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Friedrich Schiller - 8.Version - Referat



Friedrich Schiller

Der in Mannheim geborene und 1805 in Weimar gestorbene Friedrich Schiller wurde schon früh in einer militärischen Pflanzschule sehr streng erzogen. Danach verbrachte er eine Zeit im Regiment, bis er über einige Umwege einer der bedeutendsten Dichter Deutschlands wurde. Schiller war ein langer, dünner junger Mann mit wirren rot-blonden Haaren und blauen Augen. Seine Kleidung fiel allerdings immer etwas nachlässig aus. Er entwickelte sich schnell zu einem selbstsicheren, freiheitsliebenden Menschen mit dem Hang zum Verführerischen und Leidenschaftlichen. Die meiste Zeit seines Lebens verbrachte er auf Wanderschaft mit hin und wieder einer dürftigen Behausung oder Unterkunft für den Übergang. Durch seine fordernde, eigenwillige und hektische Art machte er sich nicht sofort bei jedem beliebt, jedoch gewann der bescheidene und schüchterne Geheimniskrämer schnell Freunde, u. a. den zuverlässigen Pianisten Andreas Streicher.
Prägendes in seinem Leben war vor allem das Ziel seiner Suche nach einer richtigen Familie und seine zahlreichen Erkrankungen, die schließlich zu seinem Tot führten.
Schillers Ehefrau war die wohlhabende Charlotte von Kalb. Sie bekamen 4 Kinder, von denen die Jüngste namens Emilie kurz vor Schillers Tot zur Welt kam.
Als Schiller die 7 Jahre Drill an der Militärschule antrat, war er gerade 14 Jahre alt. In dieser Zeit schrieb er sein allererstes Stück, die Revolte mit dem Titel „Die Räuber“.
Mit 21 Jahren wurde er zum Herzog Karl Eugen gerufen. Dieser hatte erfahren, dass Schiller „Die Räuber“ nach Mannheim geschmuggelt hat und die Uraufführung ein Triumph gewesen ist. Da er aber nun um Gehorsam und Disziplin fürchtete, schickte er den Medizinstudenten nach Württemberg ins Regiment von General Auge, der keine Gnade kannte. Währenddessen arbeitete Schiller an seinem nächsten Stück, an „Fiesko“. Als er den Druck nicht mehr aushielt, floh er mit seinem Freund Andreas nach Mannheim, Frankfurt und schließlich nach Oggersheim, wo er in einer kleinen Kammer mit wenig Geld an „Kabale und Liebe“ schrieb. In diesem Stück ging es um die Rachegöttin Luise Millerin, die noch einmal voller Willkür mit dem Herzog abrechnen sollte.
Im Dezember bat Schiller aus Angst vor den Schergen Henriette von Wolzogen um Asyl.
In dem kleinen Gutshaus in Bauerbach in Thüringen begann der inzwischen 23-Jährige dann das 4. Stück, dessen Titelheld Don Carlos er vergötterte. Im Mai 1783 reiste Henriette mir ihrer Tochter Charlotte an, die der Dichter verehrte und heiraten wollte, was ihre Mutter jedoch nicht gestattete. Als das Sittendrama „Kabale und Liebe“ abgeschlossen war, folgte Schiller dem Angebot Heriberts von Dalberg als Theaterdichter zu arbeiten. Wenig später wurde Schiller von der Seuche befallen, was den starrsinnigen Schreiber allerdings nicht davon abhielt, seinen „Fiesko“ zu überarbeiten und sich über dessen furchtbare Manipulation aufzuregen. Aber dann lernte er die 22-jährige blondhaarige Charlotte von Kalb kennen und obwohl diese verheiratet war, wurden die beiden unzertrennlich.
Doch schon nach seiner großen Rede „Die Schaubühne als eine moralische Anstalt“ wurde er arbeitslos und flüchtete vor seiner klammernden Geliebten nach Leipzig. Dort empfingen ihn die 4 Verehrer Gottfried Körner mit seiner Braut Minna Stock und dessen Schwester Dorothea Stock mit Bräutigam Ferdinand Huber. Der vermögende Körner griff dem guten Freund schnell unter die Arme und erlaubte ihm für 1 Jahr sein Gast zu sein. Dies war wohl die wahrscheinlich glücklichste Zeit in Schillers Leben, denn er war der Popstar ganz Deutschlands und hatte gleichzeitig endlich eine Familie gefunden. Kurz nach ihrem Umzug nach Dresden gelang Schiller schließlich ein weiterer Roman mit dem Titel „Der Geisterseher“. Dieser handelte von einem Karneval in Venedig, bei dem ein Prinz von einer armenischen Maske verfolgt wurde. Eine richtige Spukgeschichte, die abermals viele begeisterte Leser fand.
Nach dem vergeblichen Versuch, sich bei Henriette von Arnim einzuschmeicheln und dem Ende der seligen fünf ging Schiller 1787 nach Weimar, wo inzwischen Charlotte von Kalb lebte. An einem Dezemberabend lernte der Dichter die Schwestern Charlotte und Caroline von Lengefeld in Rudolstadt kennen, die ihn einluden den Sommer bei ihnen zu verbringen. Seit dieser Zeit führte er eine Doppelliebe. 1788 sagte Schiller dem Angebot zum Geschichtsprofessor zu und ritt 1789 nach Jena um seinen neuen Posten anzutreten. Hunderte von Studenten kamen zu seinen Vorlesungen. Er war mal wieder der Star. Am 14. Juli 1789 stürmten die Franzosen die Bastille, was für große Schlagzeilen sorgte. Schiller hielt sich jedoch
zurück und heiratete 1790 Charlotte von Lengefeld. Mit einem Mal wurde er sterbenskrank und es bedurfte einer langen Erholungsphase in Karlsberg, um ihn wieder aufzupäppeln. Als er diese hohen Kosten aber nicht bezahlen konnte und der dänische Erbprinz Friedrich

