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Friedrich Schiller - 7.Version - Referat



Referat

Johann Christoph Friedrich

von Schiller



Inhalt



§ historischer Hintergrund: Sturm und Drang

§ Biografie

§ Werke

§ „Horen“

§ Schiller und die Frauen

§ Schiller und Goethe

§ Charakter

§ Wirkung

§ Konflikt

Geschichtlicher

Hintergrund

Sturm und Drang

(1767 – 1785)



§ auch Geniezeit bezeichnet



§ nach F.M. Klingers Drama „Sturm und Drang“ benannt(ehemals „Wirrwarr“, auf Anraten von C. Kaufmann umbenannt)



§ hervorgegangen aus der Aufklärung und Empfindsamkeit



§ vorwiegend junge Männer, meist Studenten usw. aus dem Mittel- und Kleinbürgertum



§ arbeiteten nebenbei als Hauslehrer- oder Pfarrer, konnten von der Literatur nicht leben



§ Protestbewegung:



- gegen Absolutismus [Übereinstimmung mit Aufklärern]



- gegen bürgerliches Berufsleben und Moralvorstellungen (hielt man für zu eng und freudlos) [Widerspruch zu Aufklärern]



- gegen alte Traditionen in Kunst und Literatur [radikaler, als die Aufklärer]



§ nicht direkt nur gegensätzlich zum Aufklärungsdenken, Vernunft und klares Denken sind immer noch wichtig, allerdings soll man auch Gefühl, Fantasie, Leidenschaft u. Empfindsamkeit nicht in Hintergrund stellen



§ geht nicht mehr nur um blankes Wissen, auch ums Gefühl



§ „literarische Revolution“ (Goethe)



§ Rebellion auf Literatur beschränkt



§ auch wenn politische Wirkung versagt, war soziale Engagement echt, die Gerechtigkeit und Freiheit für das Individuum und die Gesellschaft, die sie einklagten, gegen die Unterdrückung und Willkür des Adels



§ es fehlte soziale Resonanz, Bewegung auf bekannte beschränkt, schlossen sich zu Männerbünden (z.B. Göttinger Hain) [Ausnahme: Goethes Werther]



§ für viele, z.B. Goethe und Schiller, Sturm und Drang nur eine Phase, im Leben und Schaffen, viele Künstler nur damals den Interessenten bekannt, heute vergessen



§ Schlüsselwörter: Natur, Genie, Freiheit



§ Schweizer Johann Kaspar Lavater entwickelte Geniebegriff



§ Genie = das Schöpferische, Phantasie- und Gefühlvolle



§ Genie: schöpferischer Halbgott Prometheus Sinn- und Vorbild des Genies



§ Kultfigur Genie war William Shakespeare (u.a. auch als „zweiter Prometheus“ bzw. zweiter Gott, neben Prometheus bezeichnet)



§ im Genie äußerte sich schöpferische Kraft der Natur, diese wurde Inbegriff des Ursprünglichen, Elementaren, Göttlichen, nicht mehr Vernünftige und Geordnete wie in Aufklärung



§ Stürmer und Dränger wollten Freiheit, vom Absolutismus, von der Aufklärung



§ auch Sprache veränderte sich, mit dem veränderten Denken: Begriffe wie Herz, Liebe, Freundschaft; Natur, Einsamkeit, Mond, Abend und Nacht im Mittelpunkt, welche Gefühl und die Natur kennzeichneten



§ viele Gedichte erinnerten an Liebesyrik (z.B. Minnelyrik), aber nun auf persönlichen Momenten beruhend, die Künstler emotional beschäftigten, nicht wie in Minnelyrik wo Personen u. Handlung frei erdacht



§ Lyrik des Sturm und Drang strebte nach Gestaltung wahrer Empfindungen u. unmittelbaren Erlebten



§ wahrer Mensch wurde „Kraftkerl“, hilft sich selbst, denkt und handeln als Einheit, bleibt sich treu



§ bevorzugte Gattung war Drama



§ Hauptpersonen im Drama :Genies, Liebende, „Kraftkerle“

§ Vorschriften der Regelpoetiken über Haufen geworfen, wurde nicht mehr auf Einheit von Ort, Zeit u. Handlung, auf Trennung von Komödie u. Tragödie u. Aufbau des Dramas geachtet

§ folgte dem Vorbild Shakespeares, übernahm markante Charaktere, turbulente Handlung, tragische und komische Elemente gemischt, häufige Wechsel von Ort u. Zeit, Massenszenen genutzt

§ Schlüsselroman des Sturm und Drang und einziger großer Erfolg dieser Zeit : Goethes „Die Leiden des jungen Werthers“, ging nicht um moralische Einsichten, der Hauptfigur, wie in Aufklärung, sondern Held des Romans beging Selbstmord, nachdem er sich in verheiratete Frau verliebte u. Ziel nicht erreichen konnte

§ Goethe einer der berühmtesten Dichter, dieser Zeit, aber auch in anderen Epochen sehr erfolgreich

§ seine frühe Jugendlyrik noch im Rokokostil geschrieben, wohin gegen er gegen 1770 beginnt, im Stil des Sturm u. Drangs zu schreiben.



§ Vorbilder: Shakespeare, auch Rousseau , Goethe, Schiller u. Lessing sehr angesehen





Biografie

Johann Christoph Friedrich von Schiller

(1759-1805)



10.11.1759
Johann Christoph Friedrich Schiller wird in Marbach (bei Neckar, in der Nähe von Stuttgart) geboren

die ersten 4 Jahre
lebte mit Mutter Elisabeth Dorothea und Schwester Christophine allein, da der Vater Johann Caspar im sieben jährigen Krieg dient

1764
der Herzog von Württemberg schickt Johann Casper als Werboffizier nach Schwäbisch Gmünd und erlaubt ihm, dass seine Familie in den nächsten Grenzort, dem Dorf und Kloster Lorch, ziehen darf

1764-1766
Familie Schiller lebt in Lorch; der Dorfpfarrer Mosel lässt Friedrich Teil am Unterricht seiner eigenen Söhne haben und unterrichtet ihn somit schon im Alter von 6 Jahren in Latein und im Alter von 7 Jahren in Griechisch; Mosels Sohn ist Friedrichs erster Jugendfreund; Pfarrer Mosel wurde später in „Die Räuber“ verewigt

1766
Umzug der Familie in die Gamison Ludwigsburg (Residenzstadt des Herzogs Karl Eugen), da der Vater versetzt wird

1767
Friedrich besucht die Lateinschule der Stadt

1772
Friedrich wird konfirmiert; er schreibt die ersten verloren gegangenen Trauerspiel- versuche: „Die Christen“ und „Absalom“

1773-1780
Studium; häufige Krankheit

16.1.1773
Friedrich will Theologie studieren, tritt aber auf befehl des Herzogs Karl Eugen in seine neu gegründete „Militärpflanzschule“ ein und studiert Jura

Erziehung: kein Urlaub, Kontrolle und Zensur des Briefverkehrs, kaum Besuche, harte militärische Ausbildung, Verbot schön- geistiger Literatur

1775
die Militärakademie zieht nach Stuttgart um und richtet eine neue medizinische Fakultät ein; Schiller beginnt mit seinem Medizinstudium; macht unter Einfluss von Klopstock und Lessing erste lyrische und dramatische Versuche

1776
Schiller liest alle Werke Shakespeares, Rousseaus und Klopstocks, obwohl in der Akademie der Besitz und die Beschäftigung mit schöngeistiger Literatur verboten; beschließt, dass er eben so ein Werk schreiben möchte

1776/1777
Elegie: „Der Abend“ und „ die Ode der Eroberer“

1777
Die ersten Szenen der Räuber entstehen unter Einfluss der Aufklärung → proklamiert absoluten Freiheitswillen und Ablehnung jeglicher Autorität

1779
die lateinische Dissertation „Philosophie der Physiologie“ wird nicht gedruckt, so dass Schiller gezwungen ist, eine weitere Fassung einzureichen

