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Feilen - Referat



Thema: Feilen

Die Feile ist ein Werkzeug, mit dem das Werkstück spanend bearbeitet wird. An der feile unterscheidet man zwischen Feilenkopf, Feilenblatt und der Feilenangel. Um mit der Feile arbeiten zu können, wird ein Feilengriff benötigt, auch Feilenheft genannt, der an der Angel befestigt wird.
Zur Bearbeitung von Stahl werden doppelhiebige Feilen verwendet. Die Doppelhiebform ist wegen seines sich kreuzenden Unter- und Oberhiebes ein Kreuzhieb. Die Feinheit einer Feile wird durch ihre Hiebnummer bestimmt. Sie ist in Hiebnummern von eins bis sechs eingeteilt, je größer die Hiebnummer ist, umso feiner ist bei gleicher Länge der Feile die Hiebteilung. Feilen mit kleinen Hiebnummern werden Schruppfeilen genannt, sie nehmen größere Späne vom Werkstück ab, Feilen mit großen Hiebnummern werden Schlichtfeilen genannt, sie nehmen demnach einen kleineren Span vom Werkstück ab. Die Oberfläche des Werkstücks wird, umso besser desto kleiner der Span ist der vom Werkstück abgenommen wird.

Meine Aufgabe war mit Flachstumpffeilen ein U-Stück Plan zu feilen. Planfeilen bedeutet eine ebene Fläche, parallel zur Schnittrichtung der Feile zu erreichen. Das U-Stück soll auf eine Höhe von 33mm gefeilt werden. Die überschüssige Höhe wird von den Flanschen des U-Stücks abgenommen. Die Höhe von 33mm wird am Rand des U-Stücks mit einem Lineal und einer Anreißnadel angerissen und anschließend mit einem Körner in regelmäßigen Abständen Gekörnt. Nun wird das Werkstück im Schraubstock eingespannt, hierbei ist darauf zu achten, dass das Werkstück nicht vom Schraubstock beschädigt wird, um dies zu vermeiden werden in der Regel Aluminiumspannbacken benutzt. Dies kann allerdings bei diesem Arbeitsschritt vernachlässigt werden, da das U-Stück noch nicht bearbeitet ist und die Flächen deswegen nicht beschädigt werden. Des Weiteren ist es wichtig das U-Stück im Schraubstock gerade einzuspannen, um zu gewährleisten, dass die Ebene auch gerade abgefeilt wird und die Kanten einen 90° Winkel zu allen Seiten betragen. Zum abtragen des Metalls bis ca. 1mm vor Maß wird eine Schruppfeile benutzt. Damit ein möglichst genaues Feilen gewährleistet ist, wird die Feile mit der rechten Hand am Griffende so umschlossen das der Handballen gegen das Griffende stößt und der Daumen auf dem Griff aufliegt. Die linke Hand drückt mit dem Handballen auf den Feilenkopf, die Finger sind leicht gestreckt und umfassen nicht die Feile. Nur so kann die Feile richtig geführt werden, andernfalls besteht die Gefahr das die Finger beim zurückführen der Feile gegen das Werkstück stoßen und man sich verletzt. Ebenso wichtig wie der richtige Griff der Feile ist der Stand des Arbeitenden, da beim Feilen ein erheblicher Kraftaufwand erforderlich ist. Ruckartige Bewegungen der Feile und das Mitschwingen des Oberkörpers sollten vermieden werden, weil dadurch eine Bogenbewegung der Feile entsteht und
so eine Krümmung in das Werkstück gefeilt wird. Beim Feilen schiebt und drückt die rechte Hand, bei der Vorwärtsbewegung, und die linke drückt nur auf die Feile. Beim Zurückführen der Feile bzw. Rückhub wird ohne Druck auf die Feile schräg nach links bzw. rechts zurückgeführt. Dies bewirkt den Vorschub beim Feilen. Gleichmäßiges Versetzen der Feile um ca. eine halbe Feilenbreite beim Zurückführen gewährleistet eine gleichmäßige Spanabnahme. Beim Feilen bzw. Schruppen ist ständig das Maß und die Gleichmäßigkeit der Flanschen zu überprüfen, dies wird mit Hilfe eines Messschiebers gemacht. Ebenfalls sollte die Ebene mit der so genannten Lichtspaltmethode überprüft werden, das heißt es wird ein Stahl-Lineal schräg auf die Ebene gedrückt und gegen das Licht gehalten, wenn nun Licht zwischen Lineal und der Ebene durchfällt erkennt man die Unebenheiten auf der Fläche. Weiter sollte Winkligkeit zu allen Ebenen mit einem Winkel überprüft werden. Unebenheiten lassen sich durch regelmäßiges Umspannen des U-Stahls vorbeugen. Ist das Maß fast erreicht, ca. 1mm vorher, wird mit einer Schlichtfeile weiter auf Maß gefeilt, dies hat erstens den Vorteil durch die kleinere Spanabnahme genaueres Feilen zu gewährleistet, und zweitens eine bessere Oberfläche zu erhalten. Ist das Maß erreicht, als Hilfen dienen hierzu die Körnpunkte die ungefähr zur Hälfte herunter gefeilt sein sollten und natürlich der Messschieber, wird die Ebene geschlichtet. Hierzu wird die Schlichtfeile mit Kreide eingerieben, um zu verhindern dass sich Späne zwischen den Zähnen der Feile festsetzen und die Oberfläche verkratzen.





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