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Frauen im Islam - Referat



Die Geschlechtertrennung im Islam


Die Geschlechtertrennung ist in einigen muslimischen Gesellschaften üblich und wird auch in verschiedenen Orten praktiziert. In Moscheen, Universitäten und auf dem Markt ist es für manche Muslime wichtig eine gewisse Maß an Geschlechtertrennung zu berücksichtigen, daher werden die Gebetszonen in Moscheen durch einen Wandschirm, Vorhang oder durch zwei verschiedene Gebetsräume geteilt. Unverheiratete Frauen dürfen sich nicht mit unverheirateten Männern mischen, das heißt ausschließlich von Familientreffen oder Begegnungen von potenzieller Ehepartnern sollten sich unverheiratete nicht in der Öffentlichkeit Präsentieren. Das Haus dient als Ort der Isolierung der Frauen von der Gesellschaft, die Männer wollen so vermeiden das ihre Frauen Kontakt zur Außerwelt haben.
Zum einen ist man überzeugt das Frauen für Männer eine Quelle der Versuchung sind (fitna), zum anderen wird die Geschlechtertrennung mit der Überlieferung des Propheten Mohammed (hadih) in Verbindung gebracht. Im Koran wird aber keine spezifische Vorschrift gemacht hinsichtlich der Geschlechtertrennung. Im Koran wird gesagt : „Ihr Frauen des Propheten! Ihr seit nicht wie sonst jemand von den Frauen. Wenn ihr gottesfürchtig sein wollt, dann seid nicht unterwürfig im Reden ( mit fremden Männern ), damit nicht einer, der in seinen Herzen eine Krankheit hat, nach euch Verlangen bekommt! Sagt nur, was sich geziemt! Und bleibt in eurem Haus mit würde und Anstand, und putzt euch nicht heraus, wie man das früher im Heidentum zu tun pflegte“ (33:32-33). Moderne Gelehrte meinen diese Surenvers richten sich nur an die Frauen des Propheten, und nicht an die Notwendigkeit der Geschlechtertrennung aller muslimischen Frauen. Es sollte nur verdeutlichen das die Frauen des Propheten als Sonderstatus gesehen wurden.
Die Entwicklung zeigt, dass es heutzutage verschieden Meinungen gibt. Die einen behaupten, dass dir Verse in Wahrheit an alle Frauen gerichtet sind, weil jeder dem Verhalten von Mohammeds Ehefrauen nacheifern sollten. Die anderen glauben dagegen eine strenge Geschlechtertrennung sei unnötig. Die moderne globale Welt erfordert nun mal oft zwei Einkommen, somit ist die Geschlechtertrennung am Arbeitsplatz nicht möglich. Verschiedene muslimische Länder wie Pakistan, Bangladesh, Türkei oder Indonesien haben schon Weibliche Premierminister gehabt. In anderen muslimischen Ländern, von Ägypten und Tunesien bis nach Malaysia und Indonesien, studieren und arbeiten Frauen und Männer immer gemeinsamer.



Die Rolle der Frauen im frühem Islam


Die Ehefrauen des Propheten Mohammed spielten eine bedeutende Rolle in seinem Leben. Er hatte 24 Jahre lang nur eine einzige Ehefrau, Chadidscha. Zu seiner ersten Ehefrau liegt eine umfangreiche Überlieferung vor. Chadidscha war seine engste Vertraute, Trösterin und die größte Stütze unter seinen Anhängern. Zudem war sie die erste, der von der Offenbarung des Koran erfuhr, und eine selbständige Geschäftsfrau, als sie Mohammed anstellte und ihm später ein Heiratsantrag machte. Mohammeds Tochter Fatima sein einziges überlebendes Kind, sei unbefleckt und ohne Sünden gewesen und ein Musterbeispiel an Tugend. Wie ihr Sohn Husain verkörperte sie ein Leben der Hingabe, des Leidens und Mitgefühls. Mohammeds spätere Ehefrau Aischa soll eine anerkannte Autorität in Fragen der Geschichte, Medizin; Dichtung und Rhetorik gewesen sein. Sie zählte außerdem zu den wichtigsten Beiträgen und Übermittlern des Hadith.
Der Heiratsantrag von Chadidschas an Mohammed führte dazu, dass islamische Juristen empfahlen, Frauen dürfen generell Heiratsanträge machen. Im frühen Islamischen Gemeinden war es üblich, dass Frauen regelmäßig gemeinsam mit den Männern im Moschee beteten. Frauen besaßen Eigentum, sie beteiligten sich aktiv an Handelsgeschäften, nahmen und gaben Schulunterricht. Sie kämpften in Kriegen mit und pflegten die Verwundeten. Das alles zeigt das zur zeit der Propheten Gleichberechtigung zwischen Frauen und Männern herrschte. Die Frauen leisteten auch Beiträge zur Sammlung der Koran Offenbarungen, bei der Übermittlung der Überlieferungen des Hadith wurden die Frauen ebenfalls nicht ausgeschlossen. Als es um die Frag ging wer der Nachfolger Mohammeds werden sollte, wurden die Frauen damals auch zur Rate gezogen.
Im Koran werden zudem die Regierungsqualitäten der Königin von Saba, als eine effiziente politische Führerin, positiv beschrieben.



