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Free Rainer - Dein Fernseher lügt - Referat



Der Film "Free Rainer - Dein Fernseher lügt" ist eine Mediensatire. Der Film unter der Regie von Hans Weingartner aus dem Jahr 2007 ist 135 Minuten lang und stellt die Probleme des Fernsehens dar.

Anfangs ist der Hauptdarsteller Rainer (gespielt von Moritz Bleibtreu) ein sehr erfolgreicher Fernsehproduzent, da seine Sendung "Hol dir dein Superbaby" sehr beliebt ist. Jedoch hat er einen schweren Autounfall und anschließend einen Alptraum. Er findet sich in seiner Sendung wieder. Da Rainer sich in Lebensgefahr befindet, dürfen die Zuschauer entscheiden, ob er weiter leben soll oder nicht. Jedoch sind sie hierzu zu blöd und tippen auf den Abstimm-Knöpfen ihrer Fernbedienung wahllos herum. Obwohl es sich am Ende herausstellt, dass Rainer sterben muss, erwacht er in einem Krankenhaus. Ihm wird klar, dass seine Sendung dumm macht und er ersetzt sie durch eine Wissenssendung. Wegen sehr geringen Zuschauerquoten, wird seine Sendung abgesetzt und er gefeuert. Anschließend kommt er zu dem Entschluss, dass die Menschen so stark mit dummmachenden Sendungen konfrontiert werden, dass sie diese auch gucken wollen.

Als Rainer an einer Führung für Zubehör für Fernseher teilnimmt, wird ihm eine Box vorgestellt, mit der Einschaltquoten manipuliert werden. Durch das Drücken einer Taste auf der Fernbedienung werden die Quoten um 15000 hochgesetzt. Als ihm erzählt wird, dass diese Boxen schon in ganz Deutschland verteilt sind, will er etwas unternehmen und findet Unterstützung in Pegah (gespielt von Elsa S. Gambard) und Phillip (gespielt von Milan Peschel), der Angestellter in der Firma ist , die die Boxen herstellen, und die Adressen von allen aufgestellten Boxen auftreiben kann. Ihr Plan ist, dass sie alle Boxen mit ihren eigenen Boxen austauschen, damit sie die Einschaltquoten bestimmen können. Mit dem Geld, das Rainer aus seinem "vorherigem Leben" hat, besorgt das Trio Mitarbeiter und das Material für ihre Boxen. Jedoch stellen sie unqualifizierte Leute ein und es passieren viele Unfälle, sodass Rainer, Pegah und Phillip bald gar kein Geld mehr haben. Doch die Mitarbeiter erstellen einen ungefährlicheren Plan, die Boxen auszutauschen und anschließend gibt es keine Unfälle mehr.

Nachdem viele Boxen ausgetauscht wurden, suchen sie sich Wissensendungen aus, dessen Quoten sie erhöhen wollen. Der Plan geht auf und die Quoten der "Dummach-Sender" sinken stark, während die der Wissenssender stark steigen. Ein verfeindeter Fernsehproduzent von Rainer kommt hinter die Sache und erpresst ihn, indem er ihn zwingt, die Quoten seiner Sendungen wieder höher zu setzten. Sonst will er die Polizei holen. Rainer und sein Team setzten die Quoten aber nicht höher und verschwinden, bevor der verfeindete Fernsehproduzent
mit der Polizei kommt. Jedoch können sie die Quoten nicht weiter bestimmen, da sie sonst geortet werden können, doch die Menschen gucken von ganz alleine wieder lieber Wissenssendungen anstatt dummmachende Sendungen.

Der Film soll vor allem darstellen, dass das Fernsehen von den Quoten bestimmt wird und die Menschen sich von dem beeinflussen lassen, was hohe Quoten hat.
Rainer stellt seine Rolle nachvollziehbar dar, insbesondere die Alptraum-Szene wirkt realistisch. Die unqualifizierten Mitarbeiter spielen ihre tollpatschige Rolle sehr gut, zum Beispiel indem sie ausgeben, dass sie Elektriker sind, obwohl sie gar keine sind, nur um den Job zu bekommen. Pegah und Phillip stehen voll hinter Rainer und wollen ihn bei seinem Vorhaben unterstützen. Sie geben nicht auf, auch als Rainer schon Zweifel bekommt.

Die Kameraperspektiven sind abwechslungsreich, wobei Nahaufnahmen überwiegen. Die Musikrichtung reicht von Rock bis zu melancholischen Klängen.

Der Film hat mir gut gefallen, da der satirische Aspekt im Vordergrund stand. Allerdings ist der Film sehr übertrieben dargestellt, da es die Messboxen in dieser Form nicht gibt, und das Fernsehen nicht so stark dumm macht, wie im Film angegeben. Obwohl die Satire manchmal wegen dem Schnitt etwas abgehackt schien, wirkten die Szenen in sich stimmig.

Abschließend kann ich den Film durchaus empfehlen, da er ein Thema anspricht, das vorher noch nicht so umfangreich öffentlich diskutiert wurde, außerdem ist die Satire lustig und regt zum Denken an.




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