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Evolutionsfaktor Mutation - Referat



Evolutionsfaktor Mutation

Von einer Mutation ist die Rede, wenn in einem Genpool
neue Gene bzw. Allele auftauchen.
Es findet somit eine Veränderung des Erbgutes statt und bringt zugleich
eine enorme genetische Artenvielfalt mit sich.
Gene sind Träger der Erbinformationen.
Der Mensch besitzt in etwa 30000 – 40000 Gene.
Mutationen treten spontan auf und sind ungerichtet.
Darunter versteht man spontane Mutationen, die zum großen Teil durch spezifische Enzyme repariert wird.
Hierbei werden fehlerhafte Strukturen der DANN herausgeschnitten
Und durch eine neue Basenpaarung ersetzt.
Da diese Mutationen relativ häufig und in jeder Zelle stattfinden können
Somit kann man nie hervorsagen wann und wie ein Gen mutiert.
Mutationen können durch Fehler bei der Replikation ausgelöst oder durch Mutagene künstlich erzeugt werden.
Wenn sie künstlich erzeugt werden, bezeichnet man sie als Induzierte Mutation.
Mutagene entstehen durch äußere Einflüsse, die im Erbgut eine Mutation auslösen können.
Die Wahrscheinlichkeit einer Mutation wird durch Mutagene deutlich erhöht.
Beispiele für Mutagene können sein : radioaktive Strahlungen, UV Strahlungen,
Röntgenstrahlung, Chemiekalien,Gifte,
Träger von Mutationen werden als Mutanten bezeichnet.
Mutationen können positiv,negativ aber auch unbedeutend sein.
Ein Beispiel für eine Mutation wäre die verbesserte Wasseraufnahme eines Kaktusses in der Sahara, da dies ein klarer Vorteil ist.
Dies ist ein klarer Fall von Evolution, da man diese Vorteile auch an sein Nachkommen
weiter vererben kann.
Zu den negativen Mutationen gehören unter anderem Albinismus, Rot – Grün Schwäche und Formen von Minderwuchs, bei denen die Arme und Beine ungewöhnlich kurz sind.
Somit sind sie häufig Ursache für Krankheit oder Fehlbildung.
Es hängt von der Umwelt eines mutierendes Individuums ab, ob eine Mutation positiv oder negativ ist.
Die Mutationsrate = Anzahl der Mutationen pro Gen und Generation.
Es gibt 3 Formen von Mutationen. Diese heißen Genmutation, Genommutation und Chromosomenmutation.

Genmutation ( auch Punktmutation)

Die Gen- oder Punktmutationen ist die wichtigste Form für die Evolution.
Kurz gefasst versteht man darunter die Veränderungen der Erbinformationen eines Gens.
Die Genmutation betrifft also nur ein einziges Gen, welches trotzdem gravierende Auswirkungen haben kann.
Hier erfolgt eine Veränderung im Molekulargefüge der Dna und führt zur Entstehung neuer Allele.
Es gibt mehrere Möglichkeiten des Mutierens für einen Gen, daher existieren auch mehrere Allele für einen Gen. Manchmal können bis zu 50 Allele für einen Gen existieren.
Eine Genmutation kann eine dominante oder rezessive Wirkung haben.
Die Veränderung eines Allels von a zu A oder A zu a, drückt sich im Phänotyp aus und wird somit sichtbar.
Häufig führen Genveränderungen zu Schädigungen oder sogar zum
Tod des Individuums und haben somit eine negative Auswirkung.
Dass eine Genveränderung positive Auswirkungen hat, ist sehr gering.
Wenn bei einem Genotyp, welches heterozygot ist (Aa) eine rezessive (zurücktretend) Mutation eintritt, so wird diese im Phänotyp nicht in Erscheinung treten.
Die Allele können sich in der Population anreichern und an Nachkommen weitergegeben werden.

Chromosomenmutationen

Unter der Chromosomenmutation versteht man die Veränderungen an Chromosomen, die mehrere Gene betreffen.
Das bedeutet dass die Struktur des Chromosoms veröndert ist.
Diese Chromosomenmutationen sind vererblich und hierbei handelt es sich um größere strukturelle Veränderungen.
Sie entstehen als Folge eines einfachen Chromosomenbruchs, welches während dem Crossing Over stattfinden kann.

Man unterscheidet hier zwischen 5 verschiedenen Mutationen.
1.Deletion : hier kommt es zum Verlust von Chromosomenstücken.
2.Duplikation: hier wird ein Teil des Chromosoms verdoppelt
3.Inversion: ein Teil des Chromosoms wird falsch herum eingesetzt
4.Translokation: Teile eines Chromosoms werden aufeinander gesetzt
5.Insortion:das Chromosom erhält ein zusätzliches Teilstück dazu


Genommutation

Hier wird das Genom verändert, d.h die Anzahl der darin vorkommenden Chromosomen.
Die Gesamtanzahl der Chromosomen wird verändert.
Wenn die Mutation die Anzahl einzelner Chromosomen verändert, spricht man von einer Aneuploidie.
Verursacht wird es durch Unregelmäßigkeiten bei der Zellteilung.
Es gibt einige Krankheiten des Menschen , die auf Aneuploidie beruhen.
Ein bekanntes Beispiel ist das Down Syndrom, wo die betroffenen Menschen 47 statt 46 Chromosomen besitzen.
Hier liegt das Chromosom 21 nämlich dreifach vor.
Daher die Bezeichnung Trisomie 21.
Hier kann es eine Verminderung oder Vermehrung der Chromosomen geben.
Wenn die Mutation die Anzahl des ganzen Chromosomensatzes verändert,
spricht man von einer Polyploidie.
So liegen diese nicht nur doppelt sondern mehrfach vor.
Polyploidie kommt oft durch fehlende Ausbildung eines Spindelapparates zustande.
Diese kommt bei Pflanzen häufig vor.





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