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Fußball WM 2010 - Probleme und Chancen - Referat



Einleitung
Die Fußballweltmeisterschaft 2010 findet dieses Jahr in Südafrika statt. Dies bringt viele Probleme mit sich, die ich auf den folgenden Seiten zusammenfassen und analysieren werde. Außerdem werde ich mich mit den Chancen gewisser Teams auseinander setzen, da bei dieser Weltmeisterschaft viele Besonderheiten in den Teams herrschen.
Das größte Problem Südafrikas ist die Gewalt. Südafrika gilt als das gewaltätigste Land der Welt. Mit etwa 40 Morden auf 100.000 Einwohner pro Jahr, liegt es weit über dem Durchschnitt . Die Regierung des Landes versucht das Vertrauen der Nationalteams und der FIFA zu gewinnen, aber das Misstrauen ist groß.
Die Gewalt ist aber nicht das einzige Problem, vor welchem Südafrika steht. Ein anderes großes Problem ist der Geldmangel, den das Land hat. Sie haben große Probleme, die Stadien rechtzeitig fertig zu stellen. So hat das Land zum Beispiel große Probleme, das Stadion der Hauptstadt Kapstadt fertig zu stellen, weil die finanziellen Mittel nicht ausreichend vorhanden sind.
Darüber hinaus sind längst nicht alle Flughäfen des Landes sind internationale Flughäfen. Das bedeutet, dass die Nationalteams teilweise nicht in der Nähe ihrer WM -Quartiere landen können, sondern erst auf einem internationalen Flughafen landen müssen, um von dort aus weiter zu ihrem Quartier fliegen zu können.
Bei dieser Weltmeisterschaft, sind die Gruppen sehr „fair“ gelost wurden. So spielen alle Teams, welche als Favoriten zählen in verschiedenen Gruppen. Deshalb wird vermutet, dass es eine spannende WM werden wird, da alle Favoriten mit hoher Wahrscheinlichkeit die Gruppenphase überstehen werden.




Das Gewaltproblem
Wie oben schon erwähnt, ist Südafrika das Land, in dem die höchste Mord -, Raub – und Vergewaltigungsquote herrscht. In Südafrika passieren täglich 50 Morde, 56 versuchte Morde, 150 Vergewaltigungen und 535 Raubüberfälle durchschnittlich . Dies ist eine sehr schlechte Quote für ein Land in dem ein so großes internationales Turnier stattfinden soll. Allerdings versucht Südafrika, soweit es möglich ist, dieses Problem in den Griff zu bekommen. So wurden zum Beispiel extra 33.000 Polizisten engagiert, die das Land zusätzlich sichern sollen, um Gewaltverbrechen an Nationalteams oder mitgereisten Fans besser verhindern zu können. Dies ist eine Maßnahme, die das Land mindestens für die Fans organisieren kann, da es viele gefährliche Orte in Südafrika gibt. Um zu verhindern, dass Touristen zufällig oder auch gewollt an solche Orte reisen, um diese zu betrachten, wurden von dem Organisationskomitee LOC spezielle Landkarten entwickelt, auf denen Orte, die gefährlich sind, gekennzeichnet sind. So können sich die Touristen besser orientieren, wo man hinreisen sollte und wo besser nicht. Außerdem wurden viele Kameras installiert an so genannten Prioritätszonen. Das sind die Bereiche um Flughäfen, Hotels und natürlich die Stadien. Die Sicherheitsfirmen des Landes sind außerdem komplett ausgebucht, da sie auch die Stadien sichern sollen. Doch einen hundertprozentigen Schutz gibt es in einem Land wie Südafrika nicht. Die Regierung kann die Gewalt zwar eindämmen und teils unter Kontrolle bekommen, aber ganz sicher ist man trotzdem nicht.
Allerdings gibt es auch Personen in Südafrika, die sehr optimistisch denken. So sagte der Geschäftsführer des lokalen Organisationskomitees Danny Jordaan in einem Interview: „Alles halb so schlimm“. Allerdings gibt es auch Hoffnung, da es bei diversen anderen Weltmeisterschaften auch keine Zwischenfälle gab. Zum Bespiel 1995 bei der Rugby-WM oder 2004 bei der Cricket-WM. Diese beiden Ereignisse sind zwar mit der Größe der Fußball-WM nicht zu vergleichen, aber sie geben doch Hoffnung.


Das Geldproblem
Südafrika hat sich bei der Rechnung der Kosten für die Weltmeisterschaft in großem Maße verrechnet. So hat zum Beispiel die Stadt Kapstadt für den Stadionbau circa 157,2 Millionen Euro berechnet. Die eigentlichen Kosten betragen aber rund 340 bis 450 Millionen Euro. Durch diese völlig falsch eingeschätzten Kosten hat das Land nun große Finanzprobleme und überlegt, wie sie die in den Griff bekommen. Hinzu kommt noch das die Arbeiter, welche die zehn Stadien im Land bauen, bzw. erweitern sollten lange gestreikt haben und nun der Zeitplan auch nicht mehr stimmt. Das Land rechnet mit Kosten von rund vier Milliarden Euro, wobei das meiste davon für eine neue Infrastruktur und die Stadien ausgegeben wird. Dies möchte das Land mit
Werberechten und TV-Einnahmen finanzieren. Bei der neuen Infrastruktur ist das Problem, dass viele neue Bahnstrecken nicht rechtzeitig fertig gestellt werden können und somit auf Busse und Taxen zurückgegriffen werden muss, um die Fans der WM zu transportieren.

Die Flughäfen
Die Nationalteams verlangen von dem Land, dass sie in der Nähe ihrer Unterkünfte für die WM landen können. Da aber viele Unterkünfte nur in der Nähe nationaler Flughäfen sind und somit die Flugzeuge, welche aus anderen Ländern kommen dort nicht landen dürfen, müssten die Teams erst zu einem internationalen Flughafen fliegen und dort umsteigen und weiter zu einem Flughafen in der Nähe des Quartiers fliegen. Da dies den Nationen zu umständlich ist, verlangen sie von Südafrika, dass das Land die Flughäfen international macht, was aber nicht möglich ist, weil für einen internationalen Flughafen Zoll, bessere Sicherheiten und Polizei benötigt werden. Für diese Dinge hat das Land aber kein Geld mehr und somit müssen die anderen Nationen einen komplizierteren Weg gehen und umsteigen.


Die Chancen
Bei einer Weltmeisterschaft haben natürlich die TOP-Teams die besten Chancen, da diese Teams am meisten Geld haben, um ihre Spieler zu fördern. Allerdings gibt es bei dieser WM viele ausfälle, auch im deutschen Team. Somit könnte die WM eine WM werden, bei der auch kleinere Teams eine Chance haben. Die Teams, den am meisten zugetraut wird sind: Spanien, Deutschland, Niederlande, Brasilien, Italien und England. Das sind die Teams, die ihre Spieler am besten fördern können. Das ist ein großer Vorteil, da diese Teams auch wesentlich besseres Material besitzen, um ihre Spieler in Topform zu bringen. Allerdings darf man kleine Teams nie unterschätzen, dass viele Spieler von „kleineren“ Teams große Talente besitzen. Auch Joachim Löw bestätigt dies in einem Interview mit der Zeitschrift „Bravo Sport “. Laut Löw haben kleine Teams den Bonus, dass sie oft unterschätzt werden und somit ihre Stärken frei ausspielen können. Allerdings ist nicht möglich vor einem Turnier vorauszusagen, wer gute Chancen hat und wer nicht, weil es von so vielen verschiedenen Faktoren abhängt, wer gewinnt und wer nicht, dass diese nicht berechenbar sind.

Eigene Meinung
Meiner Meinung nach könnte es Südafrika gelingen, all diese Probleme in den Griff zu bekommen, allerdings müssen sie dafür viele Lösungen parat haben. Ein paar Probleme sind auch schon aus der Welt geschafft, die ich nur erwähnt hatte, weil sie mal vorhanden waren. Das Gewaltproblem allerdings wird ein ziemlich schweres Thema für Südafrika, weil dies das größte Problem ist und nicht ganz zu lösen ist. Man kann dieses Problem allerdings stark reduzieren und wenn Südafrika so weiter macht, wie bisher denn wird ihnen das auch gelingen. Ich hoffe, dass es eine spannende WM wird mit vielen Toren und wenig Problemen. Das Land könnte auch stark von der WM profitieren, da es vielleicht nach der WM mehr Tourismus in dem Land geben wird, was bedeuten würde, dass es mehr Arbeitsplätze gibt und somit Südafrika nicht mehr so große finanzielle Probleme hat und die Armut und somit Kriminalität in dem Land abnehmen würde.





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