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Freizeit in Buchenwald - Referat



4. Freizeit in Buchenwald

4.1 Arbeitsfreie Zeit :

Die Freizeit im Konzentrationslager Buchenwald beschreibt die Zeit, welche nach 6 Stunden Schlaf, mehrstündigen Appellen und über 11 Stunden Zwangsarbeit von einem Tag übrig bleibt. Diese verfügbare Zeit ist jedoch knapp bemessen und nur die Sonntage sind offiziell arbeitsfrei. Jedoch besteht auch an Sonntagen der halbe Tag meist aus Lagerarbeiten. Über die freie Zeit der Häftlinge bestimmt die SS (= Schutzstaffel). Das Erholen während der Ruhepausen ist stark von der körperlichen und seelischen Verfassung der Menschen abhängig. Welche durch Streit, wenig Platz und Krankheiten oft sehr schlecht, vor allem während der massiven Überbelegungen im Lager in den Jahren 1938, 1939, 1944 und besonders 1945 im kleinen Lager. Die Belegung und die Atmosphäre untereinander waren ebenfalls ausschlaggebend für die Gestaltung und das Empfinden der Ruhepausen.
In der freien Zeit wurde meist gespielt, z.B. mit selbst gemachten Spielen, gesungen und musiziert. Die Erlaubnis, dass man Musikinstrumente ins Lager schicken durfte gab es ab dem Jahre 1938.Lesen, ein Tagebuch führen oder Gespräche untereinander waren ebenfalls Beschäftigungen, wie die Funde von Tagebüchern, Lektüren und Literatur beweisen. Aufführungen in den Baracken, organisiert und geleitet der SS, dienten der Ablenkung und waren sehr beliebt aber auch sehr selten. Die Künstler unter den Häftlingen sorgten mit Zeichnungen, Bildern, Radierungen oder Dichtungen und Schriftstücke für die Erhaltung des Selbstwertgefühls und etwas Stärkung. Sie dokumentierten das Leben im Lager af ihre eigene Weise und versuchten somit die schrecklichen Erfahrungen zu verarbeiten.
Das freie Reden, die Meinungsäußerung war nicht überall möglich, so trafen sich die Männer meist in den Waschräumen, um zu erzählen, zu diskutieren und mit Sachwerten oder Lebensmitteln oder auch Tabak zu tauschen und zu handeln.
An seltenen Sonntagen wurden richtige Sonntagsfeste organisiert. Hier gab es zum Beispiel Sänger, Musik, Tanz, Ansager und andere „Attraktionen“.
An normalen Sonntagen üblich waren auch die Sonntagsspaziergänge der Häftlinge. Man lief zusammen und diskutierte, oder wanderte in Ruhe allein am Waldrand entlang, um das „Draußen“ zchronologie der Freizeitgestaltungu beobachten.

4.2. Ein Beispiel für einen normalen Tagesablauf im Konzentrationslager Buchenwald


/> Der normale Tagesablauf im Konzentrationslager Buchenwald begann mit dem Wecken eine Stunde vor Sonnenaufgang und einem anschließenden ausführlichen Morgenappell.
Die Arbeitszeit beträgt ca. 11 Stunden.
Nach einer kurzen Mittagspause wurde bis zur Rückkehr ins Lager weitergearbeitet.
Einem mehrstündigen Appell am Abend folgt im Sommer nochmals eine Arbeitsschicht, bis zum Sonnenuntergang.
An der Essensausgabe gab es ein warmes Abendbrot und die Essensration für den nächsten Tag. Die freie Zeit nach dem Abendbrot wird mit der Verteilung der Post zugebracht. 20 bis 21 Uhr ist „anpfiff“ zur Nachtruhe, 6 Stunden Schlaf.






4.3 Wichtige Daten der Chronologie für die Freizeitgestaltung:


· Ab 1937: zwei zensierte Briefe im Monat dürfen das Lager verlassen
· Nach Kriegsbeginn wurde dieses Recht eingeschränkt
· Bis auf wenige Ausnahmen kein Paketempfang gestattet
· Anfang 1938 : Block 5 wird als Häftlingsbücherei eröffnet ; Bücher aus dem Besitz der Häftlinge; 1945 ca. 14 000 Bände
· Es dürfen Musikinstrumente ins Lager geschickt werden
· Organisation einiger weniger „Lagerfeste und Blockkonzerten“
· Mai 1941 : Errichtung einer Kinobaracke; Vorführungen von Ufa-Filmen, Sportveranstaltungen, Theateraufführungen und Konzerte


Dieses Referat wurde eingesandt vom User: Horni



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