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Frühlings Erwachen - Referat



1. Akt; Szene 1

Wendla diskutiert mit Frau Bergmann über ein Kleid. Dabei erwähnt sie, dass sie manchmal in der Nacht an das Sterben denkt. Doch die Frau möchte nicht über dieses Thema sprechen und lenkt zügig vom Thema ab.

1. Akt; Szene 2

Einige Schüler erledigen Hausaufgaben und machen sich schließlich auf den Heimweg, bis nur noch Moritz und Melchior übrig bleiben. Die beiden gehen folglich spazieren. Die Jungen sprechen über Schamgefühle, sexuelle Instinkte, ihre ersten männlichen Regungen, Fortpflanzung… Melchior will mit Moritz über die Fortpflanzung reden, doch dieser sieht sich nicht im Stande ruhig über dieses Thema zu sprechen. Melchior ist viel aufgeklärter als Moritz, so bittet ihn dieser ihm einen Aufklärungsbrief zu schreiben.

1. Akt; Szene 3

Drei Mädchen, Thea, Wendla und Martha gehen spazieren und Marthe erzählt, dass sie ihre Haare nach den Wünschen ihrer Tante tragen müsse. Marthe erklärt auch, dass sie manchmal von ihren Eltern geschlagen wird. Sie diskutieren auch über Kinder und als Melchior vorbei kommt, sprechen sie über sein gutes Aussehen, reden aber auch über das Aussehen des Moritz Stiefel.

1. Akt; Szene 4

Moritz ist ins Konferenzzimmer geschlichen und hat den Akten entnommen, dass er in die nächste Klasse aufsteigen darf. Jedoch muss er sich während einer Bewährungszeit beweisen. Der Junge ist überglücklich, sagt aber, er hätte sich umgebracht wenn er es nicht geschafft hätte. Die anderen Schüler sind verblüfft über diese Aussage, glauben es ihm aber nicht.

1. Akt; Szene 5

Melchior trifft Wendla im Wald und sie beginnen zu reden. Wendla erzählt von ihren Träumen, die Kinder reden von armen Menschen… Plötzlich kommt das Mädchen auf das Thema Gewalt, sie spricht von ihrer Freundin, welche jeden Abend geschlagen wird und erklärt Melchior noch nie im Leben geschlagen worden zu sein. Daraufhin bittet sie den Jungen sie zu schlagen, dieser zögert zuerst – doch er erfüllt ihren Wunsch und prügelt mit Tränen in den Augen auf sie ein – bis er nicht mehr kann und davonläuft.




2. Akt; Szene 1

Moritz will sich in der Schule enorm verbessern, er möchte kein schlechter Schüler mehr sein und weiß auch, dass viel von seinem schulischen Gelingen abhängt. Seine Eltern würden wohl sein Scheitern nicht ertragen. Nebenbei diskutieren sie auch über Goethes „Faust“ und über die eigene Zielstrebigkeit.

2. Akt; Szene 2

Die Schwester von Wendla hat einen Jungen zur Welt gebracht – insgesamt ist das Mädchen damit zum dritten Mal Tante geworden. Noch immer wird ihr erzählt, der Storch bringe die Kinder, doch Wendla möchte das nicht mehr glauben. Das Mädchen befragt die Mutter nach der Entstehung von Kindern. Die Mutter ist entsetzt über die Fragen ihrer Tochter – will/kann nicht antworten. Doch das Kind gibt nicht nach und so erklärt ihr die Frau, man müsse einen Mann einfach nur abgöttisch lieben – doch das könne sie jetzt noch gar nicht verstehen. So flüchtet die Mutter vor der Aufklärung. Wendla ist über die Erklärung enttäuscht…

2. Akt; Szene 3

Hänschen Rilow führt eine Konversation mit einer imaginären kleinen Figur, welche er in einer Kiste versteckt. Der Junge denkt sich die Aussagen bzw. Antworten der Figur selbst. Die Fantasiegestalt verkörpert das Mädchen, mit dem er reden möchte – zu dem es ihn körperlich hinzieht. Jedoch kann er zu keinem Mädchen gehen und so spricht er seine Gedanken gegenüber der Figur aus.

2. Akt; Szene 4

Melchior und Wendla treffen sich am Heuboden. Der Junge verspürt große Lust und „vergewaltigt“ das Mädchen daraufhin. Es ist jedoch keine richtige Misshandlung – Wendla wehrt sich nicht sehr – sie weiß nicht genau was mit ihr geschieht. Sie glaubt es entsteht Liebe durch das Küssen, doch Melchior erklärt ihr, es sei keine Liebe im Spiel und so schlafen die Jugendlichen miteinander.