Christian empört davon erfuhr, bekam Schiller von 1792 bis 1794 jährlich 1000 Taler aus der Staatsschatulle. Nach einiger Zeit erhielt Schiller als der Autor der Räuber unerwartet die französische Staatsbürgerschaft, obwohl er nicht gerade viel von dessen Gesetzen hielt.
Dann erfuhr er, dass Ludwig XVI. hingerichtet werden solle und wollte den König mit seinem Freund Wilhelm von Humboldt verteidigen, was aber scheiterte und der König am 21. Januar 1793 sterben musste. Nach diesem Dilemma kam plötzlich die freudige Nachricht, dass Lotte Schiller schwanger sei.
Nachdem sie viele Jubelbriefe erhalten hatten, kam ein bedeutender Abend im Sommer 1794.
Die beiden verhassten Konkurrenten Goethe und Schiller hörten einen Vortrag in Jena, worauf nach einem langen Spaziergang eine ungewöhnliche Freundschaft zwischen ihnen entstand. Kurz darauf lud Goethe seinen neuen Freund nach Weimar ein und Schiller zog ins prachtvolle Haus am Frauenplan, allerdings nur unter der Bedingung, dass er frei und aufgrund seiner ständigen Krämpfe unabhängig von der Zeit sein durfte. Die beiden kamen sich immer näher, bis Goethe schließlich für viele Monate nach Jena zog. Von da an trafen sie sich jeden Nachmittag und fingen an, sich mit Gastgeschenken zu überschütten, die aber eher Bomben gegen schlechte Autoren und bigotte Geistliche waren.
Ein Aufschrei in Weimar wurde durch Schiller ausgelöst, als er auch noch Goethes „Römische Elegien“ drucken ließ, die als schmutzig und als Niedergang der Sitten galten. Daneben beschäftigte sich Schiller mit seinem „Wallenstein“. Im April 1799 war die Uraufführung in Weimar, die wieder einmal ein voller Erfolg wurde. Nach unzähligen Einladungen und Glückwünschen kehrte Schiller nach Weimar zurück, wo der Herzog sein Gehalt um 200 Taler erhöhte. Goethe und Schiller wollten zusammen ein Hoftheater aufbauen und selbst die Jahrhundertwende um 1799 und 1800 verbrachten sie gemeinsam.
Schillers Stücke waren derzeit in vollem Gange. Nachdem er „Maria Stuart“ beendet hatte begann er mit „Die Jungfrau von Orleans“, in der er von Kriegsgebrüll, Trompeten, Fahnen, Blut und Leichen schrieb und dessen Uraufführung in Leipzig stattfand. Die nächsten Wochen und Monate verbrachte der inzwischen 42-jährige in einem Haus an der Esplanade. Eines Tages bekam der Dichter den lang ersehnten Adelsbrief überreicht. Und auch sein nächstes Stück, das er „Wilhelm Tell“ nannte und von Massenszenen und romantischer Natur erzählte, war mit seiner Tell-Premiere 1804 wieder ein Hit.
Doch Schiller begannen Todesgedanken zu quälen und als am 25. Juli 1804 sein viertes Kind mit Namen Emilie geboren wurde, kämpfte er mit dem Tod. Heinrich Voss, Sohn des Homer-Übersetzers, begleitete ihn in südliche Länder und am 1.März zum letzten Mal zum Frauenplan, zu Goethe. Nach einem Theaterbesuch am 1.Mai musste Schiller mit Schüttelfrost abgeholt werden. Er begann zu fantasieren und am 9.Mai 1805 gingen zwei Schläge durch seinen Körper, von denen der zweite tödlich war.
Doch Schillers Werke blieben der Welt erhalten und mit ihnen die Geschichte eines außergewöhnlichen Mannes, der noch heute mit seiner Stärke, Entschlossenheit und Willenskraft ein Vorbild ist.

PS:für die bearbeitung haben mir einige daten gefehlt. dut mir echt leid. hoffe trotzdem, dass es euch weiterhelfen kann :o)


Dieses Referat wurde eingesandt vom User: MadReality



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