Suchbegriff:

Genmanipulation - Referat



Genmanipulation


Worterklärung:

DNS=DNA
DNS : Desoxyribonukleinsäure
DNA : desoxyribonucleic acid
RNS : Ribonucleinsäure
RNS und DNS sind Nucleinsäuren für gen. Material und Erbfaktoren
Adenin
Thymin
Guanin
Zytosin (Cytosin) & Basenpaare der DNS
Nukleotide : DNS -Bausteine


DNS Erklärung:
DNS ist zentrales Steuerungsmodul aller Zellen
DNS ist Träger der gen. Information
DNS Bausteine = Nukleotide
DNS = Molekül mit Bauplan u. gen. Information
DNS enthält Basenpaare à Anordnung immer Adenin – Thymin ;
Guanin - Zytosin
Basenpaare sind Code für die Herstellung von Eiweißen


Manipulation- gewollte (erzwungene) Veränderung

Genmanipulation - Veränderung der Erbanlagen zu Versuchszwecken und zur Verbesserung verschiedener Eigenschaften
Gen à Erbeinheit und Erbanlage à Bestimmung eines Merkmals
Alle Gene eines Organs = Genom

gen. Information à Gesamtheit aller Baupläne für alle Moleküle, die in einer Zelle synthetisiert werden können; niedergelegt in den Nucleinsäuren (RNS, DNS)
Veränderung der gen. Information und somit auch des Gens à eine Veränderung der Merkmalsausprägung oder zu einer gesamten Merkmalsveränderung
Gen Code= die Form in der die gen: Information auf den Genen vorliegt; Bestimmung der Reihenfolge der Aminosäuren in den Proteinen ; Vergleichbar mit dem Übertragungsschlüssel zwischen Morsezeichen und Buchstaben; ein nichtüberlappender Triplett – Code
3 aufeinanderfolgende Basen bilden eine Informationseinheit ( Codon ); d.h. Bildung des Codewortes einer Aminosäure
damals standen nur 61 der 64 möglichen mathematischen Kombinationen für die Triplettcodes zur Verfügung
bis zu 6 verschiedene Triplettcodes codieren eine einzige Aminosäure, aber niemals ein Triplettcode für mehrere Aminosäuren
1 Codon steuert zugleich mit der Aminosäure den Beginn der Proteinbiosynthese (Initiatorcodons), 3/64 Tripletts entsprechen keiner Aminosäure und sind für den Abbruch der Proteinbiosynthese verantwortlich und für das Freisetzen des Proteins (Terminatorcodons)
Entschlüsselung des gen. Codes à Erkennen der Anordnung von 3,1 Mrd Untereinheiten (Bausteinen) à Wissen über die Positionen der Untereinheiten à Veränderung der Gene
Genmanipulation à Zusammensetzen von Zellkernen auf Eizellen von verschiedenen Lebewesenà Züchtung eines Embryos

Vor kurzem gelang die vollständige Entschlüsselung der Anordnungen und somit konnte die Weiche für die Genmanipulation gestellt werden. Die Entschlüsselung dauerte ungefähr 39 Jahre. 1961 schafften es Matthaei und Nirenberg das erste Codon zu einer Aminosäure zuzuordnen.


Beispiel: menschliches Schwein

Absicht der Forscher: Veränderung verschiedener Eigenschaften der Lebewesen; Organspenden
australische und amerikanische
Firma erschufen ein Schwein mit teilweise menschlichen Genen, es lebte eine Woche lang
die Firma ließ schon eher Patentanträge für manipulierte Embryonen von Menschen, Schweinen, Kühen und Schafen eintragen
Zweck ist die Schaffung von Transplantaten
Greenpeace setzt sich gegen die Patentvorschriften und Embryonenschutzgesetze ein, um die Versuche zu stoppen
eine Untersuchung der Firmen durch Greenpeace erfolgte


Artikel ( „Die Welt“ vom 6.10.2000):
München/Zürich – Australische und amerikanische Gentechniker haben nach Angaben von Greenpeace ein Zwitterwesen aus Mensch und Schwein gezüchtet. Die Umweltschutzorganisation teilte gestern in Zürich mit, in den Labors der Unternehmen Stem Cell Sciences (Australien) und Biotransplant (USA) seien Zellkerne von menschlichen Föten in Eizellen von Schweinen implantiert worden. Die Forscher hätten die so entstandenen Wesen eine Woche lang wachsen lassen. Wie das Europäische Patentamt in München mitteilte, haben die Unternehmen das Verfahren schon im Oktober 1997 in den USA international zum Patent angemeldet. Andere US-Forscher hatten bereits 1998 aus der entkernten Eizelle einer Kuh und menschlichen Hautzellen einen Embryo erzeugt. Greenpeace betonte gestern zugleich, dass die Firmen keine ganzen Lebewesen klonen möchten, sondern Organe und Gewebe für medizinische Zwecke.
Der Patentantrag WO 99 / 21415 umfasst laut Greenpeace auch die Eigentumsrechte an manipulierten Embryonen von Menschen, Schweinen, Kühen und Schafen. Greenpeace kritisierte scharf das deutsche Embryonenschutzgesetz, die EU – Patentrichtlinie und den deutschen Entwurf zu deren Umsetzung. Die Mischwesen seien weder durch das deutsche Embryonenschutzgesetz noch durch die EU – Patentrichtlinie verboten.

Quelle(n) für dieses Referat: Die Welt (6.10.2000) Lexi Rom 2.0 Chemie und Biologie Lernpaket CD – ROM Bertelsmann Lexikothek Band 5 S.331 Genetik




Kommentare zum Referat Genmanipulation: