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Die griechische (und römische) Mythologie - Referat



Die Griechen glaubten an viele Götter, nicht an einen wie im Christentum oder Islam. Das nennt man Polytheismus, während der Glaube an einen Gott Monotheismus genannt wird.
Die Götter der Griechen (und später auch der Römer) waren ausgesprochen menschlich. Zwar waren sie unsterblich und konnten unglaubliche Dinge vollbringen, aber vom Charakter zeigten sie viele der schlechten Seiten, die Menschen besitzen: Sie betrogen sich gegenseitig, vor allem in der Liebe, stritten, machten Fehler und ihre Macht hatte Grenzen.
Götter gab es sehr viele. 12 Hauptgötter (olympische Götter) und hunderte Nebengötter.

Die Entstehung der Welt
Ein weiterer Unterschied zum christlichen Gott: Die Götter der Griechen gab es nicht immer, auch sie wurden geboren. Was aber war vor den Göttern? Als Erstes, stellte man sich vor, war einfach nur Chaos. Aus diesem Chaos kam Gaia, die Erdmutter, der Tartarus, der finsterste Teil der Unterwelt, die Nacht und Erebos (das Dunkel), sowie der Liebesgott Eros, hervor. Gaia bekam mit Uranus viele Kinder, mitunter die Titanen, die wie Götter waren. Sie gebar auch viele Ungeheuer, wie die Zyklopen (Riesen mit nur einem Auge), welche Uranus aber in den Tartarus verbannte, den schlimmsten Teil der Unterwelt. Das machte Gaia wütend und sie überredet ihren Sohn Kronos (Titan) Uranus zu beseitigen. Kronos verstümmelte seinen Vater mit einer Sense so dass dieser als Herr der Welt nicht mehr taugte. Da Kronos Angst hatte, dass auch ihm Gefahr vor seinen Kindern drohte, verschlang er sie. Nur das jüngste Kind, Zeus, verstecke seine Frau Rhea. So wurde Zeus erwachsen und besiegte Kronos mit seiner eigenen Sense und warf die Stücke in den Tartarus. Die Kinder, die er verschlungen hatte, waren unsterblich, und in seinem Magen erwachsen geworden: Poseidon, Hades, Hera, Demeter und Hestia. Sie teilten die Welt unter sich auf und damit begann die Dynastie der Götter. Zeus wurde der Herrscher über alle.

Die Olympischen Götter:

Zeus (röm. Jupiter): König der Götter. Er ist der Gott des Himmels. Seine Waffe ist der Herrscherblitz. Eigentlich ist er mit seiner Schwester Hera verheiratet, verliebt sich aber immer in andere Frauen. Teilweise auch in Menschen, wie die Königin Alcmene, mit der er den berühmten Helden Herakles (auch Hercules) bekam. Er ist der Sohn des Kronos und der Rhea.

Poseidon (röm. Neptun): Gott des Meeres. Großer Bruder des Zeus. Verheiratet mit Amphitrie. Auch Weltenschüttler und Sturmbringer. Angeblich erschuf er die Pferde aus dem Meeresschaum. Er wollte eigentlich Stadtgott von Athen sein, jedoch wurde es Athene, weil die Menschen sagten, dass sie den Gott wollten, der ihnen das bessere Geschenk gebe, und Athene erschuf den Olivenbaum und Poseidon nur einen Brunnen mit Salzwasser. Er wird immer mit einem Dreizack dargestellt.

Hera (röm. Juno): Göttin der Ehe und Geburt. Sie ist gleichzeitig Schwester und Frau des Zeus und entsetzlich eifersüchtig auf dessen Geliebten und Kinder, an denen sie oft versucht sich zu rächen. Sie ist Beschützerin der verheirateten Frauen.

Demeter (röm. Ceres): Göttin der Erde, des Wachstums und der Fruchtbarkeit. Tochter des Kronos und der Rhea und somit Schwester des Zeus. Ihre Tochter Persephone wurde von Hades entführt, doch auf Demeters Verlangen hin darf sie das halbe Jahr auf dem Olymp bei ihrer Mutter verbringen und das andere in der Unterwelt. Immer wenn sie in der Unterwelt ist verbietet Demeter den Pflanzen das Wachstum, sodass es Winter wird.

