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Gender Trouble in Billy Wilders Komödie „Manche mögen’s heiß“ - Referat



„Manche Mögen’s heiß“







Eine Ausarbeitung
Von *******, Stufe 12

Seminarkurs






Seminararbeit Klasse 12 Schuljahr 04/05
Von *************

Gender Trouble in Billy Wilders Komödie „Manche mögen’s heiß“

Billy Wilders Komödie „Manche mögen’s heiß“ (Originaltitel: „Some like it hot“) ist 1959 in den USA erschienen, spielt aber im Jahre 1929. Die Starbesetzung, das hervorragende Drehbuch aber vor allem Wilders detaillierte Arbeit und Geduld brachten dem Film großen Erfolg und machten ihn zu einem Klassiker. So erhielt der Film mehrere Preise, darunter der Oscar für die besten Kostüme und Golden Globes für die besten Schauspieler.

Die Handlung beginnt in Chicago im Jahre 1929, als Alkohol verboten war und Gangster die amerikanischen Städte unsicher machten. Die zwei Musiker Joe (Tony Curtis) und Jerry (Jack Lemmon) jobben in einer Kapelle eines als Beerdigungsinstitut getarnten Klubs, der illegal Alkohol ausschenkt. Als der Klub von der Polizei entdeckt und gestürmt wird, können die beiden fliehen, haben aber nun, da sie nicht ausbezahlt wurden, existenzielle Sorgen. Als sie im Arbeitsamt von einem Job in einer Mädchenband erfahren, die 3 Wochen nach Florida fährt, ist Jerry begeistert von seiner Idee, sich dort verkleidet einzuschleusen, Joe blockt jedoch ab.
Für einen kleinen Nebenjob, brauchen sie das Auto von Nelly, der Sekretärin die eine Liaison mit Joe hat, aus der von Gangstern besetzten Garage. Dabei beobachten die beiden dort unfreiwillig ein Massaker, welches von Gamasche, dem Besitzer des aufgeflogenen „Beerdigungsinstituts“ und Anführer einer Gangsterbande, veranlasst wurde. Als Zeugen dieses Blutbades müssen Joe und Jerry nun vor den Gangstern flüchten und nehmen nun doch als Josephine und Daphne getarnt den Job in der Mädchenband an. Die Leiterin der Band, Sweet Sue, beäugt die beiden jedoch von Anfang an etwas skeptisch. Schon im Zug nach Florida fügt sich Jerry perfekt in die Welt der Mädchen ein, und freundet sich auch mit der attraktiven Sängerin der Band, Sugar (Marilyn Monroe), an. Sugar, die wenig Glück mit Männern zu haben scheint, träumt davon sich in Florida einen Millionär anzulachen, um diesen zu heiraten und ein besseres Leben führen zu können. Joe, der hin und weg von der etwas dusseligen Sugar ist, will so wenig wie möglich auffallen in der Damenband und verhält sich zurückhaltend gegenüber den Mädchen. Nach wildem Feiern im Zug, kommen die Mädchen im Hotel in Florida an, wo auch schon Millionäre auf sie warten. Einer unter ihnen, Osgood Fielding, findet an Daphne bzw. Jerry Gefallen und versucht sich an sie ranzumachen. Joe wird plump von einem jungen Portier umworben, versucht sein Glück aber bei Sugar, indem er sich als einer der Millionäre ausgibt. Osgood will Daphne auf seine Yacht einladen, doch dort geht Joe mit Sugar hin, sodass Daphne den echten Millionär an Land festhalten muss, indem sie mit ihm tanzen geht. Währendessen kommen sich Joe und Sugar auf der Yacht näher. Nach der stürmischen Nacht zurück im Hotel bringt Joe Jerry wieder zur Vernunft, der sich mit Osgood verlobt hat, und sich den daraus entstehenden Schwierigkeiten nicht bewusst zu sein scheint. Als die Gangster bei einem Maffiatreffen im Hotel auftauchen, glauben Joe und Jerry in Gefahr zu sein und wollen flüchten. Doch Sugar und Osgood hinter sich zu lassen, scheint beiden schwer zu fallen und Sugar ist auch sichtlich unglücklich, nachdem Joe sich mit weiteren Lügen von ihr verabschiedet hat. Die zwei Musiker werden bei ihrer Flucht von den Gangstern identifiziert und eine Verfolgungsjagd durch das Hotel beginnt. Durch verschiedene Verkleidungen schaffen es Joe und Jerry die Gangster zeitweise abzuhängen, jedoch werden sie ein zweites Mal Zeugen eines Massakers, dem diesmal Gamasche und seine Bande zum Opfer fallen. Mit Osgoods Hilfe wollen Joe und Jerry nun flüchten, aber als Joe die leidende Sugar beim Singen beobachtet wird er schwach und gibt sich ihr zu erkennen. Sugar, die sich in Joe verliebt hat, folgt den Joe und Jerry zum Bootsteg, wo Osgood sie abholt, und so gelingt den neuen Paaren die Flucht…