1780
Schiller setzt die Arbeit an den „Räubern“ fort; im November erscheint die gedruckte Fassung seiner Dissertation, worauf am 14.Dezember die Preisverleihung und Entlassung aus der Karlsschule folgt; Schiller wird als Militärarzt vom Herzog zum Stuttgarter Regiment geschickt (ärmliche Bezahlung, nur 20 Gulden, Goethe verdiente zum Beispiel im Vergleich 100 Gulden); führt als Ausgleich zur harten Studienzeit ein ausschweifendes Leben

1781-1782
Schiller lebt und arbeitet als Dichter und Arzt in Stuttgart

1781
Die „Laura-Oden“ entstehen; Schiller veröffentlich „Die Räuber“ anonym im Selbstverlag und arbeitet das Werk auf Drängen des Intendanten von Dalberg für die Bühne um

13.01.1782
Die Räuber werden im Mannheimer Hof- und Nationaltheater mit überwältigendem Erfolg aufgeführt; Schiller wohnt der Uraufführung, trotz unerlaubten Fernbleiben von der Akademie bei

Frühjahr 1782
Schillers Gedichtsammlung „Anthologie auf das Jahr 1782“ erscheint; er arbeitet am „Fiesco“ und gibt das „Wirtembergische Repertorium der Literatur“ mit heraus

Juli 1782
wegen einer zweiten unerlaubten Reise nach Mannheim wird Schiller zu 14 Tagen Haft verurteilt

August 1782
der Herzog verbietet Schiller jedwede dichterische Betätigung

22.09.1782
Schiller flieht aus der Garnison mit seinem Freund und Musiker Andreas Streicher

Okt.-Dez. 1782
Schiller und Streicher halten sich auf ihrer Flucht in Frankfurt und Mannheim auf bis sie sich schließlich im Gasthof zu Oggersheim inkognito einmieten

07.12.1782-
24.07.1783
Schiller reist auf Einladung der Mutter eines Akademiekameraden - seiner späteren Gönnerin, Henriette von Wolzogen, nach Bauernbach in Thüringen und findet dort Asyl

1782-1783
in Meiningen arbeitet Schiller als Bibliothekar; Schiller schließt Freundschaft mit dem Bibliothekar Reinwald, dem späteren Gatten seiner Schwester Christophine

1783
das bürgerliche Trauerspiel „Luise Miller“, später auf Veranlassung Ifflands „Kabale und Liebe“ genannt, wird beendet und die Arbeit am „Don Carlos“ fortgeführt; Schiller verliebt sich unglücklich in Charlotte von Wolzogen, der Tochter des Hauses

24.07.1783
Schiller reist überstürzt nach Mannheim

01.09.1783-
31.08.1784
Schiller tritt in Kontakt mit Dalberg wegen einer Verpflichtung als Theaterdichter (spärliches Jahresgehalt von 300 Gulden für drei Stücke im Jahr, übernimmt auch dramaturgische Aufgaben, Vertrag wird nicht verlängert)

1784
Schiller erkrankt schwer( „kaltes Fieber“ = Seuche → Gesundheit für Rest seines Lebens geschädigt ; der „Fiesco“ und „Kabale und Liebe“ werden mit großem Erfolg uraufgeführt; Vorbereitung der Rheinischen Thalia; Die Bekanntschaft mit Charlotte von Kalb führt zu neuen seelischen Konflikten

27.12.1784
Schiller bekommt durch Karl August den Titel eines „fürstlichen Rates“ verliehen

April 1785-
Juli 1787
reist von Mannheim nach Leipzig und lebt als Gast bei Christian Gottfried Körner → lebenslanger Freund

September 1785
Schiller bewohnt das Weinberghaus Körners in Loschwitz nahe Dresden) an der Elbe

1785
Fortsetzung der „Thalia“, „Ode an die Freude“ und weitere Arbeit am „Don Carlos“ und an Prosaerzählungen

1787
Schiller verliebt sich in Henriette von Arnim; „Don Carlos“ und „Der Geisterreiter“ erscheint bei Göschen in Leipzig; innere Unruhe treibt ihn weiter

Juli 1787-
Mai 1788
Aufenthalt Schillers in Weimar; Kontakte mit Charlotte von Kalb, Wieland, Herder, Knebel und Corona Schröter

August
Reise nach Jena

Dezember 1788
Schiller besucht Henriette von Wolzogen in Meiningen und seine Schwester Christophine, die mit Reinwald verheiratet ist; in Rudolstadt kehrt er bei der Familie von Lengefeld ein und macht die Bekanntschaft mit den Töchtern Caroline und Charlotte

1788
Arbeit an „Der Geschichte des Abfalls der vereinigten Niederlande“ von der Spanischen Regierung, Veröffentlichung im Herbst; die Götter Griechenlands erscheinen in „Wielands Teutschem Merkur“

Mai-August 1788
Schiller wohnt in Volkstädt, in der Nähe von Rudolstadt, wo er fast täglich die Familie von Lengefeld besucht

August-November 1788
Schiller siedelt um nach Rudolstadt und beendet „Die Geschichte des Abfalls der vereinigten Niederlande“

07.09.1788
Schiller begegnet zum ersten Mal Goethe

15.12.1788
Schiller wird zum unbesoldeten Professor für Geschichte an die Universität Jena berufen

1789
Übersiedlung Schillers nach Jena

26.05.1789
Schiller hält seine erste, berühmt gewordene Vorlesung: „Was heißt und zu welchem Ende studiert man Universalgeschichte?“

August 1789
Schiller reist nach Leipzig und verlobt sich mit Charlotte von Lengefeld

September-Oktober 1789
Schiller weilt vorübergehend in Rudolstadt und Volkstädt

Dezember 1789
Schiller schließt Freundschaft mit Wilhelm von Humboldt

Januar 1790
Schiller wird der Hofratstitel verliehen

22.02.1790
in der Dorfkirche zu Wenigenjena heiratet Schiller Charlotte von Lengefeld

September 1790
es erscheint die „Geschichte des Dreißigjährigen Krieges“; setzt historische Arbeit fort und beschäftigt sich mit der Antike (griechische Götter)

1791
erste Erkrankung Schillers an Lungen- und Rippenfellentzündung, die nicht vollständig geheilt werden kann; Schiller beginnt mit seinen Kant-Studien

Juli 1791
Schiller fährt zur Kur nach Karlsbad

Dezember 1791
aufgrund der Kränklichkeit und der Fürsprache des Dichters Jens Baggesen bieten Friedrich Christian von Augustenburg und Graf Ernst von Schimmelmann Schiller eine dreijährige (später um 2 weitere Jahre verlängert) Pension an; gibt Professur auf

1792
Schiller betreibt weiter seine Kant-Studien und ist gesundheitlich in keiner guten Verfassung

Oktober 1792
die französische Nationalversammlung verleiht Schiller das französische Bürgerrecht

1793
Schiller verfasst „Anmut und Würde“, „Über das Erhabene“, „Über die ästhetische Erziehung des Menschen“ und schreibt einen Dankesbrief an den Herzog Friedrich Christian

August 1793-
Mai 1794
Schiller durchreist Schwaben

08.09.1793
Ankunft des Ehepaares Schiller in Ludwigsburg

14.09.1793
Schillers Sohn Karl Friedrich Ludwig wird geboren

1794
Schiller besucht seine Familie, Freunde und Lehrer; Aufenthalt in Stuttgart und Tübingen; knüpft Kontakt zum Verleger Cotta

15. 05.1794
Schiller trifft in Jena ein

Sommer 1794
das Gespräch über die Urpflanze begründet die Freundschaft mit Goethe

September 1794
Schiller reist nach Weimar und besucht Goethe; lädt ihn ein an „Horen“ mit zu arbeiten; intensiver geistiger Austausch; starker Briefwechsel (Höchstmaß einander ergänzender, korrigierender Produktivität)

