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Die hellenistischen Philosophenschulen und Cicero - Referat



Philosophie in Griechenland:
Aufbauend auf den Lehren des Sokrates bildeten sich drei große Philosophenschulen.

Sein wichtigster Schüler Platon gründete im 5/4 Jahrhundert vor Christus in Athen die Akademie. Ihre Schüler nannte man Akademiker. Durch seine Ideenlehre erlangte er große Berühmtheit. Die Schüler entfernten sich aber von dieser und erst der Neoplatonismus griff seine Idee von der strikten Trennung zwischen Geist und Materie wieder auf. Der berühmte römische Philosop Cicero fühlte sich dieser Institution sehr zugeneigt, da er ihren Eklezismus, was andere von der Akademie anerkannte Schulen als wahr ansahen, galt für sie auch als wahr, selbst praktizierte.

Platons bekanntester Schüler Aristoteles wiederum gründete im 4. Jahrhundert vor Christus im Lykeion in den Wandelhallen, peripatoi genannt, die Philosophenschule Peripaptos. Die Schüler wurden Peripatetiker genannt. Aristoteles selbst gilt als eigentlicher Begründer der Logik. Die Akademie

Eine weitere Philosophengruppe, die Kyniker, sahen ihren Ursprung ebenfalls bei Sokrates. Sie beeinflussten Zenon von Kition sodass dieser die Schule der Stoa gründete und diese daher auch zu den sokratischen Schulen gezählt wird. Im laufe der Zeit entfernte sie sich von ihrer strengen Dogmatik. Ein weitere berühmter römischer Vertreter dieser Schule ist Annaeus Seneca welcher in seinen Schriften, anders als Cicero, in seinen Dialogen und Briefen praktische Lebenshilfe gibt.

Einen völlig anderen Grundsatz verfolgte die vierte große Schule Griechenlands. Die von Epikur gegründete Schule des Epikureismus nahm ihren Anfang in den Atomlehren Demokrits. Durch ihre Isolation fand keine Weiterentwicklung statt und gegen das erste Jahrhundert vor Christus verlor sie an Bedeutung.

Philosophie im römischen Reich:
Marcus Tullius Cicero war ursprünglich für seine Reden bekannt. Durch seinen Ehrgeiz hatte er es vom Anwalt bis zum Konsul gebracht. Er deckte die Verschwörung Catilinas auf, da er dessen Anhänger aber ohne Gerichtsverhandlung töten ließ wurde er verbannt. Er durfte zwar zurückkehren, doch wurde er politisch isoliert. Deshalb wandte er sich der philosophischen Schriftstellerei zu und verfasste unter anderem De re publica, De legibus und De oratore, um wenigstens in irgendeiner Form Einfluss auf die Politik
zu nehmen.

Nachdem er sich im Bürgerkrieg 50 vor Christus zwischen Cäsar und Pompeius auf die Seite des letzeren geschlagen hatte, wurde er von Cäsar begnadigt. Der Zugang zur Politik blieb ihm allerdings bis zu dessen Tod 44 vor Christus erneut verwährt. In dieser Zeit verfasste er Schriften zu Thematiken, die heute als wichtigste Themen der griechischen Philosophie gelten. Beispiele sind De finibus bonorum et malorum, Tusculanae disputationes, De natura deorum und De officiis.

Er tat sich mit Octavian zusammen und hielt die Philipischen Reden gegen Mark Anton. Nach dem Zusammenschluss beider wurde er dafür erschlagen.

Cicero ist für die römische Philosophie deshalb so wichtig, da es sein Ziel war zwischen den griechischen und römischen Philosophen zu vermitteln. So stellte er viele griechische Schrifte in lateinischer Sprache dar und prägte für manche Terme passende Übersetzungen, da es im Lateinischen noch keine passende Entsprechung dafür gab.




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