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Die geschichte der Abwasserentsorgung - Referat



Die Geschichte der Abwasserentsorgung
Schon seit der Antike waren besonders von Römern erbaute Abwasserkanäle sehr ausgefeilt. Teilweise sind diese noch heute in Betrieb. Ihre Hauptaufgabe bestand in der Entwässerung. Damals war es nämlich üblich, die Abfälle einfach auf die Straßen zu entleeren.
Gegen Ende des Mittelalters entstanden dann in Europa unterirdische Sammelgruben. Waren diese dann gefüllt, wurden die Ablagerungen auf Kosten des Grundbesitzers entfernt. Meist dienten sie dann als Dünger oder sie wurden in Wasserläufe entleert.
Einige Jahrhunderte später baute man erneut Abwasserkanäle in Form von breiteren, offenen Kanälen. Seit dem 19. Jahrhundert war es dann erwünscht, auch Abfälle in diesen Kanälen zu entsorgen, weil dadurch die Gefahr des Ausbrechens von Seuchen deutlich gemindert werden konnte.
Zwischen 1859 und 1875 entwickelte Joseph Bazalgette ein System zum gleichzeitigen Ableiten von Niederschlagswasser und Abfall. Diese wurden dann in London in die Themse geführt. Die Installation von Wasserleitungen in Häusern führte zum Bau von Spülklosetts und den ersten modernen Abwasser- und Kanalisationssystemen. Trotz befürchteter Wasserverschwendung und hoher Kosten schlossen sich viele Städte diesem System an.
Anfang des 20. Jahrhunderts erkannten einige Städte, dass die Entleerung von Abwasser direkt in die Flüsse zum Absterben von Tieren und Pflanzen der Gewässer führte. Deswegen wurden nun Kläranlagen gebaut. Zur gleichen Zeit kam die biologische Klärgrube auf, wo Abwässer aus Einzelhaushalten in Vorstädten und in ländlichen Gebieten entsorgt wurden.
Seit den siebziger Jahren werden in den Industrieländern verfeinerte Methoden der chemischen Klärung angewandt. Die neuste Entwicklung sind so genannte Pflanzenkläranlagen, bei denen verschiedene Sumpfpflanzen zur Reinigung eingesetzt werden.





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