Suchbegriff:

Entwicklung moderner Staatstheorien - Referat



Philosoph Lebensdaten Epoche Theorie Werke Zitate
Platon *427 v. Chr. (Athen) +347 v. Chr. (Athen) Antike Platonischer IdealstaatDie menschliche Seele eines Menschen ist zwar eins, lässt sich aber in drei Bereiche teilen: in einen a) vernünftigen, b) mutig, impulsiven c) begehrendenJe nachdem, welcher Bereich bei den einzelnen Menschen überwiegt, wendet sich der einzelne einer der drei folgenden Gruppen zu: 3 Bevölkerungsgruppen (Stände) - Herrscher (Philosophen) [Vernunft]: Staatsführung- Wächter (Krieger) [Mut]: Gewährleistung von Sicherheit und Ordnung- Volk (Handwerker, Bauern) [Begierde]: Sicherstellung der ErnährungPlatons Ideenlehre (dualistisch gestaltetes Weltbild) Welt des wahren Sein: Es gibt von allem ein in der menschlichen Seele festgelegtes Urbild (=Idee); diese hat der Mensch schon vor Geburt geschautWelt des Scheins: Das was über den Körper (die Sinne) wahrgenommen wird (lediglich unvollkommene Abbilder der Ideen) Aufgabe u. a. von Staatsmännern: Menschen weg von den Abbildern hin zu den urbildern zu führen 387 v. Chr.: Gründung einer Schule in Athen- Politeia- Gesetze - Die Staaten blühen nur wenn entweder Philosophen herrschen oder die Herrscher philosophieren.- wo man stark genug fühlt zur Ungerechtigkeit.- Ein Urteil ist dann gerecht wenn es noch den Regeln des Rechts zustande gekommen ist und empfunden wird- Die Begierde muss von der Vernunft mit Hilfe des Mutes in Schacg gehalten werden
Aristoteles *384 v. Chr. (Makedonien) +322 v. Chr. (Insel Elöu) Antike ursprünglichste Gemeinschaft:-Gemeinschaft zweier- dann Dorf - dann Polis (Zusammenschluss mehrerer Dörfer) - Polis garantiert die Selbsterhaltung der GemeinschaftBedeutung des Staates: Soll Menschen sittliches u. gutes Leben bieten könnenVergleich von Verfassungen: schlechte, die dem Egoistischen nutzen; gute, die dem öffentlichen Nutzen dienen.Aristoteles nennt sechs Staatsformen (Monarchie, Aristokratie, Demokratie = rechte Verfassung; Ochlokratie, Tyrannis, Oligarchie =entartet). Optimale Verfassung ergibt sich aus der richtigen Mischung der Prinzipien Freiheit, Vermögen und Tüchtigkeit. Gründet auch eine Schule in AthenThematik der Werke: + Logik + Politik + EthikLehrer von Alexander dem Großen - man muss nicht nur den Staat im Aug haben sondern auch den möglichen - Der Staat ist eine Gemeinschaft von Bürgern
Th. v. Aquin *1225 1250 Priesterweihe+12751323 HeiligsprechungMittelalterliche Scholastik Natürliche Bestimmung des Menschen: gesellig für ein gemeinschaftliches und staatliches Leben bestimmt. Dazu besitzt der Mensch Vernunft und SpracheNotwendigkeit staatlicher Herrschaft:1. Schaffung des StaatswohlsVoraussetzung für ein gutes Lebena) jedes Einzelnen: Handeln nach Tugend Vorhandensein materieller Güterb) der Gesellschaft: Einheit des Friedens Lenkung der Gesellschaft Genügende Menge anderer Güter2. Erhaltung des Staatswohlsa) Vergänglichkeit und Vergänglichkeit: Neubesetzung wichtiger Ämterb) Gebotsübertretungen: Gesetze und Vorschriftenc) Bedrohung von außen: Angriffe abwehren3. Förderung des StaatswohlsAlles Wissen ruhe auf EmpfindungenErst Intellekt ermögliche menschliche Seele und Gott wahrzunehmen.Glaubensgewissenheiten und Vernunfteinsichten widersprechen sich nicht. 1272 baut Dominikanerschule Summa Contra Gentiles (1261-1264) Summa Theologica (1265-1273) Über die Herrschaft der Fürsten (1265) De Unitate Intelectus contra Auerspastas
Machiavelli *1469 (Florence) +1527Renaissance Klugheitsregel eines Herrschers!Sollte ein Herrscher eher gute oder schlechte Eigenschaften in sich vereinigen. Zu Machterwerb und -erhaltung können schlech-te Eigenschaften bisweilen auch nützlich sein1. besser im Ruf der Knauserigkeit als im Ruf der Freigebigkeit stehen2. besser im Ruf der Milde als im Ruf der Grausamkeit3. besser gefürchtet sein als geliebt, beides wäre optimal, gefürchtet aber nur soweit, dass man nicht gehasst wird4. sein Wort nicht immer halten, da die Menschen schlecht sind und dies auch nicht tun => Fuchsnatur aber gut verborgen Der Fürst (1532) Der Zweck heiligt die Mittel
Th. Morus 1478 (London) 1535 EnthauptungHumanismusAbsolutismus - Neue Staatstheorie (Utopie): Idealstaat nach dem Vorbild der Politeia Platons- jeder hat gleiche Rechte und Pflichten- jeder hat das Recht auf Bildung und Genuss sowie auf religiöse Toleranz - Grund und Boden sind gemeinsamer Besitz - jeder muss arbeiten - Utopia (1516) - viele lat. Gedichte Epigramme Es ist der Wunsch des Menschen schöpferisch tätig zu werden und sich durch Arbeit zu verwirklichen.
