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Friederike Fliedner - Referat



Vorsteherin des Diakonissen-Mutterhauses Kaiserswerth = Nordrhein-Westfalen

- war die Frau des evangelischen Pfarrers Theodor
Fliedner und an der Entwicklung und Gliederung der
Diakonissenanstalt beteiligt

Leben

• am 25.01.1800 in Braunfels (Hessen) geboren
• Vater = Lehrer ; Mutter = Zofe
• älteste von 7 Kindern
• Mutter starb 1816 an Typhus (Fieberkrankheit)
• übernahm mit 16 Jahren den Haushalt u. versorgte die
Familie
• 8 Monate nach dem Tod der Mutter heiratete der Vater
erneut
• reformatorisch – evangelische Glaube gab ihr Halt
• begann 1826 als Erzieherin in Düsseldorf für
verwahrloste Mädchen eines Grafen zu arbeiten
• erkrankte bald darauf lebensbedrohlich, konnte aber
überleben
• verließ diese Arbeit 1828 aufgrund von Meinungs-
verschiedenheiten
• heiratete am 15.04.1828 Theodor Fliedner in Oberbiel
(heute Stadt Solms =Hessen), der sich für die
Rheinische Gefängnisgesellschaft einsetzte
• sie übernahm den Haushalt, während er auf Reisen
war, um Geld für Projekte zu sammeln
• bekamen 11 Kinder, von denen aber nur 3 das
Erwachsenalter erreichten

Diakonisches Handlungsfeld und ihre Aufgaben

• 1833 begannen beide (Friederike und Theodor
Fliedner) ein gemeinsames Projekt, dem Asyl für
entlassene, obdachlose, weibliche Strafgefangene
• Friederike sammelte Spenden, kaufte Möbel für das
Haus und hielt Buchführung
• Projekt sollte als Zufluchtsort dienen
• Arbeit mit straffällig gewordenen Frauen war sehr
mühsam
> wollte der Verwahrlosung von Kindern entgegenwirken
u. eine Kleinkinderschule in Kaiserswerth errichten
lassen
• das Asyl u. die Kleinkinderschule waren Vorläufer der
1836 gegründeten Diakonie
• Pflegerinnen – und Diakonissenanstalt am
Kaiserswerther Markt (Mutterhaus) beruhte auf der
Idee, Krankenpflege zu professionalisieren u.
gleichzeitig unverheirateten Frauen eine fundierte
(umfangreiche, gute) Ausbildung zu bieten
• Friederike kümmerte sich um die Außenstationen der
Diakonie, auch um andere Diakonissenanstalten, füllte
das Amt mit viel Hingabe aus

Leben

• starb am 22.04.1842 und wurde am 25. April (mit dem
11 Kind, das während der Geburt starb) auf dem
Kaiserswerther Friedhof beerdigt

Persönliche Stellungnahme, Meinung

Ich finde es beeindruckend, dass sie nach dem Tod ihrer Mutter den Haushalt übernahm und die Familie verpflegte. Außerdem finde ich es toll, dass sie sich viel sozial engagiert hat und an der Entwicklung der Diakonissenanstalt mit beteiligt war. Aufgrund der anstrengenden Arbeit und der Vielzahl von Geburten verlor sie ihr Leben im Alter von nur 42 Jahren. Deswegen hat sie die vielen Ehrungen, die ihr gewidmet wurden, verdient.



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