Joe, der manipulative Frauenheld


Joe, der dargestellt ist wie ein kleiner Vorstadtgauner, reizt alle Möglichkeiten des Lebens aus, die sich ihm bieten. Er schwindelt sich jeden Tag aufs Neue durchs Leben und denkt dabei seine Pläne meist nur halb zu Ende oder nur einen weiteren Schritt voraus. So bedenkt er bei seiner Millionärslüge nicht die Zukunftslosigkeit einer möglicherweise daraus entstehenden Beziehung. Trotzdem denkt Joe meist praktisch und merkt beispielsweise sofort, dass Jerry keinen Badeanzug hat bzw. im Badeanzug enttarnt werden könnte.
Joe manipuliert seine Mitmenschen geschickt zu seinem eigenen Zwecke und setzt meistens seinen Willen und seine Interessen durch. Er ist also nur auf seinen eigenen Vorteil aus und ist also nach außen hin ein manipulativer Egoist, was sich aber im Laufe des Films ändert. Denn später handelt Joe selbstlos, ja sogar fast selbstzerrstörerisch, als er das Armband verschenkt. Im Umgang mit Frauen verhält Joe sich wie ein Casanova, der sehr selbstsicher ist und seinen Charme bewusst einsetzen kann. Er sieht in der Frau anfangs nur ein unterlegenes Sexobjekt, welches man umgarnt und so leicht unterwürfig machen kann. Dies zeigt sich in der übertrieben dargestellten Szene mit der Sekretärin Nelly. Charmant umgarnt er sie und lügt sie geschickt an, um sie zu versöhnen und macht sie somit wieder gefügig. Er nutzt ihre Unterwürfigkeit schamlos aus und benutzt sie, wie auch viele andere, für seine Zwecke, weil er ihr Auto braucht. Auch sein Ausspruch: „Hauptsache du trägst einen Rock“ zeigt dass Frauen in seinen Augen nur ein Sexobjekt sind. Doch im Laufe des Films ist bei ihm ein Wandel erkennbar, da er sich verliebt hat… Des Weiteren zeigt sich Joe als großes Improvisationstalent, das jede Situation meistert, nie verzweifelt oder aufgibt und auch immer eine Ausrede oder einen Ausweg parat hat. Er entdeckt schnell Gelegenheiten und weiß sie für sich auszunutzen, wie zum Beispiel bei Osgoods Anruf. Außerdem behält er meist auch in brenzlichen Situationen die Nerven und manövriert sich und Jerry geschickt aus der Gefahr. Doch auch wenn er meistens furchtlos und tapfer wirkt, ist auch er ängstlich, wenn die Gangster ihn verfolgen.
Joe kann sich gut kontrollieren und zeigt nach außen hin nicht was in ihm vorgeht oder was er wirklich fühlt. Er kann sich auch gegenüber den Mädchen der Band beherrschen und hält seine Triebe im Zaum, denn er möchte so wenig wie möglich auffallen. Deshalb sucht er auch keinen Kontakt zu den Mädchen, was allerdings auch mit seinem Frauenbild zusammenhängen könnte, so dass er sich bei diesen in seinen Augen untergeordneten Wesen nicht integrieren will.
Um seinen Willen durchzusetzen droht Joe manchmal gewalttätig, was er auch ohne Worte kann. So packt er beispielsweise Jerry grob am Kragen, der auch sofort nachgibt, ohne dass Joe auch nur ein Wort von sich gegeben hat. Diese Gewaltbereitschaft symbolisiert auch Joes Männlichkeit. Joe denkt auch materialistisch, was sich in Bezug auf das Armband von Osgood zeigt und durch seinen Ausspruch „Nimm solange du noch jung bist“ bestärkt wird.
Doch Joe erlebt im Film einen charakterlichen Wandel, der von der Liebe zu Sugar ausgelöst wird. Er wird sich später bewusst, wie er Sugar damit verletzt, wenn sie die Wahrheit rausfindet und zeigt hier zum ersten Mal sowohl Mitgefühl für sie als auch seine eigenen Gefühle, denn er wird beim Packen wehmütig als ihm die Millionärskappe in die Hände fällt. Seine positive Veränderung bemerkt auch Jerry, der erstaunt ist, als er Sugar zum Abschied anruft denn „sonst [ist er]doch auch immer gegangen und [hat] eine schlechte Erinnerung hinterlassen“. Außerdem hat Joe eine Entscheidung getroffen die zum ersten Mal nicht zu seinem Vorteil ist, ja sogar sehr selbstlos, als er das Armband Sugar schenkt. Sein Wandel wird auch noch deutlich, als er den Vorwurf von sich weist wieder „mit seinen alten Tricks“ anzufangen. Am Ende ist sich Joe auch seinen Fehlern bewusst, und macht sich selbst vor Sugar schlecht, da er durch die Gefühle für Sugar eingesehen hat, wie falsch er sich den Frauen gegenüber verhalten hat, und sich nun was Besseres für sie wünscht.
Joe hat also eine positive Veränderung durchlebt, die dadurch zustande kam, weil er die Welt der Frauen selbst aus anderer Sicht erlebt hat, und sein Frauenbild von wahren Gefühlen verändert wurde.

Jerry, der seine weibliche Seite entdeckt


Jerry ist schon von Anfang an der unterlegene, denn er verhält nicht männlich überlegen sondern eher weiblich. Er redet im Allgemeinen viel mehr als alle anderen Männer im Film, denn er ist sehr kontaktfreudig, offenherzig und plaudert gerne mit den Mädchen über allerlei Frauenthemen. Seine weibliche Seite zeigt sich auch als er begeistert versucht Joe von der Idee zu überzeugen sich als Frauen zu verkleiden. Anfangs glaubt er zwar der Rolle als Frau nicht gewachsen zu sein, jedoch findet er immer mehr Gefallen daran und lebt sich gut in die Welt der Mädchen ein. Dieser Wandel ist beispielsweise anhand der Schuhe erkennbar, über die er anfangs klagt, die er aber später sogar vergisst abzulegen. Außerdem schminkt er sich bald gekonnt und redet über sein Verhältnis zu Osgood als wäre er wirklich eine Frau. Da er „nie mehr einen Mann finden [wird], der so gut zu [ihm] ist“, zeigt sich schon, dass er nicht nach Frauen sucht sondern schon auf Männer gepolt ist.
Gegenüber den Gangstern ist er schreckhaft, ängstlich, ja fast handlungsunfähig und schließt die Augen, als sie schießen, so dass man ihn als Memme bezeichnen kann, die nichts von Gewalt hält. Auch als Joe ihn angreift, wehrt er sich nicht körperlich sondern nur verbal.
In seiner Stimme hat er oftmals einen weinerlichen, verzweifelten Unterton, da er gerne quengelt und sich beschwert, denn er ist mit nichts zufrieden. Er ist außerdem noch ein Pessimist, der zwar meistens realistisch die Gefahr erkennt, aber sich in seiner regen Phantasie die schlimmsten Dinge ausmalt. Trotzdem ist er manchmal nicht vorsichtig genug und riskiert enttarnt zu werden.
Jerry verhält sich sehr unselbstständig, macht keine eigenen Pläne, um aus einer Situation wieder rauszukommen, sondern nörgelt immer, wenn er mit Joes Plan nicht zufrieden ist. Er kann sich zudem nicht unabhängig von Joe machen, da dieser für ihn auch ein Vorbild ist. Auch seine Nervosität in Gefahr, kann er nicht verstecken, da er so unsicher ist. Weil er sich nicht durchsetzen kann, sich unterordnet und befehligen lässt, wirkt er somit nicht nur unselbstständig, sondern auch sehr unreif und kindlich, worauf auch seine gekrümmte Haltung hinweißt, als er frierend den Bass trägt. Außerdem wird er durch sein allgemein unterordnendes Verhalten von den Außenstehenden meist nicht ernst genommen, beispielsweise in der Agentur, als er die Idee in der Mädchenband zu spielen verteidigt und auch, als er versucht die Mädchen aus seinem Bett auszuladen, wird sein Anliegen ignoriert oder man macht sich sogar darüber lustig. Seinen ersten eigenen Plan, nämlich Osgood auszubeuten, kann er auch nicht durchsetzen. Hier zeigt sich auch sein materielles Denken, welches er von Joe übernommen hat.
Da Jerry hilfsbereit ist, wird seine Gutmütigkeit oft ausgenutzt. So benutzt Joe ihn zum Beispiel als Alibi um Nelly zu beschwichtigen und Jerry spielt mit ohne zu protestieren. Des Weiteren belädt er Jerry zusätzlich mit seinem Saxophon, als dieser Sugar freundlich anbietet ihr Instrument zutragen.
Jerry selbstlose Hilfsbereitschaft zeigt sich außerdem noch Sugar gegenüber, die er aus der scheinbar auswegslosen Lage befreit, indem er das Alkoholfläschchen als das Seinige ausgibt.
Jerry ist im Umgang mit Frauen ungeübt, denn er ist wenig charmant mit Nelly und überfordert als Sugar zu ihm ins Bett steigt. Außerdem erfährt man im ganzen Film nichts von irgendeiner Frau oder einem Mädchen, für die Jerry sich jemals ernsthaft interessiert hätte, nur in seinem Reden kann er sich nicht zurückhalten, und redet von den Mädchen der Band nur als Sexobjekte.
Als Daphne erfährt Jerry auch die Demütigung, der man als Frau ausgesetzt ist, denn sowohl Beenstock als auch Osgood können ihre Finger nicht bei sich behalten. Deshalb wünscht er sich auch kurzzeitig seine Männlichkeit zurück.
Auf seine Verlobung reagiert er mit Begeisterung und Enthusiasmus, und hat seinen pessimistischen Realismus vom Anfang abgelegt, sondern ist nun verträumt und realitätsfern, kommt allerdings später wieder zur Vernunft. Aber als er die Tango-Rasseln sieht, fällt er kurz in seinen Traum zurück. Auf der Flucht fällt Jerry wieder in seine Abhängigkeitsrolle von Joe zurück, da er wegen seiner Hilflosigkeit und Planlosigkeit auf Joe angewiesen ist.
Jerrys Weiblichkeit wird durch seinen Busen definiert, den ihm Joe einmal abreißt, und den Sugar als „flacher“ als den Ihrigen einstuft, also als weniger weiblich. Jerry reagiert darauf fast gekränkt, da er sich in seiner Weiblichkeit angegriffen fühlt.

