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HIV/AIDS - Referat



Viren sind sehr klein. Die winzigsten Viren haben einen Durchmesser von 20nm (0,00002mm) Sie bestehen aus einer Eiweißhülle und der Erbsubstanz in der Hülle. Die Viren haben keinen eigenen Stoff- und Energiewechsel. Sie dringen in lebende Zellen ein und vermehren sich in ihnen. Viren könne auf unterschiedliche Weise übertragen werden. Durch die Atemwege, offene Wunden oder verunreinigte Nahrung. Die bekanntesten Viruskrankheiten sind Pocken, Masern, Grippe, Schnupfen.

Es gibt zwei Arten von HI-Viren, HIV-1 und HIV-2, das Letztere kommt überwiegend in Afrika und Asien vor. Das HI-Virus ist ein kugelförmiges Virus mir ca.100nm Durchmesser, das Innenleben besteht aus zwei Eiweißarten. Ganz im Innern befindet sich das genetische Material, zusammen mit einem Enzym. Den Innenkörper umhüllt eine zweilagige Membran, bepickt mit Eiweißkörnchen, mit denen der HI-Virus an andere Körperzellen andockt. Es befällt eine bestimmte Untergruppe der T-Helferzellen und schleust das Erbgut ein. Auch die HI- Viren haben keinen eigenen Stoffwechsel, deshalb benutzen die HI-Viren die T-Helferzellen um sich ihnen auszubreiten. Diese beginnen neue Viren zu produzieren anstatt sie abzuwehren. Die neuen Viren befallen andere Helferzelle, dabei nimmt die Anzahl der Helferzellen immer mehr ab. Das kann mehrer Jahre dauern dann wird das lebenswichtige Abwehrsystem des Körpers immer schwächer und fällt dann schließlich ganz aus. Wenn das Immunsystem nicht richtig arbeitet, können auch harmlose Infektionen schwere, sogar lebensbedrohlich Erkrankungen verursachen.

Mit AIDS wird das Stadium bezeichnet, bei dem das Immunsystem stark beeinträchtigt ist und sich bestimmte Infektionskrankheiten und Tumoren entwickeln können. (Lungenentzündungen, Besiedlungen der Speiseröhre mit Pilzen, bestimmte Krebsformen)

HIV kann durch Blut, Sperma, Scheidenflüssigkeiten oder Muttermilch übertragen werden, doch man sich schützen! Beim Geschlechtsverkehr sollte man immer ein Kondom verwenden, denn er schützt nicht nur vor HIV sondern auch vor anderen Geschlechtkrankheiten. Menschen die sich Drogen spritzen, haben ein sehr hohes Infektionsrisiko, wenn sie von einer infizierten Person das Spritzbesteck benutzen. Denn das infizierte Blut kann direkt, über kleine Blutreste im Spritzbesteck, in die Blutbahn eindringen. Kinder von HIV-positiven Frauen können während der Schwangerschaft oder beim Stillen, vor allem aber während der Geburt angesteckt werden. Durch vorbeugende Maßnahmen, wie einen Kaiserschnitt oder auf das Stillen zu verzichten, kann das Infektionsrisiko auf unter 2 Prozent gesenkt werden. Keine Gefahr besteht beim Küssen(sehr geringes Risiko), beim Körper- oder Hautkontakt, durch Übertragung durch die Luft(niesen, anhusten), Benutzung von Toilette oder Schwimmbad und Insektenstiche.

Frühestens nach drei Monaten kann man feststellen ob man HIV-positiv oder HIV-negativ ist. Der Test darf nicht ohne vorherige Zustimmung des Patienten vorgenommen werden. Nach ca. 12 Wochen nach der Infektion bildet der Körper HIV-Antikörper, beim Testverfahren wird danach gesucht. Konnte man in diesem Testverfahren, der so genannten ELISA, Antikörper Festellen, so schließt man zur Bestätigung einen weiteren Test an, den Westernblot- und Immunofluoreszenztechnik an. Nur wenn alle zwei Test positiv waren, steht die Diagnose HIV positiv. Es besteht auch die Möglichkeit den HI-Virus selbst im Blut nachweisen zu können. Das ist schon wenige Wochen nach der Ansteckung möglich, aber der Test ist sehr aufwendig und teuer.

