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Die Tropenkrankheit Malaria - Referat



Malaria ist eine Tropenkrankheit, die durch den einzelleigen Parasit, der Gattung Plasmodium hervorgerufen wird. Die Krankheit selbst wird durch einen Stich der weiblichen Stechmücke (Moskito), die zu der Gattung der Anopheles gehört, übertragen. Eine zwischenmenschliche Übertragung kann nur durch eine Bluttrasfusion oder von der infizierten Mutter zum ungeborenen Kind erfolgen.
Der Lebensraum der Anophelesarten sind vor allem die Tropen und Subtropen, weshalb auch entlang des Äquators ein hohes Malariarisiko besteht. Mit zunehmender Höhe, wie beispielsweise im Gebirge, kommen immer weniger dieser Stechmücken vor.
Es gibt verschiedene Arten von Malaria. Die wichtigsten davon sind Malaria tropica, Malaria tertiana und Malaria quartana.
Malaria tropica ist die gefährlichste der drei Arten und wird durch das Plasmodium falciparum hervorgerufen. Der Infizierte leidet dabei zunächst an Kopf- oder Gliederschmerzen und bekommt unregelmäßige Fieberschübe. Nach der Ausbreitung des Krankheitserregers kommt es zu Blutarmut, was zu schweren Organschäden führen kann, da rote Blutkörperchen befallen werden. 10-20% der Betroffenen sterben an Malaria tropica, wenn sie nicht richtig behandelt werden.
Malaria tertiana hingegen ist eine der gutartigen Verlaufsformen der Malariaerkrankung und wird durch das Plasmodium vivax oder das Plasmodium ovale hervorgerufen. Die Fieberschübe treten dabei an jedem dritten Tag auf, wodurch sich der Name ableiten lässt. Im Gegensatz zu Malaria tropica verläuft Malaria tertiana aber nur selten tödlich.
Malaria quartana ist die seltenste der Malaria-Arten und wird durch das Plasmodium malariae hervorgerufen. Die Symptome treten hierbei alle vier Tage auf.

Nach dem Stich einer weiblichen Anopheles-Mücke werden Betäubungsmittel und Sporozoiten durch den Speichel abgesondert und gelangen in die Blutlaufbahn des Menschen. Mit dem Blut gelanden die Plasmodien in die Leber, wo sie sich in den Leberzellen festsetzen und zum Leberschizont heranreifen. Durch die Vermehrung entstehen viele Tausend neue Merozoiten. Nach einer gewissen Zeit löst sich der Schizont auf und gibt die Merozoiten schrittweise in Vesikel verschnürt in die Blutbahn ab. Dabei trägt der Mensch den Parasiten sieben bis zehn Tage im Körper, ohne etwas davon zu bemerken. Im Blutkreislauf heften sich die Merozoiten an rote Blutkörperchen und dringen in diese ein, wo sie mit der Zellteilung beginnen und sich so exponentiell vermehren. Befinden sich zu viele Plasmodien in den Erythrozyten, so bringen sie diese zum Platzen und die neu entstandenen Zellen greifen weitere rote Blutkörperchen an. Mit dem Zerfall
der Zellen werden Stoffwechselgifte (Toxine) freigesetzt, die zu heftigen Fieberanfällen führen. Da die Teilungen gleichzeitig erfolgen, platzen die Zelln auch zum gleichen Zeitpunkt, tritt das Fieber alle drei, bzw. vier Tage auf (Malaria tertiana und Malaria quartana). Die Immunabwehr reagiert dann sofort, was äußerlich an Schüttelfrost und Fieber erkennbar ist. Durch das stärkere Erwärmen des Körpers wird die Produktion von Abwehrstoffen erhöht und somit der Krankheitserreger effektiver bekämpft.
Wird der Patient nach den ersten Fieberschüben nicht behandelt, geht die Entwicklung der Plasmodien weiter. Die meisten von ihnen bleiben als Merozoiten in der Blutbahn und vermehren sich weiter. Die Folge: Die Organe können nicht mehr richtig mit Sauerstoff versorgt werden, sie versagen oder der Patient fällt ins Koma. Jeder zehnte stirbt sogar.
Das ziel des Parasiten ist es jedoch, sich zu vermehren, weshalb einige Merozoiten erste Formen der geschlechtlichen Entwicklung ausbilden, nämlich männliche und weibliche Gametozyten, die sich jedoch im menschlichen Körper nicht mehr weiterentwickeln können.
Beim erneuten Stich einer Mücke werden die Gametozyten in die Mücke
aufgenommen. Dort entwickeln sich Geschlechtszellen, die zu Zygoten verschmelzen und Sichelkeime bilden, und nun wieder zur Infektion eines Körpers bereit stehen.


Quellen:
https://de.wikipedia.org/wiki/Malaria




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