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Die Henker-Interpretationsaufsatz - Referat



Interpretationsaufsatz zu „die Henker“

„Die Henker“ ist eine Kurzgeschichte, die sich hauptsächlich mit der Todesstrafe auseinendersetzt. Der Autor ist Henry Jaeger, welcher 1927 in Frankfurt geboren wurde. Er wurde 1942 zur Wehrmacht eingezogen und geriet 1945 in britische Kriegsgefangenschaft. Nachdem er entlassen wurde setzte er es sich zum Ziel, Medizin zu studieren. Doch dieser Plan scheiterte und aufgrund von beruflichen und persönlichen Problemen rutschte er in die Kriminalität ab. Er war Mitglied einer Bande die Raubüberfälle und Einbrüche beging. 1955 wurde Jaeger schließlich verhaftet und zu 12 Jahren Zuchthaus verurteilt. Während seiner Gefangenschaft fing er auch an zu schreiben. Er wurde 1963 auf Bewährung entlassen. Henry Jaeger starb im Jahr 2000 mit 72 Jahren.

In dieser Kurzgeschichte geht es um einen verurteilten Meuchelmörder, der „Henker“ genannt wird und bald gehängt werden soll. Den Höhepunkt der Geschichte bildet der Besuch des Scharfrichters, der den Mörder töten wird. Er trinkt und raucht mit ihm und spricht über den Tod. Langsam merkt der Verurteilte dass der Henker eigentlich gekommen ist um sich schon im Voraus bei ihm zu entschuldigen.
Die Kurzgeschichte wurde in der auktorialen Erzählperspektive verfasst. Die Personen die darin vorkommen sind der Mörder, seine Zellengenossen und der Henker. Der Verurteilte ist 40 Jahre alt, was man ihm jedoch nicht ansieht. Er ist sehr blass und obwohl er tausende Menschen umgebracht hat, ist er eigentlich ein Feigling, da er immer nur gemordet hat, wenn er sich sicher sein konnte, dass seine Opfer keine Möglichkeit hatten, sich zu wehren. Und auf gewisse Weise ist er sogar stolz darauf, dass man sich auch nach seinem Tod noch mit Schrecken an ihn erinnern wird.
Die Beziehung zwischen den Zellengenossen ist angespannt und eher schlecht, weil jeder in den anderen seine eigene Vergangenheit sieht. Ab und zu kommt es zu Auseinandersetzungen, die aber nie auf körperlicher Ebene ausgetragen werden.

Während sie sich unterhalten sagt der Mörder einmal etwas, was einem zuerst etwas seltsam vorkommt: „Sterben ist der schönste Tod.“ Ich denke er meint damit, dass es ihm immer noch lieber ist hingerichtet zu werden, als eingesperrt zu sein und gar kein wirkliches Leben mehr zu haben.

Da Henry Jaeger einige Jahre in Gefangenschaft verbracht hat, denke ich, dass er hier ein kleines Bisschen auch seine eigenen Gefühle eingebracht hat. Hauptsächlich setzt er sich aber kritisch mit dem Tod und der Todesstrafe auseinander. Diese Themen waren aktuell, sind es immer noch und werden es wohl auch immer bleiben, siehe zum Beispiel Kalifornien oder Texas.

Dieses Referat wurde eingesandt vom User: blutige_baronin




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