Die Vermehrung der HI-Viren kann man dank moderner Medizin gehemmt werden. Mit einer Kombination von verschiedenen Medikamenten lässt sich die Zeitspanne bis zum Ausbruch von Vollbild AIDS verlängern. Die heute verfügbaren antiviralen Medikamente enthalten unterschiedliche Stoffe, die die HIV-Produktion blockieren können. Jeder Körper reagiert anders auf die Medikamente. Es ist möglich, dass man nach kurzer Zeit gegen die Arznei resistent ist, wenn es der Fall ist, werden neue Medikamente „ausprobiert“. Trotzdem ist es nicht Möglich, die HIV-Erkrankung zu heilen. Bei Nadelstichverletzungen, zum Beispiel mit einer Spritze oder Skalpell, kann man die verbeugende Therapie mit antiviralen Medikamenten durchführen. Nachdem Kontakt mit einem Infiziertem sollten nicht mehr als 24 Stunden vergehen. Diese Vorbeugende Maßnahme wird Post-Expositions-Prophylaxe(kurz PEP) genannt. Die Medikamente müssen je nachdem 2-4 Wochen eingenommen werden.
Es gibt noch keinen sicheren Beweis für die Wirkung dieser Medikamente.

AIDS wurde im Jahre 1981 als eine Infektionskrankheit angesehen, aber das Virus gab es schon woher. Es ist nicht bekannt vorher es stamm. Die Wissenschaftler vermuten, dass der HI-Virus aus Afrika stamm. Eine ähnliche Virusart wurde bei Affen festgestellt, die einen ähnlichen Krankheitsverlauf wie AIDS hat. Durch den Straßenbau und den Tourismus wurde HIV immer mehr verstreut. Im Jahr 2000 waren 25 Millionen Menschen in Afrika mit HIV infiziert die Zahl stieg im Jahr 2003 auf 28 Millionen. In Deutschland ist es nicht besser, 1996 infizierten sich 15000 und nach sieben Jahren(2003) waren es schon 40000 Menschen. Alle 13 Sekunden ein Aids Toter und alle 8 Sekunden ein HIV-Infektion in Afrika.

Fachbegriffe

AIDS
eng. Acquired Immune Deficiency Syndrom, deu: Erworbener Immundefekt

Antiviral
gegen Viren

Capsid
Eiweißhülle der Viren

ELISA
Eng. enzyme-linked immunosorbent assay

Enzym
regulieren den Stoffwechsel in Zellen

genetisch
erblich

HIV
eng. Humanes Immundefekt Virus, deu. Humanes Immunschwäche Virus

Membran
Haut der Zelle

Resistent
widerstandsfähig

RNA
de. RNS; Gruppe von chemischen Stoffen aus langen Molekülen

T-Helferzellen
Funktion: andere Zellen des Immunsystems bei der Abwehr eingedrungenen Erreger zu steuern

Infektionskrankheiten

Eine Infektionskrankheit wird durch eine Ansteckung mit bestimmten Krankheitserregern hervorgerufen. Die Übertragung einer Infektionskrankheit kann vom kranken auf den gesunden Körper von Mensch zu Mensch oder durch Berührung mit infizierten Gegenständen (Kontaktinfektion) erfolgen. Eine andere Möglichkeit sind Keimverseuchte Luft (Tröpfcheninfektion), Wasser, Nahrungsmittel (Nahrungsinfektion), Insektenstiche und Bisse von Tieren. Die bekanntesten Infektionskrankheiten sind: Scharlach, Masern, Typhus, Windpocken, Tuberkulose und Grippe. Wenn große Teile der Bevölkerung betroffen sind bezeichnet man dies als Seuche oder Epidemie wie zum Beispiel Pest oder Pocken.
Der Körper ist ursprünglich gegen viele Erreger abwehrbereit, so dass es nicht zum Krankheitsausbruch kommt oder nur zum leichtem. Ist aber das Abwehrsystem nicht vorhanden (wie bei AIDS) oder gestört (wie bei HIV-Infektion), so können sich, die Erreger im Körper vermehren. Zwischen Ansteckung und Ausbruch einer Infektionskrankheit liegt die Inkubationszeit, die je nach der Art der Erreger wenige Stunden bis mehrer Wochen/Jahren betragen kann.
Nach der Abheilung ist in vielen Fällen Immunität erstanden, die eine Wiederholung derselben Krankheit, entweder für immer oder für eine bestimmte Zeit ausschließt.
Zur Behandlung der Infektionskrankheiten dienen Antibiotika und Sulfonamide (Chemotherapie). Die Gegenmaßnahmen könne unter anderem sein: Schutzimpfung, um die Abwehrkräfte des Körper zu erhöhen oder durch die Isolierung der Kranken und durch Desinfektion.




Kontaktinfektion:
Die Erreger werden durch den direkten Kontakt mit dem Menschen weitergegeben.

Tröpfcheninfektion:
Erreger werden beim Husten, Niesen und Sprechen heraus geschleudert und auf andere Menschen übertragen, Reichweit 1-2m

Nahrungsinfektion:
z.B. nicht gewaschenes Obst, verdorbene Nahrungsmittel führt oft zur Lebensmittelvergiftung







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