Hermes (röm. Merkur): Gott der Händler, Reisenden und Diebe, der Jugend und der Beredsamkeit. Er ist der Götterbote und überbring die Nachrichten der Götter. Er ist ein Sohn der Zeus und der Nymphe Maia. Dargestellt wird er mit dem Stab Caduceus, um den sich 2 Schlangen winden.

Artemis (röm. Diana): Göttin der Jagd und des Mondes, der Jugend und der Natur, und auch eine Todesgöttin. Sie ist
die Tochter des Zeus und der Titanin Leto und Zwillingsschwester des Apollo. Gleich nachdem sie geboren wurde half sie ihrer Mutter bei der Geburt ihres Zwillingsbruders. Sie schwor ewige Jungfräulichkeit und wollte von Männern nichts wissen. Sie ist Beschützerin der Frauen und Kinder und zusammen mit Ares Schutzgöttin der Amazonen. Sie gilt als sehr grausam. Meist wird sie mit Pfeil und Bogen und einer Fackel dargestellt.

Apollo (röm. Apollon): Sohn des Zeus und der Leto, Zwillingsbruder der Artemis. Er ist der Gott der Poesie, Kunst, Musik, Weissagung und der Sonne. Schutzheiliger der Medizin. Wurde mit Nektar und Ambrosia ernährt und war schon wenige Tage nach der Geburt erwachsen. Gemeinsam mit Poseidon erbaute er die Stadtmauern von Troja und wurde Patron des Orakels von Delphi nachdem er der mächtigen Python erschlagen hatte.

Aphrodite (röm. Venus): Aphrodite ist die Göttin der Liebe und Schönheit. Nach Homer ist sie eine Tochter des Zeus und der Dione, nach Hesiod entstand sie im Meer aus Schaum. Sie ist mit Hephaistos verheiratet, ist ihm jedoch nicht treu und betrüg ihn unteranderem mit Ares. Sie ist die Mutter des Aeneas, welcher als Urvater Roms gilt. Sie ist indirekt die Auslöserin des Trojanischen Krieges, da sie Paris und Helena zusammenbringt. Über ihren Gürtel der magische Kräfte haben soll ist wenig bekannt.

Ares (röm. Mars): Gott des Krieges. Gemeinsam mit Artemis ist er ein Schutzpatron der Amazonen. Wegen seiner Kriegslust und Blutrünstigkeit wurde er bei den Griechen wenig geschätzt stieg aber bei den Römern zu Mars auf, einem ihrer wichtigsten Götter. Sohn des Zeus und der Hera. Gilt als Vater der Penthesilea, der sagenhaften Anfrau der Amazonen.

Athene (röm. Minerva): Göttin der Weisheit, der klugen Kriegsführung, der Künste und des Handwerks. Stadtgöttin von Athen und vielen anderen Städten. Sie entsprang dem Kopf des Zeus, ist also nicht auf natürliche Weise geboren worden. Bei den Griechen war sie eine wichtige Gottheit, bei den Römern wurde sie durch viele andere Kriegsgötter ersetzt und verlor ihre militärische Bedeutung. Die Herkunft ihres Beinamen Pallas ist ungeklärt.

Hephaistos (röm. Vulkanus): Sohn des Zeus und der Hera. Gott des Feuers, der Schmiede und des Handwerks. Verheiratet mit Aphrodite. Er öffnete mit einem Beil den Schädel seines Vaters, dem dann die Göttin Athene entsprang. Er kam verkrüppelt auf die Welt, worauf seine Mutter Hera so entsetzt war, dass sie ihn vom Olymp ins Meer warf. Er wurde von der Meergöttin Thetis gerettet.

Dionysos (röm. Bacchus): Sohn des Zeus und der Semele und eigentlich nur ein Halbgott. Er wurde als Kind immer als Mädchen verkleidet, da Zeus und Semele die Rache der Hera, Zeus Ehefrau, fürchteten. Wurde von Zeus aber zum Gott ernannt als er den Wein entdeckte. So wurde er der Gott des Weines und der Ekstase.





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