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Eritrea - Steckbrief - Referat



Allgemeine Infos über das Land: Eritrea ist eine präsidentielle Republik im Nordosten Afrikas. Das Land zählt 6,2 Millionen Einwohner auf einer Fläche von 117.000 km2. Etwas weniger als eine Million Menschen leben in der Hauptstadt und gleichzeitig größten Stadt des Landes, nämlich Asmara, die sich auf dem Hochland von Abessinien befindet. Im Nordwesten grenzt Eritrea an den Sudan, im Süden an Äthiopien und Djibouti, sowie im Nordosten an das Rote Meer. Der westliche Teil des Landes ragt in die Sahara und im Süden hat Eritrea Anteil an der Danakilwüste. Das Staatsoberhaupt und gleichzeitig Regierungschef ist Isayas Afewerki, welcher dieses Amt seit der Staatsgründung im Jahr 1993 inne hat. Es war geplant, dass Eritrea 1997 nach einem entsprechenden Entwurf eine Verfassung bekommt, diese wurde allerdings bis heute nie in Kraft gesetzt. Die Anzahl der Regionen wurde 1996 von 9 (die noch aus der italienischen Kolonialzeit stammten) auf 6 reduziert. Der Tourismus im Land ist auf einige wenige Besucher beschränkt, die sich hauptsächlich archäologische Stätten ansehen oder an der Kolonialgeschichte interessiert sind.

Bevölkerung: Die beiden Amtssprachen sind Arabisch und Tigrinya, die ältere Generation kann aufgrund der Kolonialzeit oftmals auch Italienisch verstehen. Die Hälfte der Bevölkerung bekennt sich zum Islam, der Rest zum Christentum. Letztere werden in letzter Zeit immer häufiger von der Regierung verfolgt, wie Amnesty International berichtet. Aufgrund der im Land herrschenden Armut sind Schulen meistens schlecht ausgestattet. Trotzdem sind nur 7% der Jugendlichen zwischen 15 und 24 Jahren Analphabeten. Berücksichtigt man die Gesamtbevölkerung, so beläuft sich der Anteil an Analphabeten auf 30%. Die durchschnittliche Lebenserwartung der Menschen ist innerhalb von 70 Jahren von 34 Jahren auf etwa 65 gestiegen.

Klima: Im Gebiet, welches an das Rote Meer grenzt, ist eine sehr trockene und heiße Savannenlandschaft anzutreffen. Im Landesinneren hingegen, wo sich das Hochland von Abessinien (an einigen Stellen über 4000 Meter hoch) befindet, gibt es fruchtbares Land mit etwa 600 mm Niederschlag im Jahr. Regen fällt meistens in den Monaten von Juni bis September. In der Zeit von
November bis Februar herrschen tagsüber frühlingshafte Temperaturen auf dem Hochland. An der Küste ist es von April bis Juni am heißesten mit bis zu 40°C. Die Jahresdurchschnittstemperatur liegt bei 17°C.

Geschichte: Im Jahr 600 brachten die Araber zum ersten Mal den Islam in die Küstenregionen Eritreas. 1980 nahm Italien Eritrea vollständig ein, vorher waren nur einige Teile des Gebietes italienisch. 1941 nahmen die Briten das Land ein und 1952 wählten die Vereinten Nationen Eritrea zu einem Teil Äthiopiens zu machen. Äthiopien annektierte Eritrea im Jahr 1962 endgültig, was den 30-jährigen Unabhängigkeitskrieg durch eritreische Separatisten auslöste. Bei einer Volksabstimmung 1993 wählten 99,83% der Bürger für die Unabhängigkeit. Der Nationalfeiertag Eritreas wird aus diesem Grund am 24. Mai begangen. Zwischen Eritrea und Äthiopien gab es seitdem immer wieder Konflikte über den Grenzverlauf zwischen den beiden Gebieten.



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