1795
die erste Ausgabe der „Horen“ inklusive „Über die ästhetische Erziehung des Menschen“ erscheint; es folgen seines Essays „Belagerung von Antwerpen“ und „Über naive und sentimentale Dichtung“; Schiller lehnt eine Berufung nach Tübingen ab

1796
zum ersten Mal erscheint der „Musenalmanach“ (bis 1800); Schiller und Goethe verfassen die „Xenien“, die ein Jahr später im „Musenalmanach“ erscheinen; Schiller arbeitet am Wallenstein

Juli 1796
Geburt seines zweiten Sohnes Ernst Friedrich Willhelm

07.09. 1796
Schillers Vater stirbt

1797
im Wettstreit mit Goethe dichtet Schiller seine schönsten Balladen: „Der Taucher“, „Der Handschuh“, „Die Kraniche des Ibykus“ u.a., die 1798 im „Musenalmanach“ veröffentlicht werden

1797
Umdichtung des Wallenstein in Jamben

1798
es entstehen weitere Balladen; Schiller setzt die Arbeit am Wallenstein fort

1799
„Wallensteins Trilogie“ wird beendet; Schiller beginnt mit Maria Stuart

Oktober 1799
seine erste Tochter Karoline Henriette Luise wird geboren

03.12.1799
Familie Schiller siedelt um nach Weimar; Schiller wandte sich ganz den Dramen zu

1800
Schiller überarbeit Shakespeares Macbeth für die Bühne; erkrankt an Nervenfieber

Juni 1800
Maria Stuart ist fertig gestellt; nun beginnt Schiller mit der Jungfrau von Orleans

1801
die Jungfrau von Orleans wird beendet; Beginn an der Bearbeitung des „Turandot-stoffes“ von Gozzi

1802
Schiller plant das Drama Wilhelm Tell und arbeitet an der Braut von Messina

29.04.1802
Schillers Mutter stirbt

16.11.1802
Schiller erhält erblichen Adelstitel; zieht ins heutige „Schillerhaus“ (Weimar)

1804
Beendigung des Tell und Planung des Demetrius

April-Mai 1804
Schiller reist nach Berlin

Juli 1804
Geburt von seiner zweiten Tochter Emelie Henriette Luise

November 1804
Schiller verfasst die „Huldigung der Künste“ für den Einzug der Erbprinzessin Maria Pawlowna

1805
„Racines Phaedra“ wird von Schiller für die Bühne bearbeitet; er führt seine Arbeit am Demetrius fort

29.04.1805
letzter öffentlicher Auftritt bei einem Theaterbesuch; Fieberanfall

09.05.1805
Schiller stirbt

11.-12.05.1805
Schiller wird in der Nacht auf dem Jakobsfriedhof beigesetzt

16.09.1827
Schillers sterbliche Überreste werden in die Weimarer Fürstengruft überführt





Worterklärungen

schöngeistige Literatur – bez. Dichtung u. Unterhaltungs- Literatur zur Abgrenzung v. wiss. u. popularwiss. Literatur

Dissertation – schriftliche wissenschaftliche Abhandlung zur Erlangung eines Doktorgrads

Selbstverlag – man verlegt ein Buch selbst und muss für Druckkosten, etc. selbst aufkommen

Kabale = Intrigen

Göschen – Verlag, gegründet von Georg Joachim G.

Horen - Monatsschrift zu deren Ausarbeitung sich eine Gesellschaft bekannter Gelehrter vereinigt hat



Werke



Schauspiele

§ Der Menschenfeind

§ Die Braut von Messina (1803)

§ Die Huldigung der Künste (1804)

§ Die Jungfrau von Orleans (1801)

§ Die Räuber (1782)

§ Die Verschwörung des Fiesco (1784)

§ Don Carlos

§ Kabale und Liebe (1783)

§ Maria Stuart (1800)

§ Semele

§ Wallenstein (1799)

§ Wilhelm Tell (1804)



Gedichte

§ Amalia

§ An Demoiselle Slevoigt

§ An den Frühling

§ An die Freude

§ An die Freunde

§ An die Gesetzgeber

§ An einen Moralisten

§ An Emma

§ An Goethe

§ An Minna

§ Archimedes und der Schüler

§ Ausgang aus dem Leben

§ Berglied

§ Breite und Tiefe

§ Buchhändler-Anzeige

§ Columbus

§ Das Ehrwürdige

§ Das Eleusische Fest

§ Das Geheimnis

§ Das Geheimnis der Reminiszenz

§ Das gemeinsame Schicksal

§ Das Geschenk

§ Das Glück

§ Das Glück und die Weisheit

§ Das Höchste

§ Das Ideal und das Leben

§ Das Kind in der Wiege

§ Das Lied von der Glocke

§ Das Mädchen aus der Fremde

§ Das Mädchen von Orleans

§ Das Siegesfest

§ Das Spiel des Lebens

§ Das Unwandelbare

§ Das Verbindungsmittel

§ Das verschleierte Bild zu Sais

§ Das weibliche Ideal

§ Der Abend

§ Der Alpenjäger

§ Der Antritt des neuen Jahrhunderts

§ Der erhabene Stoff

§ Der Flüchtling

§ Der Gang nach dem Eisenhammer

§ Der Genius

§ Der Genius mit der umgekehrten Fackel

§ Der Graf von Habsburg

§ Der griechische Genius

§ Der Handschuh

§ Der Jüngling am Bache

§ Der Kampf

§ Der Kampf mit dem Drachen

§ Der Kaufmann

§ Der Kunstgriff

§ Der moralische Dichter

§ Der Metaphysiker

§ Der Naturkreis

§ Der philosophische Egoist

§ Der Pilgrim

§ Der Ring des Polykrates

§ Der Sämann

§ Der Spaziergang

§ Der spielende Knabe

§ Der Tanz

§ Der Taucher

§ Der Triumph der Liebe

§ Der Vater

§ Der Zeitpunkt

§ Dem Erbprinzen von Weimar

§ Des Mädchens Klage

§ Deutsche Treue

§ Deutscher Genius

§ Deutsches Lustspiel

§ Deutschland und seine Fürsten

§ Dido

§ Die Antike an den nordischen Wanderer

§ Die Antiken zu Paris

§ Die Begegnung

§ Die berühmte Frau

§ Die beste Staatsverfassung

§ Die Blumen

§ Die Bürgschaft

§ Die Danaiden

§ Die deutsche Muse

§ Die Entzückung an Laura

§ Die Erwartung

§ Die Flüsse

§ Die Freundschaft

§ Die Führer des Lebens

§ Die Geschlechter

§ Die Götter Griechenlands

§ Die Größe der Welt

§ Die Gunst des Augenblicks

§ Die Homeriden

§ Die Ideale

§ Die Johanniter

§ Die Kindesmörderin

§ Die Kraniche des Ibykus

§ Die Künstler

§ Die Macht des Gesanges

§ Die Philosophen

§ Die Sänger der Vorwelt

§ Die Schlacht

§ Die schönste Erscheinung

§ Die Teilung der Erde

§ Die Triebfedern

§ Die unüberwindliche Flotte

§ Die vier Weltalter

§ Die Weltweisen

§ Die Worte des Glaubens

§ Die Worte des Wahns

§ Die Zerstörung von Troja

§ Die zwei Tugendwege

§ Dithyrambe

§ Eine Leichenphantasie

§ Einem Freunde ins Stammbuch

§ Einem jungen Freunde

§ Einer jungen Freundin ins Stammbuch

§ Elegie auf den Tod eines Jünglings

§ Elysium

§ Erwartung und Erfüllung

§ Falscher Studiertrieb

§ Forum des Weibes

§ G. G.

