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Erdbeben - Referat



1. Definition:
- Erschütterung des Erdbodens durch geophysikalische Vorgänge
- Dauer: meistens nur wenige Sekunden oder Minuten
- Jährlich finden etwa 170.000 Erdbeben statt.

2. Vorhersage:
- Durch Vorläuferphänomene möglich:
- Diese sind messbar oder erkennbar

Geophysikalisch messbare Größen:
- Neigung des Erdbodens:
Aufeinandertreffen von Kontinentalplatten erhöht Erdboden
Vorhersage nur durch Beobachtung über langen Zeitraum möglich

- Elektromagnetische Eigenschaft des Gesteins
Durch Verschiebung der tektonischen Platten verändert sich das elektromagnetische Feld minimal
Nur grobe Einschätzung der Region möglich, keine genaue Positionsbestimmung

- Radon-Methode
Radon-Gas tritt durch Spalten aus der Erde aus → 4x höhere Konzentration
Gilt als relativ sichere Methode

Andere Phänomene:
- Seismische Ruhe:
Regelmäßigkeiten durch vergangene Erdbeben erkennbar
Lange Ruhephasen in erdbebenaktiven Gebieten → Seismische Lücke

- Verhalten der Tiere
Ungewöhnliches Verhalten der Tierwelt durch starke drohende Erdbeben/Tsunamis
Unsicher → Tiere können auch durch andere Umstände ihr Verhalten ändern

=> Vorhersage mit aktuellem Wissensstand nicht sicher möglich

3. Entstehung
- Einstürzen von unterirdischen Hohlräumen
- Vulkanismus
- Tektonische Plattenverschiebung
- Sonstiges
Gebirgsschläge
Explosionen

Tektonische Erdbeben:
- Konvergenz:
Tektonische Platten „tauchen“ untereinander → Zone des Zusammenstoßes: Subduktionszone
Oder: Zwei Kontinentalplatten stoßen aufeinander → Enstehung von Erdbeben und Gebirgen
- Divergenz:
Platten driften voneinander weg
Durch Erschütterung der Trennung entstehen Erdbeben
- Konservative Plattenverschiebung
Platten bewegen sich aneinander vorbei
Verhaken ineinander → Die Verhakung bricht → Erdbeben

4. Geschehen während des Erdbebens
- Erdbebenherd
Hypozentrum: Ort im Untergrund, an dem das Erdbeben entsteht. Von dort werden seismische Wellen in alle Richtungen ausgesandt.
Epizentrum: Stelle an der Erdoberfläche, wo die seismischen Wellen am schnellsten eintreffen und die grössten Schäden verursachen.

- Seismische Wellen (Erdbebenwellen)
Breiten sich radial im Erdinneren aus, werden im Erdinneren abgelenkt

5. Messung von Erdbeben
- Mercalli-Skala (Guiseppe Mercalli 1902):
Wird in 12 Stufen unterteilt
Bewertet die sicht- und fühlbaren Veränderungen auf der Erdoberfläche
- Richter-Skala (Charles Francis Richter 1935):
Gebräuchlichste Magnituden-Skala; nach oben offen
„Übersetzt“ die Stärke des Erdbebens in sichtbare Folgen

Magnitude:
Gibt die Stärke eines Erdbebens wieder
Wird durch die Amplitude des Seismographen definiert

6. Folgen
Direkte Folgen eines Erdbebens:
Geländeverschiebungen
Schäden an Gebäuden und Infrastruktur

Durch Erdbeben ausgelöste Folgen:
Tsunamis
Lawinen
Erdrutsche
Überschwemmungen

7. Maßnahmen
Gebäudeschutz
- Duktile Bauweise
Bauwerke werden mit Sollbruchstellen versehen
- Gebäudelayout
Gestaltung des Hauses wird so angepasst, dass es wie geplant einstürzt

Schutz von Gegenständen
- Verankerung in der Wand
- Sonstige Befestigung → Tisch am Boden befestigt, schwere Bilder nicht über dem Bett

Personenschutz
- Aufklärung der Gesellschaft
- Gebäude nicht verlassen, Fenster schließen


Quellen:
http://wirtschaftslexikon.gabler.de/Archiv/296460/erdbeben-v3.html
http://crisisboom.files.wordpress.com/2012/01/global-seismic-hazard-map.jpg
http://de.wikipedia.org/wiki/Erdbeben
http://naturkatastrophen.die-erde.com/erdbeben.php
http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/7/75/Oceanic-continental_convergence.svg
http://elhierro1.blogspot.de/2012_10_07_archive.html
http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/2/23/Epicentrum-hypocentrum-schema.png
http://www.planet-wissen.de/natur_technik/naturgewalten/erdbeben/
http://www.saevert.de/erdbeben



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