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Entwicklungszusammenhaben:Pflanzen und Tierreich - Referat



Entwicklungszusammenhang: Pflanzen und Tierreich
Flagellaten:
Als Ausgangsform für den Entwicklungszusammenhang bieten sich die Flagellaten an, da es sowohl pflanzliche als auch tierische Flagellaten gibt, woraus sich die Vagilität der ersten pflanzlichen Organismen und die Sessilität der ersten tierischen Organismen ableiten lässt. Flagellaten müssen aus Bakterien entstanden sein, aus denen sich Pilze und Flechten entwickelt haben. Pilze auch Fungi genannt sind Lagerpflanzen die von lebender oder toter Substanz leben, das heißt sie sind heterotrophe Organismen. Ihre Zellwände sind im allgemeinen aus Chitin und sie besehen meist aus Zellfäden, die so genannten Hyphen. Flechten sind Organismen, die von miteinander in Symbioseleben der Algen und Pilzen gebildet werden. Der bekanntester Vertreter der Flagellaten ist die Euglena, das Augentierchen. Als einzelliges Geißeltierchen bewegt es sich mit Hilfe einer Geißel, die am vorderen Ende des Körpers zu finden ist. Seinen Namen hat die Euglena von einem auffälligen roten Augenfleck am Rande der Geißelgrube. Tatsächlich handelt es sich nicht um ein Auge, sondern bei einfallendem Licht und ständigen Drehen der Zelle um ihre eigene Achse erzeugt der Fleck einen Schatten, der in kurzen Abständen auf eine lichtempfindliche Stelle in der Geißelgrube fällt. Dadurch ist sie befähigt, sich zum Licht hin zu bewegen. Außerdem fallen grüne Punkte im Plasma der Euglena auf. Es sind Chloroplasten, mit deren Hilfe sie, ähnlich wie die „grüne“ Pflanze, ihre Nahrung über Photosynthese selbst erzeugt (autotrophe Ernährungsweise). Erst wenn die Lichtverhältnisse für die Photosynthese nicht ausreichen, nimmt sie Nahrung von außen auf (heterotrophe Ernährungsweise).
Weiters gehören zu den Flagellaten Sporozoa, Ciliata und Amöben. Die Amöbe hat eine ganz spezielle Fortbewegungsweise entwickelt. Ihre Zellmembran ist relativ elastisch und dadurch lässt sich ihr Plasma in eine bestimmte Richtung strömen und an der entgegengesetzten Seite wird das Plasma verringert. Dadurch bildet sich ein Scheinfüßchen aus, die die Bewegung gewährleistet. Aufgrund dieser Fähigkeit wird sie auch Wechsel oder Fließtierchen genannt, da sie während der Fortbewegung ständig ihre Gestalt ändert.
Die Volvox ist der erste eigentliche Vielzeller und ist das so genannte Missing Link zwischen Einzeller und Schwamm. Sie ernährt sich autotroph, tendiert aber wegen ihrer Arbeitsteilung eher zum Tierreich.

Grünalgen:
Auf der Seite der Pflanzen leiten sich von der Flagellaten die Grünalgen ab. Grünalgen werden mit den Armleuchteralgen und den Jochalgen zu den Chlorophyta zusammengefasst. Aus den Grünalgen sind vermutlich die Urformen der Moose, Farne und Blütenpflanzen entstanden. Grünalgen haben einen ungegliederten Vegetationskörper (= Thallus), da sie aus einzelnen Zellen oder Zellfäden bestehen und noch nicht wie die Kormophyten, aus Wurzel, Blatt und Stamm gegliedert sind.

Moose:
Die Moose werden noch zu den Thallspflanzen gerechnet, da sie noch keine echte Wurzel gebildet hat. Anstelle der Wurzel besitzen sie Rhiziode zur Verankerung im Boden und zur Nährsalzaufnahme. Wie die Farnpflanzen sind die Moose ans Landleben angepasst, brauchen zur Fortpflanzung aber noch das Wasser. Die charakteristische Eigenschaft der Moose ist der Generationswechsel.

