von Wissen und Lebenstüchtigkeit.
- Die zweite Stufe ist der Gründung einer Familie gewidmet. Auf diese Stufe ist der Hindu bestrebt, Wohlstand zu erreichen um seiner Familie eine sichere Lebensgrundlage zu bieten.
- Auf der dritten wendet er sich von Familie- und Alltagsleben ab um zu immer größerer Bedürfnislosigkeit zu gelangen.
- Die vierte Lebensstufe schließlich ist der Meditation gewidmet um auf diese Weise der Verschmelzung mit dem brahman näher zu kommen.

Dieses Referat wurde eingesandt vom User: chiqa_sis




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