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Die Pest - 3.Version - Referat



Die Pest:
Ursachen und Merkmale der Krankheit:
• Die Pest ist eine der großen Infektionskrankheiten des Mittelalters.
• ist eigentlich keine Krankheit des Menschen, sondern eine Tierkrankheit, auch Zoonose genannt. Die Bakterien leben in Nagetieren, besonders in Ratten, und werden vom Rattenfloh auf den Menschen übertragen.
• Auslöser der typischen Pest ist das Bakterium Yersinia Pestis. Nachdem es die weißen Blutkörperchen angreift und auffrisst, teilt es sich einfach weiter, und vermehrt sich so auch innerhalb der Abwehrzellen.
• Besonders gefährdet ist man in Gebieten, in denen Menschen unter schlechten hygienischen Bedingungen eng zusammenleben. Unter diesen Umständen tritt die Pest auch heute noch immer wieder in kleinen Epidemien auf.
• In Europa spielt sie allerdings schon seit Längerem keine Rolle mehr. Große Epidemien und Pandemien, die im Mittelalter Millionen von Opfern forderten, gibt es heute nicht mehr.
• Die Pest ist neben Cholera, Pocken und Gelbfieber eine der vier Quarantäne-Krankheiten, so wie auch Ebola
• Zu den wichtigen Merkmalen zählen zum Beispiel: Fieber, Beulen bei warmen stellen, Blutauswurf und Geschwüren

Bekämpfung des Erregers:

• Da es sich um eine Quarantäne Krankheit handelte, schließen sich die Menschen in ihren Häusern in der Hoffnung der Pest zu entkommen.
• Die Menschen damals wussten nicht, dass dir Ratten in ihrem zuhause und die unhygienischen Umstände die Ursache waren
• Viele Ärzte im Mittelalter versuchten durch häusliche Mittel die Krankheit zu bekämpfen, diese jedoch erkrankten selber daran und starben

Folgen:
• Als eine große Folge der Pest sieht man die Trennung von vielen Familien und de Tod von der halben europäischen Bevölkerung
• Auch Flüchtlinge aus anderen Dörfern wurden vermeidet und auf sich alleine gestellt gelassen

Gesellschaft:
• Die Pest beeinflusste unter anderem auch die Politik und die Gesellschaft (sie ist vor dem Mittelalter bereits bekannt)
• Der oströmische Kaisers Justinian, verloren Gebiete in Italien. Zurückeroberungen scheiterten an der Epidemie
• 628 brach die Pest im byzantinischen Syrien aus und vereinfachte den Arabern die Eroberung des Gebiets

Kunst und Literatur:
• Vor allem jedoch traf die Pestepidemie des 14. Jahrhunderts stark auf Kunst und Literatur.
• Die Menschen erwarben sogenannte Pestblätter, um sich mit Hilfe der darauf abgebildeten Heiligen vor der Pest zu schützen.
• Giovanni Boccaccio schrieb vor dem Hintergrund der Pest, seine Novellensammlung Il Dekamerone
Sieben Damen und drei junge Männer fliehen vor der Pest aus Florenz auf einen Landsitz und finden so Schutz
• Sehr oft wurde der „schwarze Tod“ als Knochenmann dargestellt. Dies erwies sich als ein Meisterwerk der Sepulkralkunst.
• 1722 erschien in London Daniel Defoes Die Pest zu London Die Erzählung wurde zu einem Zeitpunkt veröffentlicht, als ein Pestausbruch in Südfrankreich eine erneute Heimsuchung durch diese Krankheit befürchten ließ.

Schuldzuweisung: Pestprogromme und Geißlerumzüge:
• Da man zunächst medizinisch keine Erklärung für den Schwarzen Tod fand, suchte man sie in der Religion (Bestrafung Gottes) .Man deutete Katastrophen als Vorboten weiterer Katastrophen. So wurde die Pest als erstes Zeichen für das Ende der Welt, die Apokalypse, gedeutet.
• Diese düsteren Prognosen machten die Menschen auf der einen Seite zu einem besonders gläubigen Volk, Flagellanten geißelten sich öffentlich selbst, um Befreiung von der Sünde zu erreichen
• Auf der anderen Seite wollte man die letzten Tage der Menschheit noch feiern, ausgelassenen und mit ungehemmter Lebensfreude.
• Als Sündenböcke mussten wieder einmal Randgruppen herhalten, die von der Kirche verfolgt wurden. Wie zum Beispiel die Juden. Man beschuldigte sie die Brunnen vergiftet zu haben
• Um sich vor ihnen und der Seuche zu schützen, fertigte man Amulette an, Ärzte und Apotheker mischten Gegenmittel und publizierten Pestschriften.



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