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Doping – Warum nicht? - Referat



Doping – Warum nicht?
Doping – Warum nicht? Es geht doch um Spitzenergebnisse! Der Markt mit muskelaufbauenden Präparaten und leistungssteigernden Pillen boomt. Immer häufiger hört man in den Nachrichten, dass wieder junge Athleten mit Hilfe von Dopingmittel ihre Erfolge verbessern wollten oder dass bekannte Sportler, die man sehr schätzt und bewundert, schon jahrelang Aufputschmittel zu sich nehmen. Ich frage mich, warum dopen diese Leistungssportler und nehmen alle Risiken und Nebenwirkungen in Kauf? Denn ich bin der Meinung, dass Doping nicht notwendig ist. Gedopt wird, damit man seine genetisch festgelegte Grenze überwinden kann. Bei normalen Trainingsumständen sind ab dieser Grenze keine weiteren Muskelzuwächse mehr möglich. Dies ist den Meisten aber nicht genug, sie wollen noch größere Erfolge erzielen. Das ist der häufigste Grund, warum Stimulanzien und Anabolika, die beliebtesten Dopingmittel, genommen werden. Durch die Einnahme solcher Wirkstoffe kann man extremer und härter trainieren, außerdem können sie die genetische Grenze „nach oben schrauben“. Die meisten Sportler dopen also, um bei wichtigen Kämpfen mithalten zu können und gute Ergebnisse zu erzielen. Aber es gibt noch einen anderen Grund, warum gedopt wird: Der Gruppenzwang. Ein gutes Beispiel dafür lässt sich in der damaligen DDR und Bundesrepublik finden. Denn dort hieß es oftmals. „Wer nicht dopt, fliegt raus“. Dies hört sich im ersten Moment grotesk an, doch es entspricht der Wahrheit. Viele der damaligen Vereine wollten, dass ihre Sportler Höchstleistungen bringen. Wer die fördernden Mittel verweigerte, sind dem Spitzensport entweder aktiv, durch den Rausschmiss bzw. freiwilligen Austritt, oder passiv, durch die Nichtzulassung zu dem Bundeskadern, verlorengegangen. Dadurch kommt es zu dem Phänomen des Dopings wider Willen. Sportler sehen sich nicht als Betrüger, sondern als Opfer der Verhältnisse: Sie müssen dopen, um national und international mithalten zu können. Außerdem vertreten einige Sportmediziner die Meinung, dass Anabolikaeinnahme in sogenannten therapeutischen Dosen und unter ärztlicher Kontrolle unbedenklich sei. Hinzuzufügen ist, dass bestimmte Dopingmittel auch medizinisch angewendet werden, z.B. bei Kreislaufschwäche, Asthma und Bronchitis. Da ist es ja kein Wunder, dass immer mehr Sportler diese Aufputschmittel nehmen, weil sie glauben, dass diese ungefährlich sind. Doch durch das Ausscheiden etlicher Dopinggegner seit Anfang der 70er Jahre hat der Missbrauch von solchen „Wundermitteln“ eher nur noch zugenommen, da die bremsenden Elemente aus dem Spitzensport weitgehend verschwunden waren. Bereits 1971 wurde ein verbreitetes Nachwuchsdoping in bestimmten dafür anfälligen Disziplinen wie etwa dem Kraftsport beklagt. Doch dies ist alles andere als positiv. Wettkämpfe sollten faire sportliche Aktivitäten sein. Es ist nichts gegen außergewöhnliche Trainingsmethoden einzuwenden, z.B. in anderen Höhenlagen trainieren. Doch sobald man durch andere, illegale Hilfsmittel seine Erfolge herbeiführen will ist es unsportlich. Jeder Athlet sollte mit den gleichen Vorraussetzungen
ein Turnier starten. Bei einem Wettkampf geht es um die körperlichen Leistungen eines Jeden und nicht um die Ergebnisse von Dopingmissbrauch. Doch nicht nur deshalb wird die Einnahme von solchen muskelaufbauenden Mitteln bestraft. Solche Mittel sind gefährlich und auch wenn sie in bestimmten Fällen medizinisch angewendet werden, können sie falsch dosiert hohen körperlichen Schaden anrichten. Folgen können sein: Wachstumsstop, wenn Jugendliche sich dopen; bei Frauen eine tiefere Stimme; Leberschädigungen bis hin zu bösartigen Krebsgeschwülsten in der Leber; psychische Veränderungen; Gefäßveränderungen und auch der Tod ist eine Folge – die Schlimmste. Stimulanzien, eine der am häufigsten benutzten Dopingmittel, besitzen die Eigenschaft, das zentrale Nervensystem anzuregen. Dabei schalten sie den erholungsfördernden Parasympathikus ( ist dem Sympathikus entgegengesetzt, wirkender Teil des vegetativen Nervensystems) aus und erhöhen dadurch die Risikobereitschaft und die motorische Aktivität, was im ersten Moment nicht negativ erscheint. Außerdem unterdrücken sie Müdigkeitsgefühle und das Gespür für die natürliche Leistungsgrenze. Das heißt, dass sich die Sportler sehr schnell überschätzen und dadurch kann es schnell zu einem Kreislaufkollaps, Schwächeanfällen oder sofortigen Tod kommen. Ich finde, dass nicht gedopt werden sollte. Aber damit es nicht erst passiert, dass ein gedopter Sportler an Wettkämpfen teilnimmt, müssen die Kontrollen verschärft werden. Im Endeffekt muss zwar jeder selbst wissen, was er seinem Körper damit antut, aber ich glaube, dass Wettkämpfe fair und sportlich ablaufen sollten. Doping ist einfach fehl am Platz.

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Dieses Referat wurde eingesandt vom User: nadin1308




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