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Evangelikalismus und Kreationismus - Referat



Einführung in das Thema „Evangelikalismus“

Die „World Evangelical Alliance“ vereint nach eigenen Angaben weltweit mehr als 420 Millionen Evangelikale-Christen. Auch wenn die Bewegung ursprünglich in England entstanden ist, ist diese vor allem in den USA, Lateinamerika und Afrika besonders Präsent.
Der Begriff „evangelikal” bezeichnet dabei unabhängig von der konfessionellen Zugehörigkeit ein Christentum, das auf das Evangelium zurückgeht. Die Anhänger leben nach der wörtlichen Bibelauslegung und streben nach einer persönlichen Beziehung zu Gott.
Da es sich bei den Evangelikalen um eine Bewegung mit verschiedenen Gruppierungen und nicht um eine Kirche handelt, gibt es teilweise auch verschiedene Lehraussagen und Meinungen.

Kreationismus – Was versteht man darunter?

Der Lehre des Kreationismus ist der Auffassung, dass das Universum bzw. das Leben auf der Erde von einem übernatürlichen Wesen erschaffen wurde.
Sie sehen die biblische Schöpfungsgeschichte als richtig an und nehmen diese wörtlich. In Folge dessen lehnen die Kreationisten, die sich selbst gerne als eine Art „Wissenschaft“ sehen, die Evolutionstheorie von Darwin, dass Arten durch natürliche Selektion entstehen, strikt ab.

Der Bezug zwischen Evangelikalismus und Kreationismus

Wie eingangs erwähnt, interpretieren Evangelikale-Christen die Bibel wörtlich. Daher ist es nicht verwunderlich, dass unter dieser Gruppierung der Kreationismus weit verbreitet ist.

Seine größte Bedeutung hat der Kreationismus in den USA. Die evangelikalen Christen, die grade dort weit verbreitet sind, möchten erreichen, dass der Kreationismus an den Schulen als gleichberechtigte Alternative zur Evolutionstheorie unterrichtet wird.
Viele der US-Amerikaner sind Anhänger einer speziellen Form - dem Kurzzeitkreationismus. Diese Form nimmt an, die Erde sei erst vor wenigen tausend Jahren erschaffen worden. Mehr dazu folgt noch im weiteren Verlauf des Vortrags.

Unterschiede zur Basisreligion

Weltweit gibt es eine schwer überschaubare Bandbreite an evangelikalen Strömungen. Diese vertreten zum Teil verschiedenen Theologien und Auffassungen, sodass es schwer fällt eine klare Unterscheidung zum Christentum - der Basisreligion - zu ziehen.

Allgemein kann man jedoch sagen, dass evangelikale Gruppen sich von der liberaleren Theologie und dem Säkularismus (die besonders im europäischem Christentum zu finden sind) abgrenzen. Das bedeutet, sie trennen Glauben bzw. Kirche nicht von Wissen bzw. Staat. Die Freiheit des persönlichen Glaubens wird begrenzt.

Zu den weiteren Unterschieden zählen neben der starken Absicht zu missionieren, auch eine abgewandte Haltung zu der Bedeutung von Sakramenten (zeichenhaften Handlungen).

Häufig werden evangelikale Gruppen auch mit fundamentalen Christen gleichgesetzt, die die Absicht hätten, gegen Dämonen und den Teufel, Homosexualität und Feminismus zu kämpfen. Dies trifft jedoch nur auf einzelne Ausprägungen zu.

Der Großteil ist jedoch gemäßigt, sodass in den letzten Jahren das Verhältnis zwischen evangelikaler Bewegung und katholischer Kirche (welches über lange Zeit sehr distanziert war) verbessert und auch gemeinsame Anliegen entdeckt wurden.

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Quellenverzeichnis:

https://www.planetwissen.de/natur/forschung/evolutionsforschung/pwiekreationismusschoepfunggegenevolution100.html
http://www.nibis.de/~igskrons/fachbereiche/NW08/Kreationismus-Darwinismus.pdf
https://www.psiram.com/de/index.php/Evangelikalismus
http://www.relinfo.ch/evangelikalismus/themen.html
https://www.evangelikal.de
https://www.planet-wissen.de/kultur/religion/jenseits_der_traditionellen_kirchen/pwieevangelikalechristenkonservativbisradikal100.html
http://www.bibelgemeinde.org/gelebter.glaube.html
http://www.ezw-berlin.de/html/3_3052.php




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