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G.E. Lessing: Nathan der Weise - Referat



Klausurersatzleistung Teil B
G.E. Lessing: Nathan der Weise



Thema: Situation der Juden im Mittelalter




a) Stellt die Rechtstellung der Juden im Mittelalter dar, z.B. in Bezug auf Bürgerrechte und
Berufsausübung.

Die Juden waren anfangs als Kaufleute, Steuereinnehmer, Goldschmiede und Ärzte tätig.
Nachdem die Juden vom von dem üblichen Berufsfeld des Handwerkers und Gewerbetreibenden ausgeschlossen wurden, waren sie darauf angewiesen, ihren Lebensunterhalt durch Geldgeschäfte, vor allem durch den Geldverleih gegen Faustpfänder und Zinsen, zu verdienen.
Zu diesem Zeitpunkt arbeiteten die Juden vor allem im Fernhandel und in den Bankgeschäften. Da es den Christen verboten war Zinsen zu nehmen, fanden die Juden hier ein weites, oft das einzige Betätigungsfeld
Die jüdische Bevölkerung hatte zwar keine Bürgerrechte, wurden aber von den Herrschenden beschützten, weil die Herrschenden mit hohen Steuern am Zinswucher der Juden verdienten
Durch die hohen Zinsen waren die Juden bei vielen Menschen sehr unbeliebt.
Später mussten die Juden auch noch andere Sonderabgaben leisten wie zum Beispiel
Neujahrsgelder, Synagogengelder, Armenhausgelder, Feldschützengelder, usw.




b) Schilder das Schicksal der Juden während der Kreuzzüge.

Der Auslöser der Judenverfolgung war die schlechte Behandlung der christlichen Pilger.
Während der Kriegszüge waren die Juden schutzlos und wurden deswegen entweder ausgeplündert oder auch umgebracht. Durch die Verfolgung der Juden während der Kreuzzüge sollte es erreicht werden, dass die heiligen Stätten der Christenheit von den
Heiden befreit werden. Aber auch wirtschaftliche Interessen spielten bei den Kreuzzügen eine große Rolle. Der jüdischen Bevölkerung wurden die Waffen weggenommen. Sie wurden gezwungen in die Kirche zu gehen und sich taufen zu lassen. Einer, der die Juden zur Taufe zwang, war Mainzer Erzbischof. Alle, die sich nicht taufen ließen, wurden getötet.
Viele jüdische Städte wurden einfach vernichtet und die Juden einfach umgebracht.

In dem erstem Kriegszug wurden viele Städte, in denn viele Juden lebten angegriffen und vernichten, aufgrund eines Aufrufes von Gottfried von Bouillon, der sagte, dass das Blut Christi gerächt werden soll.
Auch der deutsche König Heinrich IV. konnte gegen die Massaker nichts unternehmen, weil die Schutzmächte einfach zu schwach waren.








c) Bezug zum Drama

Zunächst hatte der Tempelherr eine judenfeindliche Einstellung (achter
Auftritt).
Doch nach einem langen Gespräch mit dem Tempelherren über Menschlichkeit und
Toleranz kann Nathan den Tempelherren zu seinen „Freunden“ gewinnen.
Nachdem der Tempelherr erfuhr, dass Recha nicht die leibliche Tochter von Nathan sei
und sie in Wirklichkeit Christin sei und im jüdischen Glauben aufgezogen wurde, merkt man die judenfeindlich Einstellung des Tempelherrn gegenüber Nathan.
Nathan versuchte sein Schicksal in Form einer Geschichte zu erzählen. Er erzähle dem Sultan die Geschichte über die drei Ringe [Ringparabel] (siebter Auftritt). Durch die Geschichte wollte er dem Sultan klarmachen dass es keine Religion gibt, die die beste für die Menschen sei. Man wird in die Religion rein geboren und man kann es sich auch deswegen nicht aussuchen in welcher Religion man aufwachsen möchte. Die Geschichte beeindruckte den Sultan und er bot anschließend Nathan seine Freundschaft an.

Die Christen konnten die Juden auch nicht leiden. Und somit kam es auch zu diesen Massakern. Wären alle Religionen gleichgestellt, würde es keinen Streit zwischen Judentum und Christentum geben.


d) Zusatzaufgabe

Die Situation der Juden im Mittelalter war nicht gut. Viele Juden wurden umgebracht und erlitten einen qualvollen Tod. Sie wurden gezwungen sich in der Kirche taufen zu lassen. Wer sich nicht taufen ließ wurde ermordet.

Zur Zeit der Aufklärung waren die Juden sehr arm. Sie hatten kaum Bürgerrechte. Ihre Berufe oder auch den Wohnort konnten sie auch nicht frei wählen. Die Kirche hatte ebenfalls eine judenfeindliche Einstellung(auftritt 2). Die jüdische Bevölkerung wurde als „verfluchtes Volk“ bezeichnet.

Die positive Hauptfigur im Drama soll bewirken, dass es keine Religion gibt, die die beste für die Menschheit ist. Alle Religionen sind gleichgestellt.





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