§ Gefährliche Nachfolge

§ Graf Eberhard der Greiner

§ Griechheit

§ Gruppe aus dem Tartarus

§ Güte und Größe

§ Hektors Abschied

§ Hero und Leander

§ Hoffnung

§ Ilias

§ In das Folio-Stammbuch

§ Jeremiade

§ Kant und seine Ausleger

§ Karthago

§ Kassandra

§ Klage der Ceres

§ Kleinigkeiten

§ Laura am Klavier

§ Licht und Wärme

§ Liebe und Begierde

§ Macht des Weibes

§ Melancholie an Laura

§ Menschliches Wirken

§ Menschliches Wissen

§ Nadowessiers Totenlied

§ Naturforscher

§ Nenie

§ Odysseus

§ Parabeln und Rätsel

§ Pegasus im Joche

§ Phantasie an Laura

§ Poesie des Lebens

§ Pompeji und Herculanum

§
Punschlied 1

§ Punschlied 2

§ Quelle der Verjüngung

§ Resignation

§ Ritter Toggenburg

§ Rousseau

§ Sängers Abschied

§ Sehnsucht

§ Shakespeare's Schatten

§ Sprüche des Konfuzius

§ Thekla

§ Theophanie

§ Tugend des Weibes

§ Unsterblichkeit

§ Votivtafeln

§ Weibliches Urteil

§ Wissenschaft

§ Würde der Frauen

§ Würden

§ Zenith und Nadir

§ Zeus zu Hercules



Nachlass

I. Demetrius

Erster Aufzug

Zweiter Aufzug

II. Warbeck

Personen

Konzept

Fragment

III. Die Maltheser

Vorerinnerung

Fragment der ersten Szene

IV. Die Kinder des Hauses

Vorerinnerung











Historische Schriften

§ Denkwürdigkeiten aus dem Leben des Marschalls von Vieilleville

§ Die Gesetzgebung des Lykurgus und Solon

§ Geschichte der Unruhen in Frankreich

§ Geschichte des Abfalls der vereinigten Niederlande von der spanischen Regierung (1788)

§ Geschichte des dreißigjährigen Kriegs (1790)

§ Herzog von Alba bei einem Frühstück auf dem Schloss zu Rudolstadt im Jahre 1547

§ Übersicht des Zustands von Europa zur Zeit des ersten Kreuzzugs

§ Über Völkerwanderung, Kreuzzüge und Mittelalter

§ Universalhistorische Übersicht der merkwürdigsten Staatsbegebenheiten zu den Zeiten Kaiser Friedrichs I.

§ Vorrede zu der Geschichte des Malteserordens nach Vertot von M. N. bearbeitet (1792)



Prosaische Schriften



§ Der Geisterseher. Aus den Papieren des Grafen von O** (1789)

§ Der Verbrecher aus verlorener Ehre. Eine wahre Geschichte (1791)

§ Eine großmütige Handlung aus der neuesten Geschichte

§ Spiel des Schicksals. Ein Bruchstück aus einer wahren Geschichte

§ Vorrede zu dem ersten Teil der merkwürdigsten Rechtsfälle nach Pitaval



Philosophische Schriften



§ Briefe über Don Carlos

§ Der Spaziergang unter den Linden

§ Die Schaubühne als eine moralische Anstalt betrachtet

§ Die Sendung Moses

§ Etwas über die erste Menschengesellschaft nach dem Leitfaden der mosaischen Urkunde

§ Gedanken über den Gebrauch des Gemeinen und Niedrigen in der Kunst

§ Philosophische Briefe

§ Über Anmut und Würde (1793)

§ Über das Erhabene (1793)

§ Über das gegenwärtige deutsche Theater

§ Über das Pathetische

§ Über die notwendigen Grenzen beim Gebrauch schöner Formen

§ Über den Grund des Vergnügens an tragischen Gegenständen

§ Über den moralischen Nutzen ästhetischer Sitten

§ Über den Zusammenhang der tierischen Natur des Menschen mit seiner geistigen

§ Über die ästhetische Erziehung des Menschen, in einer Reihe von Briefen (1795)

§ Über die tragische Kunst

§ Über naive und sentimentalische Dichtung (1795)

§ Was heißt und zu welchem Ende studiert man Universalgeschichte? Eine akademische Antrittsrede (1789)

§ Zerstreute Betrachtungen über verschiedene ästhetische Gegenstände



Rezensionen

§ An den Herausgeber der Propyläen

§ Über Bürgers Gedichte

§ Über den Gartenkalender auf das Jahr 1795

§ Über Egmont

§ Über Matthissons Gedichte



Übersetzungen

§ Der Neffe als Onkel

§ Der Parasit

§ Iphigenie in Aulis

§ Macbeth (1800)

§ Phädra (1805)

§ Phönizierinnen des Euripides

§ Turandot



Herausgegebene Magazine

§ Thalia

§ Horen



Horen



1749 lud Schiller die bedeutendsten Schrift- steller seiner Zeit ein an der Ausarbeitung einer Monatsschrift teil zu nehmen und bekam viele Zusagen. Er verfasste eine Anzeige an die eingeladenen Schriftsteller und sprach Bestimmungen und Inhalt des aus.



„Die Horen

Unter diesem Titel wird mit dem Anfang des Jahres 1795 eine Monatsschrift erscheinen, zu deren Verfertigung eine Gesellschaft bekannter Gelehrten sich vereinigt hat. Sie wird sich über alles verbreiten, was mit Geschmack und philosophischem Geiste behandelt werden kann, und also sowohl philosopischen Untersuchungen, als historischen und poetischen Darstellungen offen stehen. Alles, was entweder bloß den gelehrten Leser interessiren, oder was bloß den nichtgelehrten befriedigen kann, wird davon ausgeschlossen sein; vorzüglich aber und unbedingt wird sie sich alles verbieten, was sich auf Staatsreligion und politische Verfassung bezieht. Man widmet sie der schönen Welt zum Unterricht und zur Bildung, und der gelehrten zu einer freien Forschung der Wahrheit und zu einem fruchtbaren Umtausch der Ideen; und indem man bemüht sein wird, die Wissenschaft selbst, durch den innern Gehalt, zu bereichern, hofft man zugleich den Kreis der Leser durch die Form zu erweitern.

Unter der großen Menge von Zeitschriften ähnlichen Inhalts dürfte es vielleicht schwer sein, Gehör zu finden, und, nach so vielen verunglückten Versuchen in dieser Art, noch schwerer, sich Glauben zu verschaffen. Ob die Herausgeber der gegenwärtigen Monatsschrift gegründetere Hoffnungen haben, wird sich am besten aus den Mitteln abnehmen lassen, die man zu Erreichung jenes Zweckes eingeschlagen hat.

Nur der innere Werth einer literarischen Unternehmung ist es, der ihr ein dauerndes Glück bei dem Publicum versichern kann; auf der andern Seite aber ist es nur dieses Glück, welches ihrem Urheber den Muth auf die Kräfte gibt, etwas beträchtliches auf ihren Werth zu verwenden. Die große Schwierigkeit also ist, dass der Erfolg gewissermaßen schon realisirt sein müßte, um den Aufwand, durch den allein er zu realisiren ist, möglich zu machen. Aus diesem Zirkel ist kein anderer Ausweg, als daß ein unternehmender Mann an jenen problematischen Erfolg so viel wage, als etwa nöthig sein dürfte, ihn gewiß zu machen.

Für Zeitschriften dieses Inhalts fehlt es gar nicht an einem zahlreichen Publicum, aber in dieses Publicum theilen sich zu viele einzelne Journale. Würde man die Käufer aller hieher gehörigen Journale zusammenzählen, so würde sich eine Anzahl entdecken lassen, welche hinreichend wäre, auch die kostbarste Unternehmung im Gange zu erhalten. Diese ganze Anzahl nun steht derjenigen Zeitschrift zu Gebot, die alle die Vortheile in sich vereinigt, wodurch jene Schriften im einzelnen bestehn, ohne den Kaufpreis einer einzelnen unter denselben beträchtlich zu übersteigen.

