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Friedrich Schiller - Wilhelm Tell - Referat



Friedrich Schiller: Wilhelm Tell

Zur Person Schillers:

★ 10. November 1759 in Marbach am Neckar

Bürgerlicher Name: Johann Christoph Friedrich Schiller

- 1766 Besuch der Lateinschule in Ludwigsburg
- zunächst Rechtwissenschafts-, danach 1776 Medizinstudium
- Schrieb "Die Räuber", was Beschwerden aus der Schweiz nach sich zog
 Verbot, sich mit poetischer Dichtung zu befassen
- 1782 Flucht nach Mannheim, dort Theaterdichter am Nationaltheater Mannheims
- Vertrag wurde 1783 nicht verlängert, Versuch als freier Schriftsteller scheitert
- 1787 Geschichts- und Philosophiestudium in Weimar
- Suche nach Unterstützung Goethes in Weimar, der sich in Italien aufhielt
- Goethe kehrt von der Klassik verzaubert zurück und meidet Schiller
- 1789 Berufung Schillers zum Geschichtsprofessor in der Universität in Jena
- 1790 Hochzeit mit Charlotte von Lengefeld, 4 Kinder (2 Jungs und 2 Mädchen)
- 1790 Erkrankung an einer Lungenentzündung
- 1791 dem Tod gerade noch entkommen
- 1793 Aufgabe seiner Lehrtätigkeit
- Jährliche Pension von 1000 Talern bewilligt
 Erholung möglich
- Abwendung von geschichtlichen Studien
- Zuwendung zur Kantischen Philosophie
- 1794 Freundschaftsaufbau mit Goethe erfolgreich
 1802 Erhebung in den Adelsstand: Friedrich von Schiller
- Umzug in Goethes Haus

✞ 9.Mai 1805

In der Zeit von 1780 und 1787 findet eine Abwendung Schillers vom Sturm und Drang statt. In seinen Erstwerken war die Thematik meist die äußere Freiheit (d.h. man befreit sich von Kräften, die äußerlich auf jemanden wirken). In seinen Dramen, die er nach 1799 schrieb ging es stattdessen um die innere Freiheit (d.h. der Mensch befreit sich von sich selbst). Er wurde von einem Stürmer und Dränger zu einem Vertreter der Klassik.

Schiller ist nicht nur für seine Dramen bekannt. Er engagierte sich auch im Bereich der Lyrik, Epik und Wissenschaft und schrieb zudem auch Artikel für Zeitschriften.

Weitere Werke:

- “Die Räuber” (1780)
- “Die Verschwörung des Fiesko zu Genua” (1782)
- “Kabale und Liebe” (1783)
- “Xenien” in Kooperation mit Goethe (1795/96)
- “Wallenstein” (1796/99)
- “Maria Stuart” (1799/1800)
- “Die Jungfrau von Orleans” (1800/1801)
- “Die Braut von Messina”
Die Tragödie “Demetrius” blieb unvollendet

Zum Werk:

- Meisterdrama Schillers
- Grundlage:- Geschehnisse in Schweizer Waldstätten zwischen 1291 und 1315
- Nordische Apfelschusssage
Schiller war nie in der Schweiz, schaffte jedoch trotzdem ein sehr realitätsgetreues Bild des Landes und der Menschen
- Entstehung: August 1803 - Februar
1804
- Erstaufführung: 17. März 1804 in Weimar
- Typisches Stück der Klassik, da:
- aufgebaut in fünf Akte (wie typisches klassisches Dramas)

Zum Inhalt:
Aufteilung in zwei Bestandteile:

1. Die Volkshandlung


Volk = Landleute aus den Waldstätten Uri, Schwyz und Unterwalden
- Unterdrückung des Volkes durch den Reichsvogt Geßler und dem Kaiser
➟Errichtung einer Zwingburg
➟Aufstellen eines Hutes auf einer Stange in Altdorf, welchem die Menschen mit “gebognem Knie und mit entblößtem Haupt” Ehre erweisen sollen.
- Bund zwischen Walter Fürst aus Uri (Tell’s Schwiegervater), Arnold von Melchtal aus Unterwalden und Werner Stauffacher aus Schwyz mit jeweils 10 Männern
- Beschluss am Weihnachtsabend in Geßlers Schloß zu dringen

2. Die Tellhandlung

- Besuch Altdorfs mit Sohn Walter
- grüßt Hut nicht
- Geßler gibt Tell den Befehl einen Apfel vom Kopf seines Sohnes zu schießen
- Tell nimmt einen Pfeil und spannt die Armbrust
- Er nimmt zudem noch einen zweiten Pfeil und legt diesen in seinen Goller
- Tell trifft den Apfel genau in der Mitte
- Geßler sichert Tell sein Leben zu
- Tell hätte mit dem zweiten Pfeil auf den Landvogt gezielt
- Festnahme Tell’s
- Schifffahrt nach Küßnacht, wo Tell verweilen sollte
- Unwetter
- Tell bekam Auftrag Schiff sicher ans Ziel zu bringen
- Tell flüchtete und überließ das Schiff seinem Schicksal
- Warten Tells in der Gasse auf Geßler
- Ermordung Geßlers durch Tell’s Pfeil
- Volk zerstört vor Freude die Zwingburgen
- Kaiser wurde aus persönlichen Gründen umgebracht
- Kaisermörder sucht Tell’s Gnade
- Tell schickt ihn zum Papst um dort um Vergebung zu beten
- Tell mordete nicht aus Egoismus

Absicht Schillers:
- Allgemeinhaltung der Handlung
➪ Gleichnis für den Freiheitskampf eines unterdrückten Volkes
Dieses Referat wurde eingesandt vom User: METalerin




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