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Die Kaninchen, die an allem schuld waren - Referat



In der Fabel "Die Kaninchen, die an allem schuld waren" von James Thurber wird die Geschichte von der Verfolgung einer Kaninchenfamilie durch ein Rudel Wölfe erzählt. Die Kaninchen werden trotz der Hilfszusagen der anderen Tiere am Ende vernichtet. Die Verfolgung und Vernichtung geschieht in mehreren Phasen: Zu Beginn missbilligen die Wölfe die Lebensweise der Kaninchen. Nach einem Erdbeben weisen sie den Kaninchen die Schuld daran zu. Auch für den Blitzschlag, der einen Wolf tötet, seien sie verantwortlich. Die Kaninchen reagieren auf die Drohung der Wölfe mit dem Beschluss auszuwandern. Dieser Beschluss wird aber nicht in die Tat umgesetzt, da die anderen Tiere ihnen versprechen sie aller Wahrscheinlichkeit nach vor den Wölfen zu schützen. Nach einer Überschwemmung werden die Kaninchen schließlich von den Wölfen getötet. Vor den anderen Tieren rechtfertigen sich die Wölfe für diese Tat damit, dass die Kaninchen zu fliehen versucht hätten. Am Ende der Fabel erteilt der Erzähler den Rat, man solle sich schnell auf eine einsame Insel retten.
Wenn man die beteiligten Tiere einmal in ihrem Verhältnis zueinander charakterisiert, so fällt auf, dass sie typenhaft beschrieben werden: Die Wölfe werden als brutal dargestellt, sie haben eine faschistoide Weltanschauung, wenn sie ihre eigene Lebensweise für die Beste, gar einzig Richtige halten. Da ihnen die Lebensweise der Kaninchen nicht gefällt, streben sie danach, sie zu vernichten. Diese Vernichtung kann nur mit scheinlogischen Argumenten kaschiert werden, indem die typischen Eigenarten der von ihnen abgelehnten Lebensweise zu den Auslösern von Umweltkatastrophen gemacht werden. Außerdem werden die Wölfe als machtbewusst und schlau beschrieben, als sie die Forderung der anderen Tiere nach Legitimation für die Vernichtung der Kaninchen mit folgender Aussage begründen: „ Sie versuchten auszureißen, und wie ihr wisst, ist dies keine Welt für Ausreißer.“
Die Wölfe begründen also ihr Handeln mit genau der Aussage, mit der die anderen Tiere den Kaninchen ihre Hilfe zusicherten.
Die anderen Tiere werden zwar als Verbündete der Kaninchen dargestellt, jedoch sind die Kaninchen derart unentschlossen das die Wölfe die Allianz der Tiere nicht fürchten müssen.
Die dritte Gruppe der Fabel sind die gescholtenen Kaninchen, sie werden für Dinge verantwortlich gemacht für die sie die Schuld nicht tragen.

Was möchte nun der James Thurber mit seiner Fabel ausdrücken???
Es liegt klar auf der Hand er auf den Holocaust abzielt
Die grausamen Wölfe sind die Nationalsozialisten,
die ermordeten Kaninchen sind die Juden und die anderen Tiere sind die europäischen Staaten
Ich glaube hinter dieser Fabel verstecken sich 2 unterschiedliche Sinne. Als erstes, was offensichtlich ist werden die Nazis angeklagt weil sie die Juden für die Arbeitslosigkeit und die Armut die damals in Deutschland herrschte verantwortlich machten und den Völkermord so rechtfertigten. Dies zu erkennen ist sehr simpel
Ich glaube jedoch das Thurber eine weitere Botschaft in seiner Fabel versteckt hält, denn als die Kaninchen fliehen wollen sagen die anderen Tiere das sie bleiben sollen weil nur Feiglinge fliehen und das in der Welt kein Platz für solche sei.
Fakt ist das zu der Zeit vor dem Natonalsozialismus,. Deutschland ein sehr tolerantes Land war und das Juden im Rest Europas keineswegs beliebt waren. In anderen Ländern wurden sie gemieden und sogar diskriminiert. Deshalb lebten auch derart viele Juden in Deutschland. Geht man nun davon aus das die anderen Tiere, die umliegenden europäischen Staaten darstellen so kann man vermuten das der Ratschlag NICHT ZU FLIEHEN sondern zu bleiben und sich auf Hilfe zu verlassen nur einem Zweck diente. Die anderen Tiere, also die anderen Staaten wollten die Kaninchen, die Juden nicht bei sich.






Dieses Referat wurde eingesandt vom User: Focuz




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