Der Status der Frauen


Das Wahre Bild der Frauen im Islam ist viel komplexer als man glaubt. Der Status der Frauen wurde lange Zeit als Beleg für die Unterdrückung der Frauen im Islam angesehen. Die Vorstellung sich zu kleiden nach eigenen Vorstellungen oder die gesetzlichen rechte bei einer Scheidung. Die Koran – Offenbarungen trugen zur Hebung der Frauen bei, indem der Kindermord an Mädchen verboten wurde. Ihre Stellung als Eigentum der Männer wurde abgeschafft und zudem wurde ihre Geschäftsfähigkeit etabliert, was zur Ehevertragliche Eigentumsverhältnisse führte.
Den Frauen wurde es auch gestattet, eine Mitgift zu bekommen und ihren Mädchennamen zu behalten. Der Koran garantiert den Frauen finanzielle Sicherheit durch ihre Ehemännern. Der Koran erklärt, dass Männer und Frauen in Gottes Augen gleich sind; (30:21). Männer und Frauen gehören (als gläubige) zueinander (ohne Unterschied des Geschlechts) Trotz patriarchalischer Gesellschaftsstrukturen waren und sind Frauen Kulturträger. Reformer und Reformerinnen des Koran vertreten den Standpunkt, dass patriarchalische Auslegungen die Männer begünstigen und den neuen Bedingungen des globalen 21. Jhdrts. angepasst werden müssen.
Der Status der Frauen im Islam als Menschen zweiter Klasse basiert aus Sure 4:34, wo es heißt: „Die Männer stehen über den Frauen, weil Gott sie (von Natur vor diesem) ausgezeichnet hat und wegen der Ausgaben, die sie von ihrem Vermögen (für den Unterhalt der Frauen) gemacht haben. Aber das heißt nicht das Frauen nicht in der Lage wären, ihre eigenen Angelegenheiten zu regeln. Wenn Gott im Koran bestimmte Individuen bevorzugt, dann wegen ihren Glaubens, nicht wegen ihres Geschlechts.
Das 21. Jahrhundert hat
viele signifikante Reformen mit sich gebracht. In der Mehrzahl der muslimischen Länder haben nun die Frauen auch das Recht auf Schulbesuche und Studium. Das Arbeiten außerhalb des Hauses und sich an Wahlen zu beteiligen.