Jerry hat also dank der Mädchenband die Möglichkeit bekommen, seine weibliche Seite, und damit sich selbst, zu entdecken und auszuleben.







Das Verhältnis von Joe und Jerry


Joe und Jerrys Beziehung zueinander ist wie die eines altmodischen Ehepaares, bei dem die Frau, deren Position Jerry einnimmt, untergeordnet ist. Auf verschiedene Art und Weise manipuliert Joe Jerry so, dass dieser immer nach seinem Willen handelt, und sich seinen Plänen anschließt. Er träumt ihm beispielsweise von einem besseren Leben vor, damit Jerry seiner Idee zustimmt. Er kann ihn auch dazu bringen, Osgood anzurufen, indem er ihm seine Ängste vor Augen hält. Jerry wiederspricht zwar manchmal, wenn er nicht einverstanden ist, doch gibt er meist nach und lässt sich überreden, da er zu unselbstständig ist, um sich unabhängig von Joe machen zu können. Deshalb nutzt Joe Jerrys Unterwürfigkeit aus, indem er ihm die Schuld zuweist oder ihn als Alibi benutzt, beispielsweise als er versucht Nelly zu versöhnen. Hier ist Jerry von Joes Verhalten angewidert, vielleicht auch aus Eifersucht.
Jerrys Eifersucht kann in drei verschiedenen Formen interpretiert werden: Da er mit Joe oftmals wie ein Ehepaar auftritt, lassen sich von Jerrys Seite homoerotische Gefühle für Joe vermuten, vielleicht ist Jerry aber auch nur eifersüchtig, weil Joe im Gegensatz zu ihm bei Frauen leichteres Spiel hat, so auch bei Sugar. Der dritte Aspekt seiner Eifersucht bezieht sich auf die Freundschaft der beiden, die sich im Laufe des Films auseinanderlebt, was Jerry bemerkt und deshalb ist er eifersüchtig auf alles, was Joe noch weiter von ihm entfernt. Dies zeigt sich auch im Streit um Sugar, welchen ich später noch näher beschreiben werde.
Deutlich unterschiedliche Einstellungen zu Frauen zeigen sich in auch im Arbeitsamt, denn Joe empfindet es als demütigend sich als Frau zu verkleiden, während Jerry beinahe begeistert von der Idee zu sein scheint. Auch das unterschiedliche Verhalten als „Frau“ lässt auf verschiedene Frauenbilder schließen. Joe verhält sich als Josephine eher verklemmt und zurückhaltend, was er schon in seiner Mimik als Josephine deutlich macht, Jerry dagegen ist als Daphne aufgeschlossen und kontaktfreudig, fügt sich also in die Welt der Mädchen ein. Meiner Meinung nach sucht Joe absichtlich keinen Kontakt zu den Mädchen, da er einerseits nicht auffallen will, aber vor allem weil er Frauen als untergeordnet ansieht und sich somit höher stellt. Er will sich also nicht auf deren Niveau herablassen. Wie Joe mit Frauen umgeht charakterisiert Jerry zweimal im Film, indem er einmal sagt: „Ich habe ja schon oft genug erlebt wie du Frauen reinlegst,…“ und ein anderes Mal sagt er: „ Sonst bist du doch auch gegangen und hast eine schlechte Erinnerung hinterlassen…“
Für Jerry stellt Joe auch ein Vorbild dar, denn er beobachtet beispielsweise bei Joe, wie der sich als Frau verhält, und versucht diese Mimik zu kopieren. Joe stellt also auch eine Art Autoritätsperson für ihn dar, die Jerry bevormundet und der sich Jerry wie in Kind unterordnet. Denn Joe spricht mit Jerry oft im Imperativ und droht ihm wie einem Kind mit dem Zeigefinger. Da Jerry sich von ihm dominieren lässt, bestimmt er auch immer, was als nächstes zu tun ist. So geht er auch meistens voraus und zieht Jerry an der Hand hinter sich her, der kindlich quengelt und nörgelt. Als Joe beispielsweise die Leiter von Jerrys Bett wegnimmt, um Jerry daran zu hindern zu den Mädchen zu gehen, wirkt dies wie eine Erziehungsmaßnahme und Vorsorge, die für Jerry getroffen werden muss.
Als das Team der beiden sich allerdings von einander entfernt, will Jerry auch aus seiner Kindrolle ausbrechen und bittet Joe „[aufzuhören ihn] wie ein Kind zu behandeln!“
Joe, der allein die Planung übernimmt, weiht Jerry auch nicht in seine Pläne ein, sondern stellt ihn schon vor vollendete Tatsachen und trifft Entscheidungen die beide betreffen ganz selbstverständlich ohne Jerry mit ein zu beziehen. So entscheidet er beispielsweise auch, ob sie den Job bei der Damenkapelle annehmen oder nicht, entscheidet anfangs dagegen und ruft dann später bei der Agentur an um zuzusagen, ohne vorher Jerry seinen Plan mitgeteilt zu haben.
Joe nutzt Jerrys aufopfernde Gutmütigkeit für sich aus, indem er ihm beispielsweise auch sein Instrument auflädt, als Jerry Sugar ihrs abnimmt. Außerdem geht Jerry mit Osgood aus, nur um Joe die Yacht für den Abend mit Sugar zu verschaffen. Jedoch fragt er Joe „warum [er sich] immer von [ihm] überreden [lässt]!“ woraufhin dieser nur antwortet: „Weil wir Freunde sind...!“. Jerry ist also die Freundschaft zu Joe so wichtig, dass er seine eigenen Interessen dafür auch mal in den Hintergrund stellt, während man bei Joe den Eindruck hat, dass er nie etwas täte, was nicht zu seinem Vorteil gereichten könnte.
Wegen Sugar entsteht zwischen Joe und Jerry eine Art Konkurrenz- und Eifersuchtskampf. Jerry versucht Joe auffliegen zu lassen, indem er Andeutungen fallen lässt. Joe wird deswegen unsicher und droht Jerry mit der bildlichen Geschichte der Harvardzimmergenossinnen. Interessant an dieser Szene und den folgenden ist, dass Joe und Jerry sich gegenseitig versuchen indirekt zu entlarven, sich jedoch nie direkt verraten, da sie damit auch die Freundschaft verraten würden. Es ist jedoch nicht ganz ersichtlich, ob Jerry eifersüchtig ist, weil er glaubt Joe an Sugar zu verlieren, oder Sugar an Joe. Sicher ist jedoch, dass Joes Zuneigung zu Sugar die Trennung des Teams Joe und Jerry verursacht hat.
Auch wenn Jerry glaubt, er könne Joe reinreiten, indem er ihn bei Sugar schlecht macht und schnell mit ihr ins Hotel rennt, so ist Joe ihm noch immer überlegen und schafft es noch vor den beiden im Hotel zu sein. Joes Überlegenheit wird auch deutlich, als dieser bedrohlich aus der Badewanne steigt und Jerry angreift, indem er ihn ohne Worte grob am Kragen packt. Jerry wehrt sich nur verbal, und gibt auch gleich nach, da er sich bewusst darüber ist, dass er gegen Joe keine Chance hat. In dieser Szene wird auch die Rollenverteilung der beiden wie bei einem altmodischen Ehepaar noch mal deutlich, denn Jerry bietet Joe zur Beschwichtigung an, seinen Anzug zu bügeln, als wäre er die Hausfrau.
Trotzdem strebt auch Jerry gegen Ende hin nach Unabhängigkeit von Joe. So macht er beispielsweise seinen ersten eigenen Plan, nämlich den, Osgood auszubeuten.
Seine Verlobung stimmt ihn euphorisch, er ist ausgelassen und träumerisch, und nicht mehr so pessimistisch wie am Anfang des Films. Joe versucht verzweifelt Jerry wieder zu Vernunft zu bringen, doch der will sich nicht mehr von Joe beschwichtigen lassen. Aber Joe schafft es auch hier sich durchzusetzen und bringt Jerry wieder auf den Boden. Somit wurde Jerrys erster eigener Plan, sein erster Ausbruchsversuch aus der Dominanz Joes, doch wieder von Joe zunichte gemacht. Jerry, der anfangs mit seiner Rolle als Mädchen nicht zurechtkommen wollte, muss nun von Joe daran erinnert werden, dass er ja noch ein Mann ist. Dies scheint ihn aber nicht gerade glücklich zu stimmen, und so fällt er wieder zurück in seine alte Rolle, in der er auf Joes Hilfe angewiesen ist. Auch Joe, der nun wegen seiner Liebe zu Sugar begriffen hat, dass sein Verhalten den Frauen gegenüber nicht angemessen war, fällt auch in seine Rolle vom Anfang zurück. Er ermahnt und bevormundet Jerry wieder, und man glaubt beinahe, das Team, welches zu zerbrechen drohte, würde nun wieder in alter Form aufleben. Da sie nun gemeinsam flüchten müssen, kommt Jerrys alte Unselbstständigkeit wieder zum Vorschein. Er ist handlungs- und entscheidungsunfähig und ist auf Joes Fürsorge und Planung angewiesen. Joe zieht Jerry also wieder wie ein Kind hinter sich her und versucht sie beide aus der Gefahr zu retten. Als die beiden sich als Portier und Mann im Rollstuhl tarnen, ist natürlich Jerry der Portier und Joe der Rollstuhlmann, der sich bedienen und schieben lässt. Dies hebt Jerrys untergeordnete Stellung Joe gegenüber noch einmal hervor. Unter dem Tisch bei der Maffiaversammlung klammern sich die beiden aneinander, während Joe eher die Beschützerposition innehat, und Joe weinerlich und schutzbedürftig als Memme dargestellt wird.
Doch obwohl man den Eindruck gewinnt die alten Verhältnisse seien wieder hergestellt, so zeigt sich doch, dass Jerry sich nun bewusst ist, dass Joe das Team, welches die beiden einst bildeten, nur dann benutzt hat, wenn es zu seinem eigenen Vorteil war. Denn als es um das „gemeinsame“ Armband geht, bemerkt Jerry: „Ach, in solchen Fällen sagst du immer ‚Wir’!“ Jerry hat also nun gemerkt, dass Joe sogar ihn nur für seine Zwecke verwendet hat und versucht sich nun zu emanzipieren. Außerdem ist ihm aufgefallen dass sowohl er als auch Joe sich vom Team langsam abgekoppelt haben, denn in der Schlussszene sind die beiden eigentlich unabhängig voneinander in einer jeweils neuen Welt.

