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Die Osterinsel - Referat



Die Osterinsel

Die Osterinsel zählt zu den geheimnisvollsten Inseln dieser Erde.
Zu Ostern im Jahre 1722 wurde sie vom niederländischen Kapitän Jakob Roggeveen entdeckt und bekam dadurch ihren Namen. Sie wird auch „Rapa Nui“ genannt, was übersetzt soviel heißt wie „Die große Insel Rapa“.
Zum Zeitpunkt der Entdeckung waren schätzungsweise 4000 Bewohner auf der Insel welche ca. 300 n. Chr. Besiedelt wurde.
Rapa Nui liegt im südöstlichen Pazifik ca. 3600 km von Chile entfernt und das nächste Stück Land ist 1600 km entfernt. Sie ist die einsamste Insel dieser Erde. Die Fläche dürfte etwa 163km2 betragen.
Die Insel besteht überwiegend aus Grasland und 3 erloschenen Vulkanen. Es herrscht subtropisches Klima mit einer Durchschnittstemperatur von 18- 24°C im Jahr. Die Jahresniederschlagsmenge an Regen beträgt über 1.300 Millimeter. Auf dem fruchtbaren vulkanischen Boden werden Kartoffeln, Zuckerrohr, Taro (= Wasserbrotwurzel), Tabak und verschiedene tropische Früchte angebaut.
1862 verschleppten peruanische Sklavenjäger 900 Inselbewohner, darunter der letzte König und alle Wissensträger zur Sklavenarbeit nach Peru und Chile. Nur fünfzehn von ihnen überlebten und wurden auf Drängen der Kirche in ihre Heimat zurückgebracht, wo sie die restliche Bevölkerung mit den tödlichen Pocken anstecken. Dadurch reduzierte sich die Einwohnerzahl bis 1877 auf 111 Bewohner. 1888 wurde die Insel von Chile eingenommen und an Schafzüchter verpachtet. Erst 1965, also vor 40 Jahren erhielten die Polynesier chilenische Ausweise und die Bürgerrechte. Die momentan rund 2500 Einwohner haben Spanisch als Landessprache jedoch im Alltag sprechen sie eine polynesische Sprache.
Bekannt wurde die Osterinsel eigentlich durch die monumentalen Steinköpfe, welche „Moai“ genannt werden. Diese sind aus dunklem Tuffstein, das ist ein weiches Vulkangestein, bestehend aus Oberkörpern und überdimensionalen Köpfen. Viele Statuen trugen zylinderförmige Kronen oder Kopfschmuck aus rotem Tuffstein, mit einem zentralen, nach obenragenden Aufsatz.
Nur noch sehr wenige „Moai“ haben die aus hellen Knochen oder Korallenkalk eingesetzten Augen mit einer schwarzen Pupille aus Obsidian.
Die Größe der Statuen bewegt sich zwischen 3,5 und 9,5 Meter und wiegen etwa 80 Tonnen. Außer in der Größe unterscheiden sich die Figuren nicht voneinander. Noch mit dem vulkanischen Boden verbunden liegt die Größte mit 20 m hohe Steinfigur, diese wiegt etwa 270 Tonnen. Warum ließen die Bewohner unfertige Statuen am Steinbruch des Vulkans zurück, warum haben sie diese nicht auch aufgestellt? Oder welche Bedeutung haben die Moai´s? Auf diese Fragen gibt es bis heute keine präzise Antwort. Vermutlich waren sie ursprünglich Kult- oder Grabfiguren.
Der Transport dieser Giganten vom Steinbruch an die Küste bleibt auch rätselhaft. Es wird sowohl die Möglichkeit sie liegend auf Baumstämmen zu bewegen und
sie dann mit Hebeln und Seilen aufzurichten, als auch der stehende Transport, bei dem wechselseitige Zugbewegungen mit Seilen die Figur „gehen“ lassen diskutiert. Eine Legende berichtet von zwei besonderen Priestern, die in der Lage gewesen seien, das „Mana“ in den Kolossen zu aktivieren (= mächtige geistige Energie in den Figuren), dass diese dann über die Insel wandern. Und nachdem die Priester verschwanden, hätte es keine Möglichkeit mehr gegeben, die Statuen zu bewegen und die Produktion sei eingestellt worden.
Als 1955 der Norweger Thor Heyerdahl die Insel erreichte, machte er sich zielstrebig daran, die Frage nach der Herstellungstechnik der Steinkolosse zu beantworten. In den Steinbrüchen der Kraterwände lagen noch Hunderte primitiver Faustkeile und Statuen in allen Bearbeitungsphasen. 18 Tage lang versuchten Arbeiter aus dem Fels eine neue Figur herauszumeißeln.
Das Ergebnis war niederschmetternd, denn nur Umrisse waren zu erkennen, und die Bildhauer hatten völlig zerschundene Hände. Also wie konnten die Einwohner diese Meisterwerke schaffen?
Die Steinfiguren wurden meist auf große Steinplatten, den so genannten „Ahu´s“ gestellt. Diese bestehen aus Steinblöcken, die genau aufeinander passen und ohne Mörtel zusammengefügt sind. Unter vielen „Ahu´s“ gibt es Gewölbe mit Einzel- und Gruppengräbern.
Heute leben die Bewohner der Osterinsel hauptsächlich von den bis zu 10.000 Touristen und Forschern im Jahr. Und somit leben sie in einem bescheidenen Wohlstand.
Bis zum heutigen Tage ist das Geheimnis der Osterinsel ungelöst und wird wohl noch für einige Überraschungen sorgen.




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