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Ferguson - Referat



Die Tat:


Im August diesen Jahres wurde der 18 Jährige Michael Brown aus der Kleinstadt Ferguson in Missouri von einem police officer getötet.
Ihn trafen 12 Schüsse, zwei davon in den Kopf. Der Tathergang ist noch nicht vollständig geklärt, aber es spielte sich in etwa so ab:
Brown wurde von der Polizei angehalten, weil er wohl auf der Straße lief und den Verkehr aufhielt. Dabei wurde er jedoch in den Streifenwagen gedrängt. Und dies ist der Punkt wo sich die Geister scheiden: Die einen meinen er hätte sich gegen die Polizisten aggressiv gewehrt und nach der Dienstwaffe des einen Officers gegriffen. Andere Zeugen hingegen meinen gesehen zu haben, dass die Polizisten ihn schikanierten und ins Auto ziehen wollten, er aber weg lief und seine Hände in die Luft riss und geschrien hat „don’t shoot“ bis sie den Unbewaffneten dann erschossen.

Die Folgen:

Allein diese Tat - die anscheinend unbegründete Ermordung eines unbewaffneten Jugendlichen - löste bei vielen Unverständnis aus. Dazu kam aber noch, dass Michael Brown schwarz war.
Schon am selben Abend hatten sich in Ferguson mehrere Hundert Farbige zusammengefunden um gegen „Rassismus und Ungerechtigkeit“ zu demonstrieren. Als vor kurzem klar wurde, dass gegen den Polizisten, der Brown erschossen hatte, Darren Wilson, nicht einmal ein Strafverfahren eingeleitet werden soll brachen noch größere Protestwellen aus. Nicht nur in Ferguson, sondern auch bspw. in Oakland, Denver und auch der Hauptstadt Washington DC. wurde aufs heftigste demonstriert. Die Nationalgarde rückte aus und es wurden Ausgangssperren verhängt.

Die Kritik:

Es wird die Ungerechtigkeit dieser Tat kritisiert - Michael Brown war unbewaffnet und er hatte nichts Unrechtes getan, was einen so brutalen Mord gerechtfertigt hätte. Es heißt er hätte kurz zuvor Ladendiebstahl begangen, aber auch das würde keinen Mord rechtfertigen.
Die Demonstranten sehen aber noch mehr hinter dieser Tat: Rassismus. Ihre Argumentation ist, dass der Polizist einzig und allein aufgrund seiner Hautfarbe so schnell geschossen hat.
Sie demonstrieren gegen den Rassismus der Polizei. Die Bevölkerungsmehrheit ist schwarz, die Polizei wird trotzdem von Weißen dominiert - wieso ist das so? Das sind unteranderem die Fragen, die gestellt werden.

Bald schon wurde durch die Proteste gegen den Mord an Michael Brown und der rassistischen Polizei eine Debatte um den immer noch existierenden alltäglichen Rassismus in den USA ausgelöst.
Es ging zum Beispiel auf Twitter der Trend des hashtags „if they gunned me down“, also „wenn sie mich niederschiessen würden“ um. Afroamerikaner posteten jeweils zwei Fotos von sich: eins auf dem sie
ordentlich und gepflegt aussehen, eins auf dem sie sich eher prollig zeigen. Ihre Überschriften: Wenn sie mich erschießen würden, welches Bild würden die Medien wohl ausstrahlen. Ein weiteres Zeichen der Demonstranten ist unteranderem auch die umgekehrte Flagge. Damit wollen sie aussagen, dass sie zu den Vereinigten Staaten gehören, aber dort einiges dort gewaltig schief läuft.

Ähnliche Fälle:

Treyvor Martin 2012, 17 unbewaffnet von Nachbarsschaftswache erschossen. Erst vor kurzem Nachrichten über einen 12 jährigen Jungen, der mit einer Spielzeugpistole herumlief und erschossen wurde. Diese Ereignisse heizen die Protestier nur noch mehr an. Doch was ist eigentlich dran an den Rassismus-Vorwürfen? Wie groß, dass Rassismus-Problem in den USA ist ist subjektiv. Doch es lässt sich der Rassismus auch statistisch darstellen. Bspw. werden Afroamerikaner häufiger Verkehrskontrollen unterzogen, wie das Beispiel Ferguson hier zeigt (Grafik).

Militarisierung der Polizei:

Es gibt noch einen Punkt, der durch den Fall Ferguson nun ins Gespräch gekommen ist: Die Militarisierung der Polizei. Die Polizei besitzt neueste Computer, Möbel, schusssichere Westen; aber eben auch Kriegsgerät: Waffen, Munition, gepanzerte Fahrzeuge, Fluggerät.
In Ferguson marschierte man auf als zöge man in den Krieg.

Darren Wilson:

Was ist nun eigentlich mit dem Schützen, Darren Wilson? Er ist nun aus Sicherheitsgründen aus dem Dienst ausgestiegen.
Barack Obama bat sowohl Demonstranten als auch Polizei zu weniger Gewalt und konstruktiveren Vorgehensweise. Für viele eine Enttäuschung. Viele hatten sich mehr Unterstützung vom ersten schwarzen Präsidenten erhofft.
Erster Einsatz Amnesty International in den USA.



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