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Erörterung eines pragmatischen Textes - Referat



Erörterung „Schlauer schießen“
„Was wäre, wenn nicht die Bücher zuerst da gewesen wären, sondern Videospiele?“ (Z. 3-4).
Genau über diese Thematik handelt die wissenschaftliche Abhandlung „Schlauer schießen“ von Sascha Lehnhartz. Zu oft debattieren anerkannte Wissenschaftler über den Zusammenhang von Medien und der Intelligenz der Nutzer, vor Allem im Bezug von neuen Medien und Jugendlichen. Auch dieses Essay aus dem Jahr 2007 beinhaltet diese Auseinandersetzung. So stellt Steven Johnson die These auf, dass die „alten“ Medien eine Isolation im sozialen Bereich und eine geistige Unterforderung verursachen, hingegen die neuen Medien veranlassen, dass den Jugendlichen bzw. den Nutzern hiermit ein allumfassendes Medium geboten wird. Er nimmt an, dass „[…]traditionelle Computerspiele […] eine mehrdimensionale Welt [öffnen] und […] soziale Beziehungen [fördern].“ (Z. 7-10). Steven Johnson stützt seine These darauf, da die Computerspiele in den vergangenen Jahrzehnten an nützlichen Inhalt und an „Trainingsmöglichkeiten“ zum sozialen Umgang zugenommen haben. Des Weiteren verdeutlicht er seine positive Stellung gegenüber den Computerspielen mit der alternativen Namengebung „kognitives Trainingsprogramm“ und „Lektion fürs Leben“ (Z. 26-27). Der deutsche Journalist David Pfeifer unterstützt die These von Steven Johnson und weist das außerdem auch mit dem Beispiel „Wir alle sind in den letzten fünfzig Jahren nicht dümmer geworden durch das Fernsehen, Computer, Handy, Internet und Videospiele […].“ (Z. 37-40) nach. Seine Unterstützung begründet er mit dem „Flynn-Effekt“. Der Politologe James Flynn fand heraus, dass der allgemeine IQ-Test zwischen 1972 und 1989 einen beständigen Anstieg der Ergebnisse hatte. Er belegt dies an der zunehmenden Verbreitung von Computerspielen und den neuen Medien. Diese stetig wachsende Gruppe von Medienkritikern besitzt jedoch auch Gegner. So z.B. den Hirnforscher Manfred Spitzer, welcher die Positionen von Steven Johnson und David Pfeifer strikt ablehnt. Mit der Aussage „Das ist der größte Blödsinn“ (Z. 44-45) zeigt er dem Leser, dass für ihn eine Auseinandersetzung mit dieser Thematik komplett irrelevant ist. Er legt dem Rezipienten keine These oder ein Beispiel vor, um seine Meinung zu vertreten. Dies verdeutlicht nochmals seinen Standpunkt. Des Weiteren kann diese Aussage auch als Hyperbel angesehen werden.
Ich bin jedoch der gleichen Meinungen wie Steve Johnson und David Pfeifer. Die neuen Medien sowie die inbegriffenen Computerspiele bieten den Jugendlichen, aber auch den Erwachsenen, neue Möglichkeiten sich auszulassen. Für mich spielen die neuen Medien eine elementare Rolle im Leben, sei es bei der Informationsbeschaffung für Schulaufgaben, dem Lesen von Online-Texten sowie Abhandlungen oder auch einfach nur zur Kommunikation mit Freunden. Ein Leben ohne die mobile Telekommunikation und/oder die sozialen Netzwerke ist im 21. Jahrhundert kaum noch vorstellbar.
Nicht ohne Grund wird unser Zeitalter auch „Zeitalter der Telekommunikation“ bezeichnet. Obwohl Computerspiele oft ausgenutzt werden um im Jugendjargon „Killerspielen [zu zocken]“ (Z. 52-53) gibt es auch Lernspiele, womit Kinder sowie Jugendliche das Lernen von Sprachen intensivieren können und logisches Denken schulen. So wies eine Studie der Psychiatrischen Klinik Universität Erlangen-Nürnberg auch eine Leistungssteigerung im Bereich der Reaktionsschnelligkeit und räumliches Orientierungsvermögen nach. Ich selber spiele in unregelmäßigen Abständen Strategiespiele wie „Die Siedler“ und „Anno“, um das Kombinieren von Ereignissen, das Organisieren und auch das Vorausdenken zu stärken. Häufig haben aber auch Schüler die regelmäßig multilinguale Computerspiele spielen einen Vorteil im Englisch-Unterricht oder in anderen Fremdsprachen, da sie das erlernte Wissen täglich benutzen und so Inhalte der Unterrichtseinheit festigen und ausbauen. Es ist allgemein klar, dass Kinder spielerisch Dinge besser erlernen, als es ihnen nur theoretisch zu vermitteln. Deshalb spielt die Medienkompetenz selbst schon in der Schule eine wichtige Rolle und wird derzeit immer häufiger in den Lehrplan aufgenommen, um die Schüler_innen auf Aufgaben mit Medien, die Nutzung von Computern und eigenes Erarbeiten zu schulen.
Insgesamt ist zu sagen, dass die gemäßigte und bedachte Nutzung der neuen Medien und ganz explizit der Computerspiele eine Leistungssteigerung und eine positive Auswirkung auf den Nutzer haben kann, jedoch vor übermäßiger Gebrauch und negative Resultate gewarnt wird.



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