2. Akt; Szene 5

Frau Gabor schreibt einen Brief an Moritz. Ihr ist zu Ohren gekommen, dass er sich umbringen will, falls er die Schule nicht schafft. Sie macht ihm Mut, spricht ihm gut zu und erläutert, er solle sie doch wieder besuchen. Die wertet ihn nicht nach seinen Noten und sagt ihm, er sei ein netter Junge.

2. Akt; Szene 6

Wendla weiß nicht was sie tun soll. Ihre Gedanken spielen verrückt und sie möchte alles nur rückgängig machen. Sie möchte jemandem anvertrauen, was passiert ist, doch findet natürlich keinen geeigneten Gesprächspartner.




2. Akt; Szene 7

Moritz denkt über sein Ableben nach, da er Selbstmord begehen möchte. Er denkt über die anderen nach, wie sie es wohl auffassen werden, ob sie ihn vermissen würden… Es fällt ein rethorisch/ philosophisch bedeutender Satz: Es hat etwas Beschämendes, Mensch gewesen zu sein, ohne das Menschliche kennengelernt zu haben.
Der Junge trifft Ilse und unterhält sich mit ihr. Das Mädchen erzählt ihm von ihren aufregenden, abenteuerlichen Erlebnissen. Ilse besucht keine Schule, lebt in den Tag hinein und benimmt sich sehr schlampig. Sie berichtet ihm viele Sachen, die er sich gar nicht vorstellen kann. Das Mädchen lädt ihn zu sich nach Hause ein, er sagt ab, will aber doch irgendwie – irgendwie aber auch nicht. Schlussendlich geht Moritz zum Fluss, verbrennt den Brief der Frau Gabor und begeht Selbstmord.




3. Akt; Szene 1

Das Lehrerkollegium hat sich wegen des Selbstmordes von Moritz versammelt. Sie sind eigentlich nicht ganz bei der Sache (Fenster) und wollen nur den Ruf der Bildungsanstalt wahren, da es schon an mehreren Gymnasien solche dramatischen Vorfälle gegeben hat. Die Lehrkörper haben bei Moritz die schriftliche Aufklärung von Melchior gefunden, dieser bestätigt der Verfasser zu sein. Melchior ist frech zu den Lehrern, diese sind sehr verärgert über das Verhalten des Jungen und lassen ihn abführen.

3. Akt; Szene 2

Die Angehörigen von Moritz begraben den Jungen. Selbstmord gilt als Schande und der Vater bekennt sich vom Jungen ab. Die Lehrer verurteilen Moritz
und sprechen nur Schlechtes über ihn – sie verteidigen eher die Position des Vaters. Weitere Schüler zeigen nur wenig Mitleid, bedauern sein Ableben aber. Ilse und Martha sind sehr traurig und wollen ihm das Grab verschönern, da alle anderen Angehörigen nur mit Hohn auf den Schandfleck blicken. Ilse hat die Waffe bei Moritz gefunden und sie versteckt, damit es nicht noch mehr Probleme gebe. Sie möchte die Waffe als andenken behalten.

3. Akt; Szene 3

Melchior soll wegen seiner Aufklärung gegenüber Moritz in eine Korrektionsanstalt eingewiesen werden. Er ist bereits von der Schule geflogen und der Vater möchte unbedingt seine Einweisung. Doch die Mutter ist strikt dagegen, droht mit der Scheidung und verspricht Melchior dort nie hinzuschicken. Der Vater definiert sein Verhalten als unmoralisch, die Mutter als naiv, dumm und einfach nur kindlich – die Eltern streiten sich heftigst. Da zeigt der Vater der Mutter einen Brief den Melchior an Wendla geschrieben hat, in welchem er auch auf die Szene am Heuboden erklärt.
Die Mutter ist entsetzt – will es anfangs nicht glauben – stimmt dann sofort Melchiors Umzug in die Korrektionsanstalt zu. Das war dann wohl zu viel für die ach so gutherzige Mutter…

3. Akt; Szene 4

Melchior befindet sich bereits in der Korrektionsanstalt; er macht nicht bei den Spielchen der anderen mit, weiß aber genau, dass er sich einfügen muss, wenn er „überleben“ will. Der Junge denkt sehr viel nach, möchte fliehen – durchs Fenster. Ironischerweise kommt in diesem Moment der Großinquisitor mit einem Schlosser und bespricht mit diesem, wie man am besten die Fenster vergittern könnte. Alles ist gegen Melchior…

3. Akt; Szene 5

Wendla ist „krank“ und ein Arzt untersucht sie. Er redet heimlich mit der Mutter und diese erklärt Wendla, sie habe die Bleichsucht. Doch Wendla ist sich sicher die Wassersucht zu haben. So entsteht ein kleiner unnötiger Streit und die Mutter erklärt Wendla schlussendlich, dass sie schwanger ist. Wendla ist verwirrt, begreift aber anscheinend sofort, dass der Zustand auf den Vorfall mit Melchior zurückzuführen ist. Das Mädchen fragt die Mutter wieso sie ihr den Vorgang der Zeugung nicht erklärt hätte – wie man schwanger wird. Die Frau beteuert sie konnte es nicht – und so bangen die beiden um die Zukunft und wissen eigentlich nicht recht was sie tun sollen. Die Gesellschaft empfindet es als sehr schrecklich, vor der Ehe schwanger zu werden, bzw. überhaupt sexuelle Beziehungen zu entwickeln. Wendla ist erst 14 und hat somit gegen alle Grundsätze dieser Zeit verstoßen, obwohl sie ja eigentlich nichts getan hat.
3. Akt; Szene 6

Die zwei Jungen Hänschen und Ernst treffen sich auf einer Wiese. Sie liegen im Feld und genießen den Tag. Plötzlich küsst Hänschen Ernst auf den Mund und Ernst „macht mit“. Ernst gesteht dem Jungen seine Liebe und die zwei küssen ich weiter…
Für diese Zeit ist so etwas der absolute Skandal.

3. Akt; Szene 7

Melchior ist aus der Anstalt geflohen und zum Grab von Wendla Bergmann gegangen. Am Grabstein steht, das Mädchen sei an der Bleichsucht verstorben, doch Melchior sieht sich als Mörder und gibt sich die Schuld. Da er ja für ihre Schwangerschaft verantwortlich ist.
Folglich „begegnet“ der Ausreißer dem Geist von Moritz – dieser erzählt ihm, wie dumm die Menschen doch seien, dass er nur über sie lache wenn er sie beobachte. Die zwei Jugendlichen reden miteinander und da taucht noch ein vermummter Herr auf. Die drei Friedhofsbesucher werfen sich gegenseitig ihre Gedanken zu.
Schlussendlich nimmt der vermummte Herr Melchior mit und Moritz kann in seinem Grab nur lachen…

Moritz will Melchior zum Sterben verführen, dieser wird aber vom vermummten Herrn (der das Leben verkörpert) zum Weiterleben verleitet.


Charackteristik der Hauptpersonen



- Melchior:

ist ein sehr intelligenter Junge, seiner Zeit weit voraus, den anderen Jugendlichen erfahrungsmäßig überlegen, aufgeklärt, berechnend, interessiert an der Sexualität


- Moritz:

ist ein schlechter Schüler, nicht sehr zielstrebig, schwach, zu feige um seine Noten den Eltern zu präsentieren, anfangs nicht richtig aufgeklärt (dann durch Brief von Melchior), macht es sich leicht und bringt sich um, ist oft abhängig von Melchior


- Wendla:

ist ein nettes, naives Mädchen, verlangt von der Mutter die Aufklärung, wehrt sich nicht bei „Vergewaltigung“ – extrem dummes Verhalten (menschlicher Instinkt?), muss aufgrund der gesellschaftlichen Grundsätze sterben, da sie ja nicht krank ist, liebt ihre Mutter sehr


- Frau Bergmann:

ist zu feige um ihre Tochter aufzuklären, nicht aufrichtig, schlechte Mutter, zieht die gesellschaftlich Meinung dem Leben ihrer Tochter vor, ist selbst verzweifelt, konservativ und belügt Wendla auch, sieht ihre Tochter noch als Kind


- Frau Gabor:

liebt ihren Sohn Melchior sehr, zeigt soziales Verhalten und ist verständnisvoll, die Frau hat kein Problem damit dass Melchior bereits aufgeklärt ist und führt es nur auf den ganz normalen menschlichen Trieb zurück und seine kindlichen Vorstellungen, theoretisch ist sie eine gute Realistin – doch ihr späteres verhalten übertrifft die guten Entscheidungen, lässt ihren Sohn sofort in eine Korrektionsanstalt einweisen, da er Sexualverkehr praktiziert hat, er hat es praktisch/ real gemacht, dass ist zu viel, auch für so eine Mutter…


- Das Lehrerkollegium:

Inbegriff der Dummheit und des allgemeinen Verhaltens von Erwachsenen dieser Zeit, sind unnötig und zeigen keine Lehrerqualitäten, sind eingebildet, im Allgemeinem nicht am Lehrerberuf interessiert, dulden nichts, was ihnen widerspricht, sind unkonzentriert, handeln ohne ersichtlichen Grund und ohne Beweise












Dieses Referat wurde eingesandt vom User: tarik818



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