Suchbegriff:

Genetik - 5.Version - Referat



Begriffserklärung und Darstellung von Erbgängen

Die Ausbildung von Merkmalen wird durch die Erbanlagen (Gene) bestimmt. Jedes Merkmal kommt durch das Zusammenwirken von zwei Genen zustande. Diese beiden Gene befinden sich in den homologen Chromosomen an gleicher Stelle. Sie können gleich oder verschieden sein.

Zellkern
Allel (z.B. Gene für Ausbildung der Haarlänge)
homologe Chromosomen


Allel bezeichnet verschiedene Zustandsformen eines Gens.
Homozygot bedeutet reinerbig. Die beiden Allele für die Ausbildung eines Merkmals sind gleich. Zum Beispiel eine befruchtete Eizelle.
Heterozygot bedeutet mischerbig. Die beiden Allele für die Ausbildung eines Merkmals sind unterschiedlich.
Dominant ist das vorherrschende Allel. → Großbuchstabe!
Rezessiv ist das verdeckte Allel. → Kleinbuchstabe!
Kodominant heißt, dass beide Allel nebeneinander ausgebildet werden. Zum Beispiel bei der Blutgruppe AB
Dominant-rezessiver Erbgang liegt vor, wenn bei Mischerbigkeit eines der Allele die Merkmalsausbildung bestimmt.
Intermediärer Erbgang liegt vor, wenn bei Mischerbigkeit beide Allele die Merkmalsausbildung bestimmen (sie liegt dann zwischen den Ausprägungen der Eltern)

Bezeichnung für Darstellung von Erbgängen

P – Elterngeneration
F1 – 1. Tochtergeneration
F2 – 2. Tochtergeneration
X – Kreuzung von 2 Individuen

Körperzellen können folgende Paare enthalten:

AA – reinerbig, 2 dominante Allele
aa – reinerbig, 2 rezessive Allele
Aa – mischerbig, 1 dominantes Allel (A), 1 rezessives Allel (a)







1.3.3 Mendelsche Regeln

1. Mendelsche Regel (= Uniformitätsregel)

Kreuzt man reinerbige Eltern (P), die sich in einem Merkmal unterscheiden, so sind alle Nachkommen (F1) untereinander gleich (uniform).

Bsp. Dominant-rezessiver Erbgang, monohybrid

A: Gekreuzt werden eine reinerbig gelbsamige mit einer reinerbigen grünsamigen Erbsenpflanze. In der F1 treten nur gelbe Erbsenpflanzen auf.

Symbole: G=gelb g=grün K=Keimzellen

P GG x gg

K G G x g g P: Phänotyp gelb und grün
Genotyp reinerbig
F1 Gg Gg Gg Gg
F1: Phänotyp uniform gelb
Genotyp uniform mischerbig

Bsp. Intermediärer Erbgang, monohybrid

A: Gekreuzt werden eine reinerbig weiße und eine reinerbig rote Wunderblume. Alle Nachkommen der F1 sind rosa.

/> Symbole: r=rot w=weiß

P rr x ww

K m/w r r P: Phänotyp rot und weiß
w rw rw Genotyp reinerbig

w rw rw F1: Phänotyp uniform rosa
Genotyp uniform mischerbig







2. Mendelsche Regel (= Spaltungsregel)

Kreuzt man die Individuen der mischerbigen F1 untereinander, so erhält man in der F2-Generation eine Aufspaltung der Merkmale in festen Zahlenverhältnissen.

Bsp. Intermediärer Erbgang, monohybrid

Symbole: r=rot w=weiß

P rr x ww

F1 rw x rw

F2 m/w r w

r rr rw

w rw ww weiß

→ 1 : 2 : 1 im Phänotyp und Genotyp

r.e. Rot r.e. Weiß
m.e.

Bsp. Dominant-rezessiver Erbgang, monohybrid

Symbole: G=grün g=gelb

P GG x gg

F1 Gg x Gg

F2 m/w G g

G GG Gg

g Gg gg

→ 3 : 1 im Phänotyp
→ 1 : 2 : 1 im Genotyp

r.e. Grün r.e. Gelb
m.e.

3. Mendelsche Regel (= Gesetz der Neukombination / Unabhängigkeitsregel)

Kreuzt man Individuen einer Art, die sich in 2 reinerbigen Merkmalspaaren unterscheiden, treten in der F2 neue Merkmalsneukombinationen auf. Die Weitergabe der verschiedenen Erbanlagen erfolgt unabhängig voneinander. (1. und 2. Mendelsche Regel gelten auch hier).

Bsp. Dominant-rezessiver Erbgang, dihybrid

Symbole G=gelb g=grün R=rund r=runzlig

P GGRR x ggrr

F1 16 x GgRr

F2 GgRr x GgRr

m/w GR Gr gR gr

GR GGRR GGRr GgRR Ggrr

Gr GGRr GGrr GgRr Ggrr

gR GgRR GgRr ggRR ggRr

gr GgRr Ggrr ggRr ggrr

→ Phänotyp 9 : 3 : 3 : 1

gelb,rund gelb,runzlig grün,rund grün,runzlig

→ Es treten Neukombinationen auf (gelb-runzlig ; grün-rund)
Sie werden unabhängig voneinander vererbt.

Die Gültigkeit der 3. Mendelschen Regel wird eingeschränkt, wenn die bei der Kreuzung betrachteten Gene auf dem selben Chromosomen liegen. Sie werden dann gekoppelt und NICHT unabhängig voneinander vererbt.
→ KEINE Neukombination
→ man spricht von Genkopplung.





Kommentare zum Referat Genetik - 5.Version: