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Die Wüsten der Welt - Referat



Salar de Uyuni:
Die Salar de Uyuni befindet sich im Südwesten von Bolivien und sie ist die größte Salzwüste auf der Erde. Diese Wüste ist durch die Jahrmillionen langsame Austrocknung des Sees Tauca entstanden.
Die Menge des Salz Gehaltes wird auf ungefähr zehn Milliarden Tonnen geschätzt, 25.000 Tonnen werden davon jährlich abgebaut und in die Städte transportiert. In dieser Wüste befinden sich bis zu 5 Millionen Tonnen Lithium, das entspricht die Hälfte des weltweiten Lithiumvorkommens. Im Salar treten starke Temperaturschwankungen zwischen 20 °C am Tag und -30 °C in der Nacht auf.

Antarktis
Die Antarktis ist ein eigener Kontinent und befindet sich am Südpol. Sie ist die größte Wüste der Welt und es ist der kälteste Ort auf der gesamten Erde. Am 21. Juli 1983 wurden mit minus 89,2 °C die tiefsten Temperaturen auf der Erde in der Antarktis gemessen. Der Niederschlag erfolgt zwar immer als Schnee, aber auch die Menge unterscheidet sich von Ort zu Ort sehr stark. An den vorgelagerten Inseln werden max. 1000 mm Jahresniederschlag gemessen, in den Küstengebieten sind es 600 mm und im Landesinneren bis 200 mm. Beinahe drei Viertel des Süßwassergehaltes auf der Erde sind in diesem Eis gespeichert. In der Antarktis gibt es zwei Arten von Eis, einmal Meereis, dieser schwimmt auf dem Meer und dann gibt es noch Landeis, hier liegt das Eis bis zu 4 Kilometer dick auf dem Boden. Den Boden nennt man in der Antarktis Permafrostboden, denn er ist dauerhaft gefroren.

Sahara
Die Sahara ist nach der Antarktis die zweitgrößte Wüste auf unserer Erde, sie ist 26-mal so groß wie Deutschland. Die Sahara liegt im Norden Afrikas und gehört ganz oder teilweise zum Gebiet von 11 Staaten, diese wären Ägypten, Libyen, Mali, Niger, Tschad, Sudan, Mauretanien, Marokko, Tunesien, Algerien und West Sahara. Sahrá ist das arabische Wort für Wüste, wenn man also von der Wüste Sahara spricht, sagt man damit eigentlich die „Wüste Wüste“. Sie besteht nur zu 20 % aus Sand (Erg), dennoch sind einige dieser Sandwüsten größer als ganz Deutschland. Zu 70 % besteht sie aus Stein und Fels (Hammada ) und die restlichen 10 % bestehen aus Kies (Serir). Die Wirkung der Sahara geht durch das wehen von Saharastaub bis nach Schweden oder Südamerika. Tagsüber kann es bis zu 58 Grad heiß werden. In der Sahara regnet es unglaublich wenig, so fallen in dieser Wüste weniger als 250 Millimeter Niederschlag im Jahr. Zum Vergleich in Deutschland fallen 700 - 800 Millimeter Niederschläge pro Jahr. Jeden 3. Tag gibt es in der Sahara einen Sturmtag. Staubstürme mit bis zu 3000 m Höhe und einigen Kilometern Durchmesser ziehen heran, dabei schweben bis zu 5 Mio. Tonnen Staub in der Luft.

Rub al-Khali
Die Rub al-Khali ist die größte Sandwüste auf der Erde, sie umfasst das südliche Drittel der arabischen Halbinsel. Sie erstreckt sich über die arabischen Staaten Saudi-Arabien, die Vereinigten Arabischen Emirate, den Jemen und den Oman. Rub al-Chali ist arabisch und heißt auf deutsch „Leeres Viertel“. Wie der Name es schon sagt, findet man in der Rub al-Khali kaum eine Menschenseele. Lediglich Spinnen, ein paar Nagetiere und vereinzelte Pflanzen, welche an die Temperaturschwankungen ab 0 °C in der Nacht bis zu 60 °C tagsüber angepasst sind, sind in der Rub al-Khali anzutreffen. Der jährliche Niederschlag in der Wüste ist nicht mehr als 35 mm. Die Sanddünen können bis zu 250 Meter hoch seien. Der Sand ist reich an Eisenoxid, das erklärt auch die orange rote Farbe.

Victoria-Wüste
Die Victoria-Wüste gehört den Bundesstaaten South Australia und Western Australia an. Im Süden der Landschaft zeigt sich die Wüste als eine Landschaft aus Sanddünen, Grasland und Salzseen. Die halbmondförmigen Dünen sind ein besonderes Merkmal. Die Temperaturen liegen zwischen 18 und 40 °C. In der Atacama gibt es Wetterstationen, welche noch nie auch nur einen Tropfen Regen bekommen haben. Der jährliche Niederschlag ist zwischen 150-250 mm. Eine Erzählung der Aborigines beschreibt die Entstehung der Wüste so, dass ein durstiger Frosch das ganze Wasser aus dem Land trank und dann unbekümmert weiter hüpfte.

Tourismus

Touristen und Wüstenbewohner
In der Wüste Sahara sind bei den Tuaregs Besucher gern gesehen, denn in der weiten Wüste läuft man selten anderen über den Weg. Die meisten Wüstenvölker sind ausgesprochen gastfreundlich, daher kann eine Einladung zum Tee nicht ausgeschlagen werden.
Besucher bringen außer den Nachrichten aus anderen Gegenden, andere Lebensmittel mit, sodass diese ausgetauscht werden können.

Gefahren in der Wüste für Touristen
In warmen Wüsten ist die hohe Temperatur eine Gefahr für den Menschen. Bei 50 °C verliert der Körper durch Verdunstung etwa 1 Liter Wasser pro Stunde, dadurch nimmt das Gewicht pro Stunde um etwa 1 kg ab. Ein Wasserverlust von 5 Litern kann den Tod bedeuten, daher sollte man sehr viel trinken, um den
Wasserverlust auszugleichen. Eine Fata Morgana ist nicht wirklich gefährlich, dennoch kann sie Menschen in die Irre führen, zum Beispiel weil eine Oase gesichtet wird wo gar keine ist. Eine Fata Morgana ist eine Luftspieglung, die bei großer Hitze entsteht, wenn heiße auf kühlere Luftschichten treffen. Dort, wo beide Schichten aufeinandertreffen, kann das Licht reflektiert werden. Die Fata Morgana lässt sich nicht nur in der Wüste beobachten, sondern auch bei uns, zum Beispiel auf heißen Straßen.
Quelle:
http://home.diefenbachgasse.at/milanovic/physik2.htm

Die größte Gefahr geht in der Wüste von anderen Menschen aus den in vielen Wüstenstaaten Afrikas und Asiens lauern derzeit politische Konflikte, dabei wurden auch schon Touristen angegriffen oder entführt, um Forderungen durchzusetzen.

Zukunft der Wüste/Verwüstung
Durch die Ausbreitung der Wüste gehen jährlich etwa 70.000 Quadratkilometer fruchtbarer Boden verloren, das entspricht etwa der Fläche Irlands. Ein Drittel der Erde könnte bald verwüstet sein. Betroffen sind vor allem die Sahelzone, Südafrika, Zentral- und Südasien, Australien, Nord-, Südamerika, Südeuropa. Nach Berechnung der UNO sind heute etwa 250 Millionen Menschen direkt von Desertifikation betroffen. Der Begriff "Desertifikation" stammt vom lateinischen desertus facere ab, was übersetzt "wüst machen" oder auch "verwüsten" bedeutet. Im Deutschen wird "Desertifikation" mit "Wüstenbildung" übersetzt. Im Deutschen steht der Begriff meist für die anthropogene Wüstenbildung, also durch den Eingriff des Menschen in die Natur.

Ursachen und Folgen:
Bei den Ursachen wirken meist mehrere Ursachen zusammen. Indirekt trägt der Klimawandel, welchen der Mensch durch den Treibhauseffekt verursacht an der Verwüstung bei. Einer der Ursachen ist die Überweidung, dabei wird auf einer zu kleinen Weidefläche ein zu großer Viehbestand gehalten, daher kann sich die Vegetation nicht rechtzeitig regenerieren, übrig bleibt am Ende der karge Boden. Durch den Wegfall der Vegetation findet eine Störung des Wasserhaushaltes statt, da der Pflanzenwuchs als Schutz vor Sonneneinstrahlung dient und dadurch eine verstärkte Wasserverdunstung verhindert. Mittlerweile nutzt man moderne Tiefbrunnen, um die Pflanzen und Tiere mit ausreichend Wasser zu versorgen, diese Brunnen sind sehr tief, durch das Abpumpen sinkt der Grundwasserspiegel. Eine weitere Ursache ist die Abholzung von Wäldern zB. für Feuerholz. Die Verkürzung der Brachzeiten führt dazu, dass dem Boden zu rasch die Nährstoffe aufgebraucht werden.

Maßnahmen
Von der UN wurde ein internationales Abkommen von über 100 Staaten für die Bekämpfung der Wüstenbildung unterschrieben. Das Abkommen ist gedacht ,den Ländern die von Wüstenbildung schwer betroffen sind, durch wirksame Maßnahmen die Verwüstung zu bekämpfen. Für die Entwicklungsländer ergibt sich aus dem Abkommen die Aufgabe der Desertifikationsbekämpfung Priorität zu setzten und die Industrieländer haben im Rahmen der Entwicklungshilfe den Entwicklungsländern dabei zu unterstützen. Es wird versucht, eine nachhaltigere Bodennutzung zu gewährleisten. Ein Mittel gegen die Desertifikation wäre die Wiederaufforstung, denn die Pflanzenwurzeln würden die Erosion verhindern. Eine Maßnahme wäre längere Pachtverhältnisse, damit der Erhalt der Bodenfruchtbarkeit erhalten bleibt. Etwas, was wir alle gegen Desertifikation beitragen können, ist nachhaltig hergestellte Produkte zu kaufen.

Desertifikation des Aralsees:
Der Norden des Aralsees liegt in Kasachstan, der südliche Teil in Usbekistan. Der Aralsee war ehemals der viertgrößte Binnensee der Welt, er war ursprünglich so groß wie Bayern, jedoch hat er heute etwa zehn Prozent des Seewassers übrig. Der See fing an auszutrocknen, als die beiden Zuflüsse Amu-Darja und Syr-Darja angezapft wurden, um Baumwollfelder zu bewässern, dadurch kam nur noch eine kleine Wassermenge am See an. Der Salzgehalt des Aralsees hat sich im Verlaufe der Zeit um das Vierfache durch die Verdunstung erhöht. Es könnte passieren, dass der Aralsee noch mehr austrocknet und am Ende eine Wüste an der Stelle des ursprünglichen Sees ist.

Strom aus der Sahara:
Die Sahara hat Sonne und Wärme im Überfluss, man könnte daher die Sahara als Energielieferant nutzen, dieses Projekt hat die Desertec Stiftung auch vor. In nur sechs Stunden empfangen die Trockenwüsten der Erde laut Desertec mehr Sonne, als die Menschheit in einem Jahr verbraucht. Die Umsetzung scheitert bislang hauptsächlich am Transport.



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