Farne:
Die nächste Entwicklungsstufe sind die Farne, sie entstanden aus der Entwicklungsbasis der Moose. Man kann sie als erste Landpflanzen bezeichnen. Sie besitzen bereits einen Kormus, das heißt die bestehen aus Wurzel, Blatt und Stamm. Die Wurzel ist ein blattloses Organ zur Aufnahme von Wasser und Nährstoffen, sowie zur Verankerung im Boden. Neben Stängel und Wurzel ist das Blatt das Hauptorgan der Kormophyten, da es zur Assimilation, Gaswechsel und Transpiration dient.

Blütenpflanzen:
Die pflanzliche Entwicklung endet bei den Blütenpflanzen. Blütenpflanzen sind hoch entwickelte, an das Landleben vollständig angepasste Sprosspflanzen, die sich durch den Besitz von
Blüten und die Bildung von Samen auszeichnen. Nach der Stellung der Samenanlage unterscheidet man zwei Unterabteilungen, nämlich die Nacktsamer (Nadelhözer), deren Samenanlage offen auf den Fruchtblättern liegt und die Bedecktsamer, deren Samenanlage in Fruchtknoten eingeschlossen ist.

Schwamm:
Auf der tierischen Seite beginnt die Entwicklung beim Schwamm. Wie schon erwähnt entstand der einfachste Vielzeller aus der Volvox. Diese einfachste Vielzeller besteht aus einer Kragengeißelkolonie und seine Körperwand besteht aus Ekto und Entoderm. Die Kragengeißelflagellaten leben sessil. Sie besitzen einen Plasmakragen, aus dessen Zentrum die Geißel entspringt. Mit Hilfe des Plasmakragens phagozytieren sie Nahrungsteile. Schwämme haben noch kein echtes Gewebe, die Zellen hängen nur lose zusammen. Sie haben einen zentralen Hohlraum und eine Ein- und Ausströmöffnung (Osculum) um Wasser hinein und auszuströmen. Die Hauptgruppen der Schwämme sind die Kalkschwämme, die Kieselschwämme und die Hornschwämme.

Hohltiere:
Aus dem Schwamm entwickelt sich das Hohltier, welches auch festsitzend (sie sitzen mit einer Fußplatte am Grund fest) ist. Hohltiere sind radiärsymmetrisch, besitzen Tentakel und ihre Körperwände bestehen aus EK/EN, bilden somit einen festen Zellverband. Sie besitzen schon ein Gastrovaskularsystem, welches zur Verteilung der Stoffe zuständig dient. Der Gastralraum hat oben eine Mundöffnung zur Nahrungsaufnahme und gleichzeitig Nahrungsausscheidung. Fast alle Hohltiere sind Meeresbewohner, wobei die Korallen die größte Klasse der Hohltiere bilden.

Bilateria:
Die Hohltiere leiten über zu den Bilateria, die so genannten Fortbewegungstiere oder auch Organtiere genannt. Sie haben neben EK/EN schon das 1. Mesoderm gebildet. Das Mesoderm ist das dritte, mittlere Keimblatt, und ein Keimblatt ist eine embryonale Zellschicht, aus der bestimmte Körperteile und Organe hervorgehen. Der Prototyp der Bilateria ist der Plattwurm. Plattwürmer sind in klaren Gebirgsbächen zu finden. Sie sind von einer Epidermis umgeben und die äußere Oberfläche ist mit Wimpern bedeckt. Plattwürmer besitzen keine echte Leibeshöhle, die Zwischenräume zwischen den Organen sind von festen Bindegewebe ausgefüllt (Parenchym). Sie besitzen schon Ring- und Längsmuskeln, aber sie besitzen kein Blutgefäßsystem. Ihr Nervensystem setzt sich aus einem Nervennetz zusammen und sie besitzen auch ein GVS. Sie besitzen auch schon „Augenflecken“ womit sie Licht wahrnehmen können.
Die Bilateria zeigt selbst zwei große Entwicklungslinien.

Gastro- Notoneuralia:
Die Gastroneuralia (Bauchnervler mit Strickleiternervensystem) das der Annelid, Mollusken, Arthrophoden besitzen und die Notoneuralia (Rückennervler mit Zentralnervensystem). Die erste Form der Notoneuralia bildet das Lanzettfischchen, der sich in weiterer Folge zu Chordaten, Hemichordaten entwickelt. Das Volvoxmanifest tritt in der Embryonalentwicklung in Form einer Blastula immer wieder auf.





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