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Frauenbewegungen - Referat



Noch vor 200 Jahren hatten Frauen wenig Rechte. Sie durften beispielsweise nicht wählen und nicht selbst in ein Parlament gewählt werden.
Frauen wurden als Eigentum ihrer Väter oder Ehemänner betrachtet.
In der Mitte des 19. Jh. entstanden in vielen Ländern Frauenbewegungen, die sich für die Gleichberechtigung der Frau einsetzten, insbesondere für das Wahlrecht. Sie forderten weiterhin das Recht für Frauen, eigene Besitztümer haben zu können, sich von ihren Männern scheiden lassen und nach einer Scheidung ihre Kinder behalten zu dürfen.
Frauen, die sich aktiv für ihre Sache einsetzten, Verbände gründeten oder sich der Gewerkschaftsbewegung anschlossen, wurden politisch verfolgt, so z.B. Clara Zetkin (1857-1933).
Das Wahlrecht für Frauen wurde schließlich zu ganz unterschiedlichen Zeitpunkten erreicht: in Deutschland 1918, in Frankreich 1944 und in der Schweiz 1971.
Inzwischen sind Frauen in einigen Ländern zwar rechtlich gleichgestellt, die praktische Gleichstellung ist jedoch erst in Ansätzen verwirklicht.
Weltweit bemühen sich Vertreterinnen der Frauenbewegung um eine Veränderung der Einstellung gegenüber den Frauen, um die Diskriminierung zu stoppen.

Suffragetten
Im Jahr 1905 gebrauchte eine britische Zeitung das Wort "Suffragette", um damit Frauen zu beleidigen, die für ihr Stimmrecht kämpften.
Die als Suffragetten bezeichneten Frauen waren jedoch begeistert über diesen Namen.
Viele Suffragetten kamen für ihre Überzeugung ins Gefängnis.
1913 warf sich die Suffragete Emily Davison vor das Pferd des Königs und starb an ihren Verletzungen. Sie wollte mit ihrer Aktion die Aufmerksamkeit auf den Kampf der Frauen für das Wahlrecht lenken.

Frauen im Krieg
In beiden Weltkriegen mussten Frauen die an der Front kämpfenden Männer in den Fabriken ersetzen.
Nach Kriegsende führte das zur Verbesserung der rechtlichen Stellung der Frau.

Neue Frauenbewegung
Die Benachteiligung vieler Frauen, z.B. in der Wahrnehmung des aktiven und passiven Wahlrechts und auch bei der Bezahlung ihrer Arbeit, ließ seit den 60er Jahren neue, radikale Frauengruppen entstehen, die stark von der amerikanischen Frauenbewegung beeinflusst waren.
Sie kämpften nicht nur gegen die Männerherrschaft in der Arbeitswelt, sondern wollten auch im täglichen Leben eine Gleichberechtigung von Frauen und Männern erreichen.
Unter Berufung auf das Recht auf Selbstbestimmung setzten sie sich dafür ein, das Verbot des Schwangerschaftsabbruches aufzuheben.
In den letzten Jahrzehnten wird auch staatlicher Seite aus versucht, eine Gleichstellung der Frauen in Politik und Wirtschaft zu erreichen.

Frauenarbeit
In der Bundesrepublik sind 40% der Erwerbstätigen Frauen. Sie werden immer oft noch schlechter bezahlt als ihre männlichen Kollegen.



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