Jeder Schriftsteller von Verdienst hat in der lesenden Welt seinen eigenen Kreis, und selbst der am meisten gelesene hat nur einen größeren Kreis in derselben. So wiet ist es noch nicht mit der Cultur der Deutschen gekommen, daß sich das, was den Besten gefällt, in Jedermanns Händen finden sollte. treten nun die vorzüglichsten Schriftsteller der Nation in eine literarische Association zusammen, so vereinigen sie eben dadurch das vorher getheilt gewesene Publicum, und das Werk, an welchem alle Antheil nehmen, wird die ganze lesende Welt zu seinem Publicum haben. Dadurch aber ist man im Stande, jedem Einzelnen alle die Vortheile anzubieten, die der allerweiteste Kreis der Leser und Käufer einem Autor nur immer verschaffen kann.

Ein Verleger, der diesem Unternehmen in jeder Rücksicht gewachsen ist, hat sich bereits in dem Buchhändler Cotta von Tübingen gefunden, und ist bereit, sie ins Werk zu richten, sobald die erforderliche Anzahl von Mitarbeitern sich zusammengefunden haben wird. Jeder Schriftsteller, an den man diese Anzeige sendet, wird also zum Beitritt an dieser Societät eingeladen, und man hofft dafür gesorgt zu haben, daß er in keiner Gesellschaft, die seiner unwürdig wäre, vor dem Publicum auftreten soll. Da aber die ganze Unternehmung nur unter der Bedingung einer gehörigen Anzahl von Theilnehmern möglich ist, so kann man keinem der eingeladenen Schriftsteller zugestehn, seinen Beitritt bis nach Erscheinung des Journals aufzuschieben, weil man schon vorläufig wissen muss, auf wen man zu rechnen hat, um an die Ausführung auch nur denken zu können. Sobald aber die erforderliche Anzahl sich zusammengefunden hat, wird solches jedem Theilnehmer an der Zeitschrift unverzüglich bekannt gemacht werden.

Jeden Monat ist man übereingekommen, ein Stück von 9 Bogen in Median zu liefern; der gedruckte Bogen wird mit sechs Louisd'ors in Golde bezahlt. Dafür verspricht der Verfasser, von diesen einmal abgedruckten Aufsätzen drei Jahre nach ihrer Erscheinung keinen andern öffentlichen Gebrauch zu machen, es sei denn, dass beträchtliche Veränderungen damit vorgenommen worden wären.

Obgleich von denjenigen Gelehrten, deren Beiträge man sich ausbittet, nichts, was ihrer selbst und einer solchen Zeitschrift nicht ganz würdig wäre, zu befürchten ist, so hat man doch, aus leicht begreiflichen Gründen, die Verfügung getroffen, daß kein Manuscript eher dem Druck übergeben werde, als bis es einer dazu bestimmten Anzahl von Mitgliedern zur Beurtheilung vorgelegt worden ist. Dieser Convention werden sich die H. H. Theilnehmer um so eher unterwerfen, als sie versichert sein können, daß höchstens nur die relative Zweckmäßigkeit ihrer Beiträge in Rücksicht auf den Plan und das Interesse des Journals zur Frage kommen kann. Eigenmächtige Abänderungen wird weder der Redacteur noch der Ausschuß sich in den Manuscripten erlauben. Sollten welche nöthig sein, so versteht es sich von selbst, daß man den Verfasser ersuchen wird, sie selbst vorzunehmen. Der Abdruck der Manuscripte wird sich nach der Ordnung richten, in der sie eingesandt werden, soweit dieses mit der nöthigen Mannigfaltigkeit des Inhalts in den einzelnen Monatsstücken bestehen kann. Eben diese Mannifgaltigkeit macht die Verfügung nothwendig, daß kein Beitrag durch mehr als drei Stücke fortgesetzt werde, und in keinem einzelnen Stück mehr als sechzig Seiten einnehme.

Briefe und Manuscripte sendet man an den Redacteur dieser Monatsschrift, der den Hn. Verfassern für ihre eingesandten Beiträge steht, und bereit ist, jedem, sobald es verlangt wird, Rechnung davon abzulegen.

Daß von dieser Anzeige kein öffentlicher Gebrauch zu machen sei, wird kaum nöthig sein zu erinnern.



Jena am 13. Juni 1794.



Friedrich Schiller,

Hofrath und Professor zu Jena“



Schiller beschäftigte sich 1798 intensiv mit „Wallenstein „ und es fehlte ihm an guten und zuverlässigen Mitarbeitern, deshalb kam es mit dem 12. Heft des Jahrgangs 1797 zum Ende von „Horen“.



Schiller und die Frauen



§ 1782 Schiller (22) Affäre mit seiner Zimmerwirtin Luise Dorothea Vischer (30) , streitet es ab

§ Henriette von Wolzogen erliegt seinem Charme, er 1782 Geldmangel, gibt ihm Asyl auf thüringische Gut Bauerbach

§ dort lernt er Tochter des Hauses Charlotte kennen, verliebt sich u. wirbt um sie, als er erfolglos verlässt er Gut

§ 1784 er erfolgloser Theaterdichter, lernt Schriftstellerin Charlotte von Kalb kennen, wollen 1788 Heirat

§ Margarete Schwan, Schwester eines Freundes = geistreich, hübsch, liebenswürdig, hält um ihre Hand an, Vater erteilt Absage

§ 1787 erotisches Verhältnis mit Henriette von Armin

§ 1788 Bekanntschaft mit Caroline (verheiratet) u. Charlotte von Lengefeld, verliebt in beide, Charlotte will Entscheidung, 1789 Verlobung mit Charlotte

§ 1791 Bekanntschaft mit Sophie Mereau, entdeckte und förderte ihr Talent, Mereau durfte Gedichte in „Thalia“ veröffnen, eine der wenigen Frauen die Schiller auf Grund ihres schriftstellerischen Könnens respektierte

Schiller & Goethe



Zwei unterschiedliche Geister



Schiller →← Goethe

Drang zum Extremen, Bezogen auf

zu philosophischen Erfahrungen,

Spekulationen, naturwissenschaftlich

Geschichts bezogen bezogen



Entwicklung der Freundschaft

§ 7.9.1788 erste Begegnung; Schiller nicht von Goethe angetan, da dieser seine literarischen Werke ablehnt

§ Goethe vermittelt Schiller eine Stelle an der Universität in Jena

§ Juli 1794 nach kontroverser Auseinandersetzung über Goethes „Urpflanze“ kommt es zu ersten Annäherungen

→ intensiver Geistiger Austausch

§ September 1794 Schiller reist nach Weimar u. besucht Goethe; lädt ihn ein an „Horen“ mit zu arbeiten (Antwort: „Ich werde mit Freuden und von ganzem Herzen von der Gesellschaft sein“); intensiver geistiger Austausch; starker Briefwechsel (Höchstmaß einander ergänzender, korrigierender Produktivität)

§ arbeiten zunehmend miteinander und tauschen sich über ästhetische Grundsatzfragen ständig aus

§ 1796 arbeiten gemeinsam an „Xenien“, ein Werk, dass mit der zeitgenössischen dt. Literatur abrechnet

§ schreiben im Wettstreit einige ihrer schönsten Balladen

§ Goethe über Schiller: „In diesem Drange des Widerstreits übertraf alle meine Wünsche und Hoffnungen das auf einmal sich entwickelnde Verhältnis zu Schiller; von der ersten Annäherung an war es ein unaufhaltsames Fortschreiten philosophischer Ausbildung und ästhetischer Tätigkeit. Zum Behuf seiner ,Horen' musste ihm sehr angelegen sein, was ich im Stillen gearbeitet, angefangen, unternommen, sämtlich zu kennen, neu anzuregen und zu nutzen; für mich war es ein neuer Frühling, in welchem alles froh nebeneinander keimte und aus aufgeschlossenen Samen und Zweigen hervorging.“

§ Zusammenarbeit zweier unterschiedlicher Geister

→ einzigartig für Entwicklung der dt. modernen Literatur

u. der europ. Literatur

§ wollen gegen „Dunkelmänner“ des Staates vorgehen, Kritik durch Artikeln

§ Veröffentlichen gemeinsam verschiedene Schriften

§ 1797 Druck der „Horen“ eingestellt, zu anspruchsvoll, zu wissenschaftlich

§ E$nde der Beziehung 1805 (Krankheit, Schillers Tod)

