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Erörterung zum Text „Lesen als Königsweg zur Welt“ von J.Drews - Referat



Erörterung zum Text „Lesen als Königsweg zur Welt“ von J.Drews

Seit zwei Jahren arbeite ich nun schon in unsere Bücherei. Doch wenn man gewisse Statistiken beobachtet und ein Gefühl für die Wahl von Medien bei den Lesern bekommt, fragt man sich doch irgendwann, warum man noch Wörter wie „Bücherei“ und „Leser“ benutzt, wo es keinesfalls das Buch ist, das die Haupteinnahmequelle ist. Hauptsächlich werden DVDs, PC Spiele und/oder Hörbücher mitgenommen. Eine Antwort gibt es dafür natürlich auch: Früher konnte man in Büchereien tatsächlich nur Bücher ausleihen, weil es damals noch keine anderen solcher Medien gab. Doch wie auch in dem Text „Lesen als Königsweg zur Welt“ von J. Drews klar wird, verliert das Buch immer mehr an Bedeutung. Dies will ich auch in den folgenden Punkten erarbeiten.

Dabei muss man nun zuerst betrachten, dass das Buch früher für sehr wertvoll und wichtig gehalten wurde. Es galt als „Königsweg zur Welt“. Natürlich war das Buch die einzige Wissensquelle- oder zumindest die einzige verlässliche. Wie verfasste beispielsweise Karl May seine Winnetou-Bücher, die in Amerika handelten, ohne jemals dort gewesen zu sein? Alles, was er wusste, hatte er durch das Lesen erlangt! Und diese Menschen, die etwas wussten, schrieben es selbstverständlich auf- wie es schon die Mönche im Mittelalter gezeigt haben.
Weiterhin steigerte die Macht, die man früher aus dem Wissen, das in Büchern stand, erlangte, den Wert des Buches. Wollten Herrscher ihre Macht sichern, so ließen sie diese Wissensquellen unzugänglich für das Volk.

Ganz anders wird das Lesen jedoch heute betrachtet; es hat viel von seinem guten Ruf und von seinem hohen Wert einbüßen müssen. Dies kommt daher, dass die elektronischen Medien immer mehr in den Vordergrund rücken. Eine DVD zu gucken ist doch wesentlich aufregender als ein Buch zu lesen; aus dem Internet bekommt man schneller Informationen als eine Bibliothek zu durchsuchen und im Fernsehprogramm bekommt man perfekte Auswahlmöglichkeiten auf Knopfdruck ohne sich teure Bücher anschaffen zu müssen.
Mindestens genauso ausschlaggebend ist, dass der Mensch nicht
mehr bereit ist, Zeit Ruhe und Konzentration zum Lesen aufzubringen. Aber wie auch, wenn das heutige Arbeitsleben so stressig ist, dass man noch nicht einmal genug Zeit aufbringen kann, einfach die Freizeit zu genießen und abzuschalten- und dann auch noch Lesen? Wenn man am Abend endlich ein wenig Ruhe hat, schaltet man lieber „vor der Glotze“ ab, als die nötige Konzentration aufzubringen, die das Lesen erfordert.
Hinzuzufügen ist, dass das Hobby, sich Büchern zu widmen, heutzutage oft mit Einsamkeit assoziiert wird. Zwar gibt es Feste, wie Büchermessen oder den „Bücherzirkel“ etc., aber im Großen und Ganzem wird das Lesen immer eine Einzelbeschäftigung bleiben, die bei dauerhaftem Ausüben zu Kontaktlosigkeit führen kann. Andere Freizeitbeschäftigungen, wie zum Beispiel eine Sportart auszuüben sind dagegen viel versprechender, was Freundschaften schließen und pflegen angeht, als alleine mit einem Buch in der Hand zu Hause rumzusitzen.

Dieses Referat wurde eingesandt vom User: tennisspielerineva



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