Bodin *1530 Angeras+1596 LaonAbsolutismus - die Souveränität des Monarchen- Der Herrscher hat die absolute Gewalt, diese Gewalt ist dauernd und sie ist höchste Gewalt im Staat (lat. Maiestas) - Der Herrscher darf nicht zum Tyrannen werden sonst sind Bürger und Beamte zum passiven Ungehorsam berechtigtDer Inhaber der Souveränität ist nicht Befehlen anderer unterworfen, er erlässt Gesetze (ohne oder mit Zustimmung z. B Volksversammlung, Senat...), erklärt Krieg oder schließt Frieden, ernennt oberste Behörden, ist letzte Instanz, hat Recht zur Begnadigung oder Straferstattung und zur Münzprägung Die sechs Bücher über den Staat
Th. Hobbes *1588 Westport (England) 1640 Emigration nach Paris+1679 Hardarick (England) Absolutismus (F)
Barockzeitalter Lehre von der absoluten Staatsautorität:Annahme: Menschen mit etwa gleichen geistigen und körperli-chen Fähigkeiten => einer versucht den anderen mit List und Ge-walt zu übervorteilen => aus Todesfurcht und Vernunft schließen die Menschen den Unterwerfungs- (Gesellschaftsvertrag) => freiwillige Übertragung der Macht eines jeden an einen Souverän- streng nominalistisch - Ausschluss der Theologie- Lehre vom Naturzustand und Gesellschaftsvertrag- Auffassung: absolutistisch - 1651 Leviatan - Trilogie über den Menschen· Der Körper · Der Bürger· Der Mensch Krieg aller gegen alleDer Mensch ist dem Menschen ein Wolf
John Locke * 1632 Wnington + 1704 OatesEmpirismusSensualismus Aufklärung Begründer der Theorie der repräsentativen DemokratieAnnahme: alle Menschen sind von Natur aus gleich, d. h. frei im Handeln und gleichgestellt. Daraus ergiobt sich dieVertragstheorie: Zum Schutz von Freiheit, Leben und Eigentum wird dem Staat die ursprüngliche naturgegebene Macht übertra-gen, der ihre Rechte garantiert.Wandte sich gegen R. Descartes. Quelle der Erkenntnis:=> Sensation (Sinneswahrnehmung) => Reflektion (Selbstwahrnehmung) Seine wesentlichen Ansätze lagen auf Volkssouveränität; Rechts-gleichheit, staatlicher Volkserziehung und Eigentumsschutz An essay concerning human understanding (1671) Dt.: Versuch über den menschlichen Verstand. Der Weg heiligt die Mittel
Montesquieu *1689 Bordeaux+ 1755 BordeauxAufklärung Macht verführt zu Machtmissbrauch. Daher eine Verfassung und absolute Gewaltenteilung um dies zu verhindern. Trennung von gesetzgebender, ausführender und richterlicher Gewalt.Das Volk bestimmt durch Wahl Repräsentanten, die im Parlament Gesetze beschließen, da es selbst damit überfordert ist. Die Exe-kutive sollte möglichst in den Händen einer Person liegen.- gegen Absolutismus- sein Hauptwerk wurde zur Bibel für all diejenigen, die absolute Monarchie sowie despotische Willkürherrschaft kritisieren und pol. Mitsprache fordern! Hauptwerk: Vom Geist der Gesetze (De spirit des lois) Ein Land ist nur dann ein Freies, wenn Exekutive, Legislative und Judikative nicht in einer Hand liegen.
J.J. Rousseau *1712 Genf+1778 ParisAufklärung Identitätstheorie: Gleichheit von Regierenden und RegiertenKonkurrenztheorie: da jeder Mensch eigene Interessen hat ist es unmöglich eine Lösung zu finden, die jeden glücklich macht. nicht Herrschaft des Volkes, sondern mit Zustimmung des Volkes Über den Ursprung und die Grundlagen der Ungleichheit unter den Menschen. (1755) Der gesellschaftliche Vertrag oder die Grundregeln des allgemeinen Staates. (1762) Emile: Ein Kind sollte seine Anlagen ohne Zuordnung u. Befehl, in voller Freiheit betätigen Das Wesen des Menschen ist von Natur aus gut und erst durch die Zivilisation verdorben
Hegel *1770 Stuttgart+1831 BerlinIdealismus Dialektik: Die Geschichte steigt aufgrund der Beseitigung der Spannungen zwischen Thesis und Antithesis zu höheren Formen (Synthese) der Vernunft und der Freiheit. Selbst, wenn Induvidu-en z. B. Herrscher glauben, in eigenem Intersse zu handeln, so dient dies letztenendes doch nur dazu, den Geschichtsprozess zu verbessern und damit Freiheit, Gerechtigkeit und Kultur zu garantieren.Vollkommenste Staatsform: monarchischer Rechtsstaat Grundlagen zur Philosophie des Rechts (1821) Enzyklopädie der philosophischen Wissenschaft (1817) Wissenschaft der Logik (1812/1816) Phänomenologie des Geistes (1807) Glauben und Wissen (1802) Das Geistige allein ist das Wirkliche
Marx *1818 Trier +1883 LondonIndustrialisierung Dialektischer und historischer Materialismus Der Kampf um ein sinnvolles menschenwürdiges Leben im Kapitalismus ist weitgehend ein Kampf um die Muße.- Ein Mensch der keine freie Zeit zur Verfügung hat, ist eine bloße Maschine zur Erzeugung von fremdem Reichtum Das Kapital (1867) Das Kommunistische Manifest (1848) Das materielle Sein bestimmt das BewusstseinWenn der Zweck die Mittel heiligt, dann ist der Zweck unheilig

Dieses Referat wurde eingesandt vom User: cash91




Kommentare zum Referat Entwicklung moderner Staatstheorien: