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Die soziale Ungleichheit im Bildungsbereich - Referat



Modernisierungstheorien
- Bildungschancen und ihre Erweiterung sind notwendig zur Weiterentwicklung moderner Gesellschaften
- Mehr Bildung für immer mehr Menschen, auch für bisher bildungsferne Gruppen
- Integration der Gesellschaftsmitgleider in eine immer kompliziertere Gesellschaft
- Expansion der Bildung fördert die Chancengleichheit
o Der Einfluss von Herkunft und Geschlecht verschwindet mit zunehmender Industriealisierung
- Immer bessere Lebensbedingungen, dadurch mehr Wohlstand + gleichere Verteilung
- Menschen werden in ihren Leistungen gesteigert und können weiterführende Schulen besuchen

Konflikttheorien
- Bemühungen der höheren Gesellschaftsschicht ihre „Vorteile“ an die eigenen Kinder weiterzugeben
o Weitergabe von Reichtum, Macht und Prestige – keine Chancengleichheit
- Bildung als wichtigstes Kriterium für gesellschaftliche Vorteile
- Erlangen von hohen Bildungsabschlüssen/Erfolgen scheint die hohen Positionen der privilegierten Bevölkerung zu bedrohen
o Versuche von den oberen Schichten, solche Bildung für niedrigere Schichten unzugänglich zu machen
o Zusätzlich: Weitergabe von ökonomischen und kulturellen „Kapitalien“
- Ungleiche Bildungschancen der Kinder führen zu ungleichen Berufschancen
o Soziale Ungleichheit

Ökonomische Theorien
- „Nutzen der Bildung“ (für besseren Verdienst + Leben)
- Ökonomische Konsumttheorie: Bildung ein „Genuss“
o Durch Wissen Türen zu neuen, z.B. kulturellen Gütern, geöffnet
- Niedriges Einkommen wird hauptsächlich zur Deckung primärer, materieller Bedürfnisse verwendet
- Höheres/steigendes Einkommen wird für die individuellen Bedürfnisse, wie z.B. Bildung verwendet
o Form des gesellschaftlichen Luxus – Abhängig vom Wohlstand
o Kreislauf

Ursachen für soziale Ungleichheit im Bildungswesen
- Vorschulische Bildung – „Vorlesen“
o Obere Mittel-/Schicht der Gesellschaft liest ihren Kindern größtenteils jeden Tag etwas vor
o Auch vermehrt in der Mittelschicht, abnehmend in Richtung der unteren Schichten
- Deutlicher Zusammenhang mit der sozialen Schicht der Eltern + besuchter Schule
o 70% der Kinder aus geordneten Lebens- und Familienverhältnissen besuchen ein Gymnasium und erreichen das Abitur zu 96%
o Nur 30% der Kinder aus schwächeren Familienverhältnissen besuchen das Gymnasium und nur 41% erreichen das Abitur
- Defizite im Elternhaus als wesentliche Ursache für schlechtere Chancen einiger Kinder
o Etwa 80% der Eltern und Lehrer sehen das fehlende Interesse von Beschäftigung der Eltern mit den eigenen Kindern als Problem
o Erziehungsmängel als Hauptursachen: gewissenhaftes Arbeiten?, fehlende Vorbildfunktion der Eltern, zu wenig Zeit der Eltern für ihre Kinder
o ¾ aller Lehrer sind sich einig, dass Eltern aus sozial schwächeren Bevölkerungsschichten weniger Interesse am schulischen Alltag ihrer Kinde zeigen
- In Deutschland wird die Förderung von Kindern fast einseitig den Eltern zugeschrieben, ohne Unterstützung
o In anderen EU-Ländern vermehrt Förderung durch andere Institutionen
- Frühkindliche Förderung fast ausschließlich in den Elternhäusern
o Kinder starten im Bildungssystem mit sehr unterschiedlichen Voraussetzungen

Inwieweit lässt sich soziale Ungleichheit in einer Demokratie durch Bildung nivellieren?
- Höhere Steuern der oberen Schichten könnten die die Bildung der niedrigeren Schichten zahlen
- Kostenfreie Bildung für jeden, ermöglicht durch den gemeinsamen Steuertopf




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