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Hautkrebs - Referat



Hautkrebs !Klick!


Allgemeines !Klick!
Als Hautkrebs bezeichnet man jede Art bösartiger Veränderungen der Haut.
In der Umgangssprache wird er oft gleichgesetzt mit dem malignen Melanom. Je nach der entarteten Zellart kann man aber unterschiedliche Hautkrebstypen unterscheiden.
Pro Jahr erkranken rund 140.000 Menschen neu an Hautkrebs, etwa 15.000 von ihnen an einem malignen Melanom. In den letzten Jahren hat die Zahl dieser Erkrankungen drastisch zugenommen. Diese Entwicklung ist umso alarmierender , als sich das Hauptrisiko, an eben dieser Krebsart zu erkranken, oft und einfach vermeiden ließe.

Der „weiße Hautkrebs“ !Klick!
Diese Art von Hautkrebs hat seinen Ursprung im Hautepithel. Er tritt besonders bei älteren Menschen auf.
Man unterscheidet hierbei das Basaliom vom Spinaliom. Beide Arten von Krebs werden hauptsächlich durch UV-Licht ausgelöst und bilden sich daher oft im Gesicht. Ihnen können bestimmte Veränderungen vorausgehen sog. Präkanzerosen, z. B. die aktinische Keratose oder der Morbus Bowen. Diese Arten von Hautkrebs werden in den meisten Fällen operiert und bilden so gut wie nie (Basaliom) oder sehr selten (Spinaliom) Metastasen. Sie können unbehandelt aber lokal das umgebende Gewebe zerstören, so dass bei großen Tumoren die Operation schwierig ist.

Das maligne Melanom !Klick!
Das maligne Melanom auch schwarzer Hautkrebs genannt, ist ein hochgradig bösartiger Tumor der Pigmentzellen. Er neigt dazu, hochgradig bösartiger Tumor der Pigmentzellen und ist die am häufigsten tödlich verlaufende Hautkrankheit mit weltweit stark steigender Anzahl an Neuerkrankungen.
Neben dem Melanom der Haut gibt es auch Melanome der Schleimhäute, des Auges (Bindehautmelanom, Aderhautmelanom), des Zentralnervensystems und der inneren Organe.
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Die Häufigkeit der Neuerkrankung beträgt in Mitteleuropa etwa zehn auf 100.000 Einwohner pro Jahr, in Australien und den Südstaaten der USA liegt sie bei 30–45 pro 100.000 Einwohner pro Jahr. Am höchsten weltweit liegt sie in Auckland, der größten Stadt Neuseelands. Nach Angaben der Berliner Charité gibt es in Deutschland jährlich etwa 15.000 Fälle des malignen Melanoms. Etwas mehr als 2.000 Deutsche sterben daran. Als Todesursache ist das bösartige Melanom der Haut mit einem Anteil von etwa einem Prozent an allen Krebstodesursachen für beide Geschlechter und beide Teile Deutschlands selten.

Einfluss von Sonnencreme !Klick!
Die Schutzwirkung von Sonnencremes wird sehr kontrovers diskutiert. Über die Verhinderung der Entstehung von Hautkrebs gibt es sehr widersprüchliche Studien. In einigen Studien wurden eher negative Auswirkungen bei der Anwendung von Sonnencremes festgestellt, während in anderen Veröffentlichungen und Studien das Gegenteil behauptet wird. Im Tiermodell wurde zwar eine eindeutige Wirkung von Sonnencreme zur Verhinderung der Ausbildung eines Spinalioms der Haut festgestellt, jedoch ist dies beim malignen Melanom und beim Basaliom nicht der Fall.
In einer 2003 erschienenen Metastudie wurde kein Zusammenhang zwischen der Verwendung von Sonnencreme und der Zunahme von Erkrankungen an malignen Melanomen beim Menschen festgestellt. Die Studie kommt zu dem Schluss, dass in früheren Studien offensichtlich Fehler bei der Berücksichtigung von Konfundierungseffekten gemacht wurden und sie deshalb eine positive Korrelation zwischen der Benutzung von Sonnencreme und dem Auftreten von malignen Melanomen feststellten. Von Konfundierungseffekten spricht man, wenn das zu untersuchende Phänomen (hier die Zunahme an malignen Melanomen) von zwei oder mehr Bedingungen gleichzeitig beeinflusst wird. In den vorhergehenden Studien seien zudem neuere Sonnencremes mit einem Schutzfaktor größer als 15, einem Schutz gegen UV-A-Strahlung und Wasserfestigkeit überhaupt nicht berücksichtigt worden. Die Autoren gehen davon aus, dass es Jahrzehnte dauern kann, um einen positiven Effekt zwischen dem Gebrauch von neueren Formulierungen von Sonnencremes und malignen Melanomen zu ermitteln.

Einfluss von Sonnenmangel !Klick!
Es gibt weitere Risikofaktoren, die das Melanomrisiko steigern können. Hierzu zählt möglicherweise sogar ein gewisser Sonnenmangel. So bemerkten Forscher in Nordamerika und in Europa ein auffälliges Nord-Süd-Gefälle bei verschiedenen Krebsarten, das sich nur durch unterschiedliche Besonnung der Menschen erklären ließ. Diesen Zusammenhang fand man für Brustkrebs, Prostatakrebs, Dickdarmkrebs, Ovarialkrebs und anscheinend auch für das Melanom und den Blasenkrebs. Forscher bestätigten die Nurses’ Health Study, wonach auf jeden, der an sonnenbedingtem Hautkrebs gestorben ist, 30 Menschen kommen, die durch Vitamin D vor dem Krebstod bewahrt wurden.
Eine Schlüsselrolle spielt hierbei offenbar das Vitamin D. 90 % des vom Körper benötigten Vitamin D werden durch UV-B-Bestrahlung in der Haut gebildet.

Symptome und Beschwerden !Klick!
Warnsymptome des malignen Melanoms können die Vergrößerung, die Farbänderung sowie das Jucken von Leberflecken (von Leberflecken gehen 40 % der Erkrankungen aus) oder Veränderungen von Hautpartien sein, die pigmentiert sind (dunkler erscheinen). Bei dunkelhäutigen Menschen hingegen geht die Erkrankung meistens von Stellen aus, die weniger dunkel sind, wie zum Beispiel Schleimhaut oder Handfläche.

Beurteilung nach der ABCDE- Regel !Klick!
Treffen zwei der folgenden fünf Kriterien auf einen verdächtigen Pigmentfleck zu, wird in der Regel zu einer vorsorglichen Entfernung des Flecks geraten.
• A – Asymmetrie: nicht symmetrisch, beispielsweise nicht rund oder oval
• B – Begrenzung: unregelmäßig oder unscharf
• C – Color (Farbe): unterschiedlich starke Pigmentierung, Mehrfarbigkeit
• D – Durchmesser: größer als 5 mm
• E – Entwicklung: neu & in kurzer Zeit entstanden auf sonst flachem Grund
Subtypen des malignen Melanoms !Klick!
Es gibt vier wichtige Unterarten des malignen Melanoms, dazu eine selten auftretende Unterart
• Oberflächlich spreitendes Melanom (SSM: superficial spreading melanoma, auch pagetoides Melanom, Häufigkeit etwa 47 %)
• Noduläres malignes Melanom (NMM, Häufigkeit etwa 39 %)
• Lentigo-maligna-Melanom (LMM, Häufigkeit etwa 6 %)
• Akrolentiginöses Melanom (ALM, Häufigkeit etwa 6 %)
• Amelanotisches Melanom (AMM, selten)
Diese Subtypen unterscheiden sich durch ihr Aussehen, die Art des Wachstums und ihre Metastasierungsneigung. Sie haben eine unterschiedliche Prognose. Da die Einteilung beim bloßen Betrachten nicht unbedingt eindeutig ist, muss nach Entfernung eine histologische Untersuchung durchgeführt werden.
Das maligne Melanom metastasiert besonders aggressiv. Es wurde von Fällen berichtet, bei denen das maligne Melanom in andere bösartige Tumore metastasiert
ist. Wegen dieser starken Metastasierungsneigung verbietet es sich auch, eine Gewebeprobe zu nehmen (Biopsie). Stattdessen muss die Veränderung vollständig und mit einem entsprechenden Sicherheitsabstand entfernt werden.
Prognose (Folge und Komplikationen) !Klick!
Bei einer frühen Diagnose und Behandlung steht die Chance einer Heilung gut. Insbesondere bei „In-situ-Melanomen“, also bei Melanomen, die die sogenannte Basalmembran – die Begrenzung zwischen Epidermis (Oberhaut) und Dermis (Lederhaut) – noch nicht durchbrochen haben, liegt das Metastasierungsrisiko bei 0 %. Die meisten Melanome sind in diesem Stadium bereits erkennbar.
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Bei dünnen Melanomen (vertikale Tumordicke kleiner als 0,75 mm) liegen die Heilungschancen bei etwa 95 Prozent. Die Fünf-Jahres-Überlebensrate (= Anteil Patienten, die fünf Jahre nach Feststellung der Krankheit noch leben) ist abhängig vom Stadium der Ausbreitung des Krebses:
• Stadium I (Primärtumor ≤ 1,5 mm dick und von Clark-Level ≤ III) > 90 %
• Stadium II (Primärtumor > 1,5 mm dick oder von Clark-Level ≥ IV) 70 %
• Stadium III (Absiedelung in die nächstgelegenen Lymphknoten oder Hautmetastasen in der Umgebung) 40 %
• Stadium IV (Metastasen in weiter entfernten Lymphknoten oder anderen Organen) < 10 %
Das Melanom kann in unterschiedlichste Organe metastasieren, bevorzugte Zielorgane wie bei anderen Tumoren (etwa Kolonkarzinom &#8594; Leber) gibt es nicht. Häufig sind – wie bei allen Krebsarten – Metastasen in der Leber, in der Haut, in der Lunge, im Skelett und im Gehirn. Dabei beeinflussen gerade Leber- und Hirnmetastasen die Prognose ungünstig, während Melanommetastasen in der Lunge erfahrungsgemäß eher langsam an Größe zunehmen. Die Ursache für diese klinische Beobachtung ist noch nicht bekannt. Typischerweise metastasiert das maligne Melanom außerdem häufig in das Herz. Herzmetastasen vom malignen Melanom gehören zu den häufigsten der ansonsten seltenen, bösartigen Herztumoren. Etwa 40–60 % der Herzmetastasen haben ihren Ursprung in einem malignen Melanom.
Nur eine frühzeitige und vollständige Entfernung eines Melanoms kann zur Heilung führen. Abwarten, ob aus Nachlässigkeit oder Angst, verschlechtert die Aussichten wesentlich. Deswegen sind Vorsorgeuntersuchungen und Früherkennungsmaßnahmen gerade bei besonders gefährdeten Menschen wichtig.
Behandlung !Klick!
Die wichtigste Therapieform ist die chirurgische Entfernung des Primärtumors. Hierbei sollte der Tumor stets als Ganzes entfernt werden. Biopsien werden bei Verdacht auf ein malignes Melanom nicht entnommen, um eine Streuung in die Blutbahn und/oder die Lymphflüssigkeit zu vermeiden. Bei der Entfernung sollte auf einen ausreichenden Sicherheitsabstand geachtet werden. Dieser beträgt je nach Tumordicke 1 oder 2 cm; außerdem sollten alle Hautschichten unter dem Tumor bis auf die Muskelfaszie entfernt werden. Bei Melanomen im Gesicht oder an den Akren kann man statt der Einhaltung eines großen Sicherheitsabstandes auch eine Exzision mit mikroskopisch-kontrollierter Chirurgie durchführen, bei der mittels Schnittrandkontrolle unter dem Mikroskop eine vollständige Entfernung im Gesunden sichergestellt wird.
Eine Reihe von Forschern schlägt vor, den Wächterlymphknoten zu identifizieren und histologisch zu untersuchen, da dadurch in einem Teil der Fälle das generelle Entfernen von Lymphknoten überflüssig werde.
In späteren Stadien, wenn der Tumor bereits Metastasen in Haut, Lymphknoten und inneren Organen gebildet hat, ist die Chance auf eine Heilung gering. Hier werden eine ganze Reihe von Therapiealternativen angewendet und erprobt, die in der Regel nur eine zeitweilige Besserung bieten, jedoch meist keine Aussicht auf Heilung haben. Hierzu gehören die Chemotherapie mit DTIC oder Fotemustin, eine Immuntherapie mit Interferon, eine Impftherapie mit antigenpräsentierenden Zellen, chirurgische Eingriffe zur Verringerung der Tumormasse oder eine Strahlentherapie. Neue Therapieansätze beruhen auf der Blockade molekularer Prozesse in der Signaltransduktion der Zelle: Es gibt erfolgversprechende Studien über eine Kombination eines klassischen Chemotherapeutikums mit b-raf-Kinase-Inhibitoren wie beispielsweise Sorafenib.
Wenn jemand bereits einmal an Hautkrebs erkrankt war, sind regelmäßige Nachuntersuchungen unbedingt notwendig. Bei Hochrisiko-Melanomen sollte eine zusätzliche Chemo- oder Interferontherapie durchgeführt werden.
Spätmetastasen und CUP (Cancer of Unknown Primary, unbekannter Primärkrebs) sind beim malignen Melanom häufig.
Chemotherapie !Klick!
Als Chemotherapie bezeichnet man den Einsatz von zellwachstumshemmenden (zytostatischen) Medikamenten. Da Tumoren schneller wachsen als andere Gewebe des Körpers, werden durch den Einsatz dieser Medikamente Tumoren besonders stark geschädigt. Bei einem Teil der behandelnden Patienten kommt es zu Rückbildungen der Tumoren, zum Teil auch zur vollständigen Rückbildung (komplette Remission). Die Wachstumshemmung kann auch andere Gewebe des Körpers beeinträchtigen, z.B. die Schleimhäute insbesondere des Magen-Darm-Traktes oder auch das Haarwachstum (Haarausfall als Folge). Die zellwachstumshemmenden Medikamente haben als wichtige Nebenwirkungen die Unterdrückung der Blutbildung (Abfall der Blutwerte), Haarausfall und zum Teil erzeugen sie Übelkeit.
Beim malignen Melanom kann im Stadium der Fernmetastasierung mit der ersten Chemotherapie etwa bei 50% der Patienten eine Stabilisierung des Krankheitsverlaufes oder eine Rückbildung der Tumoren erreicht werden. Dabei ist es nicht möglich, vorauszusagen, wer auf die Behandlung ansprechen wird. Im Falle eines Nichtansprechens muß ein anderes Behandlungsschema versucht werden. !Klick!
Beim Melanom wirksame Medikamente sind Dacarbazin (DTIC), Cisplatin, BCNU, Vinca-Alkaloide, Temozolomid und andere. Die Medikamente werden zum Teil in Kombination von 2-3 Medikamenten gegeben, zum anderen Teil wird eine Kombination mit immuntherapeutischen Substanzen wie Interferonen vorgenommen. !Klick!




Dieses Referat wurde eingesandt vom User: Lariii




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