Sugar Kane und die Männer


Wie schon ihr Name sagt, ist Sugar eine ganz Süße, aber auch naiv und schwach. Der Regisseur Billy Wilder auf die Frage hin, warum er die Rolle der Sugar ausgerechnet mit Marilyn Monroe besetzt hat, geantwortet: „ Es war die schwächste Rolle, und der Trick war, sie am stärksten zu besetzen!“. Außerdem wird behauptet, Marilyn Monroe sei in der Rolle am meisten sie selbst gewesen, mit all ihren Stimmungs- und Gefühlsschwankungen. Sugars Schwäche wird vor allem beim Alkohol deutlich. Anfangs meint Sugar, sie könne damit aufhören, aber sie will nicht, da sie enttäuscht von den Männern ist. Um ihren Frust zu vergessen trinkt sie also. Als es ihr jedoch wieder gut geht, weil sie nun nicht mehr allein und schwach ist, braucht sie keinen Alkohol mehr, den braucht sie erst wieder, als sie verlassen wurde und wieder verletzt und einsam ist. Des Weiteren sagt Sugar einmal, sie sei nicht besonders Krankheitsresistent, was nicht nur ihre körperliche, sondern auch ihre geistige Schwäche symbolisieren soll.
Dass Sugar sehr gutgläubig ist, merkt man an ihrer Offenheit gegenüber den neuen „Mädchen“, denen sie gleich ihre Lebensgeschichte etc. anvertraut, ohne die beiden wirklich lange zu kennen. Sie klettert auch ohne Scheu in Daphnes Bett und erzählt ihr eine Geschichte aus ihrer Kindheit. Sugar hat außerdem typische „Kleine-Mädchen“-Träume, wie zum Beispiel einen Millionär zu heiraten. Und als sie glaubt ihr Traum würde erfüllt, wäre sie froh „wenn das noch [ihre] Mutter miterleben könnte!“ Durch solche Aussprüche und auch durch ihre Gestiken wird ihre Kindliche Art unterstrichen. Mit ihrer deutschen Synchronstimme wirkt Sugar allerdings viel naiver als mit der englischen Originalstimme. Dies kann damit zusammenhängen, dass in Amerika und Deutschland die Emanzipationsentwicklung verschieden weit fortgeschritten war.
Sugars kindliche Naivität weckt den Beschützerinstinkt, was bestimmt ein Grund für ihren Erfolg bei Männern ist, aber weil sie so schwach und aufopfernd ist, wird sie von den Männern schlecht behandelt und verlassen. Auch Jerry entwickelt diesen Beschützerinstinkt für Sugar, denn er hilft ihr aus der scheinbar auswegslosen Situation mit dem Flachmann. Sugar sagt auch von sich selbst, dass sie tollpatschig und „dusselig“ sei, sie ist nämlich tatsächlich etwas unvorsichtig, beispielsweise als sie auf der Damentoilette einen Schluck Alkohol zu sich nehmen will. Doch diese „Dusseligkeit“ bezieht sie auch auf ihre Männer. Sie ist sich aber auch bewusst darüber, dass sie immer wieder den gleichen Fehler begeht und sich dieselbe Art Männer aussucht. Sie versucht sich also vor sich selbst zu schützen, in dem sie in einer Damenband spielt, von der sie allerdings nicht so viel zu halten scheint. Sie will eigentlich höher hinaus, glaubt zu kurz zu kommen und wünscht sich ein „besseres“ Leben, weshalb sie
auch davon träumt einen Millionär zu heiraten. Auf kindliche Art und Weise hat sie dabei ein sehr detailliertes Bild von ihrem Traummann. Dass sie versucht ihren sozialen Status aufzuwerten, zeigt sich beispielsweise auch darin, dass sie einen Künstlernamen trägt und behauptet aus einer Künstlerfamilie zu stammen. Aber auch ihre Kleidung erweckt den Eindruck, dass Sugar etwas Besonderes ist, Sie hebt sich mit ihren extravaganten Hüten, Schals usw. von den andren Mädchen auch farblich ab. Beispielsweise tragen die Mädchen alle weiße Nachthemden, während Sugar ein schwarzes Satinnachthemd trägt. Die Farbe ihrer Kleidung drückt ihren Gemütszustand aus. Sie trägt anfangs schwarz, denn sie ist ja auf der Flucht vor den Männern und deswegen traurig. Sobald sich zwischen ihr und Junior etwas entwickelt, trägt sie weiß. Außerdem steht Sugar bei Auftritten immer im Mittelpunkt der Band, und ist beleuchtet, während die anderen Mädchen im Hintergrund nicht auffallen. Sie ist im Film als Sexobjekt dargestellt, denn ihre Kleider sind sehr aufreizend, und wirken manchmal fast, als wäre sie nackt. Auch durch die Kameraführung werden ihre Reize unterstrichen. Es werden oft die Beine, der Po oder der Ausschnitt gezeigt und auch die Blickführung der Männer bestätigt ihre Wirkung auf diese. Sugar ist sich ihrer Attraktivität durchaus bewusst und setzt sie ein, indem sie beispielsweise gerne aufreizend posiert oder tanzt.
Im Allgemeinen scheint Sugar kein Glück mit Männern gehabt zu haben, da sie sich immer die Sorte Mann aussucht, die sie schlecht behandeln. So beschreibt Sugar ihr wiederholtes Schicksal mit Männern, und charakterisiert mit ihrer Männer-Beschreibung genau den Typ Mann, den Joe verkörpert. Dies ist auch sicherlich eine Andeutung auf das Ende des Films.
Es scheint allerdings auch fast so, als ob Sugar eine gewisse männliche Dominanz bräuchte, um glücklich zu werden. Sie schwärmt von der Vergangenheit, und scheint dabei fast sehnsüchtig trotz negativer Erinnerungen. Wahrscheinlich braucht sie, da sie selbst schwach ist, jemanden, der sie beherrscht und dominiert. Sie scheint auch sehr unterordnend zu sein, und darum bemüht, jedem Wunsch ihrer Liebhaber nach zu kommen. Sie erzählt beispielsweise, dass einer ihrer Saxophonisten sie mal geschickt hätte zum Salat holen, den er ihr dann an den Kopf geworfen hat. Und auch Joe schafft es, dass sie für ihn Musik auflegt und ihn bedient.
Ihre Schwäche wurde also bisher nur ausgenutzt, weshalb sie auf der Flucht vor dieser Art von Männern ist und auf der Suche nach einem sensiblen Millionär ist, um endlich mal „das lange Ende der Wurst zu erwischen“.

Sowohl Joe als auch Jerry versuchen Sugar für sich zu gewinnen, wobei Jerry bald aufgibt. Jerry ist kontaktfreudiger gegenüber den Frauen, also auch gegenüber Sugar, und beginnt gleich mit ihr zu plaudern und versucht sie auf freundschaftliche, verspielte Art für sich zu gewinnen. Er kneift ihr beim Baden in den Po und nimmt sie, als sie aus dem Wasser gehen, an die Hand. Er tobt ausgelassen mit ihr herum und lebt mit ihr gemeinsam seine kindliche und weibliche Seite aus. Als Sugar jedoch symbolisch seine Weiblichkeit angreift, reagiert er doch gekränkt. Es gibt im Laufe des Films auch nur eine Szene, in der sexuelle Spannung zwischen den beiden herrscht, nämlich als Sugar zu ihm ins Bett steigt, jedoch ist Jerry mit der Situation vollkommen überfordert.

Joe ist hin und weg von Sugar, so dass er anfangs in ihrer Anwesenheit sogar vollkommen sprachlos und wie gelähmt ist. So kann er ihr auch nicht widersprechen, als sie ihm den Eisklotz in die Hand drückt, da er ihrem Charme unterlegen ist. Er kann den Blick nicht von ihr wenden und ist gegen ihre Anziehungskraft machtlos. Auch wenn Joe seine Gefühle meist nicht nach außen zeigt, so sieht man hier in seinem Blick eindeutig etwas Sehnsüchtiges. Er ist auch so irritiert, dass er nicht wie sonst wortgewandt bleibt, sondern eher etwas knappe unpassende Antworten gibt, und somit Schwierigkeiten hat ein Gespräch aufzubauen. Er versucht sich ihr anzunähern und entlockt ihr Anhaltspunkte für seinen Plan sie zu erobern. Im Gespräch wird auch sein Frauenbild noch einmal deutlich, als er sagt. „Verstand ist nicht das wichtigste!“, was auch bedeutet, dass er Sugar für dümmlich und naiv hält. Joe entwickelt eine komplizierte Strategie, um Sugar für sich zu gewinnen, und hat als Millionär all die Merkmale, die Sugar an einem Mann schätzt, umgesetzt. Er gibt sich sensibel und macht sich interessant, indem er ein wenig unnahbar wirkt. Er schätzt Sugars Neugier richtig ein und weckt somit ihr Interesse, so dass sie die Initiative ergreift. Er beginnt also schon hier, sie zu manipulieren, damit er sein Ziel erreicht, bedenkt aber nicht die Zukunftslosigkeit seiner Lüge. Das wirft dir Frage auf, ob Joe Sugar nur erobern will, denn wenn er mehr wollte, wäre ihm bewusst, dass er dies mit einer Lüge nicht erreichen kann. Er baut seinen Plan von zwei Seiten aus, indem er Sugar als Josephine gut zuredet und Anhaltspunkte entlockt, und diese als Junior verwendet.
Sugar merkt in ihrer naiven, träumerischen Art nichts von dem doppelten Spiel und versteht auch Daphnes Andeutungen nicht. Sie ist so euphorisch, und schwärmt begeistert von ihrem Traummann. Beim Auftritt am Abend hat sie auch ein helles Kleid an, da sie ja nun nicht mehr deprimiert ist, und singt „I wanna be loved by you!“ sozusagen als Aufforderung an Junior, sie zu lieben. Da Sugar gerne im Mittelpunkt steht, behandelt Joe sie bei ihrem Date auf der Yacht sehr zuvorkommend, umschwärmt sie, und benimmt sich anfangs wie ein Gentleman. Sugar wirkt hier noch dümmlicher als im übrigen Film, wahrscheinlich weil sie weiß, dass die Männer ihre Naivität anziehend finden. Sie setzt ihre Reize ein, indem sie sowohl im Boot als auch auf der Yacht lasziv posiert, was allerdings beinahe schon lächerlich wirkt. Sugar ist zwar kurz irritiert, als sie erfährt dass sie alleine auf der Yacht sind, denn „es gibt Männer die eine solche Situation ausnutzen würden“. Doch da Joe von ihren Posen bisher äußerlich unbeeindruckt bleibt, könnte dies auch als Aufforderung an ihn verstanden werden. Indem er vorgibt leidenschaftslos zu sein, hat er einen Vorwand sie zu küssen und dreht den Spieß um, so dass Sugar ihn umwirbt. Er schafft es also auch hier durch geschickte Manipulation die Frau unterwürfig zu machen. Sugar ist sich ihrer Attraktivität bewusst und ist deshalb gekränkt, da er vorgibt nichts zu spüren, jedoch merkt der Zuschauer, dass Joe innerlich vor Leidenschaft glüht, und sich kaum noch beherrschen kann. Doch er muss sich letztendlich doch geschlagen geben, und so wird aus dem Eroberer der Eroberte. Er gibt Sugar ein Überlegenheitsgefühl, indem er sich von ihr erobern lässt, zeigt sich also schwach und sensibel, so dass Sugar ihre Schwäche vergessen kann. Er aktiviert sie durch seine Passivität zu mehr Eigeninitiative.

Nach dem Yachtabend ist Sugar so glücklich und verträumt, dass sie keinen Alkohol mehr braucht, als sie Josephine und Daphne von Junior vorschwärmt.
Joe scheint zum ersten Mal wirklich etwas für eine Frau zu empfinden, denn als er die Millionärskappe einpacken muss, zeigt er zum ersten Mal Gefühl. So ruft er sie zum Abschied noch an, obwohl er „sonst auch auch immer gegangen [ist] und eine schlechte Erinnerung hinterlassen [hat]!“ Dieser Wandel wird besonders deutlich da er hier zum ersten Mal selbstlos handelt, indem er ihr das Armband schenkt. Bei der verträumten Sugar ist ein starker Stimmungsumschwung erkennbar, denn nach der telefonischen Verabschiedung von Junior, kommt sie ganz aufgelöst ins Zimmer von Daphne und Josephine und braucht wieder Alkohol. Sie wirkt hier sehr mitleiderregend, denn auch Joe und Jerry sind sichtlich mitgerissen als sie den Raum verlassen hat.
Ihre Trauer zeigt Sugar auch beim Auftritt am Abend. Hier trägt sie wieder schwarz, und singt wieder ihr eigenes Schicksal: „I’m throught with love!“ Doch auch hier posiert sie lasziv auf dem Flügel, wirkt aber wieder kindlich und schwach. Ihre Stimme zittert, da sie beinahe anfängt zu weinen, und sie muss sich an ihrem Schal festhalten. Joe, der sie beobachtet, ist sichtlich betroffen, da es auch ihm schwer fällt sie loszulassen. Doch er lässt seine Gefühle nun doch zu und riskiert für Sugar alles, da er sich ihr zu erkennen gibt. Sugar ist zwar zuerst schockiert, doch kann sie schnell kombinieren und ist dann freudig überrascht, da sie nun eine Chance für ihre Liebe sieht. Zuversichtlich entschließt sie sich den beiden auf der Flucht zu folgen und fällt Joe gleich in die Arme, als sie am Boot angelang ist. Sugar ist Joe so wichtig geworden, dass er sie vor sich selbst bewahren will und rät ihr von sich selbst ab, doch sie lässt sich davon nicht beeindrucken. Joe ist sich nämlich darüber bewusst geworden, dass er nicht ihr Traummann ist, sondern „einer von den Taugenichtsen vor denen [Sugar] auf der Flucht [ist].“

Joe hat also durch seine Rolle als „Frau“ und auch durch die Gefühle, die er für Sugar entwickelt hat, erkannt, dass er sich Frauen gegenüber fehlerhaft verhalten hat.
Sugar lässt für ihn all ihre Träume hinter sich, hat also eigentlich keine Entwicklung im Film durchgemacht, denn sie hat sich wieder für den Typ Mann entschieden, vor dem sie eigentlich auf der Flucht war.







Daphne und Osgood


Osgood ist von Anfang an fasziniert von Daphne, obwohl diese genervt auftritt, und sehr grobmotorisch ist und auf ungeschickt männliche Art ihren hochhackigen Schuh verliert.
Osgood ist Daphne in jeglicher Form unterlegen. Dies zeigt sich auch schon im optischen Erscheinungsbild, denn sie ist viel größer als er und geht immer voraus, während er versucht mit ihr Schritt zu halten. Seine Unterlegenheit zeigt sich auch als er ihr den Schuh wieder anzieht und dabei von unten heraufschaut. Er bietet Daphne als zuvorkommender Gentleman an ihr ein Instrument abzunehmen. Doch auch er kann aufdringlich werden, und so bekommt Daphne zum 2.Mal im Film zu spüren, welcher Demütigung Frauen tagtäglich durch die Männer ausgesetzt sind.
Osgood lässt sich nicht von Daphnes genervter Zurückweisung entmutigen. Er scheint eine dominante Frau zu brauchen, er bevorzugt „Rasseweiber“, und ist von Daphnes entschiedenem Auftreten angetan. An seiner Seite braucht er eine Autoritätsperson, der er sich unterordnen kann, da er noch sehr infantil ist. So ist es nicht verwunderlich, dass er sehr abhängig von seiner Mutter zu sein scheint, die für ihn sein Leben zu verwaltet, da er zu unselbstständig ist, dies selbst zu tun.
Daphne ist erst genervt von Osgoods Interesse an ihr, bleibt aber humorvoll und steigt letztendlich doch auf die Flirterei ein. Sie genießt es, Osgood überlegen zu sein, da sie hier nicht die untergeordnete Rolle einnimmt, die sie gegenüber Joe hat, sondern sie ist diejenige, die vorausgeht und den Ton angibt. Außerdem wehrt sie sich sehr entschlossen gegen Osgoods Annäherungen, sie ohrfeigt ihn sogar, was ihm jedoch zu gefallen scheint, da er sich schwärmerisch die Backe reibt. Auch am Telefon erwähnt er noch einmal begeistert: „Sie haben mich doch geschlagen!“ und bezeichnet sich außerdem als „Böse[n] Bube[n]!“, was seine infantile Art unterstreicht. Auch seine träumerische Schwärmerei und seine Neigung zum Plaudern heben seine Unreife hervor. Außerdem gibt er nicht auf, obwohl er eindeutig von Daphne zurückgewiesen und sogar geschlagen wurde.
Daphne, die Osgood als „alten Wüstling“ bezeichnet und „mit dem Pinsel nicht mal schwarzer Peter“ spielen würde, ignoriert Osgood abends absichtlich. Auf Joes Aufforderung kann sich Daphne immerhin ein gequältes Lächeln entlocken. Die Blumen, die Osgood Daphne schickt, scheinen sie erst nicht zu beeindrucken. Als Joe sie sich ausleiht, sieht sie die Blumen doch als ihren Besitz an, scheint also irgendwo stolz auf die Aufmerksamkeit zu sein, die ihr nun zukommt. Daphne gehorcht Joes Anweisungen und versucht, Osgood an Land zu behalten, der versucht ihr alles recht zu machen. An der Haltung der beiden am Baum ist auch Daphnes Überlegenheit noch einmal hervorgehoben. Was Daphne jedoch von der ganzen Sache hält ist schwer einzuschätzen, da sie sich unterschiedlich verhält. Anfangs wirkt sie genervt, doch dann flirtet sie doch sehr angetan mit ihm, doch als sie sich bei ihm einhakt, kann man ihr einen sehr genervten Blick ansehen. Man weiß also nicht wirklich, was Daphne nun tatsächlich von Osgood hält, da ihr Verhalten nicht ganz einheitlich ist.
In den Tanzszenen ist Daphne am Anfang gelangweilt und beweist ihre Überlegenheit dadurch, dass sie immer die Führung übernimmt, worauf Osgood sie freundlich hinweist. Doch schon nach kurzer Zeit tanzen die beiden wilder und leidenschaftlicher, und übergeben sich eine Blume mit dem Mund. Dies kann symbolisch für einen Kuss verstanden werden, den sie sich noch nicht trauen auszuführen. Die beiden wirken nun viel vertrauter und in der nächsten Tanzszene sind sie als einzige noch auf der Tanzfläche. Daphne scheint hier voll in ihrem Element zu sein, denn sie steht tanzend im Mittelpunkt, währen Osgood um sie herum tänzelt, mit der Blume im Haar. Daphne schaut ihm auch verführerisch in die Augen und umschlingt ihn mit ihren Armen. Osgood ist aber mit Daphne sogar ein wenig überfordert, denn er kann ihr Gewicht kaum halten als er sie tänzerisch im Arm hält, während sie im Gegenzug keinerlei Probleme hat ihn zu halten.
Nach diesem Abend ist Daphnes Verhalten leichter einzuordnen, denn nun zeigt sie Joe gegenüber deutlich, dass sie glücklich und enthusiastisch ist. Sie singt und tänzelt noch am Morgen fröhlich umher und erzählt begeistert und träumerisch die Ereignisse der vergangenen Nacht. Hier wird auch deutlich, dass Jerry sich nun vollkommen als Frau, also als Daphne sieht. Er verliert sein Realitätsbewusstsein und bringt Joe so fast zur Verzweiflung. Er wirkt jedoch sehr unglücklich, als Joe es doch schafft, ihm den Ernst der Situation klarzumachen. Zum ersten Mal im Film wirkt Daphne/Jerry optimistisch, nicht mehr besorgt wie am Anfang. Doch als Joe es schafft ihm den Ernst der Situation klarzumachen, fällt er in seine alte Rolle als Mann zurück und ist damit sehr unglücklich. Jerry hat hier seinen ersten eigenen Plan gemacht, da er vorhatte Osgood zu heiraten, um an sein Vermögen zu kommen. Allerdings lässt sich vermuten, dass dies nicht der einzige Grund ist, weshalb Daphne Osgood heiraten möchte. Er versucht damit nur sein Verhalten vor sich und vor Joe zu rechtfertigen, da er sich die Gefühle, die er für Osgood entwickelt hat, noch nicht zugestehen kann.
Hier zeigt sich auch, dass Daphne materialistisch denken kann, denn sie hatte vor, Osgood auszunehmen und so an Reichtum zu gelangen. Außerdem ist sie sehr stolz auf ihr teures Armband, welches ihr Osgood zu Verlobung geschenkt hat, denn ihr „Verlobter lässt sich doch nicht lumpen“. Doch wie bereits erwähnt sind dies wohl nicht die einzigen Gründe, die sie dazu bewegten sich mit Osgood zu verloben. Denn sie redet über seine Gefühle, und darüber dass sie im das Herz brechen wird, was ihr nicht leicht zu fallen scheint, denn auch sie kann ihn nicht loslassen. Deshalb ist sie auch gleich mit Joes Vorschlag, mit Osgood durchzubrennen, einverstanden und ist wieder glücklich, als sie von dem Telefonat mit Osgood aus der Telfonzelle kommt.
Osgood, der die beiden schon ungeduldig am Pier erwartet, lächelt übertrieben, als Daphne und Josephine auftauchen. Daphne begrüßt ihn gleich mit „Hi Süßer!“ und ist wieder glücklich in ihrer Rolle als Frau. Im Boot zeigt sie dann, dass sie diejenige ist, die den Ton angibt. Sie befiehlt Osgood loszufahren und schlägt ihn dabei auf die Schulter. Daphne schaut anfangs noch nach hinten zu Joe und Sugar, da es ihm schwer fällt, seine alte Welt hinter sich zu lassen, in der er an Joe hing. doch letztendlich wendet er sich wieder Osgood zu, der kindlich beginn von seiner Mutter zu reden. Daphne scheint nun ein wenig überfordert zu sein mit der Situation und versucht sich rauszureden ohne Osgoods Gefühle zu verletzten. Da es ihr schwer fällt ihn loszulassen, kann sie ihm erst nach einer Weile die Wahrheit sagen. Doch Osgood schreckt in seiner Begeisterung vor nichts zurück, nicht mal davor, dass Daphne ein Mann ist.

Daphne hat durch Osgood erkannt, dass auch sie eine eigenständige Person ist, die unabhängig von Joe handeln und entscheiden kann. Bei Osgood kann und muss sie selbstständig sein, da er es nicht ist. Sie hat also jemanden gefunden der ihr untergeordnet ist und dies vermittelt ihr das Überlegenheitsgefühl, das ihr genug Selbstbewusstsein verleiht sich von Joe abzukoppeln.
Osgood ist so begeistert von Daphne, dass er vollkommen in einen Traum verfällt, aus dem er sich überhaupt nicht rausreißen lassen will, und ist deshalb von nichts abzuschrecken.

Josephine und der Portier


Auch Joe bleibt als Josephine nicht verschont von den Blicken und Sprüchen der Männerwelt. Er fällt dem jungen Portier des Hotels zum Opfer. Dieser ist nicht nur viel jünger als sie, sondern außerdem noch extrem viel kleiner. So wirkt sein Auftreten sehr lächerlich, da er Sprüche klopft, als sei er unwiderstehlich. Er behandelt Josephine abwertend, mustert sie mehrmals von oben bis unten und nennt sie „Puppe“. Er redet auch meistens mit ihr im Imperativ und geht nicht auf ihre Antworten ein. Dies lässt nicht nur auf das untergeordnete Frauenbild des Portiers schließen, sondern lässt vermuten, dass der Portier sich diesen Umgang mit Frauen bei anderen Männern abgeschaut hat. Das würde bedeuten, dass nicht nur er sondern die ganze Gesellschaft die Frauen als untergeordnete Sexobjekte betrachten.
Josephine wirkt etwas hilflos gegen die Annäherungsversuche des Portiers, handelt aber entschlossen als es ihr zuviel wird, da dieser trotz verbaler Zurückweisung nicht aufgeben will. Es scheint beinahe so, als wäre Josephines Zurückweisung sogar noch ein Ansporn für den jungen Portier. Um den Portier loszuwerden, muss Josephine handgreiflich werden und ihn aus dem Zimmer schieben. Diese Gewaltbereitschaft ist ein weiterer Punkt, den der Portier an Frauen zu schätzen scheint, denn er sagt bevor er geht: „Das sind die Frauen die mir liegen, stramm und kess!“. Josephine ist sauer, da sie demütigend behandelt wurde und sich nicht wirklich zu wehren wusste.
Später im Film versucht er sich noch einmal auf lächerliche Art und Weise an Josephine heran zu machen. Er schenkt ihr eine Blume, und reagiert wieder nicht auf ihre Abweisung, und will sich mit ihr verabreden, wobei er ihr nicht die Möglichkeit offen lässt abzulehnen. Josephine ist auch hier von dem aufdringlichen Portier angeekelt.
Und tatsächlich kommt der kleine Portier am Morgen in Josephines Zimmer geschlichen mit einer Flasche Alkohol. Josephine sinkt genervt in ihr Bett zurück.

Der Portier hat also trotz der vehementen Zurückweisung Josephines nicht aufgegeben, da er sie und wohl auch alle anderen Frauen nicht ernst nimmt und nicht auf das was sie sagen eingeht.

Sweet Sue und Beenstock


Sweet Sue, die Leiterin der Mädchenband und deren Manager Beenstock sind in ihren Rollen der normalen Gesellschaftlichen Ordnung entgegengesetzt. Denn Beenstock ist eher gutmütig und nachgiebig, während Sweet Sue dominant und kontrollierend ist. Dies zeigt sich auch in ihrem optischen Erscheinungsbild. Sie ist viel größer als er und hat eine steife, disziplinierte Haltung, während er ein wenig gekrümmt und hilflos wirkt. Sweet Sue ist auch viel strenger den Mädchen gegenüber und wird auch gleich skeptisch, als Josephine und Daphne aufkreuzen, während Beenstock glaubt dass „Poljakow [ihnen] da zwei richtige Damen geschickt [hat]!“
Sweet Sue spricht mir Beenstock auch oft im Imperativ und kommandiert ihn herum, außerdem macht sie ihn für die Fehler der Mädchen verantwortlich. Immer wenn sich die Mädchen undiszipliniert verhalten, schreit sie scharf nach Beenstock und schaut ihn vorwurfsvoll an.
Sie sagt auch, dass sie in ihrer Band keine Männer akzeptiert, wobei man diesen Ausspruch zweifach deuten kann. Einerseits kann man bei ihr sicherlich auf eine Abneigung gegen alle Männer schließen und andererseits bedeutet es auch, dass sie Beenstock nicht als vollwertigen Mann ansieht, da dieser in der Band involviert ist, ohne dass sie Bedenken hat.
Man gewinnt außerdem noch den Eindruck, dass Sweet Sue Beenstock für unfähig hält. Deshalb nimmt sie alles Wichtige lieber selbst in die Hand. Beispielsweise entreißt sie ihm ungeduldig den Zettel mit der Zimmereinteilung, da dieser seine Brille nicht finden kann (die Joe ihm gestohlen hat).

Sweet Sue und Beenstock sind im Film eine Ausnahme, denn in ihrem Fall ist die Frau nicht diejenige, die untergeordnet behandelt wird, sondern der Mann ist der unterwürfige, der von der Frau dominiert wird.

Allgemeines Frauenbild im Film

Die Frauenrollen sind in „Manche mögen’s heiß“ unterschiedlich dargestellt. Da gibt es einmal die Mädchenband, in der alle Mädchen, mit Ausnahme von Sugar, sehr gleich dargestellt sind. Billy Wilder ließ auch allen Mädchen der Band die Haare im selben Blondton färben, mit Ausnahme von Sugar. Die Mädchen sind fröhlich und lebendig dargestellt, und scheinen ihr Leben zu genießen, aber auch in ihrer Naivität nicht so wirklich ernst zu nehmen.
Des Weiteren wird im Film auch der Schönheitswahn der Frauen gezeigt. Denn am Anfang, als Joe und Jerry ins Arbeitsamt kommen, machen sich die Sekretärinnen in den Agenturen alle hübsch. Auch die Mädchen der Band scheinen sich den gesellschaftlichen Schönheitsidealen unterzuordnen, allerdings nur in Anwesenheit von Männern, denn unter sich können sie auch „das Korsett ausziehen“, wie Joe und Jerry gleich erfahren, als sie in den Zug steigen.
Die Frauen, besonders Sugar, sind im Film als Sexobjekte dargestellt. Dies ist vor allem an der Kameraführung deutlich zu sehen, die oft auf Beine, Po und Ausschnitt zielt. Aber auch wie sie von den Männern behandelt werden, macht ihren Status in der Gesellschaft deutlich. Sie werden von den Männern nicht ernst genommen und werden selbstverständlich körperlich bedrängt, auch wenn sie die aufdringlichen Männer zurückweisen. So muss beispielsweise Jerry zweimal erfahren, wie er von einem Mann begrabscht wird, ohne es zu wollen.
Die gesellschaftlichen Unterschiede zwischen Frau und Mann werden auch in Osgoods Aussprüchen deutlich, der über seine Mutter sagt, dass ihr „Frauen die rauchen unsympathisch sind!“ Das Rauchen, welches als Männlichkeitsymbol verstanden wird, wird aber bei Frauen negativ gewertet.

Auffällig ist keine Frau im Film irgendwelche negativen Eigenschaften besitzt, während die Männer doch verschiedene negative Seiten besitzen. Die Frauen in „Manche mögen’s heiß“ sind also alle Positivbilder.

Allgemeines Männerbild im Film

Gegenüber der Mädchenband steht die Gangsterbande, die im Gegensatz zu den Mädchen ihr Leben viel zu ernst nimmt. Während die Mädchen ausgelassen und mit Humor ihr Leben genießen, sind die Gangster freudlos und gewalttätig. Allgemein kann man diese Humorlosigkeit auf fast alle Männer im Film übertragen. So gelten Joe und Jerry auch als Spielverderber, als sie die Party im Zug auflösen wollen.
Doch die optische Monotonie, die bei der Mädchenband herrscht, ist auch bei den Männern zu finden. Die Millionäre sitzen alle „wie die Hühner auf der Stange“ vor dem Hotel, tragen alle das gleiche Outfit und bewegen sich sogar synchron im Schaukelstuhl. Hier wird außerdem noch die Stumpfsinnigkeit und Eintönigkeit dieser Gesellschaftsschicht hervorgehoben.
Auch wenn die Männer ihre Vormachtstellung verteidigen, so brauchen sie doch teilweise die Dominanz der Frauen. denn beispielsweise Osgood ist beinahe begeistert, dass Daphne ihn geohrfeigt hat und auch der Portier mag Frauen, die „stramm und kess sind!“. So akzeptieren die Männer die Zurückweisung der Frauen nicht, sondern verstehen dies sogar noch als Ansporn. Frauen werden also nicht ernst genommen.

Die Männer werden eher als Negativbilder dargestellt, was auch noch mal am Ende deutlich gemacht wird: Osgood sagt zu Jerry, als der ihm eröffnet, dass er ein Mann ist, niemand sei vollkommen, was darauf hinweist, dass Jerry als Mann nicht vollkommen sein kann.


Man kann jedoch keine definitive Aussage über ein bestimmtes Frauen- oder Männerbild des Filmes machen, da es auf jeder Seite Ausnahmen gibt (z.B. Sweet Sue und Beenstock), was aus der obigen Ausarbeitung ersichtlich geworden ist.



Dieses Referat wurde eingesandt vom User: Doja



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