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Friedwaldbestattung - Referat




1.) Idee

Die Idee Friedwald breitet sich in Deutschland aus. Immer mehr Menschen sind von dem Gedanken an eine letzte Ruhestätte in der freien Natur begeistert. Viele haben sich bereits für ein Baumgrab in der Schweiz entschieden, noch bevor diese Art der Bestattung in Deutschland möglich war. Mittlerweile gibt es elf Friedwälder in Deutschland und 50 in der Schweiz. In einem Friedwald werden Menschen unabhängig von ihrer religiösen Prägung mit oder ohne christliches Ritual in den Wurzeln eines Baumes bestattet.

Bestattungsart

Jeder, der sich für eine Bestattung in den Wurzeln eines Baumes entscheidet, entscheidet sich für eine Einäscherung, d.h. sein Körper wird verbrannt. Die Asche des Verstorbenen wird in einer biologisch abbaubare Urne direkt an den Wurzeln eines Baumes beigesetzt. An diesen Baum kann ein Schild mit Namen und Daten des Verstorbenen angebracht werden. Dies ist allerdings kein muss. Damit Angehörige das Grab ihrer Lieben auch immer wieder besuchen können, bekommt man einen genauen Lageplan.


2.) Pro

Das schöne an einem Friedwald ist, dass es sich nicht um einen Waldfriedhof handelt, sondern um ein Teil unberührter Natur darstellt. Von außen ist er nicht als Begräbnisstätte zu erkennen. Angehörige können zu jeder Zeit die Gräber besuchen, da es keine Öffnungszeiten gibt. Die Bäume, die in einem Friedwald stehen, werden nicht gefällt, denn durch Aussuchen eines Baumes wird dieser durch einen Eintrag im Grundbuch für bis zu 99 Jahre gegen Abholzen geschützt. So können sie ganz natürlich wachsen und absterben. Außerdem ist es auch für die Hinterbliebenen schön, an den Verstorbenen zu denken und dabei den Vögeln in der freien Natur zuhören zu können. Um Grabpflege braucht man sich als Angehöriger nicht kümmern, denn das übernimmt die Natur. Das ist besonders wichtig, wenn die Hinterbliebenen wegziehen und sich nicht um das Grab kümmern können. Alles soll sein wie es in der freien Natur üblich ist. Deshalb liegen die meisten Friedwälder an Seen oder Wasserläufen oder einfach in unberührter Natur. Außerdem müssen gläubige Menschen nicht auf ein christliches Symbol verzichten. Auch Symbole anderer Religionen können auf Schildern zusammen mit Namen und Daten am Baum befestigt werden. Die Asche des Verstorbenen wird auf natürliche Weise durch die Wurzeln in den Baum
aufgenommen und somit wird der verstorbene Mensch zu einem Teil des Baumes.

Contra

Der Nachteil ist, dass es Spaziergängern vielleicht unangenehm sein könnte durch solch einen Friedwald zu laufen ohne dies besonders zu merken, da die Friedwälder weiter für alle offen sind und nur durch kleine Holztafeln darauf aufmerksam gemacht wird. Außerdem gibt es keine Parkanlagen und bei feuchtem Wetter ist es oft schwer den Baum zu erreichen. Im Vergleich zu einem Grabstein ändert sich das Aussehen des Baumes. Im Winter gibt es keinen Räumdienst. Bilder oder Kerzen dürfen nicht aufgestellt werden und es kann immer wider passieren, dass Menschen auf Pilzsuche über das Grad laufen. Das der Baum die Asche als Nährstoffe aufnimmt, steht im Widerspruch zum christlichen Bekenntnis von Tod und Auferstehung. Deshalb lehnt die Kirche diese Bestattungsart ab.

Kosten

Ein Familien- oder Freundschaftsbaum (man muss nicht verheiratet sein um mit jemanden beigesetzt zu werden) kostet 3350,00 Euro. Ein Gemeinschaftsbaum, das bedeutet hier können sich auch andere Menschen beisetzen lassen, kostet 770,00 Euro. Die Beisetzungsgebühr je Beisetzung kostet 175 Euro. Die biologisch abbaubare Urne kostet 29,00 Euro



Dieses Referat wurde eingesandt vom User: helgaaa



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