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Erörterung Atomausstieg - Referat



Dialektische Erörterung ,,Atomaustieg: Ja oder Nein?‘‘
A. Einleitung
Atomares Umdenken nach Fukushima
B. Hauptteil
1. These: Contra
• Versorgungsengpässe bei Ausstieg
• Umweltfreundlichkeit/Zuverlässlichkeit
• Unabhängigkeit
2. Antithese: Pro
• Umweltfreundlichkeit fraglich
• Endlagerungsproblematik
• Gefahrenpotential für Mensch und Umwelt
3. Synthese
C. Schluss

Die Atomkatastrophe in Fukushima im Frühjahr 2011 hat Deutschland aufgerüttelt. Hunderttausende Bürger demonstrierten gegen heimische Kernkraftwerke und die Bundesregierung kippte daraufhin deren Laufzeitverlängerung. Nun soll der endgültige Atomausstieg doch schon bis 2022 vollzogen sein. Diese Entscheidung birgt sowohl Chancen als auch Risiken für die Bundesrepublik in sich.

Die wohl schwerwiegendste negative Folge ist, dass es durch den überhasteten Ausstieg aus der Kernkraft zu Versorgungsengpässen kommen kann. Das heißt zu Stromausfällen. Ein großes Problem ist, dass bis jetzt noch nicht genügend Speichermöglichkeiten für die Erneuerbaren Energien, die den Atomstromanteil ersetzen sollen, vorhanden sind. Fraglich ist, ob sich daran so schnell etwas ändern wird. Wenn nicht, könnte es in Zeiten in denen die Sonne nicht scheint und der Wind nicht weht zu Ausfällen kommen. Aus wirtschaftlicher Sicht wäre dies fatal, da Unternehmen ohne eine gewährleistete Stromversorgung nicht produzieren können. Eine Folge wäre die Abwanderung großer Firmen ins Ausland, wo dieses Risiko nicht vorhanden ist. Für den deutschen Arbeitsmarkt würde das einen rapiden Anstieg der Arbeitslosigkeit bedeuten.

Damit ist bereits eine andere negative Konsequenz angedeutet. Atomkraftwerke sorgen nicht nur für sehr viel Strom rund um die Uhr sondern produzieren dabei auch noch umweltfreundlich. Bei den nuklearen Prozessen werden keine schädlichen Abgase in die Atmosphäre gepustet, ganz im Gegensatz zur Verwertung von Kohle, Erdöl oder Erdgas. Zwar soll der Stromanteil,den jetzt noch die Kernkraftwerke produzieren, 2022 durch Erneuerbare Energien gedeckt werden, doch es ist heute noch ungewiss in welchem Umfang diese bis in 8 Jahren genutzt werden können. Stellt sich die Politik weiterhin so quer gegen den Bau neuer Windräder oder den Ausbau von Stromtrassen, werden zwangsläufig mehr fossile Rohstoffe eingesetzt werden müssen, um eine Stromversorgung zu ermöglichen. Die Folge wären ansteigende CO2 Emissionen und eigentlich wollte die Regierung ja das Gegenteil erreichen.

Ein weiterer Nachteil des Atomausstiegs ist, dass die Bundesrepublik noch abhängiger von ausländischen Rohstofflieferungen wird. Schon immer war Deutschland auf Öl aus dem Irak oder Gas aus Russland angewiesen, doch durch die Atomkraft hatte man wenigstens einen Teil der Stromversorgung in eigener Hand. Selbst wenn Erneuerbare Energien bis dahin einen größeren Teil der Stromproduktion übernehmen, müsste man, ohne geeignete Speichermöglichkeiten, mehr Rohstoffe importieren. Mit Blick auf die Ukraine Krise ist es beunruhigend zu sehen, dass Deutschland sich auf diese Weise noch abhängiger von Putin machen müsste.
Diesen Nachteilen stehen jedoch einige wichtige Vorteile gegenüber, die nicht außer Acht gelassen werden dürfen.

Zunächst einmal ist die Umweltfreundlichkeit von nuklearem Strom äußerst fraglich. Zwar werden bei den Prozessen in den Atomkraftwerken keinerlei schädliche Nebenprodukte wie CO2 produziert, doch bei der Förderung des hierfür benötigten Urans stehen die Dinge anders. Beim
Abbau werden ganze Landstriche zerstört, die Flächen können nicht mehr genutzt werden, es bleiben riesige Krater zurück. Durch den atomaren Ausstieg könnte dies verhindert werden.

Ein weiterer Vorteil den der Ausstieg aus der Atomkraft mit sich bringt ist, dass kein neuer Atommüll mehr anfällt, über dessen Endlagerung man sich sorgen muss. Bis heute wurde keine wirkliche Lösung gefunden, wie man die radioaktiven Abfälle sicher lagern kann. Mit dieser Problematik wird sich die Regierung aber auch noch in Zukunft auseinandersetzten müssen, da der Atommüll mindestens 1.000.000 Jahre unter Verschluss bleiben muss, bis er für den Menschen ungefährlich ist. Bis dahin dauert es noch ein Weilchen.

Der positivste Folge wurde nun schon angesprochen, nämlich die, dass durch den Atomausstieg ein großes Gefahrenpotential für Mensch und Umwelt beseitigt wird. Bei den Verbrennungsprozessen in den Atomkraftwerken entstehen hochradioaktive Strahlungen, die für den Menschen und seine Umwelt in höchstem Maße gefährlich sind. Ist die Technik eines Kernkraftwerkes nicht vollständig intakt, kann es leicht zu nuklearen Unfällen kommen. Wie verheerend die Folgen einer solchen Katastrophe sein können, wurde der Welt 1986 vor Augen geführt, als sich im sowjetischen Atomkraftwerk Tschernobyl der schlimmste anzunehmende Unfall ereignete, der sogenannte Gau. Die Menschen in der nuklear verseuchten Umgebung mussten evakuiert werden, zurück blieben Geisterstädte, in die sich bis heute nur wenige wagen. Viele Arbeiter des Kernkraftwerks mussten mit schweren Verstrahlungen ins Krankenhaus eingeliefert werden, diejenigen die überlebten leiden noch heute an den Folge.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass es sowohl Argumente für als auch gegen den Atomausstieg in Deutschland gibt. Meiner Meinung nach über wiegen jedoch klar die Vorteile die diese Entwicklung mit sich bringt. Die Geschichte hat der Menschheit gezeigt, dass sie zu ihrem eigenen Wohl andere Wege in der Stromerzeugung gehen muss, als diesen sehe ich die Umstellung auf Erneuerbare Energien.




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