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Die Haut - Referat



Die Haut bildet als Hautdecke die äußere Körperoberfläche und ist über den verschiedenen Körperregionen unterschiedlich differentiert.

1. Hautschichten

Oberhaut

Die Oberhaut (Epidermis) bildet mit ihrem Epithel die oberflächlichste Schicht der Körperoberfläche. Das mehrschichtig verhornte Plattenepithel ist im Bereich der Felderhaut, die den größten Anteil der Haut darstellt, etwa 0,1 bis 0,2 mm dick. An der Hohlhand und der Fußsohle (Leistenhaut) ist die Epithermis deutlich dicker (0,8 bis 1,5 mm). In Form von Papillarleisten zeigt sich ein erblich festgelegtes Muster von Linien.
In den untersten Zelllagen der Epidermis (Stratum basale und Stratum spinosum) teilen sich die Zellen fortwährend (Regenerationsschicht), wobei eine Tochterzelle zur Oberfläche wandert, während die andere sich neu teilt. Auf ihren Weg nach oben verhornen die Zellen (Hornbildungsschicht) und werden an der Oberfläche in Form von Hornschuppen (Hornschicht) abgestoßen.
Innerhalb des Epithelverbandes kommen drei weitere Zellarten vor:
Merkel-Zellen, Melanozyten und Lagerhans-Zellen.
Merkel-Zellen stellen als sekundäre Sinneszellen Mechanorezeptoren dar und kommen hauptsächlich an empfindlichen Hautstellen (Fingerspitzen) vor.
Melanozyten sind große Zellen mit langen Ausläufern und enthalten Pigmente (Melanin) , deren Bildung durch verstärkte Sonneneinstrahlung provoziert wird.
Langerhans-Zellen sind Zellen des spezifischen Abwehrsystems und können Antigene aufnehmen und T-Helferzellen präsentieren.

Lederhaut

Die Lederhaut (Dermis oder Corium) verleiht der Haut ihre Reißfestigkeit und ihre Verformbarkeit. Sie besteht aus einem dichten Geflecht kollagener elastischer Fasern und enthält Blut- und Lymphgefäße, Nervenfasern sowie Bindegewebszellen und Zellen der Abwehr. Auf Grund der Faseranordnung unterscheidet man eine Papillarschicht (Stratum papillare) und eine Geflechtschicht (Stratum reticulare).
Die Papillarschicht grenzt unmittelbar an die Epidermis und ist mit ihr durch sogenannte Bindegewebszellen verzahnt. Höhe und Anzahl der Papillen hängen von der lokalen mechanischen Beanspruchung ab. Unterschiedlich angeordnete elastische Fasergeflechte und Geflechtschicht verleihen der Haut ihre Dehnbarkeit und sind für das Klaffen einer Hautwunde verantwortlich.

Unterhaut

Die Unterhaut (Subcutis) ist aus lockerem, durch Bindegewebszüge unterkammertem, fettgewebsreichen Bindegewebe aufgebaut und stellt die Verbindung zur oberflächlichen Körperfaszie her. Sie ermöglicht die Verschieblichkeit der Haut. Das Unterhautfettgewebe ist individuell und regional unterschiedlich stark ausgebildet und dient als Fettspeicher. Man unterscheidet "Baufett" (z.B. an der Fußsohle) und "Depotfett" (z.B. in Form von Fettpolstern am Bauch). Zwischen Subcutis und Cutis verläuft ein Netz von Arterien und Venen, aus dem Äste bis in die Papillarkörper der Lederhaut ziehen.


2. Hautsinnesorgane

Zu den Hautsinnesorganen in der Epidermis, der Leder- und Unterhaut zählt man Nervenendkörperchen (Mechanorezeptoren) und sogenannte freie Nervenendigungen (Mechano-, Schmerz-, Druck- und Temperaturrezeptoren). Ihre afferenten Nervenfasern verlaufen zusammen mit vegetativen efferenten Axonen, die zu Blutgefäßen, Drüsen und Haarmuskeln ziehen, in den Hautnerven.
Außer den in der Epidermis liegenden Merkel-Zellen (Merkel-Tastscheiben) kommen Meißner-Tastkörperchen in den Bindegewebspapillen der Lederhaut sowie Vater-Pacini-Lamellenkörperchen in der Unterhaut vor. Freie Nervenendigungen liegen vor allem in der Lederhaut und in Form von Nervenmanschetten um die Haarbälge.


3. Aufgaben der Haut

Schutzfunktion: Durch Verhornung des Epithels und Abgabe von Drüsensekreten Schutz vor mechanischen, thermischen und chemischen Schäden.
Temperaturregulation: Regulierung der Körpertemperatur durch Erweiterung und Verengung von Hautgefäßen sowie durch Flüssigkeitsabgabe über Hautdrüsen.
Wasserhaushalt: Schutz vor Flüssigkeitsverlusten sowie kontrollierte Abgabe von Flüssigkeit und Salzen über Drüsen.
Sinnesfunktion: Hautsinnesorgane in Form von Schmerz-, Temperatur-, Druck- und Tastrezeptoren.
Immunfunktion: Hoher Anteil an spezifischen Abwehrzellen.
Kommunikation: Durch Erröten und Erblassen als Ausdruck vegetativer Reaktionen.