Gegenwartsbezug


Nahed Selim, eine gebürtige Ägypterin, die in den Niederlanden lebt und publiziert, setzt sich in ihrem soeben erschienen Buch “Nehmt den Männern den Koran!“ mit typisch männlichenideologischen Übersetzungen und Auslegungen des Koran auseinander. Sie schildert wie eine atavistisches Verständnis des Islam zu gefährlichen Friktionen führt, wie die furchtbaren Bräuche Ehrenmorde, Zwangsehen, Frauen Beschneidungen und häusliche Gewaltanwendung in Deutschland und in den anderen westlichen Ländern zur Bildung einer Art von Parallelgesellschaft geführt hat. Sie will den Lesern Klar machen das die Geschichte des Islams in Wahrheit eine der bewussten Manipulationen und grotesken Fehlinterpretationen sei. Und das man dies korrigieren sollte. Sie erzählt vom Schicksal ihrer Mutter, wie sie nach ihrer Hochzeit gezwungen wurde, ihrem Mann in ein Dorf zu folgen und später von dort geflohen ist weil sie es nicht aushielt unter der Regime der Schwiegermutter zu leben. Das passiert in unserer Zeit leider immer noch, dass Importbräute nach Westeuropa geholt werden, um den Ehemann als Dienstmädchen zu dienen. Selim weist darauf hin das im Koran zwar steht das die Frauen verpflichtet sind zu völligen Gehorsam gegenüber ihrem Ehemann; die Frau darf nicht ohne seine Zustimmung das Haus verlassen etc. Trotz dieser Regeln und Vorschriften, hat der Mann die Verpflichtung gut für seine Frau zu sorgen und sie gut zu behandeln. Selim stellt sich nun die frage, ob die Eifersucht des Propheten beider Offenbarung eine Rolle gespielt hat. Dies soll an einem Beispiel verdeutlicht werden. Eine Passage des Koran handelt von dem Verbot für andere Männer, sich den Frauen des Propheten unmittelbar zu nähern oder sie anzusprechen.
„Und wenn ihr sie (seine Frauen) um irgendetwas zu bitten habt, so bittet sie hinter einem Vorhang. Das ist reiner für eure Herzen und ihre Herzen. Und es geziemt euch nicht, den Gesandten Gottes zu belästigen, noch (geziemt es euch), seine Frauen jemals nach ihm zu heiraten. Wahrlich, das würde vor Gott eine Ungeheuerlichkeit sein.“ (33:53) – zitiert nach DER SPIEGEL, 14/2006, S. 158, Beitrag von Nahed Selim: Für eine neue Theologie.
Nahed Selim führt aus, dass die genannte Passage ca. dreizehnhundert Jahre von islamischen Theologen dazu missbraucht wurde, Frauen zu Gefangenen im eigen Haus zu machen und die Geschlechter getrennt zu halten, obgleich kein Wort des Zitats dahingehend auslegt werden kann. Damit legt Nahed Selim dar, wie in einem patriarchalischen Kontext der Koran zum Nachteil der Frauen ausgedeutet wurde und auch heute noch wird. Ob eine gläubige Muslime ein Kopftuch tragen muss ist für die niederländische Journalisten Selim Klar: Nein! Denn in keiner Sure steht, dass Frauen Schleier tragen müssen. Die meisten Regeln zur Unterdrückung der Frauen sind im Laufe der Jahrhundert von den – ausschließlich männlichen – islamischen Theologen vorgetäuscht worden. Es ist eine Fehlinterpretation der Koran- Stellen zu den Kleidungsvorschriften. Es steht nur, dass Frauen ihren schmuck nicht in der Öffentlichkeit zeigen dürfen: „Und sprich zu den gläubigen Frauen, dass sie ihre Blicke niederschlagen und ihre Scham hüten und dass sie nicht ihren Schmuck (sina) zur Schau tragen, es sei denn, was davon sichtbar ist. Und dass sie ihren Schleier über ihren Busen schlagen und ihre Schönheit (sina) nicht öffentlich zeigen, sondern nur ihren Ehegatten...“
Selim gibt an, dass es auch bekannt sei, dass Kopftücher und Schleier zu dieser Zeit auf der Arabischen Halbinsel nicht üblich waren, sondern später eingeführt wurden, nachdem die Araber diese Mode von den anderen Völkern übernommen hatten.
All diese Fehlinterpretationen haben der islamischen Welt einen enormen Rückstand eingebracht.
Für Selim ist es deshalb wichtig, dass eine neue Theologie entwickelt wird, eine die sich auch wirklich für die Menschen interessiert und nicht eine, die versucht schwachsinnige, überlebte Traditionen mit allen Mitteln aufrechtzuerhalten. Eine Theologie die Frau und Mann als Mensch gleich behandelt, die auch im Koran vorhanden ist. Der Koran sagt das alle Menschen gleich sind und dass jeder mit dem ein und den selben Seele erschaffen ist. Man kann sagen es gibt keine Unterschiede zwischen den Geschlechtern im Islam, vor Gott sind nämlich beide Geschlechter gleich. Die wesentliche Werte des Islam werden nur anders ausgesagt, wie es in der Regel, die Gesetze und Vorschriften verkündet wird. Im Islam geht es darum unter Berücksichtigung der Verschiedenheit der Geschlechter Gerechtigkeit zwischen beiden herzustellen.




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