→ Goethe sagte, dass er in ihm die Hälfte seines Daseins

verlor





Früchte des gemeinsamen Schaffens

§ Goethe fragte Schiller nach Meinung zu „Willhelm Meisters Lehrjahre“

→ Beendigung 1796 nach 20 jähriger Arbeit

§ Schiller drängte Goethe seinen „Faust“ zu beenden

§ gemeinsame Monatsschrift „Horen“

§ Kritik an dt. Literatur mit „Xenien“ (1796)

§ 1797 im Wettstreit entstanden ihre schönsten Balladen (Schiller: „Der Taucher“, „Der Handschuh“, … ; Goethe: „Der Zauberlehrling“, „Die Braut von Korinth“, …)

§ bei Gestaltung des Kranich – Motiv des Werkes „Die Kraniche des „Ibykus“ wird Freundschaft und Beeinflussung deutlich











Die Kraniche des Ibykus





Zum Kampf der Wagen und Gesänge,
Der auf Korinthus Landesenge
Der Griechen Stämme froh vereint,
Zog Ibykus, der Götterfreund.
Ihm schenkte des Gesanges Gabe,
Der Lieder süßen Mund Apoll;
So wandert' er am leichten Stabe
Aus Rhegium, des Gottes voll.

Schon winkt auf hohem Bergesrücken
Akrokorinth des Wandrers Blicken,
Und in Poseidons Fichtenhain
Tritt er mit frommem Schauder ein.
Nichts regt sich um ihn her; nur Schwärme
Von Kranichen begleiten ihn,
Die fernhin nach des Südens Wärme
In graulichtem Geschwader ziehn.

"Seid mir gegrüßt, befreundte Scharen,
Die mir zur See Begleiter waren!
Zum guten Zeichen nehm' ich euch,
Mein Los, es ist dem euren gleich.
Von fern her kommen wir gezogen
Und flehen um ein wirtlich Dach -
Sei uns der Gastliche gewogen,
Der von dem Fremdling wehrt die Schmach!"

Und munter fördert er die Schritte,
Und sieht sich in des Waldes Mitte;
Da sperren auf gedrangem Steg
Zwei Mörder plötzlich seinen Weg.
Zum Kampfe muss er sich bereiten,
Doch bald ermattet sinkt die Hand,
Sie hat der Leier zarte Saiten,
Doch nie des Bogens Kraft gespannt.

Er ruft die Menschen an, die Götter,
Sein Flehen dringt zu keinem Retter;
Wie weit er auch die Stimme schickt,
Nichts Lebendes wird hier erblickt.
"So muss ich hier verlassen sterben,
Auf fremdem Boden unbeweint,
Durch böser Buben Hand verderben,
Wo auch kein Rächer mir erscheint!"

Und schwer getroffen sinkt er nieder,
Da rauscht der Kraniche Gefieder;
Er hört, schon kann er nicht mehr sehn,
Die nahen Stimmen furchtbar krähn.
"Von euch, ihr Kraniche dort oben,
Wenn keine andre Stimme spricht,
Sei meines Mordes Klag' erhoben!"
Er ruft es, und sein Auge bricht.

Der nackte Leichnam wird gefunden,
Und bald, obgleich entstellt von Wunden,
Erkennt der Gastfreund in Korinth
Die Züge, die ihm teuer sind.
"Und muss ich so dich wieder finden,
Und hoffte mit der Fichte Kranz
Des Sängers Schläfe zu umwinden,
Bestrahlt von seines Ruhmes Glanz!"

Und jammernd hören's alle Gäste,
Versammelt bei Poseidons Feste,
Ganz Griechenland ergreift der Schmerz,
Verloren hat ihn jedes Herz.
Und stürmend drängt sich zum Prytanen
Das Volk, es fodert seine Wut,
Zu rächen des Erschlagnen Mannen,
Zu sühnen mit des Mörders Blut.

Doch wo die Spur, die aus der Menge,
Der Völker flutendem Gedränge,
Gelocket von der Spiele Pracht,
Den schwarzen Täter kenntlich macht?
Sind's Räuber, die ihn feig erschlagen?
Tat's neidisch ein verborgner Feind?
Nur Helios vermag's zu sagen,
Der alles Irdische bescheint.

Er geht vielleicht mit frechem Schritte
Jetzt eben durch der Griechen Mitte,
Und während ihn die Rache sucht,
Genießt er seines Frevels Frucht.
Auf ihres eignen Tempels Schwelle
Trotzt er vielleicht den Göttern, mengt
Sich dreist in jene Menschenwelle,
Die dort sich zum Theater drängt.

Denn Bank an Bank gedränget sitzen,
Es brechen fast der Bühne Stützen,
Herbei geströmt von fern und nah,
Der Griechen Völker wartend da,
Dumpf brausend wie des Meeres Wogen;
Von Menschen wimmelnd wächst der Bau
In weiter stets geschweiftem Bogen
Hinauf bis in des Himmels Blau.

Wer zählt die Völker, nennt die Namen,
Die gastlich hier zusammen kamen?
Von Cekrops8) Stadt, von Aulis Strand,
Von Phocis, vom Spartanerland,
Von Asiens entlegner Küste,
Von allen Inseln kamen sie,
Und horchen von dem Schaugerüste
Des Chores grauser Melodie,

Der, streng und ernst, nach alter Sitte
Mit langsam abgemessnem Schritte
Hervor tritt aus dem Hintergrund,
Umwandelnd des Theaters Rund.
So schreiten keine ird'schen Weiber!
Die zeugete kein sterblich Haus!
Es steigt das Riesenmaß der Leiber
Hoch über Menschliches hinaus.

Ein schwarzer Mantel schlägt die Lenden,
Sie schwingen in entfleischten Händen
Der Fackel düsterrote Glut,
In ihren Wangen fließt kein Blut.
Und wo die Haare lieblich flattern,
Um Menschenstirnen freundlich wehn,
Da sieht man Schlangen hier und Nattern
Die Gift geschwollnen Bäuche blähn.

Und schauerlich gedreht im Kreise,
Beginnen sie des Hymnus Weise,
Der durch das Herz zerreißend dringt,
Die Bande um den Frevler9) schlingt.
Besinnung raubend, Herz betörend
Schallt der Erinnyen Gesang,
Er schallt, des Hörers Mark verzehrend,
Und duldet nicht der Leier Klang:

"Wohl dem, der frei von Schuld und Fehle
Bewahrt die kindlich reine Seele!
Ihm dürfen wir nicht rächend nahn,
Er wandelt frei des Lebens Bahn.
Doch wehe, wehe, wer verstohlen
Des Mordes schwere Tat vollbracht!
Wir heften uns an seine Sohlen,
Das furchtbare Geschlecht der Nacht."

"Und glaubt er fliehend zu entspringen,
Geflügelt sind wir da, die Schlingen
Ihm werfend um den flücht'gen Fuß,
Dass er zu Boden fallen muss.
So jagen wir ihn, ohn' Ermatten,
Versöhnen kann uns keine Reu',
Ihn fort und fort bis zu den Schatten,
Und geben ihn auch dort nicht frei."

So singend, tanzen sie den Reigen,
Und Stille, wie des Todes Schweigen,
Liegt überm ganzen Hause schwer,
Als ob die Gottheit nahe wär'.
Und feierlich, nach alter Sitte,
Umwandelnd des Theaters Rund,
Mit langsam abgemessnem Schritte
Verschwinden sie im Hintergrund.

Und zwischen Trug und Wahrheit schwebet
Noch zweifelnd jede Brust und bebet,
Und huldiget der furchtbarn Macht,
Die richtend im Verborgnen wacht,
Die unerforschlich, unergründet
Des Schicksals dunkeln Knäuel flicht,
Dem tiefen Herzen sich verkündet,
Doch fliehet vor dem Sonnenlicht.

Da hört man auf den höchsten Stufen
Auf einmal eine Stimme rufen:
"Sieh da, sieh da, Timotheus,
Die Kraniche des Ibykus!" -
Und finster plötzlich wird der Himmel,
Und über dem Theater hin
Sieht man in schwärzlichtem Gewimmel
Ein Kranichheer vorüberziehn.

"Des Ibykus!" - Der teure Name
Rührt jede Brust mit neuem Grame,
Und wie im Meere Well' auf Well',
So läuft's von Mund zu Munde schnell:
"Des Ibykus? Den wir beweinen?
Den eine Mörderhand erschlug?
Was ist's mit dem? Was kann er meinen?
Was ist's mit diesem Kranichzug?" -

Und lauter immer wird die Frage,
Und ahnend fliegt's mit Blitzeschlage
Durch alle Herzen: "Gebet Acht,
Das ist der Eumeniden Macht!
Der fromme Dichter wird gerochen,
Der Mörder bietet selbst sich dar!
Ergreift ihn, der das Wort gesprochen,
Und ihn, an den's gerichtet war!"

Doch dem war kaum das Wort entfahren,
Möcht' er's im Busen gern bewahren;
Umsonst! Der schreckenbleiche Mund
Macht schnell die Schuldbewussten kund.
Man reißt und schleppt sie vor den Richter,
Die Szene wird zum Tribunal,
Und es gestehn die Bösewichter,
Getroffen von der Rache Strahl.


























Ibykos (lat. –cus)

§ griechischer Lyriker aus Rhegion (heute: Reggio die Calabria) in Unteritalien

§ lebte um 525 v. Chr. als fahrender Sänger in Süditalien, Sizilien und auf Samos am Hofe des Polykrates

§ seine in sieben Büchern gesammelten Gedichte waren dorische Chorlieder, zumeist zum Preise schöner Knaben oder mythischen Inhalts; es zeigt sich eine Verwandtschaft zu aiolisch-ionischer Lyrik.

§ Ibykos’ Tod bei Korinth hat F. v. Schiller nach einer antiken Erzählung gestaltet

§ möglicherweise ist diese in Anlehnung an die Bedeutung ibux (ibyx), also Kranich, entstanden



Sage: Die Kraniche des Ibicus

Der Kränche Kundschaft.

Rehzzo in Sicilia war etwas mächtig, ist aber (...) von Barbarossa übel zerstört worden; daselbst lebte Anno 533 vor Christi Geburt Ibicus, ein berühmter Poet, der war in so hoher Achtung, dass ihn Polycrates, Herr zu Samo, zu sich holen ließe, ihn herzlich traktierte und mit einer ehrlichen Begabung wieder abfertigte; dieser ward auf seiner Heimfahrt von etlichen Waltfischern ausgespähet, angegriffen und ermor’t; da er nun sterben sollte, sahe er ungefähr etliche Kranich’ vorüberfliehen, denen er zuschriehe und sagte, sie sollten seinen Tod rächen, dessen Mörder nur lachten; lang hernach, als Ibicus schier vergessen und genug von seinen Mitbürgern beklagt worden war, musste die Gemein etlicher Geschäften halber zusammen, darunder sich die Mörder auch befanden. Als nun ungefähr etliche Kränch’ überhinflohen, dagten diese undereinander: „Sehet, des Ibici Kränch!“ Die, so darnebenstunden und es höreten, packten des Namens halber diese Gesellen an, welche darauf gefangen und gefoltert: und nach ihrer Bekandtnuß der Justiz gemäß gerichtet wurden.



Charakter



lt. der Biographie Schillers geschrieben von Karoline Wolzogen

§ hatte eine große Selbstachtung, war ihm sehr wichtig

§ Ehrlichkeit sehr wichtig

§ sehr sittlich, wirkte dadurch tief u. allergreifen

§ „schaute gern den Menschen direkt ins Herz“

§ „zarte Empfänglichkeit für Freude und Schmerz“, sehr mitfühlend

§ gefühlvoll

§ tröstet

§ taktvoll, verständnisvoll

§ macht sich nie über andere lustig

§ starker Gerechtigkeitssinn

§ hilft kranken Menschen, wenn sie Hilfe brauchen ohne Einschränkungen



Wirkung



§ Schiller von meisten Romantikern sehr kritisch beurteilt, doch seine Wirkung u. Popularität breiten sich in hohem Maße aus ( ≠ Goethes nahm stetig ab)

§ Goethe äußerte sich über Schiller, dass er weit mehr als er „als Freund des Volkes“ gelte

§ 1841 bemerkte Riemer: „Schiller […] ist der Abgott der Jugend, der Liebling der Frauen, das Orakel der Alten, die Begeisterung des Kriegers in Schlachten und Erstürmungen, die Devise und der Weltspruch der debattierenden Republikaner“

§ trotz der Kritik anderer Schriftsteller wurde Schiller zu einer Art „Ikone“

§ Höhepunkte der Verehrung und des Gleichsinnens waren schon das Stuttgarter Schillerfest 1839 und die zahlreichen Schillerfeiern 1859

§ Berthold Auerbach: „Schiller ist und bleibt der Fahnenruf zur schönen Menschlichkeit, zur deutschen Brüderlichkeit und Nationalen kraft“

§ Grillparzer warnte schon davor, Schiller als Vorwand zu missbrauchen, um politische und staatliche Konzepte völlig zu revolutionieren

§ Thomas Mann sprach 1955 in seinem „Versuch über Schiller“ von dem „glänzendsten, rhetorisch packendsten , das im deutschen und vielleicht in der Welt je erfunden worden, eine Mischung von Reflexionen und Affekt, des dramatischen Geistes so voll, dass es schwer ist seither, von der Bühne zu reden, ohne zu ´schillerisieren`.“

§ nicht umsonst galt das ‘Schillisieren’ schon im 19.Jh. von Büchner, Hebbel, Otto Ludwig bis hin zu Lassale, Marx und Engels als eine der dramatischen Hauptstilarten ( die andere wurde Shakespeares u. Goethe zugeschrieben) der man sich je nach der ideologisch-ästhetischen Einstellung entweder verschrieb ( wie Lassalle im 19.Jh. oder Hochmuth im 20.Jh.) oder man sich abwandte (wie Büchner im 19. Jh. und Brecht im 20. Jh.)

§ als Dramatiker hörte Schiller nie auf Regisseure u. Schauspieler herauszufordern

§ Dichtung gab nicht nur Impulse in andere Länder, auch in andere Künste (Oper, Lied, Malerei, Skulpturen)

§ mit seinen philosophischen Werken beeinflusste er wirken anderer Schriftsteller u. anderer Personen mit Diskussionen über Ästhetik

§ nicht alle in Stücke in Schillers ursprünglicher Form aufgeführt (z.B. „Räuber“ systematisch verändert um Volk anzupassen mehr → mehr Profit)

§ noch heute große Verehrung, z.B. 2005 das Schillerjahr





Konflikt



§ schon frühe Konflikte Schillers mit dem pol. System, auf Grund seiner Freiheitsansichten gesellschaftliche

§ Bindung des Absolutismus passt nicht zu persönlichem Idealismus des Freiheitsgefühles



↓ Entstehung eines Gegensatzes



frühere Dramen: sozialkritische Tendenzen u. Auflehnung gegen Despotismus (System der Gewaltherrschaft)

jetzige Dramen: Darstellung des Einzelschicksales



→ innere Befreiung des Individuums trotz tragischer

Lösung des Konflikts



durch Kantstudien: Entscheidende Wende in Schillers theoretischem Denken: Idealen-Ethik

Quellen



Bilder:

www.google.de.imghp?hl=de&tab=wi&q



Sturm und Drang, Wirkung, Biografie:

ww1.pausenhof.de/referate_suche.php?page=48w=Schiller&csid=a999a8a11edcad35ab93203d6c91f62a8#