4. Hautanhangsgebilde
Zu den epithelialen Hautanhangsgebilden werden Hautdrüsen, Haare und Nägel gezählt. An ihrem Aufbau beteiligt sich das umliegende Bindegewebe.
4.1 Hautdrüsen

Innerhalb der Hautdrüsen unterscheidet man Schweißdrüsen, Duftdrüsen und Talgdrüsen. Die Insgesamt 2 Millionen Schweißdrüsen sind vermehrt in der Haut der Stirn, der Handinnenflächen und Fußsohlen lokalisiert. Ihr saures Sekret bildet einen sogenannten "Säureschutzmantel" auf der Hautoberfläche
und hemmt dadurch das Bakterienwachstum. Duftdrüsen kommen vor allem mit Gesellschaft von Haaren vor (Achselhöhlen, Kopf- und Schambehaarung). Sie produzieren ein sehr alkalisches Sekret und werden durch Sexualhormone stimuliert. Talgdüsen kommen, wie die Hautdrüsen, ebenfalls fast nur in der behaarten Haut vor (Haarbalgdrüsen). Ihr Sekret, der Hauttalg, ist reich an Fettsäuren und macht in Verbindung mit dem Schweiß die Haut geschmeidig und trägt zum Glanz der Haare bei.

4.2 Haare

Haare kommen in Form von Lanugohaaren beim Neugeborene und als Terminalhaare beim Erwachsenen vor. Sie dienen dem Wärmeschutz und der Tastempfindung. Das Terminalhaar steckt in einer Wurzelscheide, in die eine Talgdrüse mündet. Unterhalb der Talgdrüse entspringt aus der geneigten Seite der Haarmuskel (Muskulus arrector pili), der aufwärts zur Epidermis zieht. Er stellt die Haare auf (sympathische Reaktion), indem er die Epidermis grübchenförmig einzieht (Gänsehaut).
Am Haar unterscheidet man einen verhornten Haarschaft mit einer epithelialen Haarwurzelscheide und die Haarwurzel, die mit der epithelialen Haarzwiebel auf einer bindegewebigen Haarpapille sitzt. Haarzwiebel und Haarpapille bilden gemeinsam den Haarfolikel, der von Blutgefäßen versorgt wird und von dem das Haarwachstum ausgeht. Während Lanugohaare im Corium wurzeln, liegen die Wurzeln der Terminalhaare im oberen Subcutis. Die Haarfarbe hängt unter anderen vom Pigmentgehalt (Melanin) der Haare ab. Erlischt die Melaninproduktion oder kommt es zur Einlagerung von Luftbläschen in das Haar, erscheint es grau bis weiß.

4.3 Nägel

Nägel sind, wie die Haare, spezielle Bildungen der Epidermis und sind als 0,5 mm dicke Hornplatten (Nagelplatte) im Nagelbett verankert. Das Nagelbett ist das epitheliale Gewebe, aus dem der Nagel ständig nachwächst.. Der hintere Rand der Nagelplatte steckt in einer Nageltasche, der seitliche in einem Nagelpfalz. Vor der Nageltasche schimmert das nagelbildende epitheliale Gewebe als weißliches Feld (Lanula) halbmondförmig durch den Nagel. Durchschneidende Kapillaren geben den Nagel seine rosa Farbe.


Die Nägel schützen die Endglieder der Finger und Zehen und bilden ein Widerlager für den Druck, der auf Tastballen ausgeübt wird. Dadurch sind die Nägel wichtige Hilfseinrichtung für das Tastgefühl.


5. Hautkrankheit: Psoriasis (Schuppenflechte)

Die Primärrefloreszenz der Psoriarsis ist ein roter, oft nur punktförmiger Fleck oder eine erhabene Papel mit silberweißer Schuppung. Die Schuppung wird zuweilen erst sichtbar, wenn man an der Effloreszenz kratzt. Die Grundefflorenszenzen entwickeln sich sehr unterschiedlich. Kleine Efflorenszenzen können wie ein Exanthem mit vielen Einzeleffloreszenzen plötzlich die gesamte Haut befallen. Einzelefflorensenzen können mit anderen zusammenschließen oder zu größeren Herden heranwachsen und dann Münzenförmig (nummulär), plakatartig (Plaques), Ringförmig (anulär) oder gyriert werden. Bedeckt die Psoriarsis flächenhaft die Haut, so spricht man von einer Erythrodermie. Die Prädilektionsstellen der Psoriarsis sind die Streckseiten der Extremitäten, die Sakralregion, der behaarte Kopf, wobei die Stirnhaargrenze gerne überschritten wird. Häufig ist die Analregion betroffen. Charakteristisch ist die Provokation der Oberhaut zu neuen Effloreszenzen. Nagelveränderungen bestehen in Grübchen, Verdickung, gelblicher Verfärbung.


Dieses Referat wurde eingesandt vom User: Royal_Aces



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