Biografie:

www.friedrich-von-schiller.de/zeittafel.htm

www.wissen-im-netz.info/literatur/schiller/bio/index.htm



Werke:

www.wissen-im.netz.info/literatur/schiller/werke.htm



Schiller und Goethe

www.friedrich-von-schiller.de/zeittafel.htm

www.johannwolfgangvongoethe.com



Kraniche:

www.nok.de/sek1/html/weitere/deutsch/ProjektbeispielDieKranichedesIbykus.htm



Horen:

www.kuehnle-online.de/literatur/schiller/horen



Frauen:

bildungs.focus.msn.de/hps/fd/article.htm?id=14051



Charakter:

www.kuehnle-online.de/literatur/schiller/bio/wolzogen/12.htm

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Biografie für Folie:



Biografie

Johann Christoph Friedrich von Schiller

(1759-1805)



10.11.1759
Johann Christoph Friedrich Schiller wird in Marbach geboren

die ersten 4 Jahre
lebte mit Mutter und Schwester allein, da der Vater im sieben jährigen Krieg dient

1764-1766
Familie Schiller lebt in Lorch; der Dorfpfarrer Mosel unterrichtet Friedrich

1766
Umzug der Familie nach Ludwigsburg

1767
Friedrich besucht die Lateinschule der Stadt

1772
Friedrich wird konfirmiert; er schreibt die ersten verloren gegangenen Trauerspiel- versuche: „Die Christen“ und „Absalom“

1773-1780
Studium; häufige Krankheit

16.1.1773
Friedrich tritt auf Befehl des Herzogs in seine „Militärpflanzschule“ ein und studiert Jura

1775
Militärakademie zieht nach Stuttgart um; Schiller beginnt mit seinem Medizinstudium; macht erste lyrische und dramatische Versuche

1777
Die ersten Szenen der Räuber entstehen unter Einfluss der Aufklärung

1779
die lateinische Dissertation „Philosophie der Physiologie“ wird nicht gedruckt, Schiller gezwungen , weitere Fassung einzureichen

1780
14.Dezember Preisverleihung und Ent- lassung aus Karlsschule; Schiller als Militärarzt zum Stuttgarter Regiment geschickt

1781-1782
Schiller lebt und arbeitet als Dichter und Arzt in Stuttgart

1781
Die „Laura-Oden“ entstehen; Schiller veröffentlich „Die Räuber“ anonym im Selbstverlag

13.01.1782
Die Räuber werden mit überwältigendem Erfolg aufgeführt;

Frühjahr 1782
Schillers Gedichtsammlung „Anthologie auf das Jahr 1782“ erscheint

Juli 1782
wegen einer zweiten unerlaubten Reise nach Mannheim kriegt Schiller 14 Tage Haft

Aug. 1782
Herzog verbietet dichterische Betätigung

22.09.1782
Schiller mit Freund Andreas Streicher

Okt.-Dez. 1782
Schiller und Streicher auf ihrer Flucht in Frankfurt und Mannheim bis sie im Gasthof zu Oggersheim inkognito einmieten

07.12.1782-
24.07.1783
Schiller reist nach Bauernbach in Thüringen und findet dort Asyl

1782-1783
in Meiningen Arbeit als Bibliothekar; schließt Freundschaft mit Bibliothekar Reinwald, späteren Gatten seiner Schwester

1783
„Kabale und Liebe“ beendet und die Arbeit am „Don Carlos“ fortgeführt; Schiller verliebt sich unglücklich in Charlotte von Wolzogen

24.07.1783
Schiller reist überstürzt nach Mannheim

01.09.1783-
31.08.1784
Schiller Kontakt mit Dalberg wegen Verpflichtung als Theaterdichter

1784
Schiller erkrankt schwe; „Fiesco“ und „Kabale und Liebe“ mit großem Erfolg uraufgeführt Bekanntschaft mit Charlotte von Kalb

27.12.1784
Schiller bekommt Titel „fürstlicher Rat“

April 1785-
Juli 1787
von Mannheim nach Leipzig und lebt als Gast bei Christian Gottfried Körner

Sep. 1785
Schiller bewohnt das Weinberghaus Körners

1785
Fortsetzung „Thalia“, „Ode an die Freude“ u. weitere Arbeit am „Don Carlos“

1787
Schiller verliebt in Henriette von Arnim

Juli 1787-
Mai 1788
Aufenthalt Schillers in Weimar

August
Reise nach Jena

Dezember 1788
kehrt bei der Familie von Lengefeld ein und macht die Bekanntschaft mit den Töchtern

Mai-August 1788
Schiller wohnt in Volkstädt

Aug. 1788
Schiller siedelt um nach Rudolstadt

07.09.1788
Schiller begegnet zum ersten Mal Goethe

15.12.1788
Schiller wird zum unbesoldeten Professor für Geschichte an die Universität Jena berufen

1789
Übersiedlung Schillers nach Jena

Aug. 1789
verlobt sich mit Charlotte von Lengefeld

Jan.1790
Schiller wird der Hofratstitel verliehen

22.02.1790
heiratet Charlotte von Lengefeld

1791
erste Erkrankung Schillers an Lungen- und Rippenfellentzündung

Juli 1791
Schiller fährt zur Kur nach Karlsbad

Dezember 1791
aufgrund der Kränklichkeit und der Fürsprache des Dichters Jens Baggesen bieten Friedrich Christian von Augustenburg und Graf Ernst von Schimmelmann Schiller eine dreijährige (später um 2 weitere Jahre verlängert) Pension an; gibt Professur auf

Oktober 1792
die französische NV verleiht Schiller das französische Bürgerrecht

Aug. 1793-
Mai 1794
Schiller durchreist Schwaben

08.09.1793
Ankunft des Ehepaares Schiller in Ludwigsburg

14.09.1793
Schillers Sohn Karl wird geboren

1794
Aufenthalt in Stuttgart und Tübingen

15. 05.1794
Schiller trifft in Jena ein

Sommer 1794
das Gespräch über die Urpflanze begründet die Freundschaft mit Goethe

September 1794
Schiller reist nach Weimar und besucht Goethe; lädt ihn ein an „Horen“ mit zu arbeiten

1795
die erste Ausgabe der „Horen“

Juli 1796
Geburt seines zweiten Sohnes Ernst

07.09. 1796
Schillers Vater stirbt

1797
im Wettstreit mit Goethe dichtet Schiller seine schönsten Balladen

Okt. 1799
seine erste Tochter Karoline geboren

03.12.1799
Familie Schiller siedelt um nach Weimar

1800
erkrankt an Nervenfieber

1800 - 1804
viele Schauspiele entstehen

29.04.1802
Schillers Mutter stirbt

16.11.1802
Schiller erhält erblichen Adelstitel; zieht ins heutige „Schillerhaus“ (Weimar)

April-Mai 1804
Schiller reist nach Berlin

Juli 1804
Geburt von seiner zweiten Tochter Emelie

1805
„Racines Phaedra“ wird von Schiller für die Bühne bearbeitet; er führt seine Arbeit am Demetrius fort

29.04.1805
letzter öffentlicher Auftritt bei einem Theaterbesuch; Fieberanfall

09.05.1805
Schiller stirbt

11.-12.05.1805
Schiller wird in der Nacht auf dem Jakobsfriedhof beigesetzt

16.09.1827
Schillers sterbliche Überreste werden in die Weimarer Fürstengruft überführt





Worterklärungen

schöngeistige Literatur – bez. Dichtung u. Unterhaltungs- Literatur zur Abgrenzung v. wiss. u. popularwiss. Literatur

Dissertation – schriftliche wissenschaftliche Abhandlung zur Erlangung eines Doktorgrads

Selbstverlag – man verlegt ein Buch selbst und muss für Druckkosten, etc. selbst aufkommen

Kabale = Intrigen

Göschen – Verlag, gegründet von Georg Joachim G.

Horen - Monatsschrift zu deren Ausarbeitung sich eine Gesellschaft bekannter Gelehrter vereinigt hat









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